Wenn eine Familie mit mehrern Kinder H4 bezieht, ist es wahrlich schwer, einen Job zu finden, wo am Ende mehr rauskommt.
Und viele H4-Empfänger haben gar keine Lust auf Arbeit, können sich nicht einfügen, kriegen es nicht hin, früh aus dem Bett zu kommen, bringen am 3. Tag des neuen Arbeitsverhältnisses den Krankenschein.
Viele Menschen arbeiten - ohne jemals H4 bezogen zu haben - und bekommen ein Gehalt knapp über H4-Niveau. Die können doch auch nicht plötzlich kündigen und sagen, nö, das lohnt sich nicht, lieber H4.
Das der Mindestlohn zu niedrig ist, meine ich auch. Aber das darf nicht als Entschuldigung dienen, gleich mal lieber gar nichts zu machen. Das ist assig, so eine Einstellung.
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17.03.2018, 17:58
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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18.03.2018, 10:08
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Ja, wenn.
Wie hier aber bereits belegt wurde, ist dies nicht der Fall.
Denn niemand hat als Arbeitender weniger oder gleich viel, wie er als Hartz4 empfämger hätte, weil Arbeitende immer einen Selbstbehalt von mindestens 100 Euro (max. 220 Euro) im Monat haben.
Vorurteil, ick hör dir trapsen.... Und viele H4-Empfänger haben gar keine Lust auf Arbeit, können sich nicht einfügen, kriegen es nicht hin, früh aus dem Bett zu kommen, bringen am 3. Tag des neuen Arbeitsverhältnisses den Krankenschein. ...
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18.03.2018, 10:09
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18.03.2018, 10:24Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Volle Zustimmung. Dass die Kinder vorgelebt bekommen und somit in dem Bewusstsein aufwachsen, es wäre in Ordnung, dass man nicht für seinen Lebensunterhalt aufkommt, obwohl man könnte. Sondern ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass die Gesellschaft einem das Leben finanziert.
Denkst du denn, jemand schuldet dir (oder jemandem mit H4) einen Job? Wer soll das sein? Die Gesellschaft? Der Staat? Niemand schuldet einem anderen einen Job. Konsens herrscht in D darüber, dass man jemanden unterstützt, der in Not geraten ist, verschuldet oder unverschuldet. Aber es herrscht auch Konsens darüber, dass das nur für die Dauer der Notlage ist. „Man offeriert mir keinen Job, der mir zusagt und bei dem ich deutlich mehr verdiene als mit H4“ ist keine Notlage.
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18.03.2018, 10:45Inaktiver User
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Natürlich nicht. Wer hätte das hier im Strang auch je behauptet, dass es okay wäre, nicht ordentlich zu bezahlen? Kann mich an niemanden erinnern. Die Frage ist nur, wieviel ist „ordentlich“, wie definierst du das? Ich würde sagen, es gibt den Mindestlohn. Über dessen Höhe man sich sicher streiten kann. Derjenige, der ihn bekommt, wird ihn immer als zu niedrig ansehen, die Mindestlohnkommission denkt sich aber ja auch was dabei, kann man nachlesen. MMn stellt der Mindestlohn ja nur eine Untergrenze dar, je gesuchter meine Qualifikation, desto höher liegt mein Gehalt. Jedenfalls in der freien Wirtschaft, der ÖD bildet etwas Ähnliches ab. Jemand, dessen Qualifikation nur Mindestlohn hergibt, der muss entweder an seiner Qualifikation und Gefragtheit was ändern oder damit leben, dass seine Arbeitskraft nicht mehr als Mindestlohn hergibt. So hart das auch klingen mag, das ist die Realität.
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18.03.2018, 11:15
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Was? Noch nie davon gehört, dass es häufig nicht funktioniert, langjährige H4-Bezieher wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern, weil sich eben genausolche, wie ich beschrieben habe, Probleme auftun? Hier gibt es so ein paar bekannte Familien, da ist es genau so! Es gibt 1000 Gründe, warum man nicht arbeiten kann, warum genau dieser Job nicht passt... Oder man versaut es sich gleich am Anfang mit dem neuen Job. Muss ja nicht immer absichtlich sein... nur lassen sich diese Leute auch nichts sagen, von niemanden.
Und nein - nicht jede Familie, die arbeitet, hat am Ende mehr als eine H4-Familie mit derselben Kinderzahl. Beispiel: Bürokaufmann und eine Krankenschwester bekommen 4 Kinder und entscheiden sich, dass beide nur noch halbtags arbeiten - meinst du, die kriegen H4 bewilligt? Das glaube ich nicht, denen wird wohl gesagt werden, dass eben einer VZ gehen muss, selbstverschuldete "Not"lage.
Aber vielleicht klappts ja doch, vielleicht haben es solche Leute einfach noch nicht versucht, weil sie denken "Unsere Entscheidung, unser Problem"...Geändert von marylin (18.03.2018 um 11:25 Uhr)
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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18.03.2018, 11:26
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Nein, hier hat das niemand gesagt.
Aber in der Realität gibt es nicht zu knapp Arbeitgeber, die es tun.
Wie gesagt, ich denke, der Mindestlohn muss da liegen, wo man mit ihm die Mindestrentenansprüche erwirbt. Das ist bei 8,84/h nicht der Fall.... Die Frage ist nur, wieviel ist „ordentlich“, wie definierst du das? Ich würde sagen, es gibt den Mindestlohn. Über dessen Höhe man sich sicher streiten kann. ...
Schon klar, nur führt diese harte Realität dann eben auch zur harten Realität von Alters- und Kinderarmut.....MMn stellt der Mindestlohn ja nur eine Untergrenze dar, je gesuchter meine Qualifikation, desto höher liegt mein Gehalt. Jedenfalls in der freien Wirtschaft, der ÖD bildet etwas Ähnliches ab. Jemand, dessen Qualifikation nur Mindestlohn hergibt, der muss entweder an seiner Qualifikation und Gefragtheit was ändern oder damit leben, dass seine Arbeitskraft nicht mehr als Mindestlohn hergibt. So hart das auch klingen mag, das ist die Realität.
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18.03.2018, 11:34
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
Wenn ich es richtig im Kopf habe muss man 2500 Euro brutto monatlich verdienen, um mehr als das Grundsicherungsniveau zu bekommen (dabei sind Kindererziehungszeiten nicht berücksichtigt).
Das bekommt ein Ungelernter mit langen Phasen von Arbeitslosigkeit nicht hin.
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18.03.2018, 11:37
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!
@marylin
Du schriebst von vielen, die "böoß zu faul sind, nicht aus dem Bett kommen" etc.
Das ist ein Vorurteil, es sein denn, Du könntest das belegen.
Kannst Du aber nicht.
Ich hingegen kann belegen, dass es sehr viel mehr Un- und Unterbeschäftigte als freie Arbeitsplätze gibt, geschweige denn freie lebensunterhaltssichernde Arbeitsplätze.
Das zeigt die monatliche Meldung der Bundesagentur für Arbeit.
Und daran ändert sich leider auch nichts, wenn jetzt der Nächste von einem Betrieb erzählt, wo Arbeitskräfte gesucht, aber keine (Deutschen) gefunden werden.
Reichlich konstruiert, Dein Beispiel.
Nein, die bekommen dann vielleicht kein Hartz4, aber Wohngeld u.ä. In der Tat, wenn beide einen Vollzeitarbeitsplatz haben, und dann beide einfach auf Teilzeit gehen, dann ist das ggf. eine selbstverschuldete Notlage.
Anders sähe es aus, wenn einer arbeitslos würde und länger als ein Jahr nix Neues findet.
Wie auch immer, wer seinen Arbeitsplatz kündigt oder seine Arbeitszeit und damit sein Einkommen unter seinen Budgetbedarf reduziert, hat ja sogar beim ALG1 schlechte Karten. Sowas macht aber auch kein normaler Mensch freiwillig.
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18.03.2018, 11:41
AW: Ca. 1000 Tafeln in Deutschland .... Strang zu "den Tafeln"!


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Dann sollte man für das Nichtstun eben weniger Geld bekommen, so dass sich Arbeit wieder lohnt
. Kann Spuren von Ironie enthalten.