+ Antworten
Seite 6 von 467 ErsteErste ... 456781656106 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 4661

  1. Registriert seit
    15.01.2006
    Beiträge
    10.917

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Übrigens hatte hier eine Mutter mit dem Schulleiter und dem Jugendamt Probleme weil sie mit ihrem Kind zuhause schreiben geübt hatte... derzeit lernen Kinder erstmal zu schreiben wie sie es hören...
    Diese Wirrungen linker Schulpolitik haben Sie bei uns mittlerweile verboten, weil die Viertklässler alle eine nicht vorhandene Rechtschreibung hatten. Das ganze Leben besteht aus Richtig machen, Prüfungen und Bewertungen, die Aufgabe besteht darin, die Kinder da ran zu führen, nicht, sie davor zu verschonen, bis die Realität gnadenlos auf sie einschlägt. Man kann auch schreiben lernen, indem man das Kind zum Schreiben ermutigt und dann korrigiert und es darin bestärkt, dass Fehler keine Katastrophe sind, sondern man durch Übung lernt, was richtig und falsch ist.

    Der größte Fehler ist, nichts zu wagen aus lauter Angst, etwas falsch zu machen. Richtig ist, Fehler zu machen in Kauf zu nehmen, Fehler zu analysieren und dann aus diesen zu lernen.

  2. Inaktiver User

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Ja Bremen ist in vielerlei Hinsicht dunkelrot... gewollt.

  3. gesperrt
    Registriert seit
    20.10.2016
    Beiträge
    4.335

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei nackt machen wir nun auch Theater? TV an - Nackte zu sehen.

    Ausstellung hier in der Kunsthallte - Max Beckmann - nackte Menschen... du meine Güte, selbst in der Saune - nur Nackte.
    ...
    Nein "Theater" machen "wir" bei der sexistischen Darstellung von Nacktheit, die selbst in der Sauna sehr selten sein dürfte.

  4. Avatar von Lukulla
    Registriert seit
    16.07.2004
    Beiträge
    34.448

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Wer sich coram publico fehlverhalten hat, muss auch coram publico um Entschuldigung bitten.
    So habe ich das als Kind jedenfalls gelernt.

    Die Professorin hat sich aus eigenem Antrieb bereits privatim bei der Studentin entschuldigt, diese hat sie auch entschuldigt.
    Ob sie das öffentlich nur auf Zwang oder eigener Einsicht wiederholt (hätte), geht aus dem Artikel nicht eindeutig hervor.
    In dem oben verlinkten WELT Artikel steht:
    Fachschaft, Grüne Jugend und Würzburger Jusos forderten zusätzlich eine persönliche und öffentliche Entschuldigung der Professorin. Zumindest was die persönliche Ebene angeht, wurde rasch gehandelt: Die Professorin bat per Brief um Verzeihung, die Studentin nahm die Entschuldigung an.

    An diesem Mittwoch folgt nun der zweite Teil. Exakt zwei Wochen nach der Auseinandersetzung wird die Professorin in ihrer Vorlesung noch einmal öffentlich um Entschuldigung bitten – auch weil das die Universität, die durch den Vorfall selbst unter Druck geraten ist, explizit von ihr fordert.


    in einem weiteren WELT Artikel:
    Müller-Brandeck-Bocquet selbst bedauerte in einer schriftlichen Erklärung – aus der „Mainpost“ und „Augsburger Allgemeine“ zitieren – den Vorfall: „Seit vielen Jahren pflege ich in meinen Vorlesungen die Zuhörer um die Abnahme von Kopfbedeckungen zu bitten, als Zeichen des Respekts vor einer universitären Einrichtung und vor mir als vortragender Professorin.“

    und hier steht:
    Müller-Brandeck-Bocquet hat das Gefühl, dass ein Teil der Studierenden sie „missverstehen wollte“. Die allgemeine Rechtslage sei ihr bekannt: „Natürlich weiß ich, dass ich niemanden dazu zwingen kann.“ Aber als altgediente Professorin müsse sie ihre Position vertreten dürfen. Und danach gehöre Religion nicht in einen Raum, in dem Politikwissenschaft gelehrt wird. Von mehreren Seiten war Müller-Brandeck-Bocquet nach dem Vorfall zu einer Entschuldigung gegenüber der Studentin aufgefordert worden. Diese ist am Freitag erfolgt....
    AA


    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Als ich in den 70ern und 80ern aufgewachsen bin, war das N-Wort noch vollkommen wertneutral. Heute dagegen ist es vollkommen verbrannt. Auch so ein Beispiel für die Sprachpolizei, die hier sogar einem Wort eine negative Konnotation erfolgreich aufgeprägt hat.
    Das Wort ist nicht verbrannt, es setzte sich seit etwa der 80er Jahre die Erkenntnis durch, dass der Begriff eine Beleidigung beinhaltet. Daher ging man dazu über, dunkelhäutige Menschen als Schwarze zu bezeichnen.
    (ein wie ich finde, extrem unglücklicher Begriff, wie auch die Weissen, aber er ist anerkannt und wird weltweit so verwendet)
    Die nachträgliche Korrektur von Dokumenten oder Erzählungen halte ich für geschichtsverfälschend und lehne sie ab
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

    Stoppt den Krieg in Kurdistan - Rojava zur No-Fly-Zone!
    Petition auf change.org.


  5. Registriert seit
    15.01.2006
    Beiträge
    10.917

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Das Wort ist nicht verbrannt, es setzte sich seit etwa der 80er Jahre die Erkenntnis durch, dass der Begriff eine Beleidigung beinhaltet.
    Das ist eine steile These. Aber es gab spätestens seit den 90ern Leute, die behaupteten, dass „Neger“ eine Beleidigung beinhalte. Eine bloße Behauptung macht aber noch keine Wahrheit, egal, wie oft man die Behauptung wiederholt. Den Menschen wird die Verwendung eines Begriffes mit moralischem Druck „verboten“, wofür es keine eigentlich Rechtfertigung gibt. Man muss nur genug mit Dreck schmeißen, da bleibt dann schon genug dran kleben. Keiner will doch moralisch schlecht sein, dadurch ist das N-Wort heute auf dem Scheiterhaufen der Sprachpolizei verbrannt.

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Daher ging man dazu über, dunkelhäutige Menschen als Schwarze zu bezeichnen. (ein wie ich finde, extrem unglücklicher Begriff, wie auch die Weissen, aber er ist anerkannt und wird weltweit so verwendet)
    Was sollte an dem Begriff unglücklich sein?

  6. Inaktiver User

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Aber es gab spätestens seit den 90ern Leute, die behaupteten, dass „Neger“ eine Beleidigung beinhalte. Eine bloße Behauptung macht aber noch keine Wahrheit, egal, wie oft man die Behauptung wiederholt.
    Für mich war "Nigger" eine Beleidigung und so wurde das auch früher - vor allem in USA - so gehandhabt. Aber Neger??? Wenn schon eine Dachdeckerfirma, die den Namen "Neger" trägt und in ihrem Firmen-Emblem-Zeichen auch Neger schreibt, jetzt ihren Namen ändern soll, weil das angeblich diskriminierend sein soll, das versteht einer, der will, ich jedenfalls nicht. Dann ist jetzt auch die Bezeichnung "Schwarzer" unglücklich, dann ist ein Weißer aber auch unglücklich.

  7. Avatar von Lukulla
    Registriert seit
    16.07.2004
    Beiträge
    34.448

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Was sollte an dem Begriff unglücklich sein?
    Ich finde ihn unglücklich.
    Ich bezeichne Menschen nicht gerne als Weisse, Schwarze, Gelbe oder Rote.

    Es ist objektiv falsch, kein Mensch ist weiss und die meisten als Schwarze bezeichneten haben eine Hautfarbe in dem Ton braun, bräunlich, dunkelbaun. Es widerstrebt mir, andere Menschen in Farbenskalas einzuordnen.

    Ich bevorzuge, soweit bekannt, eine Herkunfts- oder Abstammungsangabe, also Westafrikaner oder Inderin oder Mitteleuropäer. Oder Mensch mit dunkler Hautfarbe oder Dunkelhäutig bzw. hellhäutig.
    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

    Stoppt den Krieg in Kurdistan - Rojava zur No-Fly-Zone!
    Petition auf change.org.

  8. gesperrt
    Registriert seit
    02.07.2013
    Beiträge
    11.163

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Unter anderem hier oder hier kann man nachlesen, warum das Wort "Neger" als herabwürdigend und rassistisch angesehen wird.

    Das Wort bezeichnet nicht allein die Hautfarbe oder Herkunft von Menschen, sondern als Begriff der (ursprünglich europäischen) Rassenlehre auch ein behauptetes Eigenschaftspaket, welches den "minderwertigen Neger" eben "von Natur aus" vom "höherwertigen Weissen" unterscheidet.

    Sinn der Rassenlehre: Rechtfertigung der individuellen Entrechtung, politischen Unterdrückung und wirtschaftlichen Ausbeutung bestimmter Menschen durch andere Menschen.

    Ob man deswegen Literatur umschrieben muss, steht aber noch mal auf einem anderen Blatt.

    (Denn warum ist Pippis Vater "Negerkönig"?
    Weil er (individuell) stärker und schlauer ist und "die Neger unterworfen" hat. Ziemlich problematisch.
    Darüber kann man mit Kindern aber durchaus sprechen.)

  9. Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    24.796

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    (Denn warum ist Pippis Vater "Negerkönig"?
    Weil er (individuell) stärker und schlauer ist und "die Neger unterworfen" hat. Ziemlich problematisch.
    Äh, stimmt - den Gedanken hatte ich noch gar nicht.
    Danke.
    Aber ich will will will weiter Neger Neger Neger sagen!!!!

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile

  10. Inaktiver User

    AW: Wohin führt uns die Gesinnungs- und Sprachpolizei?

    Astrid Lindgren hat ausreichend andere und völlig unproblematische Kinderbücher geschrieben.. warum nicht einfach auf jene zurückgreifen und die heute unsympathisch gewordenen Figuren eben nicht mehr ins Kinderregal stellen.

    Sorry, aber soooo wichtig ist das Kindergeschichtchen jetzt nicht... das kann man heute mühelos durch besseren und aktuelleren Lesestoff ersetzen , der unsere aktuelle Gesellschaft und deren Denkweise entspricht.


    Kein Problem, wenn das eine oder andere Werk auch wieder in Vergessenheit gerät. Völlig Normal und der Lauf der Dinge.

+ Antworten
Seite 6 von 467 ErsteErste ... 456781656106 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •