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Thema: Straftaten

  1. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Analusia, Deine Zahl aus Deutschland stammt aus dem Jahr 2011. Da gab es in Deutschland 889 Morde und 1.660 Fälle von Totschlag.

    2017 gab es 1.030 Opfer von Mordfällen (Anstieg um 15%) und 1.858 Opfer von Totschlagsdelikten (Anstieg um 12 %).

    Da dürften wir also mittlerweile 'aufgestiegen sein'

    Quelle: PKS 2017, Zeitreihe "Opfertabellen seit 2001", Tabelle 91
    Geändert von Inaktiver User (09.07.2018 um 11:57 Uhr) Grund: Hinzufügung von Prozentzahlen

  2. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Und so kann ein Kneipenabend auch schon mal enden:

    Ein maskierter und bewaffneter Mann hat in der Nacht auf Sonntag eine Kneipe an der Rheinaustraße in Bonn-Beuel überfallen und ausgeraubt. Wie die Polizei am Montagmorgen berichtete, hatte der Räuber, verkleidet mit einer "Scream"-Maske, gegen 1.20 Uhr die Gaststätte betreten und dabei sichtbar eine Axt bei sich getragen. Er verlangte von den anwesenden Mitarbeitern die Herausgabe von Bargeld.

    und wieder:

    Der 35-Jährige, der der Polizei auf den Gebieten der Eigentums- und Gewaltkriminalität sowie als Betäubungsmittelkonsument bekannt ist, legte die Axt auf Ansprache der Polizisten ab und wurde dann vorläufig festgenommen.

    Weil er augenscheinlich in schlechtem gesundheitlichen Zustand war, wurde er dann zunächst in einer Krankenhausambulanz behandelt.


    Und womöglich ist er danach wieder auf freien Fuß gesetzt worden, weil das ja nur ein 'dummer' Streich war

    Mit Scream-Maske und Axt Beueler Kneipe überfallen

  3. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Analusia, Deine Zahl aus Deutschland stammt aus dem Jahr 2011. Da gab es in Deutschland 889 Morde und 1.660 Fälle von Totschlag.

    2017 gab es 1.030 Opfer von Mordfällen (Anstieg um 15%) und 1.858 Opfer von Totschlagsdelikten (Anstieg um 12 %).

    Da dürften wir also mittlerweile 'aufgestiegen sein'

    Quelle: PKS 2017, Zeitreihe "Opfertabellen seit 2001", Tabelle 91
    Lt. der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2017, die ich gefunden habe (auch auf der Seite des BKA, Stichworte Standard Übersicht Belastungszahlentabellen Opfergefährdung Straftaten insgesamt; es handelt sich um Tabelle 91 der PKS) findet sich für vollendeten Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen (Hinweis: es gibt immer viel mehr Totschlags- als Mordtaten) eine Belastungszahl von 0,9 (das ist die Zahl, die mit der von Analuisa gefundenen zu vergleichen ist), für Versuche von 2,6.

    Für vollendete Morde gibt es folgende Jahresstatistiken (Quelle: Wiederum PKS, Opfer - Straftaten vollendet ab 2000):

    2000 497
    2001 464
    2002 449
    2003 422
    2004 399
    2005 413
    2006 375
    2007 339
    2008 370
    2009 365
    2010 324
    2011 357
    2012 281
    2013 282
    2014 298
    2015 296
    2016 373
    2017 405


    Es ist also ein Anstieg für die Jahre 2016 und 2017 erkennbar, die Zahlen sind jedoch niedriger als in 2000 - bei höherer Gesamtbevölkerung. Und im Jahr 2000 galt Deutschland auch nicht als Hochburg der Morde - oder?

    Zahlen für vollendeten Totschlag und Tötung auf Verlangen:

    2000 518
    2001 461
    2002 506
    2003 437
    2004 469
    2005 456
    2006 433
    2007 418
    2008 352
    2009 341
    2010 366
    2011 305
    2012 297
    2013 303
    2014 326
    2015 293
    2016 503
    2017 326

    Hier ein Peak im Jahr 2016 (aber wiederum unter dem Niveau von 2000) und ein deutlicher Rückgang im Jahr 2017.


    Nur so als Vergleich: Allein in Chicago wurden im Jahr 2016 760 Menschen ermordet; nachdem die Kategorisierung Mord/Totschlag im angloamerikanischen Recht anders ist, mögen da auch Taten dabei sein, die nach deutschem Recht "nur" Totschlag wären. Dennoch: Steht Deutschland denn wirklich so schlecht da?

    Natürlich ist ein Anstieg schlecht, gerade bei den Kapitaldelikten. Die wirklich nach wie vor im internationalen Vergleich, auch mit ähnlich entwickelten Staaten, sehr niedrige Gesamtbelastungszahl, sollte dann doch gemahnen, keine Panikstimmung zu verbreiten.

  4. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Natürlich ist ein Anstieg schlecht, gerade bei den Kapitaldelikten. Die wirklich nach wie vor im internationalen Vergleich, auch mit ähnlich entwickelten Staaten, sehr niedrige Gesamtbelastungszahl, sollte dann doch gemahnen, keine Panikstimmung zu verbreiten.
    Aber Panikmache ist doch der Sinn und zweck dieses Stranges-

  5. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .......
    Natürlich ist ein Anstieg schlecht, gerade bei den Kapitaldelikten. Die wirklich nach wie vor im internationalen Vergleich, auch mit ähnlich entwickelten Staaten, sehr niedrige Gesamtbelastungszahl, sollte dann doch gemahnen, keine Panikstimmung zu verbreiten.
    Menschen in dn nördlichen Breiten konnten auch unter schlechten klimatischen Bedingungen überleben, weil sie in der Lage waren, vorausschauend zu denken....Seltsamerweise funktioniert bei den Neo-Nazis das "wehrtet den Anfängen" ganz gut, warum werden die Augen fest vor dem Amstieg der kriminalität durch bestimmte Zuwanderergruppen und deren Nachwuchs geschlossen?

    Zwischen Panik und Leugnung des Anstieges der Kriminaliät liegen noch jede Menge andere Wahrheiten.

  6. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur so als Vergleich: Allein in Chicago wurden im Jahr 2016 760 Menschen ermordet; nachdem die Kategorisierung Mord/Totschlag im angloamerikanischen Recht anders ist, mögen da auch Taten dabei sein, die nach deutschem Recht "nur" Totschlag wären. Dennoch: Steht Deutschland denn wirklich so schlecht da?
    Nein, soooo schlecht nicht, und solange es einen nicht trifft, ist das OK.
    Früher waren Frauen in belebten Innenstädten ziemlich sicher; ein öffentlicher Mord war die Ausnahme. Jetzt reicht es, im Park spazieren zu gehen, am Fluss entlang zu radeln oder am helllichten Tag in einer Provinzdrogerie einzukaufen. Ja, das ist neu. Und ja, natürlich geht es schlimmer, sogar viel schlimmer. Es geht aber auch besser, doch wird diese Möglichkeit gar nicht in Betracht gezogen.

    Ich bin sicher, die gegenwärtige Mordrate in Deutschland wäre ein absoluter Skandal, wenn Nazis undifferenziert Frauen in Alltagssituationen hinrichten würden. Aber es sind arme Schutzbedürftige, und deshalb sollte man das Thema nicht hochkochen.
    Natürlich ist ein Anstieg schlecht, gerade bei den Kapitaldelikten. Die wirklich nach wie vor im internationalen Vergleich, auch mit ähnlich entwickelten Staaten, sehr niedrige Gesamtbelastungszahl, sollte dann doch gemahnen, keine Panikstimmung zu verbreiten.
    Wo siehst du Panik? Oder ist allein die Erörterung steigender Mordraten "Panik"?
    Emotion vs. Fakten?

  7. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, soooo schlecht nicht, und solange es einen nicht trifft, ist das OK.
    Früher waren Frauen in belebten Innenstädten ziemlich sicher; ein öffentlicher Mord war die Ausnahme. Jetzt reicht es, im Park spazieren zu gehen, am Fluss entlang zu radeln oder am helllichten Tag in einer Provinzdrogerie einzukaufen. Ja, das ist neu. Und ja, natürlich geht es schlimmer, sogar viel schlimmer. Es geht aber auch besser, doch wird diese Möglichkeit gar nicht in Betracht gezogen. .....
    Es betrifft auch nicht nur die Frauen, auch Männer werden am hellichten Tag beim Joggen in der Stadt angefallen und ob jemand dabei zu körperlichen Schäden kommt, ist oft reine Glückssache..

    POL-RZ: Jogger uberfallen | Pressemitteilung Polizeidirektion Ratzeburg

    Am 02.07.2018, gegen 10.30 Uhr, kam es in Ahrensburg, auf dem Wanderweg "Am Blockberg", südlich des Bredenbeker Teiches zu einen schweren Raub, bei dem eine Person leicht verletzt wurde.

    Und abends ist ist man besser auch nicht zu Fuss unterweg, auch, wenn es noch hell ist.

    POL-RZ: Im Kurpark uberfallen | Pressemitteilung Polizeidirektion Ratzeburg

    Am 04.07.2018, gegen 22.05 Uhr, kam es im Kurpark in Bad Oldesloe, auf dem Weg von der Tennisplatzanlage zur Hamburger Straße, zu einem Überfall.

    Ein 25-jähriger Mann aus Bad Oldesloe war zu Fuß auf dem Weg in die Hamburger Straße und wollte die Wegstrecke durch den Kurpark abkürzen. Auf dem o. g. Weg wurde er dann plötzlich von drei Männern umringt. Jeder dieser Männer hielt ein Messer in der Hand. Sie drohten dem 25-jährigen damit und forderten die Herausgabe aller Wertgegenstände.


    Ich bin sicher, die gegenwärtige Mordrate in Deutschland wäre ein absoluter Skandal, wenn Nazis undifferenziert Frauen in Alltagssituationen hinrichten würden. Aber es sind arme Schutzbedürftige, und deshalb sollte man das Thema nicht hochkochen.
    Und dabei ist es genau diese Leugnung, die den Rechten Zulauf bringt. Wer Probleme nicht benennt, sondern vertuschen will, dem ist auch nicht zuzutrauen, dass er sich um eine Lösung kümmert.

    Wo siehst du Panik? Oder ist allein die Erörterung steigender Mordraten "Panik"?
    Emotion vs. Fakten?
    Mal wieder eine Ablenkungsdiskussion. Besser diejenigen zu diskreditieren, die sich über die Taten unterhalten, als die Täter. Es ist so durchsichtig, bleibt aber nervend.

  8. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Lt. der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2017, die ich gefunden habe (auch auf der Seite des BKA, Stichworte Standard Übersicht Belastungszahlentabellen Opfergefährdung Straftaten insgesamt; es handelt sich um Tabelle 91 der PKS) findet sich für vollendeten Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen (Hinweis: es gibt immer viel mehr Totschlags- als Mordtaten) eine Belastungszahl von 0,9 (das ist die Zahl, die mit der von Analuisa gefundenen zu vergleichen ist), für Versuche von 2,6.
    Ok, hab ich wieder die Zahl inklusive Mordversuche und Totschlagsversuche genommen. Sorry, mein Fehler.

    Da ich aber sowohl in 2011 und 2017 die beiden Zahlen miteinander verglichen habe, sind die Steigerungszahlen von 2011 bis 2017 trotzdem korrekt.

  9. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber Panikmache ist doch der Sinn und zweck dieses Stranges-
    Ja klar, Panik machen nicht die Vorfälle an sich sondern nur das Aufzeigen dieser Fälle. Diese Denke kenn ich inzwischen

  10. Inaktiver User

    AW: Straftaten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für vollendete Morde gibt es folgende Jahresstatistiken (Quelle: Wiederum PKS, Opfer - Straftaten vollendet ab 2000):

    2011 357
    ...
    2017 405

    Zahlen für vollendeten Totschlag und Tötung auf Verlangen:

    2011 305
    ...
    2017 326
    Die Zahlen von 2011 habe ich deswegen genommen, weil sie die Grundlage bildeten für die von Analusia verlinkte Tabelle waren.

    Vergleicht man also lediglich die Zahlen von 2011 mit 2017 so ist bei den vollendeten Morden ein Anstieg um 13 % zu verzeichnen und bei den Fällen des vollendeten Totschlags ein Anstieg um 7 % festzustellen.

    Das heißt, das Land ist nicht sicherer geworden in der Zwischenzeit.

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