Aktuell, gelaufen gerade bei "aspekte", ZDF, sicher danach in der Mediathek zu finden.
Erster Beitrag.
Zum Missbrauch in der katholischen Kirche, Zusammenfassung des Status Quo.
Anschließend das Interview mit Josef Haslinger, als Missbrauchsopfer der katholischen Kirche/ihrer Vertreter, der hier "eindrucksvoll" (im Sinne von furchtbar eindrucksvoll) schildert, was der Missbrauch mit ihm gemacht hat und, warum er erst an die Öffentlichkeit ging, als seine Täter tot waren.
Das Buch.
"Mein Fall", Josef Haslinger. - Ich kenne es nicht, aber werde lesen.
Er macht übrigens in Richtung Staat(!) große Vorwürfe (!).
Meine Meinung in Sachen Verjährung und sexueller Missbrauch, hat sich gerade nochmals verstärkt.
Wie tief die Opfer geschädigt werden... Welche Wunden sie davon tragen, wurde hier auf beklemmende Art deutlich.
Respekt, ganz großer Respekt, dass sich Herr Haslinger öffentlich so einsetzt, bei dem, was ihm angetan wurde.
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Antworten
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Thema: Straftaten
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31.01.2020, 23:43
AW: Straftaten
Maxïmo Park: "The reason I am here".
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03.02.2020, 19:35
AW: Straftaten
Warum hat er das gemacht?
Und weil er alt ist, wird er nicht mehr angeklagt.
aspekte vom 31. Januar 2020 - ZDFmediathek ab 4.40 Gespräch
Sehr merkwürdig. Er verharmlost seine Geschichte, er wollte nicht zu Lebzeiten der Täter seinen Fall aufdecken, da es ja sein kann, dass die Priester nach dem Missbrauch an ihm damit aufhörten und 30 Jahre ein gutes Leben führten und wenn er dann daher kommt, und was erzählt, versaut er ihnen das Leben im Alter.
Was?
Es ist unfassbar, was für eine Macht diese Täter über ihre Opfer ausüben ein Leben lang. Und wie diese selber es immer wieder schaffen, doch als Unschuldslamm da zu stehen.
Diese Männer haben Jahre lang viele Jungs vergewaltigt, und sie gezwungen, sie zu befriedigen. Sie haben ihre Macht und Stellung genutzt, diese Junges zu demütigen und einzuschüchtern.
Und dann im Alter soll alles vergessen sein? Eine Frau, die im Alter mit dem Pater Gottfried, dem einen Täter, zu tun hatte, also ihm hörig war?, sagte dem Haslinger, wenn er den Pater im Alter gesehen hätte, hätte er dieses Buch nicht geschrieben.
Also wir merken uns: wenn die Täter erst mal alt sind, sind die Taten zu verzeihen, oder zu Lebzeiten nicht darüber zu reden, schlieslich wollen wir dem armen Tätern nicht ihren Lebensabend verderben.Geändert von Lukulla (05.02.2020 um 17:59 Uhr) Grund: Link erneuert, da auf Originalseite verändert
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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03.02.2020, 19:53Inaktiver User
AW: Straftaten
Ich habe jetzt nur einen Teil des Interviews gehört aber er bringt am Ende einen sehr sehr wichtigen Aspekt rein: wie kann es sein, dass die Kirche in Deutschland selbst diesen kriminellen Teil ihrer Geschichte aufklären soll?
In anderen Ländern - ich glaube er nennt Irland, Australien und die USA - lag/liegt diese Aufklärung komplett in der Hand staatlicher Behörden.
Und ich kapiere nicht, warum das bei uns nicht so ist.
Es braucht immer unabhängige Menschen die von draussen draufschauen.
Ein Sportverein in dem sowas passiert, klärt sich doch auch nicht selbst auf?
Ich finde es auch total seltsam, dass die Kirche selbst die Höhe von Zahlungen an Missbrauchsopfer bestimmen soll.
Das kann nur schief gehen.
Da braucht es unabhängige Gerichte von aussen, die das festlegen, wie natürlich auch bei Opfer anderen Missbrauchs.
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03.02.2020, 20:26Inaktiver User
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03.02.2020, 20:34Inaktiver User
AW: Straftaten
Ja, so denke ich das eigentlich auch.
Aber irgendwie finde ich das verwirrend.
Entweder geht es um kriminelle Taten- und das tut es bei Kindesmissbrauch- dann liegt es meines Erachtens doch komplett bei den Staatlichen Behörden dem nachzugehen....
Geht es bei dieser kirchlichen Aufarbeitung dann um was anderes? Strukturen ändern etc.?
Auch da sagt ja inzwischen der Bischof Ackermann der der Beauftragte ist, dass sie da Unterstützung brauchen.
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04.02.2020, 07:56
AW: Straftaten
Kurz gefasst: Die innerkirchliche Aufarbeitung läuft parallel. Es gibt ja auch ein Kirchenrecht.
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
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04.02.2020, 09:48Inaktiver User
AW: Straftaten
Wenn ich es recht verstehe hat die Missbrauchsstudie aber nicht das Ziel des Kirchenrechts sondern darüber hinaus aufzuklären.
Ich stelle sie hier mal ein https://www.dbk.de/fileadmin/redakti...die-gesamt.pdf
Es tut weh, aber ich finde hinschauen wichtig. Es geht aber wohl tatsächlich nicht um Gerichtsbarkeit, was natürlich auch ein bisschen schwierig ist da man sich fragt was sind dann die Grundlagen?
Der Betroffene in dem Interview, ich denke er war aus Österreich, meinte und das fand ich nicht schlecht, dass es aber dennoch auch ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Etwa 50% aller Menschen waren in den 50ern katholisch und für Priester war es in den 50er 60er Jahren manchmal sicher nicht unbedingt freiwillig Priester zu werden oder es war ein Weg ehelos eine anerkannte Position in der Gesellschaft zu haben.
Daher ist eben schon die Frage - wie kommt es, dass es in der katholischen Kirche mehr Missbräuche als in der evangelischen gab? Sind eben doch Zölibat, das "Männerbündische" Zusatzrisiken?
Auch in der EKD beginnt jetzt die Aufklärung im Übrigen:
Kindesmissbrauch: Evangelische Kirche ermittelt 770 Opfer von sexuellem Missbrauch | ZEIT ONLINE
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04.02.2020, 13:33
AW: Straftaten
Ja;es geht noch über das Rechtliche hinaus und das ust auch gu so.
Aber hier halt OT.Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
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04.02.2020, 18:08Inaktiver User
AW: Straftaten
Vielleicht sollte man doch nochmal über eine Anzeigepflicht bei sexuellem Missbrauch nachdenken (wobei ich zugebe, dass ich auch noch keine endgültige Meinung dazu habe).
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04.02.2020, 18:25
AW: Straftaten
Er meinte vor allem, dass das Verbot, Sex zu haben, viele Männer vor Probleme stellt und sie sich daher andere heimliche Wege suchen, doch Sex zu haben.
Das ist ganz sicher ein schwerwiegender Grund.
Trotzdem wissen diese Männer, dass es nicht christlich ist und dass es verboten und dass es sehr sehr schmerzhaft ist, kleine Jungs zu quälen, sie zu vergewaltigen und sie zu zwingen, ihnen Befriedigung zu geben.
Das Verbot der katholischen Kirche ist nicht zu Ende gedacht und in allen Zeiten haben Priester auf allen Hierachiebenen dagegen verstossen. Manchmal ganz offen, in dem sogar die Päpste über Jahrzehnte Huren in den Vatikan bestellten, manchmal versteckt, in dem Pfarrer "Haushälterinnnen" hatten. Und viele flüchteten sich notgedrungen in die homosexuelle Lust, Männer gab es ja genug.
Keine sexuelle Not und kein sexueller Wunsch rechtfertigt eine Qual von Kindern. Das sollte auch den Tätern klar sein.Körperlich Distanz
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