@Michael
Ich bedaure es nicht. Im Gegenteil, ich finde es war überfällig, ich freue mich darüber und sehe darin eine echte Chance für eine Erneuerung der CDU.
Und dass die notwendig ist zeigen ja auch die Wahlergebnisse der letzten Wochen.
Jetzt kann sie - gerade noch - aufrechten Hauptes gehen, das schaffen nicht viele und ich denke, wenn sie das wirklich schafft wird ihre Beliebtheit in der Rückschau auch wieder steigen.
Ich wäre am ehesten für AKK oder jemand der noch nicht genannt wurde.
Brinkhaus - warum nicht? Vielleicht auch Kretschmar oder Bouffier?
Ich glaube alle drei sind bodenständige Typen, das gefällt mir erstmal.
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Ergebnis 3.551 bis 3.560 von 4264
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30.10.2018, 11:41Inaktiver User
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
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30.10.2018, 11:41
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
Um Gottes Willen, nein. Das passt so gar nicht zu uns.
Im übrigen gibt es die zwei Lager nicht erst derzeit, sondern schon immer.
Kurzer exkurs:
Die beiden großen Lager der CDU sind:
der traditionell "linke" Flügel, der aus der christlichen Soziallehre kommt, die CDA
die traditionell eher konservative und wirtschaftsfreundlichere Mittelstandsvereinigung MIT.
Im stärksten Landesverband NRW ist seit jeher ein deutliches Übergewicht der CDA üblich.
Im Gegensatz zu anderen Parteien ist die CDU bei ihrer Gründung auch keine gesamt-(west)deutsche Partei gewesen, sondern, wie das U schon sagt, eine Union aus unabhängig und mit unterschiedlichen Prägungen Gebietsparteien in den damaligen Besatzungszonen, welche sich dann irgendwann zusammenschlossen. Sie ist auch keine Nachfolgepartei einer alten Vorkriegspartei, sonder es sind allesamt Neugründungen nach dem Krieg.
Eine so alte Tradition wie die SPD habe wir nicht.
Der Landesverband NRW ist sogar erst in den 80ern entstanden, durch Zusammenschluss der Landesverbände Rheinland und Westfalen- Lippe.
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30.10.2018, 11:42
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30.10.2018, 11:47Inaktiver User
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
Dann wäre es doch besser, wenn diese bleierne Nichtstun-Zeit möglichst schnell vorbei geht.
Denn dass mit die jetzige Regierung noch irgendwas Sinnvolles zustande bringt, ist doch wohl eher ausgeschlossen. Die Frage ist, ob ein neuer Anfang jetzt oder erst in drei Jahren kommt.
Ich gehe übrigens davon aus, dass Frau Dr. Merkel keine drei Jahre Bundeskanzlerin bleibt. Ein neuer Parteivorsitzender kann es sich für seine politische Zukunft gar nicht erlauben, die Kanzlerin weiter zu dulden.
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30.10.2018, 11:50
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
nicht so wichtig
Geändert von VanDyck (30.10.2018 um 11:58 Uhr)
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30.10.2018, 12:04
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
Nein, würde ich nicht sagen, zum einen weil es diese Partei noch immer gibt, zum anderen weil die Zentrumspartei eine katholische Partei war und ist.
Die CDU entstand als Sammlungsbewegung in der natürlich auch eine Anzahl ehemaliger Mitglieder der Zentrumspartei, aber eben auch aus evangelischen Parteien zusammenkamen. Sie wurde bewusst als konfessionsübergreifende Sammlung gegründet.
Nein, sie ist nicht die Nachfolgepartei. Das Zentrum besteht bis heute.
CDU
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30.10.2018, 12:08
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
Meine sentimentalen fünf Minuten sind vorbei.

Wo habe ich das geschrieben oder gemeint? Es war eine sehr simple kurze Rückschau. Und ja, Merkels Deutschland galt bis vor wenigen Jahren als sehr erfolgreich, stabil, verlässlich, wirtschaftsstark. Schlecht gemacht wurde sie bis dahin eigentlich nur immer im eigenen Land - von ein paar Kritikpunkten zu Sachthemen abgesehen.
Gewählt hab ich sie eh nie, aber sie sollte mM nach diese drei Jahre haben. Umbau und Erneuerung in der Union, wenn sie denn wirklich so großartig kommen, wird sie ohne Parteivorsitz nicht mehr haben. Der könnte dann ruhig, überlegt und mit Arbeit für die Sachthemen vor sich gehen.*
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30.10.2018, 12:17Inaktiver User
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
Ich habe letztens auch mit großen Erstaunen gesehen, dass es die noch gibt.
Allerdings eine Minimini-Partei mit etwa 600 Mitgliedern, die quasi zu keiner Wahl antritt.
Zudem wurde sie wohl nach 1945 wieder gegründet, weil einigen die CDU zu rechts war:
Deutsche Zentrumspartei – Wikipedia
Wer hätte das gedacht?
Ich sehe es schon so, dass die ehemalige Zentrumspartei zu großen Teilen in der CDU aufgegangen ist, eben wie Michael beschrieb, als Teil der Union.
Die heutige Zentrumspartei ist doch wohl eher kein ernsthafter politischer Player mehr.
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30.10.2018, 12:41Inaktiver User
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
Einverstanden. Ersetzen wir "Täuschungsmanöver" durch "strategischer Schachzug".
Von verzweifelter Hektik hat niemand etwas, wie wahr! - und deshalb hat auch niemand, außer Lindner, ihren Rücktritt gefordert, nicht einmal ihre Kritiker. Sie soll bleiben und retten, was noch zu retten ist. Aber es hat sich wieder einmal gezeigt, wie Merkel tickt. Sie ist keine weitblickende, kreative Gestalterin, sondern eine Verwalterin und Krisenmanagerin. Sie erkennt eine sich anbahnende Krise nicht, sondern reagiert erst, wenn die Krise da ist. Sie hatte Glück, dass die Wirtschaft die ganzen Jahre brummte, ohne dass sie dafür etwas tun musste. Ich denke, sie wäre längst keine Kanzlerin mehr, wenn es anders gewesen wäre.
Gott bewahre!
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30.10.2018, 13:02Inaktiver User
AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021
Die Frau denkt in erster Linie an sich.
Sie hat wieder ein große Chance vertan, einmal, wenigstens einmal in ihrer ganzen Regierungszeit, glaubwürdig zu sein. Was stören sie ihre felsenfesten Prinzipien und Überzeugungen von gestern....
"Parteivorsitz und Kanzlerschaft" gehören zusammen hat sie doch immer wieder laut verkündet. Also wäre eine Rückzug von beiden Ämtern nur konsequent und logisch nachvollziehbar.
Letztlich ist es ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet das linke Lager es bedauert, dass eine CDU-Kanzlerin abtritt.


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