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  1. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Ferdinand_der_Stier Beitrag anzeigen
    Frauen sind offenbar schon schwer am Aufholen, was Gewalt gegen das andere Geschlecht anbelangt...

    Von Psychoterror bis Vergewaltigung - Wenn Männer Opfer häuslicher Gewalt werden
    Und deshalb muss man die Frauenhäuser schließen (Vorschlag der AfD Thüringen)...

  2. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Natürlich kann der Mann auch andere Männer penetrieren und natürlich kann eine Frau auch einen Mann sexuell gewalttätig angehen, doch die inneliegende Verwundbarkeit existiert nur bei der Frau und wird daher von gewalttätigen Männern auch als besondere Qual ausgenutzt.
    Wtf?

    Schon mal überlegt, wie groß die "inneliegende Verwundbarkeit" bei gewaltsamer analer Penetration mit Penis oder Gegenständen (Besenstiehl/Klobürste ... ) bei allen Menschen ist? ... Kann dazu führen, dass Mann wie Frau dauerhaft mit einem künstlichen Darmausgang leben muss oder draufgeht. Von allen anderen Sachen gar nicht zu sprechen.

    Diese Behauptung von dir finde ich übel und mir fehlen da die Worte. Als ob Männer nicht ebenfalls prinzipiell genauso physisch und psychisch verletzbar wären dabei. Was soll denn bei Frauen besonders sein nur weil da noch die vaginale Penetrationsmöglichkeit dazu kommt?!
    Geändert von Inaktiver User (03.11.2017 um 20:37 Uhr) Grund: innenliegende = inneliegende; blöde Autokorrektur

  3. User Info Menu

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Es ging um den "Konsens". Darunter verstehe ich eine tragfähige, allgemeingültige Verständigung darauf, was "man" als Mann im Zeichen des Respekts Frauen gegenüber an Worten und Taten zu lassen hat. So einfach. Wie öffentliche Ächtung funktioniert, sieht man an anderen Beispielen wie Anti-Raucher- oder Anti-Pelz-Kampagnen. Wie kurzlebig sie sein können, leider auch. Es braucht lange, bis es sich in den Köpfen und im Verhalten festgesetzt hat. Dafür müssen Frauen mehr tun und von Männern unterstützt werden.
    Genau das fehlt mir bislang hier in diesem Thread. Regeln, an die man sich halten kann, wenn der Fall eintritt. Und nicht nur für denjenigen, der das Opfer ist, sondern auch für diejenigen, die eine solche Situation mitbekommen. Denn nicht selten gibt es für unangemessenes, übergriffiges Verhalten ein schweigendes Publikum. Und das sorgt mit dafür, dass so ein Verhalten erhalten bleibt.

    Was wäre denn in folgendem konstruierten Fall:
    Herr Assi steht mit ein paar KollegInnen an der Kaffeeküche. Frau X kommt dazu. Herr Assi glotzt ihr demonstrativ auf die Brüste und sagt zu ihr: "Sehr praktisch bei Ihnen. Bei Regen bleiben die Schuhe trocken". Frau X ist das sichtlich unangenehm, und ist in diesem Moment erst einmal sprachlos.

    Und jetzt die Frage in die Runde: Was kann die schweigende Runde tun, um Herrn Assi klar zu machen, dass solche Sprüche daneben sind?

    Und bitte keine Postings wie: "Frau X muss das schon selbst können."
    Dass Frau X reagieren könnte und dies manchmal sogar tut, ist klar. Aber offenbar kann sie es in diesem Moment nicht. Warum, weshalb, wieso nicht, ist doch vollkommen egal.

    Und warum soll sie denn die alleinige Verantwortung tragen? Frei nach dem Motto: Das Opfer protestiert nicht, also war es ja nicht so schlimm.
    Es stehen in diesem Fall auch genug andere Leute dabei.
    Man erwartet ja auch, dass der einzige Jude in einer Runde gegen einen Judenwitz protestiert, sondern das soll das Publikum tun. Nur so kommt man zu einem sanktionierten Verhalten.

  4. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von carbonara Beitrag anzeigen
    Genau das fehlt mir bislang hier in diesem Thread. Regeln, an die man sich halten kann, wenn der Fall eintritt.
    Ich versteh nicht, wieso man Regeln braucht um den Mund aufzumachen. In welcher Situation auch immer.

    Und warum soll sie denn die alleinige Verantwortung tragen?
    Soll sie ja nicht.

    Aber sie ist ja auch die einzige, die den Schaden hat.

    Sich auf andere verlassen heisst sich von anderen abhängig machen, und das rate ich niemand, und Frauen schon dreimal nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zu der Küchensituation:
    Ein schlagfertiger Spruch, der Herrn Assi dafür einen auf den Deckel gibt, wäre mein Favorit.

    Wer aber so wie ich zu denen gehört, denen eine passende Bemerkung erst hinterher einfällt:
    Man könnte auch betont ernst und bestimmt sagen:" Herr Assi, das können Sie nicht machen!"

    Als erste Reaktion, um die Sprachlosigkeit zu durchbrechen bevor die sich unter allen Anwesenden ausbreitet, reicht das vielleicht schon. Weiter könnte man Herrn Assi auffordern, Frau X um Entschuldigung zu bitten.

  6. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von carbonara Beitrag anzeigen
    Was wäre denn in folgendem konstruierten Fall:
    Herr Assi steht mit ein paar KollegInnen an der Kaffeeküche. Frau X kommt dazu. Herr Assi glotzt ihr demonstrativ auf die Brüste und sagt zu ihr: "Sehr praktisch bei Ihnen. Bei Regen bleiben die Schuhe trocken". Frau X ist das sichtlich unangenehm, und ist in diesem Moment erst einmal sprachlos.
    Leider ist sie das.
    Ein derber Witz, der auf die Lage des Gehirns von Assi zwischen den Beinen abzielt, würde bei den Männern sofort alle dummen Sprüche verstummen lassen.
    Wenn Männer derb werden, dann muss die Frau noch derber antworten.
    Nach dem Motto, so wie es in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.

    Deshalb ihr Frauen, kein Gnade, nichts ist für einen Mann deprimierender, als wenn ihn eine Frau vor versammelter Mannschaft als Mann bloßstellt.
    Darauf sollte sich jede Frau vorbereiten.
    Und wenn’s der Chef oder Auftraggeber ist, dann hilft ein Gespräch unter 6 Augen mit einer Kollegin sehr viel.

  7. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zwar habe ich's nicht so mit Hash-, Hass- und Hetztags als politisches Instrument, insbesondere dann, wenn noch nicht einmal Ermittlungen aufgenommen wurden. Auch abseits davon gibt es noch Einiges an #metoo zu bemängeln; so sehe ich es durchaus so, daß sich ein Haufen neureicher Prostituierter (aka: SchauspielerInnen) hier auf die Socken machten, die keineswegs repräsentativ sind und auf diese Art im "Konkurrenzkampf" ihre gesellschaftlich-sozial integreren KollegInnen ausgestochen haben. Wenn sich aber die üblichen Verdächtigen ins Schlepptau hängen, und die Strafverschärfungen nach dem Kölner Sylvester noch nicht ausreichen, dann muß man das halt auch hierzulande aufgreifen.

    Ganz unabhängig von #metoo habe ich kein Problem damit, wenn Strafverschärfungen zwecks Eindämmung konkreter Handlungen oder dieses Verhaltens kommen. Frau Barney, Nahles und noch eine SPD-Politikerin, deren Namen mir entfallen ist, haben Strafe als Mittel kürzlich ins Gespräch gebracht, und was sollte mann dagegen einwenden? Ich habe sexuelle Belästigung wie so viele andere Männer nicht gemacht, bewußt dabei zugeschaut oder Ähnliches, habe das auch nie vorgehabt, mir kann da also gar nichts passieren; höchstselbst bin ich physisch immer in der Lage gewesen, abzuweisen, auch wenn es (wiederholt) unangenehm war. Mann ist ja nun auch nicht allzeit bereit oder in Stimmung. Diesbezüglich finde ich die Gewalt in Form von Manipulation, emotionaler Erpressung oder verbaler Aggression von Frauen schon weit prägender als männliche Gewalterfahrung - die läßt sich aber kaum quantifizieren, im Gegensatz zu tatsächlich physischer Gewalt.

    Man könnte den öffentlichen Sexismus auch im Zuge von mehr Videoüberwachung angehen, wenn man speziell das Berühren auf öffentlichen Plätzen - aber auch in Bars oder Restaurants - beweisen will, denn auf ZeugInnenaussagen sollte man sich nicht allzu sehr verlassen müssen... Also dahingehend könnte man ganz konkret technisch und juristisch (in Form der Zulässigkeit als Beweismittel) etwas tun. Evtl. würde das auch die von Frauen selten geschätzte Anmache reduzieren. Das betrifft insofern die Sicherheit und Überwachung im mehr oder weniger öffentlichen Bereich, die dann auch Betreiber von Clubs, Bars etc. installieren und steuerlich geltend machen können, z.B..

    Gegen Gewalt oder gar Vergewaltigung im häuslichen, unüberwachten Bereich kann man erstmal weniger tun - es sei denn, Video- oder zumindest Audio-Überwachung wird auch dort zugelassen (oder irgendetwas mit Chips, die jedem eingepflanzt werden und Hormonpegel, Blutdruck oder was ich messen, das ist aber noch Zukunftsmusik bzw. Filmmaterial und vielleicht auch nicht von allen gewollt ). Das gäbe auch Männern etwas mehr Sicherheit, die darum fürchten, nachträglich wegen angeblich nicht einvernehmlichen Sexes angeklagt zu werden, was ja verunsichern kann. Auch da könnte man sicher nachdenken, und für beide Geschlechter ein zufriedenstellendes Konzept erarbeiten. Z.B. automatische Aufzeichnung bei erhöhtem Geräuschpegel (Hilferufe etc.). Das bedeutet aber, daß man diese Technik als Baumaßnahmen begreift, und nicht als Privatinvestition, womit nur die Reichen geschützt wären. Die Kosten für Nachrüstung bei Nicht-Neubauten wären dabei vom Staat zu bedenken.

    Wenn es allerdings in der Sexismus-Debatte darum geht, die Beweislast umzukehren, wird es schwierig. Die Unschuldsvermutung ist schon ein schützenswertes Gebilde, das nicht so ohne weiteres preisgegeben werden darf. Wenn es darum geht, sollte man sich auch die weiteren Interessen der entsprechenden Gruppen schon sehr genau anschauen.

  8. User Info Menu

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Soll sie ja nicht.

    Aber sie ist ja auch die einzige, die den Schaden hat.
    Das sehe ich nicht so. Den Schaden haben alle, da sich das grundsätzliche Verhalten nicht verändern wird.

    Ein Opfer kann nicht sanktionieren, sondern nur sich selbst schützen. Das liegt daran, dass ein Opfer in diesem Moment machtloser ist als der Täter. Es kann dem Opfer gelingen, diesen Machtverlust zurück zu gewinnen, aber selbst dann kann es nicht sanktionieren. Das können nur Außenstehende.

    Und um diesen Machtverlust auszugleichen, kann das Opfer in einige Fallstricke geraten. Wehrt es sich zu wenig, dann wars wohl nicht so schlimm. Vielleicht hat es dem Opfer ja auch gefallen.
    Wehrt es sich zu heftig, dann ist das Opfer ein spaßbefreites Wesen und nicht sozial kompatibel. Fällt es in eine Schockstarre, dann ist das Opfer wohl zu weich und wartet auf einen Beschützer.
    Und diesen sozialen Tango muss ein unvorbereites Opfer binnen max. 5 Sekunden bewältigen.

    Und das Interessante dabei ist, dass der Fokus sich komplett vom Täter auf das Opfer verschiebt. Nicht über das Fehlverhalten wird geurteilt, sondern über die Reaktion des Opfers.

    Wenn Du in der Lage bist, jederzeit eine solche Situation parieren zu können, freut mich das wirklich. Umso wichtiger finde ich dann aber auch, dass Du auch in solchen Fällen für andere eintrittst.

    Leider hatte ich bei einigen Leuten, die schreiben, dass das Opfer eine solche Situation selbst lösen muss, nicht den Eindruck, dass sie besonders gnädig mit solchen Opfern sind. Entweder war die Situation zu banal oder das Opfer hatte ja auch etwas von dem Deal oder es hätte sich ruhig mehr wehren können oder es war einfach zu empfindlich.

    Genau deshalb will ich eine Welt, in der sich der Täter und nicht das Opfer beurteilen lassen muss. Und das bekommt man m.E. nicht dadurch hin, indem sich nur die Opfer wehren, sondern es muss jeder, der dazu fähig ist, dagegen aufstehen.

  9. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    das Thema wühlt mich auf, ja es ist mir auch passiert ich habe es verdrängt

    nach meiner Scheidung (ich war 30) und 11 Jahr verheiratet, immer noch auf dem Stand einer 19 jährigen, konnte mich in der Ehe nicht weiterentwickeltn...und Mutter einer 11 jährigen Tochter habe ich einen Job angenommen.

    Ich war damals ernsthaft der Meinung ,wenn ich meine Miete nicht bezahlen kann dann schlaf ich unter der Brücke
    Lacht mich ruhig aus ...ich wusste es nicht besser, kam aus den neuen Bundesländern

    Der erste Job nach der Scheidung war die Hölle, der Chef (damals Mitte 50, hoch intelligen mit Dr. Titel aber nicht attraktiv) hat mich eingestellt weil er scharf auf mich war.
    Ich habe damals gedacht ich bin auf diesen Job angewiesen und mitgemacht - wegen der Brücke ...ihr wisst schon. Das schlimme war, ich war angewidert und habe es teilweise aber genossen *würg"

    oh mann ....das macht mich gerade völlig fertig und ich hatte es verdrängt - er hat ganz klar meine vermeintliche Notlage ganz fies ausgenutzt bis seine Frau dahinter kam dann bekam ich die Kündigung.
    Unterhalt gab es nur sporadisch von meinem Ex. Das Thema Sozialhilfe war mir igendwie nicht präsent ...

    heute ist 25 Jahre später, und zum Glück habe ich durch meinen jetzigen Mann ein anderes Selbstbewusstsein

    phyllis


    PS: Ansonsten das positive, ist es mir nie wieder passiert, weder in der Bar, noch am Arbeitsplatz oder auf der Straße ...
    Geändert von Inaktiver User (03.11.2017 um 22:04 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das schlimme war, ich war angewidert und habe es teilweise aber genossen

    oh mann ....das macht mich gerade völlig fertig und ich hatte es verdrängt

    heute ist 25 Jahre später, und zum Glück habe ich durch meinen jetzigen Mann ein anderes Selbstbewusstsein

    phyllis
    Was kannst Du jetzt machen ?

    Stell ihn zur Rede und verklage ihn wegen Vergewaltigung.

    Vielleicht bekommst Du Recht.

    Aber es wird Dich noch mehr aufwühlen.

    Du kannst ihn, wenn Du Beweise hast, völlig zerstören.

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