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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen


    Ich denke es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Sinn der Beratung in dem Maße schwindet, in dem schon vorher eine Vorentscheidung getroffen wurde.
    Jein.
    Wie schon geschrieben, erlebe ich das in einem anderen Zusammenhang immer mal wieder. Da trifft X eine (Vor)entscheidung und ist auch bereit,einige Bedingungen dafür zu absolvieren. Zu diesen Bedingungen gehören einige Beratungen. Und aufgrund derer entscheidet X sich dann um.
    Das halte ich bei der Beratung laut 219 auch nicht für unmöglich. Und ich denke, viele Frauen schwanken auch noch. So lange wissen sie ja meist noch gar nicht, dass sie schwanger sind.
    Geändert von mono17 (16.01.2020 um 14:49 Uhr)

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Sag doch einfach, du bist gegen Schwangerschaftsbrüche. ..
    Völlig unabhängig von meiner eigenen Meinung (naja,soweit das halt geht): Was will mir denn ein Arzt mit so einem Satz sagen?
    Ich gehe davon aus,dass er im Sinne der Patienten handelt und ihm deren Gesundheit ein Anliegen ist. Sonst wöre er hoffentlich nicht Arzt geworden.Also will er dich wohl sagen,dass andere nicht so gandeln ider zumindest nicht im selben Maß wie er.
    ?
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Vielleicht will er ja auch einfach sagen: möglicherweise bist du aufgewühlt, panisch oder verzweifelt. Das ist ok. Ich kann damit umgehen und werde dir als Mensch begegnen.

    Ich finde diese Profitdiskussion irreführend. Als Investor wäre das für mich sicher kein interessantes Geschäftsmodell und ich gehe auch davon aus, dass das keine von den Dienstleistungen ist, die grossen Einfluss auf den Jahresabschluss der Praxis haben. Da wird es andere geben.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Vielleicht will er ja auch einfach sagen: möglicherweise bist du aufgewühlt, panisch oder verzweifelt. Das ist ok. Ich kann damit umgehen und werde dir als Mensch begegnen.

    Ich finde diese Profitdiskussion irreführend. Als Investor wäre das für mich sicher kein interessantes Geschäftsmodell und ich gehe auch davon aus, dass das keine von den Dienstleistungen ist, die grossen Einfluss auf den Jahresabschluss der Praxis haben. Da wird es andere geben.
    Dass ein Arzt damit umgehen kann und mir als Mensch begegnet, halte ich für eine Selbstverständlichkeit, die keiner weiteren Erwähnung bedarf. Wir sehen hier, dass Frau Hänel versucht, Vertrauen aufzubauen. Letztlich, um daraus eine Geschäftsbeziehung werden zu lassen.

    Die Profitdiskussion ist insofern von Bedeutung, als dass der ausführende Arzt eben nicht unabhängig jedes finanziellen Anreizes agiert, sondern ein Eigeninteresse finanzieller Natur hat, das sich mit dem reinen Informationsinteresse der Patientin beisst.

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Kranke Menschen sind oft aufgewühlt,panisch und/oder verzweifelt
    Dass Ärzte damit umgehen können, ist eigentlich eine Grundkompetenz für sie.
    Der Satz impliziert irgendwie, dass andere (Stellen?/ Ärzte) die genannte Kompetenz nicht haben.

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Mir stellt sich ganz allgemein die Frage, welche gynäkologische Praxis überhaupt Werbung nötig haben sollte, um Patienten zu gewinnen.

    Jede dieser mir bekannten Praxen hat lange Wartezeiten auf einen Termin. Patientenstopps sind ebenfalls Normalität. Telefonisch durchzukommen kann Glückssache sein, da manchmal ständig belegt ist.

    Und ausgerechnet dieser so unterbeschäftigten Berufsgruppe will man im Zusammenhang mit Abbrüchen unterstellen, dass sie nicht informiert, sondern bewirbt.
    Mir fehlt da schlicht die Logik.

    Ergänzend hinzu kommt, dass der Gynäkologe an der austragenden Schwangeren mehr verdient als an einem Abbruch.

    Hier wird auch nochmal auf das Thema Information/Werbung eingegangen:

    https://taz.de/Abtreibung-in-Deutsch...=1578528000000

    Aber auch darauf:

    Dafür nennt sie mehrere Gründe, die der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte in Deutschland, Christian Albring, bestätigt: „Schwangerschaftsabbrüche sind nicht lukrativ, und die Anforderungen an ambulantes Operieren sind hoch.“

    Weshalb sollte jemand für und mit etwas werben wollen, was sich nicht lohnt?

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Kranke Menschen sind oft aufgewühlt,panisch und/oder verzweifelt
    Dass Ärzte damit umgehen können, ist eigentlich eine Grundkompetenz für sie.
    Der Satz impliziert irgendwie, dass andere (Stellen?/ Ärzte) die genannte Kompetenz nicht haben.
    Oder eben diese Kompetenz in besonderem Maße vorhanden ist.

    Wie auch immer. Die Aussage impliziert, dass das eine tolle Praxis ist, in der Patientinnen in Notsituation besonders gut aufgehoben sind.

    Ich finde, der werbende Charakter dieser Aussage ist nicht von der Hand zu weisen.

  8. Inaktiver User

    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Hier muss ich widersprechen. Auch sachliche Informationen beeinflussen unsere Entscheidungen. Ansonsten wären sämtliche Sachinformationen grundsätzlich irrelevant.
    Falsch. Die Schlussfolgerung, die ich persönlich aus einer Information ziehe, beeinflusst meine Entscheidung, nicht die Information an sich.

    Ganz simples Beispiel: Wenn der Wetterbericht darüber informiert, dass es kalt wird, greift nicht jeder sofort nach Schal und dicker Mütze, sondern entscheidet für sich, ob die Strickjacke von gestern noch warm genug ist, oder doch die Mütze her muss. Die Information des Wetterberichts ist für die Mützenträger aber die selbe, wie für die Strickjackenträger. Nicht die Information an sich beeinflusst das Verhalten, sondern die Schlussfolgerung, die man auf der Grundlage des eigenen Kälte-Empfindens daraus zieht.

    Davon abgesehen, wie viele Fälle kennst du, in denen sich Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben, weil sie die "Werbung" für Absaugung oder Ausschabung so überzeugend fanden?

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Weshalb sollte jemand für und mit etwas werben wollen, was sich nicht lohnt?
    Ich finde ja, man muss das ganze zwingend weiterdenken, wenn man von der "Werbethese" bei diesem Thema ausgeht.
    Also, was würde denn "Werbung" beim Thema Abtreibung konkret bewirken?
    Letztlich ginge es doch darum, schwangeren Frauen aufgrund von bestimmten Aussagen einen Schwangerschaftsabbruch so schmackhaft wie möglich zu machen.
    Das ganze geht von einem Frauenbild aus, das ich nur als mittelalterlich bezeichnen kann. Man könnte auch sagen, da werden Frauen auf eine Stufe mit Kindern gestellt, die nicht frei und selbstbestimmt entscheiden können.
    Gegen Rechtsextremismus zu kämpfen ist nicht links, es ist demokratisch. Demokraten sind per Definition Antifaschisten, ansonsten können sie sich ihr Demokratieverständnis in die sicher akkurat gescheitelten Haare schmieren.

    von Sascha Lobo

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    AW: Werbung für Schwangerschaftsabbrüche: Prozess gegen Kristina Hänel

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Es wurde schon mehrfach angesprochen, dass in vielen Fällen die Entscheidung zum Zeitpunkt der Beratung längst gefallen ist. Und das ist mit Sicherheit zu einem nicht unerheblichen Teil von der Bereitstellung anderer Informations- und Beratungsangebote abhängig.

    Wieso sollte es davon abhängig sein?

    Würde ich in nächster Zeit schwanger werden, würde ich diese Schwangerschaft beenden.
    Das hat mit mir zu tun, nicht mit irgendwelchen Informations-/Beratungsangeboten.

    Nachdem diese Entscheidung steht, möchte ich in so einem Fall Aufklärung über verschiedene Varianten und deren Risiken. Möglichst schnell (fester Zeitrahmen!) und bequem.
    Adressen von Ärzten, damit ich vergleichen kann (Bewertungen).
    Und dann einen Termin.

    Ja, und ich würde halt den Zwangstermin einschieben, um den Schein zu bekommen. Und das eben absitzen.

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