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    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Daten sind auf S. 89 bzw. 91 des Berichtes zu finden.
    Nochmal Danke von mir für die Verlinkung dieser großen Studie.
    Sorry, wenn das schon mal verlinkt wurde, und ich es übersehen hatte (lese nicht alle Stränge im Politikforum durchgehend mit).
    In dem Bericht habe ich die Seiten 79-84 mal schnell quer gelesen, wo es um den Antisemitismus von Muslimen in Deutschland geht.
    Mein erstes Fazit: die Lage ist komplex und zugleich bedenklich .
    Muss ich alles nochmal peu a peu genauer lesen - später.

    Aufgefallen ist mir noch diese Passage auf Seite 92:

    Antisemitische Haltungen sind im Mittleren und Nahen Osten mit 64 Prozent auch unter Christen weiter verbreitet als unter Christen in Ost- (35 Prozent) und Westeuropa (25 Prozent). Gleichzeitig liegt die Zustimmung zum Antisemitismus bei der muslimischen Bevölkerung in Asien bei nur 37 Prozent (allerdings mit von Land zu Land extremen Unterschieden) und in Afrika südlich der Sahara bei durchschnittlich nur 17 Prozent.
    Die muslimische Bevölkerung stimmt beispielsweise in Nigeria antisemitischen Aussagen nur zu acht Prozent zu, gegenüber 22 Prozent der christlichen Bevölkerung. In Ghana beträgt das Verhältnis 18 Prozent vs. 14 Prozent.
    Somit scheint eher die Region und nicht die Religion ausschlaggebend für die Zustimmung zu antisemitischen Aussagen zu sein.

    Hervorhebung von mir

    Das also Antisemitismus in arabischen Ländern und bei den Bürgern dort offensichtlich viel mehr mit Region und nicht mit Religion zu tun hat, das klang ja auch schon an in den Kapiteln bzgl. in Deutschland lebender Muslime auf den Seiten 79-84.
    Untermauert wird diese Annahme ja auch, wenn man sich die Verbreitung von Antisemitismus unter Christen im Nahen und Mittleren Osten einerseits anschaut (64%) und die Verbreitung hier in Westeuropa andererseits (25%).
    Und wenn Muslime in Nigeria nur zu 8% antisemitisch eingestellt sind, also deutlich weniger als bspw. die einheimische deutsche Bevölkerung hier, dann muss man ja erst Recht zu dem Schluss kommen, dass religiöse Gründe fast überhaupt keine Rolle spielen beim Antisemitismus, sondern viel mehr bspw. nationalistische Gründe.

    Zitat Zitat von Butterblume Beitrag anzeigen
    Jein ich muss noch über "größeres/kleineres" Problem nachdenken. nein, beides ist problematisch.
    Okay.

    VanDyck
    Geändert von VanDyck (20.10.2017 um 13:44 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  2. Inaktiver User

    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Somit scheint eher die Region und nicht die Religion ausschlaggebend für die Zustimmung zu antisemitischen Aussagen zu sein.
    Das ist sogar ganz sicher so (meiner Meinung nach jedenfalls), sowas hat gesellschaftliche Gründe. (Hier "Region" genannt, aber das ist eben nicht "geographisch" zu verstehen).
    Lorelei hat z.B. gerade was erzählt:
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In arabischen Ländern gibt es äußerst beliebte TV-Serien zu dem Thema, wo man z.B. angucken kann, wie als Juden verkleidete Darsteller nicht-jüdische Kinder "töten" und deren Blut in Matze verbacken.

    Solchen Mist saugen die schon von Kindheit an auf.
    Kannst Du Dir sowas in einer TV-Serie, die in Deutschland ausgestrahlt wird, vorstellen? Ich nicht.
    Geändert von Inaktiver User (20.10.2017 um 14:46 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von rottenmeier Beitrag anzeigen
    ... Das waren 7,5 Prozent mehr als 2015 – darunter waren auch viele Hasspostings.
    Vielleicht bin ich ja kleinlich ..... Aber irgendwie finde ich gefoltert - und aus dem Fenster in den Tod gestoßen zu werden schlimmer als Hasspostings.

    Ich lese täglich jüdische Presse, aber ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren jemals hierzulande von einer Gewalttat durch Neonazis an Juden gelesen zu haben. Hasspostings, Friedhöfe zerstören, Synagogen beschmieren - ja.

    Gewalttaten gingen immer von Arabern (oder Türken) aus. Oder zumindest "südländisch aussehende Männer", wenn sie nicht geschnappt wurden.

    Aber vermutlich waren das schwäbische Neonazis mit dunklen Haaren. *Ironie off*
    Geändert von Inaktiver User (20.10.2017 um 14:10 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    dann muss man ja erst Recht zu dem Schluss kommen, dass religiöse Gründe fast überhaupt keine Rolle spielen beim Antisemitismus, sondern viel mehr bspw. nationalistische Gründe.
    Dem Rabbiner, der vor 3 Jahren in Steglitz von arabischen Jugendlichen halb tot geprügelt wurde, ist es vermutlich egal, ob das aus "religiösen" oder "nationalistischen" Gründen war. Wobei sich die Frage stellt, was für nationalistische Gründe ein jugendlicher Araber haben könnte, einen deutschen Juden zusammen zu schlagen.

    Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn, Zahlen aus Ländern wie Nigeria anzuführen, wo die meisten Leute vermutlich nicht mal wissen, was ein Jude ist. Libentia (?) zitierte die Zahl von 87 % aus Algerien ...... Einem Land, das weit ab von Israel ist und mit dem eigentlich keinen Konflikt hat.

    Wer das nicht bedenklich findet ......

  5. Inaktiver User

    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    wer mag, googelt einfach mal Harun Yahya
    Wow, das ist ja mal ganz "kreativ" .....

    Ich dachte, ich kenne schon so ziemlich alles an Schwachsinn zu dem Thema, aber es geht immer noch ein Stück dümmer .....

  6. VIP

    User Info Menu

    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Libentia (?) zitierte die Zahl von 87 % aus Algerien ...... Einem Land, das weit ab von Israel ist und mit dem eigentlich keinen Konflikt hat.

    Wer das nicht bedenklich findet ......
    Die Juden in Marokko, Algerien und Tunesien waren bis 1942 dem Vichy-Regime unterstellt.
    ...Abitol erklärt, in Algerien sei die antisemitische Gesetzgebung dabei bereitwilliger umgesetzt worden als in Marokko und Tunesien, weil es hier, anders als dort, bereits bestehende antijüdische Strukturen gab....
    „Die ideologische Basis und die gesetzliche Grundlage der Diskriminierung galten in Afrika genau wie in Europa. Die Auswirkungen des staatlichen Antisemitismus waren aber andere“, sagt Michel Abitol. Da nicht zuletzt der quantitative Aspekt von vielen Historikern als ein zentrales Kriterium des Holocaust gesehen wird, herrscht in der Forschung Dissens darüber, ob das Schicksal der orientalischen Juden als ein Teil der Schoah gelten kann. Doch auch wenn die meisten Mizrachim, im Gegensatz zu ihren aschkenasischen Glaubensbrüdern, letztlich der Vernichtung entgingen, blieb der antisemitische Terror der Nazis und ihrer Verbündeten mitnichten auf Europa beschränkt.


    Verfolgung von Juden in Nordafrika: Die vergessenen Opfer des Holocaust - Wissen - Tagesspiegel
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  7. Inaktiver User

    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gewalttaten gingen immer von Arabern (oder Türken) aus. Oder zumindest "südländisch aussehende Männer", wenn sie nicht geschnappt wurden.
    Habe ich mal recherchiert:

    2014 zählte das BKA 1596 antisemitische Straftaten. Davon wurden 1342 als politisch rechts motiviert eingeordnet.

    2014 lag die Zahl der Straftaten im PMK-Bereich Ausländer mit 176 überdurchschnittlich hoch. Hintergrund war die Eskalation des Gaza-Konflikts und die damit verbundenen anti-israelischen Demonstrationen in Deutschland. In allen Bereichen überwogen Delikte wie Volksverhetzung, Propaganda und Sachbeschädigung. 45 Gewalttaten wurden 2014 gezählt. 32 davon wurden als rechts motiviert eingestuft. Zwölf fanden sich in der Rubrik PMK-Ausländer.


    Quelle aus Artikel:2016

    In dem Bericht geht es u.a. auch um den Antisemitismus der hier lebenden Muslime, und wie dieser von der AfD und anderen Rechten instrumentalisiert wird.

  8. Inaktiver User

    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dem Bericht geht es u.a. auch um den Antisemitismus der hier lebenden Muslime, und wie dieser von der AfD und anderen Rechten instrumentalisiert wird.
    Ja natürlich wird der Antisemitismus hier lebender Muslime von AfD und von Rechten instrumentalisiert. Ist ja ein gefundenes Fressen für sie. Aber das darf kein Grund sein, diesen Antisemitismus hier lebender Muslime zu leugnen.
    Geändert von Analuisa (21.10.2017 um 15:45 Uhr) Grund: Zitat korrekt zugeordnet

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    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja natürlich wird der Antisemitismus hier lebender Muslime von AfD und von Rechten instrumentalisiert. Ist ja ein gefundenes Fressen für sie. Aber das darf kein Grund sein, diesen Antisemitismus hier lebender Muslime zu leugnen.
    Wir sind auch ausreichend damit beschäftigt den Antisemitismus in der AfD und Rechtsextremen zu leugnen. Ach stimmt, das ist doch nur Antizionismus und damit was ganz anderes.

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    AW: Hetze und rechtsradikale Gewaltzunahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja natürlich wird der Antisemitismus hier lebender Muslime von AfD und von Rechten instrumentalisiert. Ist ja ein gefundenes Fressen für sie. Aber das darf kein Grund sein, diesen Antisemitismus hier lebender Muslime zu leugnen.
    @letstalk,
    hast du den Eindruck, wenn es solche Vorkommnisse gibt, das dies öffentlich verleugnet wird?
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.

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