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    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil die Transitzentren den Kern der Sache auch nicht lösen.

    Solange Schlepperbanden daran gut verdienen, wird das nicht aufhören.
    Andererseits, wer bringt es wirklich übers Herz, Menschen in seeuntüchtigen Booten absaufen zu sehen?
    Da sind so viele Widersprüche, die auf den europäischen Tisch gehören und nicht nur weil Frau Merkel mit dem Selbsteintrittsrecht 2015, Dublin III für Deutschland außer Kraft gesetzt hat.
    Aber stattdessen kocht ja nun am liebsten jeder wieder sein eigenes Süppchen.
    Ich kann nur wiederholen, globale Probleme löst man nicht national.
    Die Migranten kommen ja nicht nur aus Afrika, sondern aus Vorderasien, Teilen Osteuropas.
    Wenn wir mit einer Zuwanderungspolitik die klügsten Köpfe abschöpfen, geht es in diesen Ländern wahrscheinlich gar nicht mehr vorwärts.
    Täusche dich nicht, die Menschen ertragen eine ganze Menge wenn sie die Bilder dazu nicht sehen müssen! Regt sich jemand über die Flüchtlinge auf, die an der marokkanischen Grenze in der Wüste verschwinden?

    Zudem ist es von manchen KZ's bekannt, dass die Leute teilweise ihre Sonntagsspaziergänge dort machten, und schauten, als sei das ein Zoo.

    Sobald der Druck nur groß genug zu sein scheint, halten Menschen eine Menge Grausamkeit an anderen aus.

    So recht du mit deinen Argumenten hast: ohne Druck wird sich in der EU nichts bewegen. Und wer weiß: vielleicht ist die jetzige italienische Regierung so robust, dass sie einiges in's Rollen bringt.

  2. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Ganze klingt erstmal gut für Deutschland, aber ich behaupte immer noch, es ist ein europäisches Problem.

    Ich kann nur wiederholen, globale Probleme löst man nicht national.
    Es ist ein globales Problem nicht ein rein europäisches.

    Ich erwarte auch, dass die Länder in denen es die meisten Probleme gibt auch endlich Verhütung praktizieren. Bei Wahlen demokratische Parteien wählen. Menschen anderen Glaubens nicht abschlachten ect. pp.
    Ägypten z.b. will die 2 Kind Politik einführen, da der Bevölkerungszuwachs dort massive Probleme mit sich bringt.
    Geändert von Inaktiver User (03.07.2018 um 13:29 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist ein globales Problem nicht ein rein europäisches.
    Und solange dies weder global, noch europäisch gelöst wird, müssen die Staaten für ihr Staatsgebiet Lösungen finden. Wer genau hat denn kein Interesse an europäischen oder globalen Lösungen? Es ist keine akzeptable globale Lösung, wenn Länder mit Bevölkerungsüberschuß diesen in Europa abladen und es ist keine akzeptable Lösung, wenn sich die abzuschiebenden Migranten in Deutschland ein schönes Leben zu Lasten des deutschen Steuerzahlers ersitzen.

    Die Voraussetzung für den Wegfall der innereuropäischen Grenzüberwachung war immer der Schutz der Außengrenze des Schengenraumes. Solange dies nicht funktioniert, solange kann auf Schutz der Binnengrenzen nicht verzichtet werden.

  4. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil die Transitzentren den Kern der Sache auch nicht lösen.
    Sie sind keine Dauerlösung. Aber sie würden erst mal die Anreize stark verringern, denn wer damit rechnen muss, in ein Lager zu kommen und kein Geld nachhause schicken zu können, wird sich das gut überlegen. Auch die Familien, die ihr Geld zusammenkratzen, werden das als eine untaugliche Investition sehen.
    Damit könnte man auch das Schlepperbusiness treffen (auch wenn man es nie ganz ausrotten kann).

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber stattdessen kocht ja nun am liebsten jeder wieder sein eigenes Süppchen.
    Ich kann nur wiederholen, globale Probleme löst man nicht national.
    Das stimmt. Aber so lange man sich in manchen Ländern innenpolitisch nicht einigen kann, ist auch keine gemeinsame Lösung möglich. Erst dann, wenn alle Länder nur mit einer Stimme sprechen, stehen die Chancen auf eine gemeinsame Lösung besser.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Migranten kommen ja nicht nur aus Afrika, sondern aus Vorderasien, Teilen Osteuropas.
    Wenn wir mit einer Zuwanderungspolitik die klügsten Köpfe abschöpfen, geht es in diesen Ländern wahrscheinlich gar nicht mehr vorwärts.
    Die klügsten Köpfe kommen nicht als Armutsmigranten ohne Papiere, die können ganz legal als Schlüsselarbeitskräfte einwandern.

    In der Diskussion der letzten Jahre wurde von Politik und Medien ganz bewusst alles mit einander vermischt: Arbeitsmigranten, Flüchtlinge, Armutsmigranten....das sind ganz unterschiedliche Gruppen.

    Aber es war opportun, die Begriffe durcheinander zu würfeln. So konnte man einerseits beweisen, dass Migration für die Aufnahmeländer von Nutzen ist, andererseits konnte man der Bevölkerung pauschal "Rassismus" und Fremdenfeindlichkeit vorwerfen.

    In Mitteleuropa gibt es seit vielen Jahrzehnten (eigentlich schon seit Jahrhunderten) ethnisch gemischte Gesellschaften (im Gegensatz zB zu Japan, Vietnam etc.). Wichtig war immer nur, dass die Neuankömmlinge nicht in riesigen Horden kamen und dass sie auch einen Nutzen für die Einheimischen brachten.

    Arbeitsmigration war fast immer unproblematisch. Man hat die Leute geholt - und zwar nur die, die man brauchte. Wirklich neu ist die heutige illegale und unerwünschte Zuwanderung in die Sozialsysteme, und das in großer Zahl und mit zunehmender Tendenz. Die gilt es zu regeln - und zwar ohne dass man sie hinter der erwünschten Zuwanderung von Arbeitskräften versteckt.

  5. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...


    Das stimmt. Aber so lange man sich in manchen Ländern innenpolitisch nicht einigen kann, ist auch keine gemeinsame Lösung möglich. Erst dann, wenn alle Länder nur mit einer Stimme sprechen, stehen die Chancen auf eine gemeinsame Lösung besser.


    Die klügsten Köpfe kommen nicht als Armutsmigranten ohne Papiere, die können ganz legal als Schlüsselarbeitskräfte einwandern.

    In der Diskussion der letzten Jahre wurde von Politik und Medien ganz bewusst alles mit einander vermischt: Arbeitsmigranten, Flüchtlinge, Armutsmigranten....das sind ganz unterschiedliche Gruppen.

    ...

    Arbeitsmigration war fast immer unproblematisch. Man hat die Leute geholt - und zwar nur die, die man brauchte. Wirklich neu ist die heutige illegale und unerwünschte Zuwanderung in die Sozialsysteme, und das in großer Zahl und mit zunehmender Tendenz. Die gilt es zu regeln - und zwar ohne dass man sie hinter der erwünschten Zuwanderung von Arbeitskräften versteckt.
    Ich zitiere mal stellvertetend vidrei, für alle die auf meinen Beitrag Bezug genommen haben. Ich danke für jede Antwort und stimme weitestgehend zu.
    Blöderweise habe ich den Eindruck, es bewegt sich immer erst was, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Solange Schlepperbanden daran gut verdienen, wird das nicht aufhören.
    Nun frage Dich mal, warum dieses Geschäft denn so gut läuft. Wir kurbeln das sogar an, das ist das Problem.

    Andererseits, wer bringt es wirklich übers Herz, Menschen in seeuntüchtigen Booten absaufen zu sehen?
    Das sollte wirklich niemand wollen, ja, das wäre herzlos. Herzlos ist auch, die Flüchtlinge hungern zu lassen.

    De Maiziere machte zu Beginn der Schutzsuchendenkrise, bevor er nur Tage später "entmachtet" wurde, den Vorschlag, die Flüchtlinge vor Ort zu versorgen, und über Kontingente einzufliegen.

    Inzwischen hat auch Merkel gesagt, sie wolle mit dem UNHCR gerne zusammenarbeiten (im Sommerinterview glaube ich, und auch, als sie den italienischen Premier - oder wie das Amt dort heißt, - traf), nachdem sie es vor drei Jahren ja schon erfahren hat, daß sie das übersehen hat, daß da Not am Mann ist, aber nichts weiter getan hat. (Wenn doch, nach wie vor, dann bitte den Link, wo sie schon mal wenigstens von der Zusammenarbeit mit dem UNHCR auch nur gesprochen hat. Aber man wird da nichts finden, denn sie sagt es ja selbst, daß das jetzt erst geschehen soll, in den nächsten Monaten darüber beraten werden solle).

    Jedenfalls, wenn man das täte, kann man die Boote einfach zurückschicken, bzw. die Leute retten, und gleich zurückbringen. Dann dort versorgen, und wer will, kann dort einen Asylantrag stellen, über Kontingente kann man einen erfolgreichen Asylanten dann aufnehmen.

    Damit schlüge man viele Fliegen mit einer Klappe:
    Es kämen nur Flüchtlinge. Auch die Schwächeren hätten eine Chance. Wir hätten keine Männer ohne Familie mehr hier, die ja, so heißt es ja immer, besonders kriminell seien, so ohne Frauen und Familie, die Kriminalitätsrate der Flüchtlinge hierzulande würde also sinken (geht man davon aus, daß das stimme), die Akzeptanz in der Bevölkerung damit vermutlich steigen. Auch weniger Flüchtlinge würden den Tod finden, auf dem gefährlichen Weg, durch aus dem Boot schubsen oder sonstige Morde an Flüchtlingen auch hierzulande, wie sie ja leider recht regelmäßig stattfinden. Die Flüchtlinge müßten nicht mehr hungern. Man könnte echte Flüchtlinge identifizieren, Mehrfachidentitäten vermeiden, Straftäter und Terroristen aussortieren etc. etc. Und, last not least: Man würde dem IS eine Geldquelle abgraben (die Schlepperei ist ein Milliardengeschäft, Milliarden), den Schleppern tatsächlich mal das Geschäftsmodell entziehen.
    Vielleicht besinnen sich daraufhin auch manche, die gar nicht wirklich Flüchtlinge sind, und unternehmen mit ihrem Geld, das sie den Schleppern in den Rachen geworfen hätten, und damit u.a. auch den IS unterstützt hätten, etwas in ihrem Heimatland. Das käme ihnen, ihrer Familie und ihrem Land durchaus zugute, und wenn jemand unbedingt einen Schulterklopfer braucht, soll er das halt als eine Art Entwicklungshilfe sehen.
    Geändert von Inaktiver User (03.07.2018 um 15:00 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber es gibt sicher eine Lösung: Statt bisher 50-60% der Asylbewerber an der Grenze abzuweisen, weist man einfach alle ab - dann braucht man auch keine Lager und die ARD kann raustrompeten, es käme eh keiner mehr

  8. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Blöderweise habe ich den Eindruck, es bewegt sich immer erst was, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
    Ich sag's nochmal, De Maiziere wollte etwas bewegen. Er wurde aber nur Tage später dann "entmachtet", die Flüchtlingspolitik ans Kanzleramt gezogen ("zur Chefsache gemacht"). Darauf folgte dann, daß sein Vorschlag, die Flüchtlinge vor Ort zu versorgen, versandete. Jetzt, nachdem Seehofer ordentlich Druck machte, spricht Merkel erstmalig davon, mit dem UNHCR zusammenarbeiten zu wollen, worüber sie "in den nächsten Monaten beraten" möchte. Sie identifiziert selbst die schlechten Lebensumstände in den Flüchtlingslagern als Fluchtgrund, hat vor 2,3 Jahren endlich "gesehen", daß sie dort hungern, und jetzt, 2018, will sie es angehen, mit dem UNHCR zusammenzuarbeiten. Ich hatte das verlinkt. De Maiziere wollte Fluchtursachen bekämpfen (andere vielleicht auch, aber Merkel jedenfalls nicht), es gab dann kein Fluchtursachen bekämpfen, es gab den Türkeideal. Das ist ein Flüchtlingsaustauschprogramm, keine Bekämpfung von Fluchtursachen.

    Und nochmal: Wenn jemand was weiß, daß sie vorher schon mal von der Zusammenarbeit mit dem UNHCR gesprochen, oder besser, in den drei Jahren mal was gemacht hätte, her mit dem Link. Sie selbst spricht jetzt davon, und daß sie das "in den nächsten Monaten beraten" möchte. Und so wie sie da geschluckt hat, kann man durchaus auf die Idee kommen, sie weiß genau, daß das ein Versäumnis ist, das so lange schleifen gelassen zu haben.

    Man kann nur hoffen, daß Seehofer weiter massiven Druck ausübt, damit da endlich mal was geschieht, denn ja, es ist herzlos, wie es seit drei Jahren läuft. Daß man Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern unversorgt läßt, und stattdessen hier auch Leute aufnimmt und versorgt, die gar keine Flüchtlinge sind, sogar Straftäter und Terroristen gegenüber echten Flüchtlingen bevorzugt.
    Geändert von Inaktiver User (03.07.2018 um 15:03 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Andererseits, wer bringt es wirklich übers Herz, Menschen in seeuntüchtigen Booten absaufen zu sehen?
    Das ist ja das Kalkül dahinter. Aber sie "saufen" ja nicht ab, sondern müssen halt an die Küste zurück schippern. Oder sich von der libyschen Küstenwache aufsammeln lassen.

    Wenn sich erst mal rum spricht, dass da keine NGO Schiffe mehr warten, um das Schleppergeschäft zu Ende zu bringen, kommt das Geschäftsmodell schnell zum Erliegen.

  10. Inaktiver User

    AW: Die Grosse Koalition in der Legislaturperiode 2018-2021

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darauf folgte dann, daß sein Vorschlag, die Flüchtlinge vor Ort zu versorgen, versandete. Jetzt, nachdem Seehofer ordentlich Druck machte, spricht Merkel erstmalig davon, mit dem UNHCR zusammenarbeiten zu wollen, worüber sie "in den nächsten Monaten beraten" möchte. Sie identifiziert selbst die schlechten Lebensumstände in den Flüchtlingslagern als Fluchtgrund
    Die Migranten sind doch schon lange keine Leute aus irgendwelchen Flüchtlingslagern mehr. Sondern Glückritter aus aller Herren Länder.

    Von den Verunfallten letzte Woche hieß es, das seien marokkanische Familien gewesen. Seit wann sitzen die in Lagern, oder fliehen vor Faßbomben ?

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