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Thema: Straftaten


  1. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von rosemary_ Beitrag anzeigen
    Der Bgh hat entschieden, dass auch bei Jugendlichen, die "freiwillig " mit dem Täter Sex gegen Geld oder Geschenke haben, missbrauch vorliegt, da das erleben eigener käuflichkeit die sexuelle Entwicklung nachhaltig schädigt
    Allein schon das....

    "das Erleben eigener Käuflichkeit" - und nicht : Das Erleben, dass man mit dem Leben bedroht wird, wenn man dem Freier/Zuhälter nicht zu Willen ist.

    Sagt mal wieder alles.

  2. Avatar von fritzi72
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen


    Zum Beispiel, indem auch ein Bankräuber in den Fond einzahlt, damit man die Trauma der Betroffenen behandeln kann, ebenso wie ein Einbrecher, der hierzulande nur als Kleinkrimineller behandelt wird, muss auch ein Leben lang einbezahlen.

    Das gibt es nämlich noch nicht.

    Bisher zahlt der Steuerzahler alles.
    1. Den Schadensersatz, zu dem
    der Täter (oft gleich im Strafprozess) verurteilt wird, zahlt der Straftäter, nicht der Steuerzahler.

    2. Die Opferentschädigung zahlt zunächst der Staat, die Behörden nehmen aber die Täter in Regress.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  3. Avatar von Sandra71
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Oder bewirb Dich als Laienrichter bei der Jugendgerichtskammer oder beim Kammergericht (für Erwachsene). Diese Laienrichter an den Kammern haben sehr großen Einfluss, sie können selbst den Vorsitzenden, der immer ein Jurist und Staatsdiener ist, überstimmen.
    Gott bewahre uns davor, dass sich Leute mit solch verqueren Ansichten wie "Beweislastumkehr" als Schöffe betätigen.

  4. Avatar von fritzi72
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Allein schon das....

    "das Erleben eigener Käuflichkeit" - und nicht : Das Erleben, dass man mit dem Leben bedroht wird, wenn man dem Freier/Zuhälter nicht zu Willen ist.

    Sagt mal wieder alles.
    Käuflichkeit ist weiter gefasst, denn es gibt sie nicht nur bei Freiern/Zuhältern.

    R-Rokeby, ich schätze Deine Beiträge ansonsten, aber hier schüttest Du bei allem gerechten Zorn, den einen bei dem
    Thema packen kann, wirklich das Kind mit dem Bade aus und verdrehst jedes Argument in Deinem Sinn.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  5. gesperrt
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    1. Den Schadensersatz, zu dem
    der Täter (oft gleich im Strafprozess) verurteilt wird, zahlt der Straftäter, nicht der Steuerzahler.

    2. Die Opferentschädigung zahlt zunächst der Staat, die Behörden nehmen aber die Täter in Regress.
    Du bist aber auch geduldig im Erklären, Fritzi!

    Es müsste tatsächlich noch wesentlich mehr Adhäsionsverfahren geben. Es machen sich häufig alle Beteiligten im Ermittlungsverfahren und im Prozess sehr einfach.
    Weil es nicht gekonnt und weil es nicht gewollt wird.

  6. Avatar von rosemary_
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Allein schon das....

    "das Erleben eigener Käuflichkeit" - und nicht : Das Erleben, dass man mit dem Leben bedroht wird, wenn man dem Freier/Zuhälter nicht zu Willen ist.

    Sagt mal wieder alles.
    Es betraf einen Fall, bei dem die Jugendlichen ganz und gar nicht bedroht wurden, sondern mit dem Täter befreundet waren, weil sie von ihm die Aufmerksamkeit bekamen, die ihnen im Elternhaus fehlte.
    Kinder erfordern ein dickes Fell - aber ein ganz weiches!


  7. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Hier ist ein guter Fall, um aufzuzeigen, wie pervers letztlich diese Strafmasse festgesetzt werden.
    Dieser Mann wollte seine Freundin NICHT missbrauchen, es kam zu einvernehmlichen Sex. Vielleicht auch aufgrund einer nicht verarbeiteten Traumatisierung wegen des tatsächlichen Missbrauchs.

    Aber der Gesetzgeber geh stur nach Schema F vor. Sex vor einem bestimmten Alter mit einem Erwachsenen ist immer strafbar.

    Es muss geguckt werden, ob Missbrauch vorliegt!

    Ein Kind zu missbrauchen ist etwas anderes als einvernehmlichen Sex mit einem sehr jungen Mädchen zu haben!

    Dein Beispiel taugt nicht für eine Betrachtung über dem Missbrauch.

    Wärest Du bitte mal weiter gegangen und hättest erzählt, was der Verbrecher Stiefvater für eine Strafe erhalten hat?
    Lukulla, Du solltest Dich schon entscheiden: Generalisiert der Gesetzgeber zu sehr (s.o.) oder unterscheidet er zu sehr, indem er z.B. für Fälle des Eindringens in den Körper höhere Mindeststrafen vorsieht?

    Der Gesetzgeber hat einen guten Grund, eine Altersgrenze vorzusehen: In fast allen Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern sind die Täter Verwandte des Opfers oder jedenfalls gut mit diesem bekannt. Sie erzählen den Kindern, dass das, was sie mit ihnen machen bzw. von ihnen verlangen, den Tätern gut tut, etwas Schönes für diese ist etc. Die Kinder machen daher meist "freiwillig" mit, zumindest solange die Tatausfühtung für sie nicht mit großen Schmerzen o.ä. verbunden ist. Die Reife, "nein" zu sagen - auch zum ersten Freund etc., und das Wissen, was da passiert, also die tatsächliche sexuelle Selbstbestimmung, haben Kinder nicht. Es kann daher auf die Freiwilligkeit oder Bereitwilligkeit des Opfers unterhalb einer gewissen Altersgrenze nicht ankommen. An sich eine Selbstverständlichkeit, nicht wahr? Die Grenze ist in anderen Ländern teilweise bei einem anderen Alter gezogen, manchmal ist auch der Altersunterschied wichtig.

    Mit dem Verfahren gegen den Stiefvater des Mädchens hatte ich nichts zu tun, für mich war tatsächlich wichtig darzustellen, was eben AUCH sexueller Missbrauch von Kindern ist, und dass es auf Gewalt, Unfreiwilligkeit etc. nicht ankommt. Und Rokeby zu zeigen, dass solche Fälle weder konstruiert noch absolut selten sind.

  8. Avatar von Lukulla
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    AW: Straftaten

    Hier wurde ja gefragt, dass ich Belege liefern soll, wo und wann gegen Geständnis eine Bewährung bei Vergewaltigung beurteilt wurde.

    Tatort Landesaufnahmebehörde Braunschweig. Ein 24-jähriger Asylbewerber aus Somalia vergewaltigt im November 2016 eine 25-jährige Serbin, die er vom Flur der Einrichtung weg in sein Zimmer zerrte. Das Braunschweiger Amtsgericht verurteilte ihn am Donnerstag zu zwei Jahren auf Bewährung. Der Somalier ist wieder auf freiem Fuß. Soweit die Nachricht. Aber die Braunschweiger Zeitung wollte es dieses Mal offensichtlich nicht dabei belassen, berichtete ausführlich die Hintergrunde, erzählte etwas über Opfer und Täter und über dieses skandalöse Urteil.

    Die Tat wurde überhaupt erst bekannt, weil das Opfer nach der Vergewaltigung eine Abtreibung vornehmen musste. Ein ausführliches Glaubwürdigkeitsgutachten bestätigte den geschilderten Tathergang, als der Afrikaner die Serbin in sein Zimmer zerrte, die Vorhänge zuzog, das Zimmer abschloss und sie trotz verbaler und physischer Gegenwehr vergewaltigte. Der Täter ist geständig. Aber er ist vor allem deshalb geständig, weil ihm als Gegenleistung die Bewährung versprochen wurde. Und das war für das Gericht gar nicht so einfach rechtlich zu bewerkstelligen: Offensichtlich nur mit juristischen Winkelzügen wurde es überhaupt möglich, das Strafmaß auf zwei Jahre zu begrenzen – denn hier liegt der maximale überhaupt „bewährungsfähige“ Zeitraum.

    Die Bewährung soll zustande gekommen sein, um dem Opfer die Aussage zu ersparen. Aber wem hat man da eine Bewährungsstrafe ermöglicht? Der Somalier ist bereits elffach straffällig geworden, unter anderem wegen „Körperverletzung, Trunkenheit im Straßenverkehr, mehrfachem Diebstahl und Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – für die Straftaten gab es bisher lediglich Geldstrafen und Tagessätze.
    tichys Einblick
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes


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    AW: Straftaten

    Herrn Tichy halte ich grundsätzlich für keine gute Quelle. Hier ein anderer Artikel: Vergewaltigung in LAB Kralenriede: Bewahrung fur den Tater - news38.de

    Was da wohl passiert ist, ist ein Pakt mit dem Teufel. Ich weiß nicht, ob ich es auch so gemacht hätte, aber jeder Staatsanwalt/Richter mit etwas Berufserfahrung kennt die Situation: Ein Opfer, das gar keine Anzeige erstatten wollte, das psychisch dem Verfahren nicht gewachsen ist, bei dem man aufgrund vielfältiger Missbrauchserfahrungen befürchten muss, dass die Erinnerungen an verschiedene Taten verschwimmen, und das dennoch das einzige Beweismittel darstellt. Keine Sachbeweise, keine weiteren Zeugen. Gut möglich, dass die Zeugin vor Gericht zusammenbricht, keine verwertbare Aussage macht und es dann zum Freispruch kommt - mehrfache Traumatisierung der Zeugin eingeschlossen (durch den Zwang vor Gericht zu erscheinen und dann auch noch den Freispruch). Eigentlich zu wenig für eine Anklage, zu viel für eine Einstellung. Da erscheint die Verständigung wie ein Ausweg. Angesichts der Vorstrafen des Mannes und der dargestellten Brutalität der Tat erscheint die Strafhöhe zweifelhaft - aber womöglich besser als ein Freispruch?

    Wenn solche Überlegungen der Verständigung vorausgegangen sein sollten, war diese juristisch fehlerhaft. Nachvollziehbar vielleicht trotzdem.


  10. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Sandra71 Beitrag anzeigen
    Gott bewahre uns davor, dass sich Leute mit solch verqueren Ansichten wie "Beweislastumkehr" als Schöffe betätigen.
    Ich finde, Gott sollte Kinder vor Sexualverbrechern bewahren.

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