Warum zitierst du mich?
Ich kann keinen Bezug zwischen meinem Beitrag bzw. dem von dir zitierten Teil davon und deinem Beitrag erkennen. In meinem Beitrag geht es lediglich darum, warum bzw. dass Menschen während sie vergewaltigt oder sexuell missbraucht werden durch die sexuell physische Stimulation sexuell erregt reagieren können körperlich.
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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04.11.2017, 00:30Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
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04.11.2017, 00:37Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Interessantes Interview mit einem anderen Mann (anonym), der auch 14 war, als Kevin Spacey mit ihm was gehabt haben soll: http://www.vulture.com/2017/11/kevin...ationship.html
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04.11.2017, 00:43Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das war keine Absicht. Ich habe keine Ahnung, was bei anderen Menschen bei physischer Stimulation abläuft.
Ich bin dafür, es gar nicht soweit kommen zu lassen, wenn man sich nicht einig ist.
Die Einigkeit bezieht sich dabei auf ein komplexes Konstrukt, was mir bis dahin nie zum Nachteil geriet.
Vielleicht sollte man/frau eruieren, ab wann ein solches Konstrukt einer Frau zum Nachteil gerät.
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04.11.2017, 08:11Inaktiver User
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04.11.2017, 08:24
AW: metoo - Ihr nicht?
Jetzt verstehe ich, warum wir in puncto Scham aneinander vorbeireden.
Ich rede von der Scham, die durch Verletzung eintritt. Von den Menschen, meist Frauen, in meiner Ambulanz, die gerade einen Übergriff erlebt haben und sich schämen. Obwohl sich, wie du richtig sagst, eigentlich der Täter schämen müsste und nicht das Opfer. Die sich fragen, ob sie was hätten anders machen müssen, die die Schuld bei sich suchen. Da sehe ich Scham als Reaktion auf gewaltsame Kränkung.
Du redest von der Scham, die man (frau) besser ablegt, weil es richtig wäre, wütend zu werden, anstatt den Schmerz in sich reinzuholen.
Vom sozialisierten Aspekt der Scham, der anerzogenen Scham als Herrschaftsinstrument. Die man bewusst ablegen kann, ja.
Aber ich halte das, was die Betroffenen (auch Männer!) in dem Augenblick erleben, für schwer steuerbar. Natürlich versuchen wir, sie aufzufangen und die Verantwortung beim Täter zu plazieren und ihnen zu helfen, eine konstruktivere Perspektive einzunehmen. Aber akut ist das nicht einfach.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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04.11.2017, 08:25
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04.11.2017, 08:35Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich halte solche Zahlen für realistisch. Hinzu kommt, wie Area schrieb, verbale Gewalt, wo Frauen m.E. überlegen sind.
Mir ist die Diskussion hier viel zu sehr auf "Frau = Opfer, Mann = Täter" fokussiert. Einige haben sich ja sogar aufgeregt, dass männliche Opfer es wagten, sich bei metoo zu äußern.
Real sind viele Situationen doch komplexer, gerade bei gewalttätigen Beziehungen.
Ein Bekannter hat mir mal die seiner Eltern geschildert, unter der er als Kind sehr gelitten hat. Die Frau hat es sehr bewusst provoziert, dass ihr Mann sie geschlagen hat - der daraufhin ein schlechtes Gewissen hatte, und sie so wochenlang die Oberhand, und er war klein mit Hut, und hat gespurt. Auf eine gewisse, kranke Weise hat diese Beziehung so funktioniert, jahrzehntelang.
Bevor Knirrsch jetzt wieder Schnappatmung kriegt: Ich sage nicht, dass das immer so ist, und schon garnicht, dass ein Mann eine Frau schlagen darf, wenn er sich von ihr provoziert fühlt.
Aber es gibt eben auch sehr kranke Beziehungsmuster.
Und ich bin, wie hilfskonstruktion, der Meinung, dass es einer Frau irgendetwas bringt, wenn sie heutzutage in einer solchen Beziehung verbleibt. Und sei es das wohlige Märtyrerinnengefühl.
Heutzutage, wo die hinzu gezogene Polizei einen gewalttätigen Mann ratzfatz für einige Wochen der Wohnung verweisen kann, ist es nun wirklich darstellbar, so einen Typen los zu werden. So frau will.Geändert von Inaktiver User (04.11.2017 um 08:45 Uhr)
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04.11.2017, 08:36
AW: metoo - Ihr nicht?
Wenn es um Erfahrungen mit gröberer Gewalt geht ( nicht drei Sekunden eine fremde Hand auf dem Knie oder einen dummer Spruch) so ist das auch eine Situation, die ihre Zeit braucht, bis Wunden heilen können.
Dass da akut alles mögliche an Schmerzhaftem an die Oberfläche kommt - aber klar doch. Da ist halt akut Scham da, oder Trauer, oder das Empfinden, beschmutzt zu sein, oder das Empfinden, dass die Welt nie wieder so sein wird wie vorher, oder das Empfinden, das einem der Boden unter den Füssen weggezogen wurde, oder dass man niemandem je wieder vertrauen kann.
Aber Leben findet ja auf lange Frist statt, und auch das schlimmste Überschwemmt-Werden mit Emotionen, Panik, Heulanfällen etc erschöpft sich irgendwann. Früher oder später wird man so müde, dass einen der Schlaf überfällt, ganz egal wie schlimm das ist, was man gerade erlebte. und dann kann man sich auf den langen Weg machen, Heilung zu suchen, und zuzulassen, wenn man das will.
gruss, barbara
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04.11.2017, 08:38Inaktiver User
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04.11.2017, 08:42



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