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Thema: Straftaten

  1. Avatar von mono17
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    AW: Straftaten

    Vindpinad,das ist ganz einfach: Die Guten,die recht haben,dürfen das und die anderen halt nicht.
    "Leichter" Sarkasmus. ..
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


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    AW: Straftaten

    Ich finde es immer sehr seltsam, wenn mir ein Atheist erklären will, warum Religion (welche auch immer) gefährlich ist.
    Seiner Meinung nach.

    Und ne andere Meinung geht dann gar nicht...

  3. Avatar von fritzi72
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    @ Fritzi - danke für die Infos

    Wie gibts das dann, dass man immer wieder hört, "verjährt"? Also z. B. bei den von kath. Priestern vergewaltigten Kindern war das doch oft das Problem...
    Das kommt auf den Einzelfall an, die Ruhensvorschriften greifen zwar rückwirkend (absolute Ausnahme bei strafrechtlichen Regelungen), aber nur, wenn die Tat zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Ruhensvorschrift noch nicht verjährt waren.

    Heisst, in lang zurückliegenden Fällen bringt die spätere Gesetzesänderung je nach Konstellation nicht unbedingt etwas.
    Großes Problem übrigens auch bei Taten, die in der DDR begangen würden, weil dort dieStrafrahmen teils niedriger und die Verjährungsfristen kürzer waren.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"


  4. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von indiegrandma Beitrag anzeigen
    @putulu. Es ist nicht ganz ungefährlich, aber Fanatismus bleibt Fanatismus. Das "können" alle Vertreter von Religion, mittlerweile bin ich vorsichtiger geworden, erhebe aber weiter das Wort, gerade wenn Menschen einen Mord am eigenen Kind für "gerechtfertigt" halten, im Falle eines Falles.

    Ja, es kann gefährlich werden.


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    AW: Straftaten

    Rot am See: 26-Jahriger nach Familiendrama Haftrichter vorgefuhrt - Berliner Morgenpost

    6 Menschen getötet.
    Zwei weitere Menschen verletzt.
    Was haben die beiden Jugendlichen für Glück gehabt.
    Einfach unvorstellbar.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm


  6. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    @Fritzi danke!

    Und wie beurteilst du "Verjährung" generell bei Delikten, deren Strafverfolgung immens von der Forensik abhängt?

    Also auf Deutsch was man heute nicht als Beweis sichern oder erkennen kann, kann man bestimmt (ich nehme die medizin-technische Entwickung der allein letzten 10 Jahre mal als richtungsweisend) in Bälde oder irgendwann.

    Es wurden ja auch schon bei sehr schlagzeilenträchtigen Verbrechen dann Jahrzehnte! später DNS Spuren doch noch extrahiert oder gesichert. Einfach durch bessere Technik und Kompetenz.

    Was heute so aussieht wie "da ist nix da" heißt nicht, dass aus entsprechenden Asservaten nicht in Zukunft Material gesichert werden kann. Und dann dem Täter zugeordnet.

    Daher sehe ich die Verjährungsthematik immer problematischer. Sie entstand zu einer Zeit, als es keinerlei Vorstellung darüber geben konnte, dass es sowas wie DNS überhaupt gibt.

    Wenn Verjährung allein dazu dienen soll, dass "mal Schluss sein muss" oder strukturelle Probleme der Justiz zu lindern, dann ist das wiederum zum Nachteil auch künftiger Opfer eines Täters, der nicht gefasst wird.

  7. Avatar von fritzi72
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    @Fritzi danke!

    Und wie beurteilst du "Verjährung" generell bei Delikten, deren Strafverfolgung immens von der Forensik abhängt?

    Also auf Deutsch was man heute nicht als Beweis sichern oder erkennen kann, kann man bestimmt (ich nehme die medizin-technische Entwickung der allein letzten 10 Jahre mal als richtungsweisend) in Bälde oder irgendwann.
    Die gravierendsten Taten, bei denen Forensik hilfreich sein kann, wie Mord oder Vergewaltigung verjähren ja entweder gar nicht oder wie oben dargestellt, sehr lange nach der Tat.

    Und tatsächlich werden die ungeklärten Altfälle in diesen Bereichen nicht ad acta gelegt, sondern immer wieder mit neuen Fällen abgeglichen und auf neue Beweismöglichkeiten überprüft.

    Trotzdem bin ich der hier im Strang wahrscheinlich eher unpopulären Meinung, dass es ansonsten richtig ist, wenn Taten irgendwann verjähren (und die Verjährungsfristen sind nicht kurz und können jeweils durch Massnahmen der Strafverfolgungsbehörden verlängert werden) denn zum einen ist eine DNA-Spur allein selten DER Beweis für ein bestimmtes Tatgeschehen, sondern ein Beweis neben anderen. Eine Tat nach mehreren Jahrzehnten nachzuweisen ist auch mit einer entsprechenden Spur oft sehr schwer.

    Zum anderen ist die Frage, welches Ziel man nach Jahrzehnten mit einer Strafe und einem Verfahren noch erreichen kann und will.
    Nimm einen Einbruchsdiebstahl als typisches Delikt, bei dem Spuren eine große Bedeutung haben.
    Hat der Täter nach der Tat seine kriminelle Karriere fortgesetzt, wurde er in den folgenden 20-30 Jahren sicher öfter verurteilt, so dass die Strafe für eine Tat, die er vor dieser Zeit begangen hat, in der Masse nicht mehr ins Gewicht fällt.
    Hat er nach der Tat keine Taten mehr begangen und ein normales Leben geführt, ist keine Strafe mehr nötig, um ihn von weiteren Straftaten abzuhalten oder die Allgemeinheit vor ihm zu schützen.
    Auch das Opfer dürfte die Tat verarbeitet haben (guter Grund, warum bei Sexualdelikten die Ruhensvorschriften die Verjährung lange hinausschieben, da ist es oft anders) und einen Prozess mit der Pflicht, zu Dingen auszusagen, an die es kaum mehr Erinnerung hat, als eher belastend empfinden.

    Das so auf die Schnelle, gibt natürlich noch weitere Argumente.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"


  8. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    Mitunter gibt es auch seltsame Vorfälle.

    In den späten 60ger Jahren wurde in Wilhelmshaven eine Frau ermordet, die, so der Wortlaut damals "bei ihren Männerbekanntschaften recht aufgeschlossen war". Sie war schlicht und ergreifend eine Prostituierte.

    Die 13jährige Tochter war während der Tat im Haus, fand die Mutter aber erst gegen Mittag des nächsten Tages tot im Schlafzimmer vor.

    Aktenzeichen Xy brachte den Fall als Filmfall.

    Er konnte über Jahrzehnte hinweg nicht geklärt werden.

    Gegen Ende der 90er meldete sich ein alter Mann aus einem Altenheim bei der Tochter und bat um ein Treffen. Er gestand ihr, die Mutter erdrosselt zu haben. Er wolle nicht so sterben.
    Er bat auch, die Polizei zu rufen, was Die Tochter tat. Sie sagte aber klar, sie habe kein Interesse an einer Bestrafung. Der Mann galt dann schlussendlich auch aufgrund von Alter und Krankheit als haftunfähig. Tatsächlich hatte er nach dieser Tat ein ganz normales Leben geführt und ist nie (wieder) straffallig geworden.

  9. Avatar von mono17
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    AW: Straftaten

    Wobei Mord ja tatsächlich nicht verjährt.
    Ich bin da fritzis Meinung,die Regelungen sind in Ordnung. Mord als Ausnahme reicht.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


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    AW: Straftaten

    @Fritzi - nochmals danke

    Ich muss da drüber nachdenken.

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