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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast Du Dir die Homepage überhaupt angeschaut?Klingt nicht so!
    Also ich entdecke da eher ein kurzes Leistungsspektrum und keine Werbung.
    hast du dir meinen link richtig angeschaut ?
    da ist naemlich ein screenshot, von der "werbung" um die es geht
    da braucht man sich die homepage gar nicht anzuschauen

  2. Inaktiver User

    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    hast du dir meinen link richtig angeschaut ?
    da ist naemlich ein screenshot, von der "werbung" um die es geht
    da braucht man sich die homepage gar nicht anzuschauen
    Ein Infoangebot ist Werbung? Von einer Ärztin ,die sich auf Familienplanung spezialisiert hat ?
    Auf Ihrer Seite findet man sonst nur Ihr Leistungsspektrum ,ganz sachlich aufgelistet.

  3. Inaktiver User

    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    @ereS: Stimmt, das Formular war mir auch entgangen, und wir wissen nicht, was den Frauen dann geschickt wird. Andererseits: Wenn mein Arzt bei mir xy diagnostiziert und mir dazu dann Infomaterial über Behandlungsmethoden mitgibt, ist das doch vergleichbar?

    Wird in den Beratungsstellen auch über die diversen Abbruchmöglichkeiten informiert, oder geht es dabei nur um die Entscheidung an sich, soziale Aspekte etc.?

  4. Moderation

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    hast du dir meinen link richtig angeschaut ?
    da ist naemlich ein screenshot, von der "werbung" um die es geht
    da braucht man sich die homepage gar nicht anzuschauen
    Im Screenshot des Links steht eigentlich gar nichts über ihre medizinischen Leistungen.
    Unter "Spektrum" auf ihrer HP zu finden:
    Frauengesundheit

    Familienplanung
    Schwangerschaftsfeststellung
    Fehlgeburt- und Missed abortion
    Schwangerschaftsabbruch
    Die Quelle findet man unter ihrem Namen und Homepage.

    Warum sollte sie keine Abbrüche vornehmen, wenn Frauengesundheit seit langem eines ihrer Spezialgebiete ist? Dazu muss sie keine Gynäkologin sein.
    Der Adler fängt keine Mücken.

    Schauen wir nach vorn, solange wir noch sehen können. [< München Mord]

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  5. Moderation

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Ganz schwieriges Thema, weil es extrem dazu verfuehrt, ganz viel zu vermischen.
    Relativ einfach ist die Faktenlage. Das Gesetz zitiert der von sammet verlinkte Artikel so:
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [...] §219a [...] bestraft ÄrztInnen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren, wenn sie ihres „Vermögensvorteils wegen (…) Dienste zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs (…) anbieten, ankündigen oder anpreisen“. Bis dato stellten die Staatsanwaltschaften die Verfahren meist ein.
    (Hervorhebung von mir.) Angeboten und angekuendigt hat sie es ja. Ob das wirklich strafbar sein sollte, steht auf einem anderen Blatt, und ein Zweifel daran scheint in Juristenkreisen ja zu bestehen, wenn aehnliche Verfahren vielfach eingestellt werden.
    Aber im Gesetz steht nunmal nicht "Werbung" sondern "anbieten, ankuendingen oder anpreisen", man kann es also so scharf auslegen, wie jetzt geschehen. Das Urteil steht allerdings noch nicht fest, duerfen wir nicht vergessen, ob also der Richter es aehnlich streng auslegt, bleibt vorerst offen.

    Dann sind da die Anklaeger, welche ihre eigene Dogmatik zu haben scheinen (?) und daher auch nicht gerade sympathisch wirken. Das aendert die Perspektive darauf, warum es das Verfahren ueberhaupt gibt (Teil einer aktiven Anti-Abtreibungskampagne), aber nichts an der Rechtslage.

    Und dann ist da die Tendenz, welche die Aerztin beschreibt. Da ich mit dem Thema Abtreibung keine persoenliche Erfahrung habe, kann ich nicht beurteilen, ob ihre Einschaetzung zutrifft. Wenn es so ist, wie sie sagt, ist das eine bedenkliche Entwicklung, der man schon gegensteuern sollte. Auch durch den Gesetzgeber. Und man kann durchaus dafuer lobbiieren, dass das Gesetz, zum Beispiel, dahingehend geaendert wird, dass eine blosse Information darueber, dass Praxis X Schwangerschaftsabbrueche durchfuehrt, eben nicht mehr strafbar ist.
    Das wuerde ich aber losgeloest von dem vorliegenden Fall sehen wollen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  6. gesperrt

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Das Beste, was man in den Fall wohl tun kann ist, das Seine dazu beizutragen, dass dieser Paragraph geändert bzw. gelöscht wird.

  7. Inaktiver User

    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Ich war zum Glück noch nicht in dieser Situation und kenne mich nicht aus. Ist es nicht normalerweise so, dass man zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Beratung muss und dann dort oder vom behandelnden Frauenarzt eine Klinik genannt bekommt, wo der Abbruch vorgenommen wird?

  8. Moderation

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    ...
    Aber im Gesetz steht nunmal nicht "Werbung" sondern "anbieten, ankuendingen oder anpreisen", man kann es also so scharf auslegen, wie jetzt geschehen. ...
    Stimmt. Die zwei früheren Verfahren gegen Hänel wurden eingestellt, weilt man der Ärztin seitens Staatsanwaltschaft zugute hielt, dass sie sich nicht auskannte. Mittlerweile sollte sie aber daraus gelernt haben, wird in den Links vorher gesagt. Deshalb werde diesmal nicht eingestellt.

    Flau, wie du auch schreibst, liegt die Crux in den gesetzlichen Vorgaben. Schwangerschaftsabbrüche mit vorheriger Beratung sind in D ja erlaubt. Warum sollte bei ärztlichen Leistungen also nicht darauf hingewiesen werden können, wo man einen Abbruch machen lassen kann? Bin auch gegen Werbung, weil es nun mal keine Leistung wie Zähneziehen ist. Aber der karge Hinweis wie auf Hänels Seite sollte erlaubt sein. Entweder ist es etwas, das Frauen in Anspruch nehmen können, oder nicht. Wenn ja, dann bitte ohne Tamtam, aber offen. Oder wir tun halbverschämt weiter. Es darf zwar sein, aber nirgends öffentlich stehen. Also echt, wo und in welchem Jahrhundert leben wir denn. Dieser 219a gehört dahingehend geändert.
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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Ganda, leider sind sie nicht erlaubt.
    Sie sind verboten, bleiben aber straffrei.

    Und dann bleibt wohl leider die Frage, ob sie diese Leistung öffentlich anbieten darf.

    (Das ist eins von diesen „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“- Gesetzen in Deutschland)

  10. User Info Menu

    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Es kommt wohl auf die Beratungsstelle an. Der Sozialdienst katholischer Frauen ( die auch "in der Fläche auf dem Land" vertreten sind, anders als Pro Familia) durften zumindest etliche Jahre keine Adressen rausgeben, da sie nach Vorgabe "zum Leben" ( so die offizielle Formulierung) beraten sollten.
    Und was die Werbung angeht- Anwälte durften auch lange keine Werbung machen. Da war schon der Zusatz "Interessenschwerpunkt Familienrecht" auf dem Schild am Bürogebäude oder auf dem Briefkopf verboten.

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