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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Sie sind nach Holland gefahren oder zu Engelmacher(innen) gegangen.
    Vor dem Internet (flächendecken zögerlich nach 1996) war vor der Reform des § 218 StGB.
    So leider falsch. Ab 1990 gab es Praxen, in denen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt wurden - nach der Indikationsregel, unter Vorlegen des Beratungsscheines und sogar mit einer Kostenübernahme durch das Sozialamt. Wer keine Spuren im deutschen Gesundheitssystem hinterlassen wollte, der ist weiterhin nach Holland gefahren. Keine Fragen, keine Namen, nur Geld auf den Tisch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, Schwangerschaftsabbrüche sollten endlich legalisiert werden.
    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Diesen Schutz dem ungeborenen Leben zu verweigern, halte ich für höchst bedenklich.
    Den Schutz des ungeborenen Lebens könnte man mal grundsätzlich auf die Debattierliste stellen.

    Denn gegen den Willen der Frau kann niemand den Schutz des Ungeborenen durchsetzen. Selbst in Ländern mit Verbot eines Schwangerschaftsabbruchs werden Abbrüche durchgeführt - entweder während des Urlaubs in anderen Ländern, mit Hilfe von Medikamenten oder mechanisch wie Stricknadeln, Herunterfallen von Treppen...

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Hat das Ungeborene ein Recht auf Leben oder nicht?
    Wie soll das aussehen, wenn der austragenden Frau jedes Recht auf ihren Körper abgesprochen wird?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ich finde, der Schutz und die Achtung menschlichen Lebens sind überhaupt nicht weit hergeholt. Sie sind elementare Pfeiler unserer Sozialisierung.
    Sie sollten der Pfeiler sein. Aber da werden munter Menschen vor U-Bahnen geschubst, Obdachlose angezündet, Menschen zu Tode geprügelt .... aber Achtung Zynismus Hauptsache, die werdende Mutter wird von einer Abtreibung bewahrt...

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Natürlich macht er das. Dass die Ärzte Abtreibungen jetzt kostenlos anbieten, wäre mir neu.
    Für eine arme Frau wie z.B. eine Studentin übernimmt das Sozialamt die Kosten. In diesem Falle wäre für eine Seite der Abbruch tatsächlich kostenlos. Dafür zahlen andere Stellen.

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Sexuelle Aufklärung hielte ich für wichtig!
    Das Thema Sexualaufklärung ist fest im Lehrplan der Schulen verankert. Deswegen hat Deutschland eine ziemlich niedrige Rate an Teenagerschwangerschaften. Auch die Abgabe der kostenlosen Pille an Teenager trägt dem Rechnung.

    Nur - wenn noch weniger Schwangerschaftsabbrüche sein sollen, müssen die Verhütungsmittel grundsätzlich kostenlos sein.

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    [ed.]
    Denk mal um: Vielleicht ist es befreiend, wenn eine Fristenlösung einer Schwangeren ermöglicht, bis zur 12. Wochen sich für oder gegen das Kind entscheiden zu können.

    Wie wäre es denn für dich, wenn du dich nach drei Kindern aufgrund eines Gesetzes sterilisieren müsstest? Du bis zu alt, hast schlechte Gene oder bist vom IQ her zu niedrig, als dass dir die Fortpflanzung erlaubt wäre.
    Oder du müsstest dich vor der Sterilisation beraten lassen und dürftest erst nach drei Tagen zum Arzt. Den Arzt kannst du aber nicht im Internet nachschlagen, sondern müsstest herumtelefonieren und dann 250 km zum Eingriff fahren, weil der rechtswidrig, aber straffrei wäre.

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass es möglich sein wird, Zwangsberatung für Männer durchzusetzen, die ihre schwangere Partnerin zur Abtreibung überreden oder drängen wollen.
    Und wie willst du das feststellen?
    Ins Hirn solcher Männer und Familien kannst du nicht gucken. Im Zweifelsfall war die Entscheidung zum Abbruch nur die Idee der Frau.

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Faktisch ist aber bei der Pille danach noch keine Empfängnis feststellbar. Folglich wird damit im Rechtssinne keine Schwangerschaft abgebrochen.
    Die Pille danach verhindert die Einnistung einer befruchteten Eizelle. Eine unbefruchtete Eizelle geht ja ganz normal ab. Also ist die Pille danach sehr wohl eine Abtreibung im strengen Wortlaut. Die steht aber nicht unter Strafe oder Beratungszwang.

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wobei ich mir für die Beratung definitiv eine Liste mit Ärzten ....
    Die gab es damals, ab 1990, in der Beratung.

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Sie ist aber kein Sermon. Es wird auch kein Druck aufgebaut. Wer hier im Forum eine schlechte erlebt/empfunden hat, tut mir leid. Das aber auf die Beratung generell zu beziehen,ist denke ich nicht zulässig.(Und ich habe den Eindruck, das dies von einigen getan wird).....
    Ja und nein. Je nach Berater(in) steht die Situation der Schwangeren im Raum oder das Baby.
    Wenn der Beraterin das Baby offensichtlich wichtiger ist als die Situation der Schwangeren, dann braut das immensen Druck auf. Denn keine Schwangere ist freiwillig bei der Beratung, wenn ein Abbruch für sie in Frage kommt. Sie braucht den Schein unbedingt, ansonsten "muss" sie das Kind austragen.

    Zurück zum 219a
    Der Paragraph gehört ersatzlos gestrichen bzw. komplett aufgehoben. Denn er wirft Information und Werbung (rechtswidrig) in einen Topf.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




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    Geändert von Analuisa (15.01.2020 um 22:12 Uhr) Grund: Zitat angepasst

  2. Avatar von mono17
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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Da gehört aber einiges nicht hierhin...

    Die Pille verhindert schon auch die Befruchtung. Sie verhindert den Eisprung! Da ist dann gar nix,was befruchtet werden kann.

    Die Argumentation, dass eine Straftat in Ordnung ist,weil auch andere passieren, werde ich wohl nie verstehen.

    Was die Konszruktion mit den (Zwangs)sterilisationen soll,weiss ich auch nicht. Zu Abtreibung wird niemand gezwungen,das ist eine freie Entscheidung.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Da gehört aber einiges nicht hierhin...

    Die Pille verhindert schon auch die Befruchtung. Sie verhindert den Eisprung! Da ist dann gar nix,was befruchtet werden kann.
    Cryseis schreibt von der „Pille danach“ - bitte genau lesen.


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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Was die Konszruktion mit den (Zwangs)sterilisationen soll,weiss ich auch nicht. Zu Abtreibung wird niemand gezwungen,das ist eine freie Entscheidung.
    Abtreibungsgegener, zumindest die fanatischen, wollen Abtreibungen komplett verhindern - damit würde die Frau zum Austragen gezwungen. Und damit ist die Selbstbestimmung futsch. Deshalb ist der Status quo ein ziemlich guter Kompromiss (mMn).

  5. Avatar von mono17
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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Ah,sorry.
    Die steht tatsächlich auf einem ganz anderen Blatt.

    Man sollte beim Thema bleiben...
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  6. Avatar von mono17
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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von _ThirdThought Beitrag anzeigen
    Abtreibungsgegener, zumindest die fanatischen, wollen Abtreibungen komplett verhindern - damit würde die Frau zum Austragen gezwungen. Und damit ist die Selbstbestimmung futsch. Deshalb ist der Status quo ein ziemlich guter Kompromiss (mMn).
    Dem letzten Satz schliesse ich mich ja an,aber ich bin hier trotzdem die böse nicht selbstbetimmte Fanatikerin...

    Abtreibungen zu verhindern wäre wirklich gut. Die Betroffenen sind in einer misslichen Lage und missliche Lagen zu verhindern, finde ich gut.
    Ob es möglich ist,weiss ich nicht (ich zweifle dran).
    Sterilisationen stehen aber auf einem ganz anderen Blatt. Lang nicht so problematisch.

    Hier wird zu viel in einen Topf geworfen.
    Geändert von mono17 (15.01.2020 um 17:35 Uhr)


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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von _ThirdThought Beitrag anzeigen
    Cryseis schreibt von der „Pille danach“ - bitte genau lesen.
    Zum Einnahmezeitpunkt der Pille danach ist noch keine Schwangerschaft feststellbar. Sie wird auf Verdacht eingenommen.

    Ohne Feststellung einer Schwangerschaft kann kein Beweis zum Abbruch derselben geführt werden.


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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von _ThirdThought Beitrag anzeigen
    Abtreibungsgegener, zumindest die fanatischen, wollen Abtreibungen komplett verhindern - damit würde die Frau zum Austragen gezwungen. Und damit ist die Selbstbestimmung futsch. Deshalb ist der Status quo ein ziemlich guter Kompromiss (mMn).
    Dieser Aussage schließe ich mich gerne an. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Bundesverfassungsgericht den Schutz des Ungeborenen höher bewertet als das Selbstbestimmungsrecht der Mutter, ist die aktuelle Lösung ziemlich liberal ausgefallen.


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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Zum Einnahmezeitpunkt der Pille danach ist noch keine Schwangerschaft feststellbar. Sie wird auf Verdacht eingenommen.

    Ohne Feststellung einer Schwangerschaft kann kein Beweis zum Abbruch derselben geführt werden.
    Jetzt bewegen wir uns in philosophischen Gefilden....

    Beginnt für dich ein neues Leben mit der Befruchtung der Eizelle, besteht ab da eine Schwangerschaft und diese darf unter keinen Umständen verhindert (mit der Pille danach) oder abgebrochen werden. Denn das wäre streng genommen Mord.

    Beginnt eine Schwangerschaft mit der Einnistung, dann ist alles, was eine Schwangerschaft abbricht, zu unterlassen.

    Es gibt auch Leute, die dem Embryo erst mit der 13. Woche als Lebewesent ansehen. Fehlgeburten löst der Körper normalerweise bis zur 12. Woche aus, weil zu viele Defekte vorhanden sind. Der weibliche Körper "überprüft" also durchaus ein entstehendes Leben auf Überlebenschancen.



    Das alles löst aber nicht den Berg an (Schimpfwort), den §219a auslöst.


    Mir gehen die Forderungen der "Lebensschützer" viel zu weit.
    Hat sich irgendein Abtreibungsgegner mal Gedanken darüber gemacht, wie es für ein Kind ist, das gegen den Willen seiner Mutter zur Welt kommen musste? Was das für Folgen in einer jungen Seele hinterlässt, wenn von der Mutter keine Liebe da ist?

    Wer gegen Schwangerschaftsabbrüche ist, der muss für kostenlose Verhütung für alle Frauen, umfangreiche Aufklärung und vor allem weitreichende Hilfen für Mutter und Kind* sein. Sonst nützt alles nicht.

    * mehr Kindergeld, Zahlungsverpflichtungen des Kindsvaters und seiner Eltern bis 18 Jahre, sofortige Sozialwohnung, Kitaplatz ab 12 Monaten, Arbeitplatz für die Mutter, staatlich bezahlter Babysitter, Mutter-und-Kind-Kur alle fünf Jahre, kostenloser ÖNV
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

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  10. Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Liebe Userinnen und User,

    es wurden Beiträge gemeldet.

    Da die Moderation bei eurem Tempo mit dem Nachlesen nicht hinterherkommt, wird der Strang um 18 Uhr (damit ihr angefangene Beiträge noch zu Ende schreiben könnt) bis morgen früh geschlossen.

    Analuisa, Moderation
    Ich weiß noch, wie wir in Auschwitz in der Baracke saßen und uns überlegt haben,was wir den Deutschen antun würden. [...] es waren die schlimmsten Dinge, über die wir nachdachten. Aber dann sagten wir uns: Wenn wir das täten, dann wären wir genauso schlimm wie sie.
    Ruth Webber, geb. Rut Muszkies, zum Zeitpunkt ihrer Befreiung 9 Jahre alt


    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

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