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Thema: metoo - Ihr nicht?
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03.11.2017, 08:23
AW: metoo - Ihr nicht?
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03.11.2017, 08:42Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Nee, das ist doch nun völlig verquer. Soll ein Opfer für den Rest seines Lebens die Klappe halten, weil es vor 20 Jahren aus Angst und Verunsicherung geschwiegen hat?
Aber wie gesagt: Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob wir von einer Berührung am Knie reden, die 20 Jahre her ist, oder von einer (versuchten) Vergewaltigung. Diese Vermischung von plumpen Annäherungsversuchen, verrutschten Komplimenten und schweren Straftaten ist wirklich fatal.
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03.11.2017, 08:42
AW: metoo - Ihr nicht?
Das war einer meiner Kritikpunkte vor gefühlten 200 Seiten. Dennoch macht es die Sache an sich nicht besser und erträglicher.
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03.11.2017, 08:51Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Die „Hand am Knie“ kann wie gesagt nur die Spitze des Eisberges in der „Atmosphäre von Gefahr und Anzüglichkeiten“ sein.
Da fällt mir doch das Interview von Helen Mirren in der BBC ein. Mal schauen, ob ich es finde. Diese „Anzüglichkeiten“ gehörten damals vielleicht einfach dazu. *schulterzuck* *gibtnichtszusehen*
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03.11.2017, 09:09Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das finde ich eben auch und darum würde ich gerne wissen was wirklich dahinter steckt:
weil ich denke, dieser Grund ist vorgeschoben, entweder steckt etwas Ärgeres dahinter oder er ist ein politisches Opfer.
Diese Liste die in UK kursiert vereint ja auch ganz unterschiedliche Fälle:
Mehrere Dutzend Fälle haben Mitarbeiter von Abgeordneten mittlerweile in ihrem „schmutzigen Dossier“ zusammengetragen, und keiner der Beschuldigten weiß, wie sich die mediale Dynamik auf sie auswirken wird. Aufgelistet wurden „Fälle“, die sich nur schwer als solche bezeichnen lassen, darunter konsensuale, zum Teil langjährige Beziehungen zwischen Politikern, etwa zwischen Innenministerin Amber Rudd und dem Abgeordneten Kwasi Kwarteng.
Am anderen Ende der Skala stehen Übergriffe, die den Straftatbestand der Nötigung erfüllen. Ein Abgeordneter soll einer jungen Mitarbeiterin in den Schritt gefasst haben. K.-o.-Tropfen sollen in Drinks verabreicht worden sein. Ein Kabinettsmitglied soll eine Mitarbeiterin in Form eines Vertrages zum Schweigen gezwungen haben. In anderen Fällen sei Schweigegeld geflossen, heißt es.
Laut Informationen des „Independent“ zirkuliert ein Video, das einen Abgeordneten bei „geschmacklosen“ Sexspielen mit drei Männern zeige. Nicht alle fragen sich in der aufgeheizten Stimmung, in welchem Verhältnis der Abgeordnete überhaupt zu seinen Liebhabern gestanden hat, wer und wie sich Geschmacklosigkeit definiert und ob sie zu ahnden ist
Die Labour Party beschäftigt gerade der Vorwurf, eine Vergewaltigung vertuscht zu haben. Eine Parteiaktivistin berichtete kürzlich in der BBC, sie sei vor sechs Jahren auf einem Parteitag von einem Funktionär vergewaltigt worden und habe dies später der Partei gemeldet. Dort sei ihr geraten worden, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen; dies würde ihr „schaden“.
Ist das „Knee-Gate“ schuld an Michael Fallons Rucktritt?
Wenn der Artikel stimmt, werden hier einvernehmliche Beziehungen und Vergewaltigungen in einer Liste geführt.
Da frage ich mich eben schon in welchem Interesse wird so eine Liste geführt, von wem und mit welchem Ziel und zweifle zum Teil eben an, dass hier wirklich darum geht sexuelle Belästigung oder gar Gewalt an Frauen oder auch Männern offenzulegen und zu ahnden.
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03.11.2017, 09:10
AW: metoo - Ihr nicht?
Auch an dich die Frage: Hast du mal gelesen, was betroffene Frauen unter #metoo schreiben?
Dass das Thema auf Belästigungen und blöde Sprüche reduziert wird, kann ich, anders als in diesem Strang, dort nicht erkennen. Da schreiben ganz normale, nicht prominente Frauen über Gewalterfahrung durch Väter, Brüder, und Nachbarn. Da schreiben Frauen, die mit Karriere in der Öffentlichkeit nichts am Hut haben über üble Nachstellungen am Arbeitsplatz, ohne dass die Täter ihnen berufliche Vorteile versprochen haben. Denen geht es nicht um Öffentlichkeit, und ganz bestimmt nicht um eine „Entwicklung von Verunsicherung und Hass“, sondern um die Wahrnehmung der Probleme, darum Änderungen und Verbesserungen anzustoßen.
Probleme, die sich laut der eingangs verlinkte FRA-Studie u. a. so darstellen:
33 % der Frauen haben seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Dies entspricht etwa 62 Millionen Frauen.
43 % der Frauen waren entweder durch den/die aktuelle/n oder eine/n frühere/n PartnerIn psychischer Gewalt ausgesetzt.
55 % der Frauen haben irgendeine Form der sexuellen Belästigung erlebt. 32 % der Opfer sexueller Belästigung nannten als TäterInnen Vorgesetzte, Kollegen und Kolleginnen oder Kunden und Kundinnen.
Und nach einer Vergewaltigung oder bei häuslicher Gewalt, welche „Ideen“ hättest du da? Aus der Studie:
67 % meldeten die schwerwiegendsten Gewaltvorfälle innerhalb einer Partnerschaft nicht der Polizei oder einer anderen Organisation.
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03.11.2017, 09:14Inaktiver User
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03.11.2017, 09:18
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03.11.2017, 09:19Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Wäre nett, wenn du die Studie nochmals verlinken könntest, nachdem du daraus zitierst.
Woher weiß man das, wenn sie das nicht gemeldet haben?Und nach einer Vergewaltigung oder bei häuslicher Gewalt, welche „Ideen“ hättest du da? Aus der Studie:
67 % meldeten die schwerwiegendsten Gewaltvorfälle innerhalb einer Partnerschaft nicht der Polizei oder einer anderen Organisation.
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03.11.2017, 09:20



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