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  1. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    @ libentia,

    das hatten wir doch schon vor langer Zeit. Bluecard (o.ä in Anlehnung an die amerikanische Greencard) hieß das Programm. Bedingung war eine Arbeitsplatzzusage bei einem Jahressalär von 50.000 €. Hat glaube ich höchstens vier Dutzend Menschen angelockt.
    wundert mich nicht.
    Allerdings ist es falsch, keine Ahnung, wo Opelius seine Zahl von "vier Dutzend" herhat. (Woher hast du sie, Opelius?)

    Fast 22.000 in letzten Jahr:
    BAMF - Bundesamt fur Migration und Fluchtlinge - Blaue Karte EU

    Und die Jahre davor auch immer weit über "vier Dutzend".

    und übrigens:
    Im Vergleich aller EU-Länder ist Deutschland Spitzenreiter bei der Erteilung von Blauen Karten EU. So wurden 2016 allein 84,0 Prozent aller EU-weit ausgegebenen Blauen Karten EU von Deutschland ausgestellt. Dahinter folgen die Länder Frankreich (3,6 Prozent), Polen (3,2 Prozent) und Luxemburg (3,0 Prozent).

  2. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es wird vermutlich dazu führen, auch im hochqualifizierten Bereich einheimische Kräfte durch günstigere ausländische zu ersetzen. Wie es im Billiglohnbereich schon der Fall ist, durch Osteuropäer.

    Bisher war das nicht attraktiv, da man die Leute mit 50000 € Mindestlohn angemessen bezahlen mußte.
    Und nicht nur im hochqualifizierten Bereich, damit ist ja in der Regel ein Hochschulstudium gemeint. Sondern jetzt geht es ja um geringer Qualifizierte, um Ausbildungsberufe. Die sollen jetzt kommen und in der großen Masse der gut ausgebildeten und qualifizierten, aber eben nicht "hochqualifizierten", also nicht studierten, Durchschnittsbevölkerung für die Industrie und sonstige Arbeitgeber das Lohnniveau senken, wie die superbillig-Arbeiter in Spanien (war kürzlich ein Video dazu verlinkt) es bereits tun. (wovon übrigens der einzelne Bauer in Spanien nichts hat, das sei mal deutlich gesagt, ich verlinke das Video nochmal, wenn ich es finde). Mal böse gesagt, denn das ist die Gefahr daran. Wer die nicht sieht, hat in der Vergangenheit geschlafen oder immer nur in den Himmel gesehen oder so. Ein Beispiel sind die Metzger/Schlachter in Schlachtereien mit EU Öffnung, und siehe Video im zitierten Beitrag unten.

    Und (@Opelius zB.), der Vorrang soll wegfallen (das heißt, ein Arbeitgeber muß nicht mehr nachweisen, daß er die Stelle nicht anders besetzen kann). Das ist ein wichtiger Punkt. Erst damit kann eine Konkurrenz so richtig angefacht werden unter den Arbeitnehmern, und die Gefahr besteht, daß damit der Lohn gedrückt werden kann (gegebenenfalls auch die Arbeitsbedingungen).

    Hoffen wir mal, daß wir uns total täuschen, Chatul.

    Hier der Beitrag zum Thema, in dem auch das Video verlinkt ist:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder noch krasser:

    Die, die gewählt sind, haben nichts zu sagen, und die was zu sagen haben, sind nicht gewählt. (Seehofer)

    Hier, beispielhaft, die schöne neue EU-Flüchtlings-Wirtschafts-Welt, kam gerade im Ersten. Thema: Flüchtlinge, Ausbeutung, Mafia, Kleinbauern, die sich aufhängen, die Schuldigen sind auch gefunden: Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel

    (obwohl da ja Zulieferer dazwischen sind, klar auch im Land selber, das mit der Mafia z.B., das Land, wo 3 Cent pro Kilo geboten wurden - der Bauer sagte, er brauche 60, um was zu verdienen, als er 3 Cent geboten bekam, habe er seine Ernte lieber vernichtet, andere hätten sich erhängt, - , alles im Video. Denn die Handelsspanne (das ist der Nettoverkaufspreis minus Einstandspreis, also Einkaufspreis) ist im Lebensmitteleinzelhandel nicht etwa 80 oder sogar mehr, sondern 20 Prozent.
    Den mit Abstand niedrigsten Rang bei den Betriebshandelsspannen nehmen der Lebensmittelhandel mit 19,6 und der Tabakhandel mit 20,3 Prozent ein.
    Handelsspannen im Einzelfachhandel sinken - WELT
    ist schon älter, der Artikel, ich weiß, aber das wird sich nicht vervierfacht haben. Ich suche bei Gelegenheit einen neuen.

    Demnach würde etwas, was im Einkauf 3 Cent kostet, im Verkauf 15 Cent kosten. 1kg Zucchini für 15 Cent - verkauft so der deutsche Einzelhandel? Nein, er verkauft für sagen wir mal 2 Euro das Kilo, dann wäre sein Einkaufspreis, also die 2 Euro Verkaufspreis minus die 20 Prozent Handelsspanne: 1,60 Euro).

    Jetzt darf man dreimal raten, wo die restlichen 1,57 Euro verbleiben, die der Bauer nicht erhält. Es scheint also doch eher an den Strukturen dazwischen zu liegen, daß so ein Kleinbauer nur 3 Cent pro Kilo angeboten bekommt, und nicht am deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

    Jedenfalls ist die Reportage recht erschreckend, was die Arbeits- und Lebensumstände der Arbeiter (und das sind die Flüchtlinge)angeht, aber auch die Situation der Kleinbauern :

    Europas dreckige Ernte | Reportage & Dokumentation Video | ARD Mediathek

    Meint das Frau Merkel, wenn sie von einem Zuwanderungsgesetz für "einfache Tätigkeiten" spricht? Denn das führe unweigerlich auch hier zu Lohndumping. In Spanien und Italien führen bereits die Flüchtlinge dazu. Ist sie, angelehnt an Schröders "Titel" Genosse der Bosse, die GenossIn der BossInnen?
    Und nein, ordentliche Preise für die Bauern und auch ihre Arbeiter, so sie welche haben, müssen zu keiner Verteuerung für den Endverbraucher führen, siehe oben.

    Ich würde am Liebsten dem portraitierten Bauern vorschlagen, ein privates Vertriebsnetz aufzubauen, keine Ahnung, ob sowas geht. Ich weiß z.B., daß es Orangenplantagen gibt, die sozusgen ihre Bäume vermieten oder sowas.

    Ich hatte es befürchtet, hatte es mir aber gerne ausreden lassen, daß es so kommen würde. Lohndumping, Preisdumping, Ausbeutung, Selbstmorde, unwürdiges "Wohnen und Leben", usw.
    Geändert von Inaktiver User (16.08.2018 um 23:17 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings ist es falsch, keine Ahnung, wo Opelius seine Zahl von "vier Dutzend" herhat. (Woher hast du sie, Opelius?)
    ...
    In meinem früheren Job kamen über die Bluecard jede Menge Inder an den deutschen Standort.

    Die übernahmen dann ein paar Jahre später in Bangalore den Geschäftsbereich.

    Natürlich in Absprache mit der Geschäftsführung des deutschen Konzerns.

  4. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    In meinem früheren Job kamen über die Bluecard jede Menge Inder an den deutschen Standort.

    Die übernahmen dann ein paar Jahre später in Bangalore den Geschäftsbereich.

    Natürlich in Absprache mit der Geschäftsführung des deutschen Konzerns.
    Ich kenne oder weiß auch von ungefähr einem Dutzend. Die anderen "drei Dutzend" verteilen sich dann auf den Rest Deutschlands, - nehme ich dann mal an. :-))

    Nee, das stimmt gewiß nicht, daß es nur "vier Dutzend" sind. Habe ja auch die Zahlen verlinkt. Also es ist nicht eine Million, oder gar zwei, und alles darunter erscheint manchen vielleicht wie "ganz wenig", ist es aber in Wahrheit nicht.

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    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Hat sich erledigt.
    Geändert von Butterblume (17.08.2018 um 09:00 Uhr)
    flying is the art of falling to the ground without touching

  6. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings ist es falsch, keine Ahnung, wo Opelius seine Zahl von "vier Dutzend" herhat. (Woher hast du sie, Opelius?)
    Allein in meiner Firma arbeiten über 100 Bluecard-Inhaber (9 Dutzend).

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    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings ist es falsch, keine Ahnung, wo Opelius seine Zahl von "vier Dutzend" herhat. (Woher hast du sie, Opelius?)
    ich schrieb: " Hat glaube ich höchstens vier Dutzend Menschen angelockt."
    Also schlicht eine Vermutung, denn es waren nicht viele und sehr viele haben die Bluecard ausgenutzt, um den Sprung in die USA zu schaffen. Was viele Ausländer verschreckt, sind die riesigen Abzüge an Steuern und Rentenbeiträgen, Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung, was bekanntlich das Gehalt um die Hälfte schrumpfen läßt.

    " Sie bekommen ein Jahresgehalt von 50.000 , aber auf Ihrem Konto kommen nur etwas mehr als 2000 im Monat an."
    Geändert von Opelius (17.08.2018 um 15:06 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Was viele Ausländer verschreckt, sind die riesigen Abzüge an Steuern und Rentenbeiträgen, Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung, was bekanntlich das Gehalt um die Hälfte schrumpfen läßt.
    Das verschreckt auch die Deutschen, aber sie haben keine Wahl.

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    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das verschreckt auch die Deutschen, aber sie haben keine Wahl.
    Richtig. Nur Ausländer, die schon lange genug in Deutschland leben und hier eine Familie haben, verstehen dann auch, das es sich lohnt hier zu leben und zu arbeiten. Ihre Kinder (und die nicht arbeitende Mutter) sind in der GKV kostenlos mitversichert, es gibt kein Schulgeld und keine Universitätsgebühren. Die medizinische Versorgung ist besser und keine Operation stürzt sie in Armut. Ein Schotte, der nach dem Militärdienst in Deutschland wieder in seine Heimat ging, erzählte mir, dass er bei dem National Health Service auf eine sehr dringende Krebsoperation 18 Monate warten musste.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Richtig. Nur Ausländer, die schon lange genug in Deutschland leben und hier eine Familie haben, verstehen dann auch, das es sich lohnt hier zu leben und zu arbeiten. Ihre Kinder (und die nicht arbeitende Mutter) sind in der GKV kostenlos mitversichert, es gibt kein Schulgeld und keine Universitätsgebühren. Die medizinische Versorgung ist besser und keine Operation stürzt sie in Armut.
    Streich das "arbeiten". Hier zu leben reicht. Die ganzen Vorteile erlangt man auch ohne Arbeit. Deswegen kriegen wir ja auch so wenig gut Qualifizierte und so viele Nichtqualifizierte.

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