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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von minouminou Beitrag anzeigen
    Viele Deutsche erleben Araber als unmäßig und fordernd. Die Türken fordern, dass Erdogan auf dem Staatsgebiet der Bundesrepublik Wahlkampf macht, die Kurden demonstrieren auf unserem Staatsgebiet, alle ziemlich lautstark und oftmals unter Einsatz deutscher Polizei. Im Kleinen finden Verteilungskämpfe um Wohnungen statt, Flüchtlinge wehren sich gewaltsam und sehr laut gegen rechtmäßige Abschiebungen, an einigen Tafeln wird lautstark gedrängelt, hinterher wird Essen weggeworfen. Andere wollen Gebetsräume, Moscheen, mit der Burka vor Gericht und immer wird mit großem Tam-Tam auf die Religionsfreiheit verwiesen und diese eingefordert.

    So macht man sich nicht beliebt. Dieses laute Einfordern wirktauf viele Menschen total abstoßend.

    Glaubst Du ein deutscher Politiker würde in der Türkei Wahlkampf machen? Oder Deutsche würden in den USA gegen die Ausbreitung des Islam in Deutschland demonstrieren? Oder deutsche Frauen würden gegen Gewalt in Saudi-Arabien auf die Straße gehen?

    Aber für Türken und Kurden ist es selbstverständlich ihre Konflikte hier auszuleben. Das stört viele Deutsche.
    Welche "Deutsche" stören diese Einzelfälle denn genau? Übrigens hat ein Großteil der hier lebenden Muslime die Deutsche Staatsbürgerschaft, das sind also auch Deutsche.

  2. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von minouminou Beitrag anzeigen
    Unterstellungen sind ja sehr gute Argumente!
    Das ist keine Unterstellung sondern meine Wahrnehmung. Denn du kannst ja noch nicht einmal mehr verstehen was ich schreibe:

    Und "positive Übernahme" ? Schmunzel....

    Die Mehrheit der Deutschen will weder übernommen werden, noch andere Sitten und Gebräuche übernehmen. Wir haben unsere Geschichte und haben unseren Wertekanon über Jahrhunderte aus Europa entwickelt. Warum sollten wir Werte, mit denen viele Menschen unfreier oder unglücklicher leben, übernehmen wollen?
    Nein, ich habe nicht davon geschrieben dass "die Deutschen übernommen werden sollen".
    Es geht darum, was die Deutschen übernehmen wollen, was sie nicht übernehmen wollen und was sie vielleicht dulden könnten (=will man nicht für sich, stört aber auch nicht)

    Jetzt klar?

    Zu sagen, wir "müssen" offen sein für positive islamische Einflüsse untergräbt unsere Freiheit. Nein, das müssen wir nicht. Wir dürfen uns entscheiden, was uns gefällt, und wir dürfen auch etwas ablehnen und uns dagegen wehren. Sogar gegen "positive Übernahme" dürfen wir uns wehren.
    Offenheit ist kein Muss, sondern wünschenswert.

    Außerdem, was wäre denn so positiv am Islam, dass wir es übernehmen sollten? Da fällt mir nicht viel ein...
    Ich fand es immer interessant wie familienorientiert Muslime sind und dass sie ihre Familie weiter fassen und als Netzwerk verstehen.
    Da haben wir viel verloren in unserer Hochleistungsgesellschaft.

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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Print, zu deinem letzten Satz hatte ich letzte Woche eine interessante Diskussion mit meinem syrischen Bekannten. Er hat versucht mir den Familienzusammenhalt und die Solidaritär der Leute untereinander nahe zu bringen. Höchst spannendes Gespräch. Der sehr positiv zu bewertende Familenzusammenhalt ist vergleichbar mit unserem Solidassystem mit allen Vor- und Nachteilen. Wenn nämlich einer in der Familie sich krumm schuftet, ist er moralisch verpflichtet, dem nichtsnutzigen Cousin, der es zu nichts gebracht hat, etwas abzugeben. Der gehört ja zur Familie. Und auf diesem System beruht auch der Erfolg der Clans. Man kann nicht einfach ablehnen, wenn einen jemand aus der Familie um etwas bittet, auch wenns kriminell wird. Abgesehen davon bietet die Familie ein Sicherheitsnetz. Mein Bekannter z.B. hat jetzt ein Auto gekauft und hätte nie einen Kredit dafür bekommen. Die Familie hat zusammen gelegt und ihm das Geld geborgt.
    War überhaupt ein interessanter Nachmittag, da das Hausaufgabenthema, welches wir ( die Tochter und ich als Lernpate) bearbeitet haben, ein Kurzvortrag über den Islam war. Ich habe viel über Pflicht und Kür der Religionsausübung erfahren, er hat sich gewundert, wie gut ich Ungläubige mit den Grundlagen vertraut bin. Wenn nur solche Leute zu uns kämen, hätten wir keine Probleme mit dem Islam. Sowohl ih als auch mich ärgert das Alles-in-einen-Topf werfen in der offiziellen Meinung enorm. Sie leiden sehr unter ihren Mitflüchtlingen, die fordern, sich nicht anpassen und benehmen können. Weil es mit auf die "Normalen" zurückfällt. Warum ist die Politik nicht in der Lage, da zu unterscheiden? Der normale Bürger auf der Straße kann es doch auch, und dieses Unterscheidungsvermögen wird uns abgessprochen.

    Saphire

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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fand es immer interessant wie familienorientiert Muslime sind und dass sie ihre Familie weiter fassen und als Netzwerk verstehen.
    Da haben wir viel verloren in unserer Hochleistungsgesellschaft.
    Ich sehe diese Familienorientierung und Netzwerkbildung etwas kritischer, da sie auch dazu dient, Fremde (Nichtmuslime)und andere Lebensweisen von außen fern zu halten. Da sucht die Familie die Ehepartner aus und Ausbrecher werden im schlimmsten Fall mit dem Tode bedroht.

  5. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Ja, und bei uns liegen die Einsamen tot in ihrer Wohnung und werden erst gefunden wenn es anfängt zu riechen.

    Jedes System hat seine Schattenseiten, es kommt darauf an worauf man schaut.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Saphire,

    danke für deinen persönlichen Einblick

    Wie wohl diese Familie den Satz "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" aufnimmt?

  7. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    @ Saphire,

    Ich befürchte, dass sich viele Mensche in Deutschland nicht so gut informieren, wie du dies tust.

    Spannend sind z.B. immer die Umfragen vor den Feiertagen (Was ist Ostern, was der 1.Mai etc.). Da bin ich manchmal sehr erstaunt über unsere Landsleute und betrachte dies auch als unseren eigenen Kulturverlust.

    Den Familienzusammenhalt würde ich nicht an der Religion festmachen, sondern am Vorhandesein eines Sozialsystems. Auch in Asien und Afrika ist der großfamiliäre Zusammenhalt stark, weil man sonst nicht überlebt. War bei uns früher auch so....

    Das war und ist nicht immer toll und angenehm und kann durchaus auch eine Fortentwicklung des Einzelnen hindern.

    Ich würde das aber nicht an der Religion festmachen. (Ich denke da auch an unsere Vorstellungen der italienischen Großfamilie... Und der Camorra und Mafia).

  8. gesperrt

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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von Saphire Beitrag anzeigen
    er hat sich gewundert, wie gut ich Ungläubige mit den Grundlagen vertraut bin.


    Zitat Zitat von Saphire Beitrag anzeigen
    Wenn nur solche Leute zu uns kämen, hätten wir keine Probleme mit dem Islam. Sowohl ih als auch mich ärgert das Alles-in-einen-Topf werfen in der offiziellen Meinung enorm. Sie leiden sehr unter ihren Mitflüchtlingen, die fordern, sich nicht anpassen und benehmen können. Weil es mit auf die "Normalen" zurückfällt.
    Ja, wenn nur solche Leute zu uns kämen... Das bleibt wohl ein Wunschdenken.
    Ich frage mich aber auch manchmal, warum zumindest ich, so oft den Eindruck habe, dass es meist die deutschen Mitbürger/Helfer sind, die sich so sehr darum bemühen, aufzuklären, dass ja nicht alle so sind, dass die "Normalen" drunter leiden. Warum organisieren sich die "Normalen" nicht mehr zur Aufklärungsarbeit, warum wird von ihnen nicht mehr dafür getan, ihr Bild in der Öffentlichkeit zu ändern? Ich meine damit jetzt nicht die Flüchtlinge in einer Asylunterkunft sondern die vielen Muslime an sich. Will "der Islam" überhaupt zu Deutschland / zur westlichen Welt "gehören"? Oder will man nur seine gesetzlich garantierte Daseinsberechtigung durchsetzen?

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    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Ich werd sie fragen. Grundsätzlich sind sie der Meinung, sie sind hier Gast, wurden aufgenommen, haben ein sicheres Dach über dem Kopf und üben ihre Religion privat aus. Also genau so, wie ich es in einem fremden Land auch machen würde. (Abgesehen davon, dass ich nichts ausübe ) Wenn man die Aussage so zusätzlich formulieren würde, "die Muslime gehören zu Deutschland", würden sie dem Satz "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" großteils zustimmen, sie sehen sich als Gast in einem christlich geprägten Land. Sie waren auch mit zu einem Weihnachtsgottesdienst auf Einladung ihres Helferkreises. Das achten und respektieren sie. Sie erwarten nicht, eine Muslimische Sonderwurst zu bekommen, allerdings möchten zwei der Frauen in Ruhe ihr Kopftuch tragen. Das ist doch ok.

  10. Inaktiver User

    AW: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Zitat Zitat von _maddin_ Beitrag anzeigen
    Ist es auch ein Riesenfehler, wenn sogar Häftlinge im Knast Anspruch auf vegetarische Ernährung haben? Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte jedenfalls hat dazu eindeutig Recht gesprochen und die Anerkennung der Regionsfreiheit durchgesetzt.
    Soweit ich weiß, sind die Migranten, um die es hier geht, freiwillig in Deutschland und sie sind freiwillig in ein (noch) nicht moslemischen Land gekommen, weil sie Hilfe suchen und diese offensichtlich von ihren Glaubensbrüdern nicht bekommen.

    Wenn bestimmten Moslems das Ausleben ihrer Religion mit den Nahrungs- und Kleidungsvorschriften so wichtig ist, dann wäre das Ziel für die Flucht doch wohl besser ein Land, in dem sie ihre Kultur wieder finden.

    Der Vergleich mit Häftlingen ist dabei völlig absurd.

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