Eben. Das meinte ich damit auch.
Das war nämlich Strang-Thema, bei dem natürlich die generelle Haltung pro/contra Abtreibung in der Rechtsprechung Teil der Diskussion wurde, es wäre wohl naiv, anderes anzunehmen?
Zur Erinnerung, worüber wir hier sprechen bzw. was das Strang-Thema eigentlich ist.
§219 a und der damit verbundene Prozess/Verurteilungen gegen Frau Hänel.
Aus einer Petition, die ich damals unterschrieb, von change.org "Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch" ist im Begleittext auch das zu lesen:
Die Abtreibungsgegner benutzen den §219a regelmäßig, um Ärzte anzuzeigen, zu belästigen, einzuschüchtern. Sie führen auf ihren Websites Listen von Ärzten und Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und listen dort auch die unzähligen Strafanzeigen auf, die bisher gestellt wurden.
Und:
Beim §219a handelt es sich um einen Strafrechtsparagraphen aus dem Jahr 1933, der ursprünglich geschaffen wurde, um u.a. jüdische Ärzte zu kriminalisieren und ein Klima zu schaffen, in dem letztlich dann 1943 die Strafrechtsnorm nach eugenischen und bevölkerungspolitischen Gesichtspunkten umstrukturiert wurde. Im Zuge der Gesetzesänderungen zum Schwangerschaftsabbruch wurde der §219a jeweils nur leicht verändert. Er wurde allerdings kaum angewandt.
Für mich sind das Gründe genug, dass hier Handlungsbedarf angesagt ist, obendrauf das, was das für betroffene Frauen bedeutet. Mehr Gründe, m.E., gehen nicht.
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14.01.2020, 19:24
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
Maxïmo Park: "The reason I am here".
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14.01.2020, 19:27
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
@mono17
Hier möchte ich dir gerne zustimmen.
Wobei ich der Meinung bin, die Liste gehört ausschließlich in die Beratungsstelle. Dort aber als verpflichtenden Bestandteil der Beratung.
Ich finde, die Auskunft, wo man den Eingriff vornehmen lassen kann, gehört einfach zur qualifizierten Beratung dazu.
Das Thema Werbung ist einfach definiert. Der Werbung liegt immer der Profitgedanke zugrunde.
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14.01.2020, 19:31
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
Kein Arzt führt eine Abtreibung aus Profitgedanken aus. Da gibt es ganz andere Eingriffe, die viel mehr einbringen.
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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14.01.2020, 19:32
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
@indiegrandma
Mal ungeachtet dieses Falles. Wie fändest du es, wenn jemand beispielsweise Werbung für den Konsum von Cannabis machen würde?
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14.01.2020, 19:33
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14.01.2020, 19:39
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
Wie schon gesagt, wer an Profit denkt, denkt dabei nicht an Abtreibung, sondern bietet andere Untersuchungen an. Solche, die man jedem Patienten angedeihen lassen kann.
In den Niederlanden dürfen Kliniken für Abtreibung werben und die Abtreibung ist für niederländische Patientinnen kostenlos. In Deutschland zahlen die Patientinnen selbst, außer sie haben wenig Geld.
Interessant ist die Info einer Klinikseite, die darauf hinweist, dass die Frauen 15 Woche nach Eingriff die Spirale einsetzen lassen kann.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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14.01.2020, 19:44
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
OT
Was die medizinische Nutzung angeht, bin ich ein großer Befürworter davon und halte auch nicht hinter dem Berg (in meinem Berufsfeld - Erwachsenenbildung - übrigens zunehmend anerkannt(er), auch in Sachen (Alten)Pflege, aber würde zu weit OT gehen).
Forschung/eigene Erfahrungen meiner Schüler/meine eigene Erfahrung sprechen hier Bände.
Und von einer CSU, ob Frau Mortler und/oder Frau Ludwig, die sich gerade zunehmend als "Frau Mortler light" entwickelt, lasse ich mir sicher nicht vorschreiben, was für mich gut ist.
So geballte Inkompetenz muss frau erstmal zustande bringen.Maxïmo Park: "The reason I am here".
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14.01.2020, 19:46
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
Bei einer Frau die einen Abbruch vornehmen will, ist der Gedanke doch gegenstandslos. Sie hat ihre Entscheidung bereits getroffen und sucht nur noch eine ausführende Stelle. Werbung heisst ja jemand letztlich Unentschlossenen zum "Konsum" zu verführen. Insoweit ist der "Vorwurf" Werbung fehl am Platz, da die Entscheidung bereits feststand; nur noch nicht, wer den Eingriff ausführt.
Und dass ein(e) Arzt / Ärztin für diese Leistung ein Honorar sehen will liegt in der Natur der Sache.
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14.01.2020, 19:47
AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel
Leistung gegen Geld ist eindeutig Profitstreben. Dein Argument ist in etwa so stichhaltig, als wenn ein Friseur sagt, mit seinem Angebot auch Männern die Haare zu schneiden verfolge er keine Profitabsicht, weil mit Frauen sehr viel mehr zu verdienen wäre.
Wir sind in Deutschland und hier gilt deutsches Recht.
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14.01.2020, 19:49



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