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Thema: Straftaten

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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Viele vielleicht, weil es dort eher die Umstände gibt, die dazu führen können. Aber es kann solche Umstände eben auch in wohlhabender Umgebung geben. Ein Beispiel ist Jürgen Bartsch, Serienmörder, aber nicht in Armut aufgewachsen. Allerdings in 'miesem' sozialem Umfeld, er bekam z.B. eine Ohrfeige, nur weil er vorbeilief, Alice Miller hat mal ein Buch darüber geschrieben.



    Das stimmt schon, es ist nochmal was anderes. Die Rohheit und Brutalität allerdings, die finde ich durchaus vergleichbar.
    Liebe Libentia

    Schau dir doch mal eine Sendung von denen an, die du verlinkt hast.
    Wenn da drin jemand vorkommt, der in der Sache geforscht hat (nicht in allen Sendungen aus dem Link ist das der Fall), dann wirst du hören: es braucht eine Voraussetzung (nämlich wie du geboren wurdest), um auf bestimmte Umstände so und so zu reagieren.
    Es gibt auch Menschen, die entsprechende Gene mitbringen, die aber auf für sie gute Bedingungen treffen, dass sie eben keine Serienmörder oder sonstige Täter werden.
    Dazu kommt noch die eigene Gehirnleistung.
    Es sind halt verschiedene Faktoren, die da zusammen wirken.

    Und eins wird auch jedes Mal gesagt: zuerst fallen spätere Serientäter durch kleinere Delikte auf, irgendwie waren die schon vorher mindestens kleinkriminell. Dass Tierquälerei oder auch Brandstiftung auffällig sind, wurde schon gesagt.
    Und in einer der Sendungen (ich finde es nur leider nicht mehr) wurde ein Serienmörder befragt und der ist der Meinung: es ist gut, dass er inzwischen weggesperrt ist, denn er wäre draußen sehr gefährlich.
    (Nur so viel zum Thema Therapierbarkeit.)

  2. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Liebe Libentia

    Schau dir doch mal eine Sendung von denen an, die du verlinkt hast.
    Wenn da drin jemand vorkommt, der in der Sache geforscht hat (nicht in allen Sendungen aus dem Link ist das der Fall), dann wirst du hören: es braucht eine Voraussetzung (nämlich wie du geboren wurdest), um auf bestimmte Umstände so und so zu reagieren.
    Nun laßt mich mal an das gute im Menschen glauben. An das Gute (oder, wie ich es besser benannt finde: Das Normale) in jedem Menschen.

    Im Präventionsstrang z.B. hatte ich ein Programm in Kenia verlinkt. Das lief wenige Wochen. Und mit durchschlagendem Erfolg.

    Es ist auf jeden Fall möglich, im Hier und Jetzt einen Einfluß zu nehmen, bin ich der Meinung (und die meisten hier, verstehe ich so, finden das ja auch). Lassen wir es einfach so stehen, mit dieser Gemeinsamkeit. Ich finde übrigens sowieso, daß Gene völlig überschätzt werden. Die Genforschung dient nur dazu, Macht zu bekommen (Es geht um die Patente. Patente auf Leben, ob nun pflanzlich, tierisch, oder gar menschlich: Grundsatzentscheidung: Keine Patente auf menschliche Gene in Amerika - Wirtschaft - FAZ).

    Der Bundestag hat die Umsetzung der europäischen Biopatentrichtlinie beschlossen. Das Gesetz verbietet das Klonen von Menschen, den Eingriff in das menschliche Erbgut und Stoffpatente auf menschliche Gene. Im Gegenzug können genetische Veränderungen bei Tieren und Pflanzen patentiert werden.
    EU-Richtlinie: Bundestag verbietet Patente auf menschliche Gene - SPIEGEL ONLINE

    Das Unfaßbare ist, daß es darüber überhaupt eine gerichtliche Entscheidung braucht, für das Normalste der Welt. Und daß es Patente auf Leben aber trotzdem gibt (Tiere und Pflanzen). Niemand würde da herumpfuschen, wenn das nicht so wäre.

    Aber ist ot.
    Geändert von Inaktiver User (13.07.2018 um 00:50 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Haftentschädigung zu fordern ist leider normal, wenn die gerichtliche Strafe unter dem Zeitraum der Untersuchungshaft bleibt... für Anwälte ist das schon ein Geschäftsmodell
    Auch wenn es rechtlich ok ist, hat es schon ein Geschmäckle, wenn jemand, der uns eh nur auf der Tasche liegt, noch zusätzlich Geld fordert. Und dann auch noch in Zusammenhang mit einer Straftat.

    Und es zeigt auch, was von seinem zerknirschtem Geheule vor Gericht zu halten ist. Nämlich nichts.
    Geändert von Inaktiver User (13.07.2018 um 12:42 Uhr)

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    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Interessant dazu

    PSYCHOLOGIE: Kindheit ohne Gewissen - DER SPIEGEL 48/2012

    Daraus
    Anders als bei Erwachsenen sind die Messinstrumente für Heranwachsende jedoch kaum entwickelt
    Wie schrecklich und beklemmend, sowas zu lesen !
    Es scheint wohl wirklich so zu sein, dass manche Menschen einfach "böse" geboren
    werden, aufgrund ihrer Gene, Anomalien im Gehirn usw.
    Was sich auf die Schuldfähigkeit auswirken muss- und auf den Anspruch der Gesell-
    schaft auf Schutz vor diesen Leuten- schwieriges Unterfangen.
    Vieles liegt zudem an den Bedingungen, der Erziehung, Bindung im Kleinkindalter, nicht
    jeder der Betroffenen wird automatisch zum Täter, aber schlechte Bedingungen werden
    die Spirale ins Negative beschleunigen und auslösen.
    Aber das JEDER Mensch mit diesen Anlagen so "entartet", glaube ich auch nicht.
    Da kann sicher manches gut laufen, die richtige Betreuung, gute Bindungen in der
    frühen Kindheit, ein ausgleichendes Umfeld.

    Ich sah mal eine US-Doku über eine Familie, Eltern und etliche Kinder, die so gut wie
    ausschließlich aus Mördern und Gewalttätern bestand, von Raub und Diebstahl mal
    abgesehen. Es wurde auch getötet, wenn Überfälle in Banken zB. für diese Typen gut
    liefen, keine Gefahr von den Leuten in der Bank drohte. Aus reiner Lust am Töten wurden
    dann doch meistens die Angestellten und Kunden ermordet...
    Auch die ganze Verwandtschaft, Geschwister der Eltern , deren Kinder, waren kriminell
    und gewalttätig, teilweise auch pervers, Vergewaltiger, Tierquäler.
    In dieser quer durch die USA ziehenden Familie saßen zuletzt alle, Männer wie Frauen,
    im Knast, zumeist lebenslänglich.Nur das jüngste Kind, damals noch klein, kam in eine
    Pflegefamilie und ist ganz normal aufgewachsen, wurde später adoptiert. Sie führt(e)
    ein völlig normales Leben, blieb unauffällig, hatte einen Job und hat niemals ihre Her-
    kunftsfamilie kontaktiert. Diese Leute existieren nicht für sie.
    Wie stark die Gene in diese Thematiken involviert sind, ist ja noch nicht soo lange be-
    kannt, ich habe noch nie gehört, dass jemand wegen dieser Einflüsse anders beurteilt
    wurde als ein "normaler" Täter, das kann sich noch ändern.
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

  5. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Interessanter Artikel, gezeitenfrau.

    Hier auch noch mal was daraus dazu, dass das ja eine "spektakulär" neue und ungewöhnliche Erkenntnis sei

    Für die 2013 erscheinende Neuauflage des Standardwerks für psychiatrische Diagnostik, DSM-V, schufen dessen Autoren nun erstmals eine eigene Kategorie für Kinder mit psychopathischen Merkmalen: Solchen Heranwachsenden soll demnach künftig ein "kalt-unemotionales Erscheinungsbild" attestiert werden.

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    Wie schrecklich und beklemmend, sowas zu lesen !
    Es scheint wohl wirklich so zu sein, dass manche Menschen einfach "böse" geboren
    werden, aufgrund ihrer Gene, Anomalien im Gehirn usw.
    Nein, der Psychopath ist eben gefühlsblind, aber nicht per se böse. Wie ich schon schrieb, sind 1-2 % aller Menschen Psychopathen, aber nur ein Bruchteil davon kriminell. Der Artikel stellt dazu richtig fest:

    Selbst wenn ein Junge zum typischen Psychopathen heranreift, bedeutet dies nicht, dass er automatisch zum Serien- oder Gewalttäter wird. Dazu bedarf es einer sogenannten Co-Morbidität wie etwa Sadismus.

    Das Problem ist, dass dieser Begriff immer nur in Bezug auf Serientäter etc gebraucht wird. Dabei dürfte jeden von uns den einen oder anderen Psychopathen kennen, vielleicht ist ja sogar Euer Chef einer:

    Im Gegenteil: Für Emotionslose und Empathieunfähige hält die Gesellschaft durchaus Nischen bereit. So können sie zum Beispiel als Chefs von Banken und Konzernen Karriere machen, erklärt der Experte Hare.
    Liebend gern würden die Forscher solch erfolgreiche Lebensläufe von dissozial veranlagten Menschen untersuchen. Doch solange ein Psychopath keine Straftat begeht, bekommt ihn kaum je ein Psychologe zu Gesicht. Von sich aus wird er keinerlei Bedarf nach seelischem Beistand erkennen.
    Gerade die Beschäftigung mit Kindern könnte helfen, auch die Stärken von Psychopathen besser kennenzulernen. "Es muss ja evolutionär einen Sinn ergeben, dass es dieses Persönlichkeitsmerkmal gibt", vermutet Stadler.

    Der in Cambridge lehrende Psychologe Kevin Dutton etwa ist davon überzeugt, dass brave Normalbürger von Psychopathen einiges lernen könnten. Schließlich lasse sich das Leben mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit mitunter besser meistern, meint er - und hat einen Ratgeber zum Thema verfasst.


    Ich würde diese Erkrankung alleine erst mal nicht anders einstufen, als andere Störungen der emotionalen Wahrnehmung, wie Autismus. Und sie mögen alle ihren biologischen Sinn haben, da diese Menschen eben andere Begabungen mitbringen.
    Die israelische Armee setzt z.B. Autisten zur Aufklärung ein, da sie unmerkliche Bewegungen / Veränderungen auf Aufnahmen besser erfassen können, als der "Normalo". Dazu gab es im letzten "Weltspiegel" einen interessanten Bericht.

    Nur wenn bei Psychopathen Sadismus hinzu kommt, wird es eben gefährlich.
    Geändert von Inaktiver User (13.07.2018 um 14:01 Uhr) Grund: Zusatz

  6. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Auch in diesem interessanten Artikel fehlt jeglicher Hinweis darauf, dass Kevin Dutton irgendetwas über psychopathische Kinder "wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen" haben sollte. Dutton ist lediglich davon überzeugt, dass brave Normalbürger von Psychopathen einiges lernen könnten. Und er hat einen Ratgeber zum Thema verfasst.

    Gefettet von mir.

  7. VIP

    User Info Menu

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn es rechtlich ok ist, hat es schon ein Geschmäckle, wenn jemand, der uns eh nur auf der Tasche liegt, noch zusätzlich Geld fordert. Und dann auch noch in Zusammenhang mit einer Straftat.

    Und es zeigt auch, was von seinem zerknirschtem Geheule vor Gericht zu halten ist. Nämlich nichts.
    Denkst du so auch über all die anderen Straftäter_innen die das tun?
    Oder stört es dich in dem Fall besonders?

    Haftentschädigung zu verlangen ist genauso „üblich/normal“ wie Revision einreichen. Die Anwälte beraten in die Richtung, weil es rechtlich in Ordnung ist. Anstand o.ä. Ist da nicht zu erwarten.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  8. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    @Lorelei: Würde es für Dich einen Unterschied machen, wenn die erlittene U-Haft um ein Vielfaches über der verhängten Strafe läge - also z.B. Freiheitsstrafe 2 Monate, U-Haft ein Jahr? Und wenn ja: Wann kippt es von Unverfrorenheit zum verständlichen und selbstverständlichen Einfordern von Rechten?

    Wie sähe es im Falle eines Freispruchs aus: Gleicher Angeklagter, der "uns auf der Tasche liegt", aber erwiesenermaßen unschuldig war und mehrere Monate in U-Haft?

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    AW: Straftaten

    Manches macht einen völlig fassungslos

    Wie eine Sklavin gehalten und dann brutal erschlagen
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  10. User Info Menu

    AW: Straftaten

    Noch so etwas Unfassbares.
    Man hat das Gefühl, das die Menschen immer verrückter werden.

    Streit um eine Tasse Kaffee: 53-Jahriger wegen Mordes an seinem Nachbarn verurteilt - WELT,
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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