Das ist aber jetzt auch eine Behauptung. Ich sag ja nicht, dass es die nicht gibt, aber wieviel ist „nicht zu knapp“?
Darüber habe ich nachgedacht und bin nicht deiner Meinung. Schau dir mal das Beispiel von Amazon in Graben an. Man bekommt dort im ersten Jahr 11 Euro irgendwas, im zweiten 12 Zerquetschte, im dritten Jahr 13 Euro irgendwas. Plus Bonus. Weihnachtsgeld etc., hatte ich weiter vorne genauer verlinkt. Wenn jemand nicht bereit ist, für 11,32 im ersten Jahr zu arbeiten, kommt er auch nie ins dritte Jahr mit 13 Euro. Und kann sich auch nicht so weiter entwickeln, dass er irgendwann 15 Euro, und vielleicht mit entsprechender Weiterbildung sogar 20 Euro verdient. Er bleibt Hartzer und das garantiert Altersarmut, während er mit Arbeit eine Chance auf Weiterentwicklung hat.
Viele verdienen im ersten Jahr nach der Ausbildung sehr wenig, einige verdienen irgendwann richtig gut, je nachdem, wie gefragt seine Qualifikation dann ist. Dann erwirbt man eben anfangs wenig und später viele Rentenpunkte, das ist bei fast allen so.
Wer so gut wie nichts kann, darf nicht erwarten, dass der Mindestlohn so hoch angesetzt wird, dass sich seine Beschäftigung nicht lohnt und der Job ins Ausland geht. Dann erwirbt er eben zu wenige Rentenpunkte, kriegt aber hoffentlich später mal die Kurve zu einem besseren Job und besserer Bezahlung.
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18.03.2018, 13:47Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
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18.03.2018, 14:03Inaktiver User
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18.03.2018, 14:17Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Es ist beides. Die tatsächliche Arbeit bringen wir ihnen bei, wir schicken die Mitarbeiter aber zu externen Weiterbildungen, die über 2 Jahre gehen, damit sie die offiziellen Abschlüsse bekommen. Einige Kurse werden an unserer eigenen Schule (zusammen mit den Lehrlingen) gegeben.
Eine vollwertige anerkannte Berufsausbildung ist es leider nicht, dann könnten wir die Mitarbeiter nicht gleich voll bezahlen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gerade Studienabbrecher ungern für 2 oder 3 Jahre zum "Lehrling" mit Ausbildungsvergütung werden. Die Alternative besteht natürlich immer.
Bei uns werden diese Mitarbeiter nach 2 Jahren und allen Abschlüssen genauso eingestuft, als wenn sie die vollwertige dreijährige Ausbildung hätten und bisher finden wir für diese Konstrukt auch immer Interessenten. Einige fangen nach den 2 Jahren auch wieder mit einem Fernstudium an.
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18.03.2018, 14:56Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Ich bin mir nicht ganz sicher und das ist auch von weiteren in der Person liegenden Gründen (Alter etc.) abhängig, es gibt Unterstützung bei betrieblicher Einzelumschulung etc. wie Kinderbetreuungskosten.
Mir Eurem Arbeitgeberservice habt ihr darüber sicherlich gesprochen.
Gerade bei Alleinerziehenden sollten andere Maßnahmen vorgeschaltet sein, damit die Vereinbarung Familie und Beruf gelingt. Manchmal ist es nicht der Wille, sondern die Angst es nicht zu schaffen.
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18.03.2018, 15:03
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Ja, auch der Staat ist sparsam, dafür hatte man einen sicheren Job.
in D werden gerade die Armutsrentner der Zukunft geschaffen, man bedenke die jetzigen haben mal ordentlich verdient.
Wo man noch gut(Normal) verdienen kann, ist in der Industrie mit einem unbefristeten Vertrag, für viele gleichzusetzen mit einem Lotto 6er.
Ps: gerade vorgestern mit einem als Abspüler Tätigen Hauptschulabgänger gesprochen, 1 300 netto + Unterkunft u Verpflegung (Ok ist schon 4 Jahre auf diesem Saisonsjob, was der lt Ö Regelungen an Pension kriegt, träumt mal schön mit euren akad. Titeln)
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18.03.2018, 15:07
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18.03.2018, 15:13Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Realistnix, du kannst doch die Situation in Ö und D nicht 1:1 vergleichen. Ihr habt in Ö keinen Kündigungsschutz, bis auf Ausnahmen. Das ist mit einer der Gründe, warum es hier viel mehr Leiharbeiter und Werkverträge gibt. Es geht hier aber ja auch um die Tafeln, nicht darum wie sich jemand steht, wenn er in Österreich in Rente geht.
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18.03.2018, 16:02
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Nein das stimmt.
LOL in Ö sind ca 80-90 % aller unselbständig beschäftigten in einem Tarifvertrag.Ihr habt in Ö keinen Kündigungsschutz, bis auf Ausnahmen.
die gibt es in D seit wann, so in der Masse und warum ?Das ist mit einer der Gründe, warum es hier viel mehr Leiharbeiter und Werkverträge gibt.
diese Mindestlöhner bzw Geringverdiener sind in D die zukünftigen "Kunden" der Tafeln, oder meinst du mit 13€ in der Stunde bekommt man in D eine Pension die den Namen auch verdient.Es geht hier aber ja auch um die Tafeln, nicht darum wie sich jemand steht, wenn er in Österreich in Rente geht.
in Ö geht ein Schreckgespenst um, das man die D Regelungen einführt. Übrigens die EU hat Ö schon wegen der staatl. Ausgaben zur Pensionsaufstockung kritisiert, wie wird das wenn Brüssel über die Ö Finanzen mitbestimmen kann, was und wieviel wofür ausgegeben wird ?
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18.03.2018, 16:05Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Es gab hier mal einen längeren Strang zum österreichischen Sozialsystem (welches wohl vor dem Kollaps steht).
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18.03.2018, 16:13Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
@ realistnix,
auch, wenn wir die gleiche Sprache sprechen, es Zeiten gab, in denen wir sogar die gleichen Machthaber hatten, sind die Sozialsysteme Österreichs und Deutschlands unterschiedlich.



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