Nein? Seltsame Aussage. Von wem darf nicht abgestuft werden? Von Richtern? Meinetwegen.
Ich persönlich erlaube mir abzustufen.
Ich werde den gewaltsamen Tod von Kindern immer schlimmer finden als den von Erwachsenen.
So fühle ich eben.
Wenn mich das zu einem ungerechten oder auch nur politisch unkorrekten Menschen macht: so be it.
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Thema: Straftaten
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04.12.2020, 01:26Inaktiver User
AW: Straftaten
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04.12.2020, 07:44Inaktiver User
AW: Straftaten
Es geht darum, dass Angehörige erwachsener Opfer in ihren Gefühlen zutiefst verletzt werden können, wenn sie die verbreitete Meinung lesen, der Tod ihrer Liebsten sei weniger schlimm im Vergleich zu dem anderer Opfer und nichts anderes führst du hier aus.
Das ist keine Frage von political correctness, als sei das nur etwas, "das sich nicht gehört", sondern eine von Respekt und Rücksichtnahme, die gerade bei derart sensiblen Themen angezeigt sind.
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04.12.2020, 10:05Inaktiver User
AW: Straftaten
Ausnahmsweise zitiere ich mich selbst, da diese Bemerkung ja wohl die aktuelle Diskussion auslöste:
Nicht mit einer einzigen Silbe habe ich geschrieben, dass irgendeines der Opfer weniger Unterstützung bekommen sollte, als die jetzt verwitwete Mutter des getöteten Säuglings. Ich habe keinerlei Bezug zu Trier, den dortigen Bewohner/innen und erst recht nicht zu den von dieser Wahnsinns-Tat Betroffenen. Nichts liegt mir ferner, als irgendwelche Abstufungen zwischen den Opfern und ihren Angehörigen vorzunehmen. Aber als dreifache Mutter kann ich mich - obwohl lange her - gut an die Zeit erinnern, als ich mich wenige Wochen nach den Geburten hormongeschüttelt in den neuen (Still-)Alltag und die neue Familienkonstellation einfinden musste und dabei den Zusammenhalt mit und jede Entlastung und Hilfe durch den Partner gut gebrauchen konnte. Daher meine Anmerkung, vielleicht zu schnell und unbedacht geschrieben, oder nicht eindeutig genug formuliert, die lediglich mein aktuelles Gefühl ein bisschen widerspiegeln sollte.
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04.12.2020, 21:46
AW: Straftaten
Jedes Leben ist gleich viel wert und sollte respektiert werden.
Bei dieser Amokfahrt hatte KEINER die Chance, sich zu retten. JEDER dort war dem furchtbaren Geschehen ausgeliefert. Egal ob Erwachsener oder Kind.
Wie kommst du dazu, meine Aussage als "seltsam" zu bezeichnen? Wer nicht so denkt wie du, ist gleich "seltsam"?
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04.12.2020, 21:52
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04.12.2020, 22:12Inaktiver User
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04.12.2020, 22:12Inaktiver User
AW: Straftaten
Doppelt
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04.12.2020, 22:52Inaktiver User
AW: Straftaten
Die Frage bleibt: Wie ist so etwas möglich?
Warum ist das nur einer von vielen, ähnlichen Fällen, die sich weltweit, an verschiedenen Orten, wiederholen?
Alkohol? Das alleine reicht nicht, ist nicht der Grund.
Psychiatrisches?
Es gibt Fälle, die ähnlich geartet sind und wo man angeblich keine Anzeichen erkennt, jemand sei psychisch krank.
Wo fängt Krankheit eigentlich an? Kann jemand gesund sein und so etwas oder etwas Ähnliches machen, ohne Anzeichen von psychischer Krankheit aufzuweisen?
Was bedeutet es, Anzeichen von psychischer Krankheit aufzuweisen?
Und was bedeutet es, wenn man angeblich keine Anzeichen aufweist?
Wer definiert das? Wer ist berechtigt, diese Anzeichen festzulegen?
Und ist an der Definition, an der Festlegung nichts auszusetzen? Nichts hinzuzufügen?
Kann nicht hier ein Fehler vorliegen, wie man zu der Schlussfolgerung gelangt, jemand sei psychisch gestört oder nicht gestört?
Liegt vielleicht das Problem nicht auch darin, dass es gravierende Fehler bei der Definition dessen gibt, was psychisch gesund und psychisch krank sein soll?
Oder interessiert sich die Gesellschaft nur für die Frage der Schuldfähigkeit?
Woran legt man sie fest?
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04.12.2020, 23:25
AW: Straftaten
Die Frage, ob jemand schuldfähig ist oder nicht ist für unser Rechtssystem von großer Bedeutung.
Wenn jemand durch "Verlust der Einsichts und Steuerungsfähigkeit" nicht erkennen kann, dass er eine Straftat begeht, ist er schuldunfähig.
Wobei das nicht bedeutet, dass er straffrei ausgeht - solche Täter werden in aller Regel in der forensischen Psychiatrie untergebracht. Wann und ob sie in den normalen Vollzug wechseln ist meistens offen.
Liegt eine wie auch immer geartete Störung vor ist das allemal sinnvoller, als sie einfach nur wegzusperren-auch zum Schutz der Bevölkerung.
Ob das in diesem Fall so ist werden Gutachter zu prüfen haben.
Anhand der Berichte wissen wir derzeit nur eines : Hier ist eine, besonders bei Männern, sehr häufige Abwartsspirale in Gang gekommen - Jobverlust, Wohnungslosigkeit, vermutlich Alkoholprobleme - wenn er mit 1,5 Promille noch ein Fahrzeug steuern konnte (und das konnte er anscheinend.
Er soll laut Presseberichten gezielt auf die Menschen zugesteuert sein. Ein "ungeübter Gelegenheitstrinker" wird das bei diesem Promillewert wohl nicht mehr schaffen).
Warum diese Amokfahrt in Tötingsabsicht - das werden entsprechende Fachleute hoffentlich herausbekommen.
Immerhin ist er anscheinend 51 Jahre ohne irgendwelche Auffälligkeiten (in polizeilicher Hinsicht) durchs Leben gekommen - das spricht für einen Bruch, der irgendeine Störung ausgelöst hat.
Aus der Kurve fliegen sehr viele - das merkt man, wenn man mit Obdachlosen ins Gespräch kommt. Sehr viele hatten bis vor wenigen Jahren ein ganz normales, bürgerliches Leben. Nur solche Taten sind Gott sei Dank selten.
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04.12.2020, 23:34
AW: Straftaten
Zusatz : Erkrankungen, die zur verminderten Schuldfähigkeit / Schuldfähigkeit führen können sind zb senile Demenz, Alzheimer, schizophrenie, Borderline Symptomatik.
Unter Schizophrenie leiden etwa 1 Prozent der Bevölkerung (in Deutschland). Das sind schon eine ganze Menge.
Nur : Sie schaden anderen Menschen in aller Regel nicht.




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