ich frage mich warum es in D so wenige Tarifsvertraglich geregelte Gruppen gibt, für die Aussertariflichen wurde der Mindestlohn eingeführt, es wurden aber immer mehr aussertarifliche Berufsgruppen ermöglicht. In Ö sind auch die Leasing bzw Arbeitnehmerüberlasser an den Tarifvertrag gebunden - in D nicht so umfassend.
(zu schwache Arbeitnehmervertretungen bzw zu starke AG Vertreter, beide von den etablierten Parteien besetzt, die das angelsächsische Vorbild, als besser wie die soziale Marktwirtschaft ansehen ? )
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18.03.2018, 11:47
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
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18.03.2018, 11:58
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Klartext, in D verdienen viele gelernte Berufswiedereinsteiger (ca40) nicht mal 15€ die Stunde (ca 2 400 brutto), das Lohndumpinggesetz genannt Agenda 2010 machte es möglich. Vor allem im Gewerbe und Handwerksbereich, können die Unternehmer auch aufgrund der Billigstbieter denkens und Abgaben nicht mehr bezahlen. Auch die Industrie nützt das mitlerweile aus, mit ihren Leasing und Zeitarbeitsverträgen. (Daimler ua haben deswegen eigene Tochterfirmen gegründet, da andere Regelungen gelten - ergibt billigere Arbeits- u damit Lohnstückkosten)
[editiert]Geändert von Lukulla (18.03.2018 um 18:01 Uhr) Grund: unangemessen; Ironie bitte kennzeichnen, nicht alles, was witzig gemeint ist ist auch witzig
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18.03.2018, 12:30
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Definiere Berufswiedereinsteiger.....
Das war ich selbst, mit 42. Nach 12 Jahren Pause.
Ich habe den Lohn bekommen, den ein Berufsanfänger bekommen hätte- plus 200 Euro für "akademischen Abschluss", obwohl der für meine damalige Tätigkeit nicht nötig wäre.
Als ich in Mutterschutz ging, steckten die Office Programme noch in den Kinderschuhen. In den 12 Jahren Abwesenheit habe ich zwar gearbeitet, aber fachfremd. Deshalb hatte ich in o.g. Programmen nur Grund bzw. Veraltete Kenntnisse.
Warum hätte mir der Arbeitgeber mehr zahlen sollen? Weil ich Kinder erzogen habe? Mein Bier, nicht seines.
Würde ich an seiner Stelle auch nicht tun.
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18.03.2018, 12:35
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18.03.2018, 12:45
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
klassischer Einstieg von Frauen aus der Kinderzeit, wovon ich rede sind Menschen die nur 1-2 Jahre aus dem Beruf sind und die techn. Weiterentwicklung nicht so stark waren wie bei elektr. Schreibmaschinen des digitalen Zeitalters.
wenn man Kenntnisse wie ein Berufsanfänger bzw darunter hat ist es so.
Übrigens ich lache über das Gehalt mancher akad. Abschlüsse, informiere dich mal über Lebenseinkommen und vergleiche Facharbeiter mit studierten, es ist nicht viel Unterschied, hohe und höchste Führungspositionen ausgenommen.
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18.03.2018, 13:12Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Ich hatte in dieser Woche mehrere Bewerbungsgespräche auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Es gibt die gesuchten Qualifikationen kaum auf dem Arbeitsmarkt, daher suchen wir uns inzwischen u.a. Studienabbrecher und bilden diese dann nach und nach selbst aus.
Dieses Mal waren zwei alleinerziehende Frauen dabei, beide haben im Gespräch deutlich gezeigt, dass sie kein Interesse daran haben, arbeiten zu gehen. Die Unterstützung durch Harz IV sei so hoch, dass sie voll (40h/Woche) arbeiten müssten, um über die Stütze zu kommen und dies wollten beide nicht. Und 30h für "lau", darauf hatten auch beide Damen keine Lust. Auch gelegentliche Weiterbildung außerhalb (bei voller Übernahme aller Kosten) geht gar nicht, weil sie angeblich niemanden haben, der mal das Kind übernimmt. Bei uns wird übrigens auch bei Ungelernten immer über Mindestlohn gezahlt, der Vorteil von Tarifverträgen.
Wir erleben ja solche Sternstunden immer mal wieder, aber dieses Mal war es schon sehr gehäuft. Natürlich kann ich jetzt einen von den Unwilligen trotzdem einstellen, aber es bringt ja nichts, wenn mir die potentiellen Mitarbeiter schon gleich sagen, dass ich mit ihnen eigentlich nicht rechnen kann.
Offensichtlich wird das Nichtstun zu gut vergütet.
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18.03.2018, 13:20
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18.03.2018, 13:27
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
oder das Arbeiten, eine Leistung zu erbringen zu wenig, es liegt am System.
rein rhetorisch, könntest du ihnen soviel bezahlen das es sich rentiert, ihre Arbeitskraft bereitzustellen , damit du durch sie einen Gewinn (dein Einkommen) erwirtschaften kannst. Kein AG stellt Leute ein damit sie eine Job haben, er will dadurch eine Leistung mit Gewinn für sich lukrieren.
Ich denke nicht.
Da ist ein Anspruchsverhalten in Gang gesetzt worden (der staat muß es richten, wenns mir nicht gut geht), das man wieder umkehren muß, nur wie ?
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18.03.2018, 13:31
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Realistnix, ich verstehe eine Pause von ein bis zwei Jahren nicht als Wiedereinstieg.....
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18.03.2018, 13:34Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
15 Euro oder 2400 Euro sind Lohndumping? Da komme ich nicht mehr mit. Das ist im ÖD die Entgeltgruppe 5-6. Die Gruppe 6 ist die, in der die meisten Sekretärinnen und Assistentinnen im ÖD tätig sind. Auch Handwerker wie Hausmeister. Auch in teuren Städten wie München.
Dann ist also der ÖD auch ein Kapitalist, der die Leute nur ausnutzt? Ich denke, du hast falsche Erwartungen.



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