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Thema: Straftaten


  1. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Hast Du denn Vorstellungen?



    Kennst Du Dich da aus?
    Ja, ich hatte beruflich und privat damit zu tun.

    Habe da viele Erfahrungen gemacht, mich fortgebildet, mit helfenden und beratenden Institutionen zusammengearbeitet.
    Ich habe Freunde und Verwandte, denen es geschehen ist.

    Die Menschen reagieren so unterschiedlich darauf, das man wirklich genau zuhören und hinsehen muss.

    Die Crux in vielen Situationen sind die Beweise.
    Oft steht (falls es denn zur Anzeige kommt, und falls ein Verfahren eingeleitet wird)
    Wort gegen Wort.
    Im digitalen Zeitalter liefern Täter Beweise wie in dem jetzt angesprochenen selbst.
    Aber sonst, aber vorher?

    Ja, es ist in den letzten Jahren einiges geschehen in der Gesetzgebung.
    Das finde ich gut, aber noch lange nicht gut genug.

    Das erst seit 2016 Nein Nein heißt, ist ein Skandal für unsere Gesellschaft.
    Die Anhebung der Verjährungsfristen war auch ein guter Schritt, aber leider sehr spät.

    Erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe strafbar.
    (unter anderen stimmte Herr Merz dagegen.!)
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  2. Registriert seit
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    AW: Straftaten

    Bei den möglichen Reaktionen auf sexuelle Gewalt / Missbrauch (ich hasse dieses Wort, ist es sonst "Gebrauch"? )
    darf man auch nicht ausschließen, das Opfer selbst zu Tätern werden können.
    Unlängst ist im Umfeld des Falles Lüdge ein solcher Fall verhandelt worden.

    In sich ist es logisch
    - wenn der Missbrauch als "normal" dargestellt wurde,
    - oder eine Wut und Ohnmacht entstehen, die nur durch diese "Macht" kurzzeitig vergeht,
    - wenn das Vertrauen in alles Gute weg ist, nur der "mächtige" vermeintlich durchkommt
    usw.

    Und dann haben wir Muster, regelrechte Hamsterräder.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!

  3. Avatar von fritzi72
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Ja, so ist das und es überrascht mich dann als ausnahmen von den freisprüchen und minimalen strafen.

    Und es zeigt, dass es geht und da frage ich mich, wenn es doch geht, warum ist es dann nicht die regel, dass angemessene, hohe, angemessen hohe strafen verhängt werden?

    Natürlich „geht“ es, aber kommt doch auf den jeweiligen Einzelfall an.
    In den von Dir verlinkten Fällen handelte es sich jeweils um Täter, auf die Jugendstrafrecht angewandt wurde, da gelten die Strafrahmen des Erwachsenenstrafrechts (mind 2 Jahre bis max 15 Jahre für Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern) nicht.

    Kannst Du erklären, wie Du zu der Annahme kommst, dass bei Anwendung von Erwachsenenstrafrecht Strafen unter 2 Jahren in diesen Fällen die Ausnahme sein sollen?
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  4. Avatar von Arabeske_H
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    ...

    Kannst Du erklären, wie Du zu der Annahme kommst, dass bei Anwendung von Erwachsenenstrafrecht Strafen unter 2 Jahren in diesen Fällen die Ausnahme sein sollen?
    Das verstehe ich nicht.

    Die ausnahmen sind die eher hohen strafen, niedrige, vor allem keine strafen, sind die regel.
    Wenn die Hand eines Mannes
    die Hand einer Frau streift,
    berühren sich beide bis in alle Ewigkeit.
    Khalil Gibran

    ***********************************
    Das beste Vorspiel ist die Einhaltung eines strikten Zeitplans.
    Sheldon Cooper

  5. Avatar von fritzi72
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich nicht.

    Die ausnahmen sind die eher hohen strafen, niedrige, vor allem keine strafen, sind die regel.
    Meine Frage ist, wie Du auf diese These kommst? Und kannst Du sie belegen?
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
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  6. Avatar von Arabeske_H
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen
    Meine Frage ist, wie Du auf diese These kommst? Und kannst Du sie belegen?
    Also dann so rum:

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    ...

    Die ausnahmen sind die eher hohen strafen, niedrige, vor allem keine strafen, sind die regel.
    Und die zahlen dazu sind ja nun wirklich kein geheimnis:

    "Von Hundert Frauen, die vergewaltigt werden, erlebt nur etwa eine einzige eine Verurteilung", hat er herausgefunden. "Das liegt daran, dass 85 Prozent der Frauen keine Anzeige machen, und dann gibt es folglich auch keine Verurteilungen. Und von den 15 Prozent die übrig bleiben, werden letztendlich nur 7,5 Prozent der Täter verurteilt. Das ist indiskutabel."
    quelle

    Strafen wie diese sind häufig und mühelos im netz zu finden:

    Hattest du das Gefühl, einen fairen Prozess bekommen zu haben? Der Täter wurde schuldig gesprochen und zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

    „Ich war beim Prozess nicht anwesend, ich wurde aber natürlich von meinem Anwalt auf dem Laufenden gehalten – ich glaube durchaus, dass es fair gelaufen ist; man kann ja froh sein, wenn es überhaupt zu einer Verurteilung kommt; dass das Strafmaß aufgrund eines Deals mit dem Angeklagten so niedrig ausfiel, kann man natürlich in Frage stellen.“

    quelle

    auch mit interessanten begründungen:

    Im Juni 2017 vergewaltigte ein Freund die 26-jährige Samantha S. aus dem sächsischen Werdau. Bei einem ersten Verfahren vor dem Amtsgericht Zwickau verurteilte der Richter den 32-jährigen Andy S. zu 2 Jahren und 8 Monaten Gefängnis, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

    Nun die Wende: Im Berufungsverfahren mildert ein anderer Richter die Strafe ab und reduziert sie auf zwei Jahre. In seiner Begründung erklärte er laut der "Bild": "Es ist nicht der schlimmste Fall der Vergewaltigung, das wird das Opfer nicht trösten, aber wir verhandeln hier ganz andere Fälle."

    quelle

    gefettet jeweils von mir

    Was ich allerdings nicht gefunden habe, war eine statistik über das strafmaß in den fällen, bei denen es zu einer verurteilung gekommen ist. Wäre ja mal interessant.
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    Geändert von Arabeske_H (11.11.2019 um 10:53 Uhr)


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    AW: Straftaten

    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. Avatar von fritzi72
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Also dann so rum:


    "Von Hundert Frauen, die vergewaltigt werden, erlebt nur etwa eine einzige eine Verurteilung", hat er herausgefunden. "Das liegt daran, dass 85 Prozent der Frauen keine Anzeige machen, und dann gibt es folglich auch keine Verurteilungen. Und von den 15 Prozent die übrig bleiben, werden letztendlich nur 7,5 Prozent der Täter verurteilt. Das ist indiskutabel."
    quelle
    Freisprüche (oder mangelnde Anzeigenbereitschaft, die auf vielfältigsten Gründen beruht) sind ein anderer Punkt als milde Strafen.


    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen

    Im Juni 2017 vergewaltigte ein Freund die 26-jährige Samantha S. aus dem sächsischen Werdau. Bei einem ersten Verfahren vor dem Amtsgericht Zwickau verurteilte der Richter den 32-jährigen Andy S. zu 2 Jahren und 8 Monaten Gefängnis, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

    Nun die Wende: Im Berufungsverfahren mildert ein anderer Richter die Strafe ab und reduziert sie auf zwei Jahre. In seiner Begründung erklärte er laut der "Bild": "Es ist nicht der schlimmste Fall der Vergewaltigung, das wird das Opfer nicht trösten, aber wir verhandeln hier ganz andere Fälle."

    quelle
    .
    Die Strafe scheint mir auch sehr milde, allerdings lässt sich das nur aus der Presse schlecht beurteilen, ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass die Begründung des Gerichts nur auf diese eine Erwägung gestützt war.

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen

    Was ich allerdings nicht gefunden habe, war eine statistik über das strafmaß in den fällen, bei denen es zu einer verurteilung gekommen ist. Wäre ja mal interessant.
    Genau danach habe ich Dich ja gefragt, weil Du so sicher warst, dass milde Strafen die Regel sind.
    Ich kenne leider auch keine Statistik dazu, aber aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sagen, dass höhere Strafen, also mehr als 2 Jahre bei den Verurteilungen wegen Vergewaltigung und schwerem sexuellen Missbrauchs von Kindern häufiger sind, als Strafen unter 2 Jahren, was ja auch dem Willen des Gesetzgebers entspricht, der die Mindeststrafe auf 2 Jahre festgelegt hat, so dass nur in Ausnahmefällen überhaupt niedrigere Strafen verhängt werden können.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

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    AW: Straftaten

    Ich würde gern noch mal erfragen, woher eigentlich immer diese Zahlen kommen.

    Das alles entbehrt doch jeder seriösen Grundlage. Es werden Thesen aufgestellt, die auf Fantasie und dem jeweiligen Standpunkt gegründet sind.

  10. Avatar von Malaita
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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von fritzi72 Beitrag anzeigen

    Die Strafe scheint mir auch sehr milde, allerdings lässt sich das nur aus der Presse schlecht beurteilen, ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass die Begründung des Gerichts nur auf diese eine Erwägung gestützt war.
    .
    Eben.
    Außerdem gibt es ja noch den Staatsanwalt und der kann in Berufung gehen, wenn das Urteil nach seiner Meinung nicht gerecht ist.

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