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  1. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Nach allem, was ich hier gelesen habe, wird mir klar, warum Frauen durchschnittlich weniger verdienen als Männer. Und es wird sich auch nicht ändern, solange Frauen nicht lernen, den Mund aufzumachen und für sich einzustehen.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    @ Charlotte:
    vielen Dank für die verlinkten Sätze.
    Jeder Satz davon ein Volltrefffer!
    Genauso schauts aus.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  3. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    @ Charlotte:
    vielen Dank für die verlinkten Sätze.
    Bitteschön!

  4. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum Weiterdenken (Gefettet ist von mir):
    Während an Selbstvertrauen grundsätzlich nichts auszusetzen ist, kritisiert Gill die ausschließliche Konzentration auf Selbstvertrauen als Antwort auf bestehende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Ein solcher Diskurs lädt die Schuld am eigenen Misserfolg auf die Schultern jeder einzelnen Frau und macht institutionelle, systematische Diskriminierung unsichtbar. Er verspricht außerdem leichte Lösungen, so Gill: Statt die Welt zu verändern, müssten Frauen sich lediglich selbst verändern. Diese Form der Psychologisierung ist typisch für den Neoliberalismus, in dem strukturelle Probleme oft als persönliche Fragen gezeichnet und so entpolitisiert werden.
    Ich denke weiter:
    Es gibt bekanntermaßen einen nicht kleinen Teil an sexueller Gewalt, dem nicht beizukommen ist, da in solchen Situationen keine verwertbaren Spuren, noch Zeugen vorhanden sind und Aussage gegen Aussage steht. Unser Rechtssystem fußt aber nun mal auf dem Grundsatz in dubio pro reo. Das wird nie für echte Gerechtigkeit sorgen, aber unterm Strich gibt es weniger Ungerechtigkeit als bei in dubio contra reo. Isso. Kann man nicht ändern. Bitter für die Opfer.

    Wenn die Frauen jetzt im Fall von gewaltlosem, aber unanständigem Verhalten jammern, dann ist das einfach lächerlich. Ja, Frau muss selber aktiv werden und die unanständigen Rüpel in ihrer Umgebung umerziehen. Wenn das genug Frauen tun, werden die Männer sich ändern müssen. Das heißt aber auch, dass Frauen ihre sexuelle Anziehung nicht zu ihrem eigenen Vorteil verwenden dürfen. Es heißt, dass Frauen solidarisch sein müssen. Sind sie nicht. Ist daran "die Gesellschaft" schuld? Oder übergriffige Machos? Nein, das sind die Frauen selber.
    Sind jetzt Frauen in der Hinsicht blöder als Männer?
    Nein. Solidarität wird zwar oft beschworen, ist aber mindestens genauso oft nicht vorhanden.
    Frauen müssen mit einem Mangel an Solidarität und mit "in dubio pro reo" leben und angesichts dieser Vorgaben eine Lösung finden.

    Ansonsten kann ich nur auf Caras Vorschlag verweisen.

  5. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Frauen, die ganz streng und humorlos bei schrägen oder missglückten Komplimenten sind, sollten auf der Arbeit einfach einen meetoo -Sticker tragen der gleichzeitig auch deutlich macht, dass man sich bei ebensolchen beim Chef oder vor Gericht wiedersehen könnte.

    Und Frauen wie ich, die mit vielem selber klar kommt und die auch mal gern ein Kompliment, auch ein schräges, von ihren Kollegen bekommt, lebt glücklich damit weiter, ohne jedem Kollegen einen imaginären Maulkorb verpassen zu müssen oder zu wollen.

    Denn anders wird es nicht gehen, ich möchte ja auch schließlich zu meinem Recht kommen.

    Ist doch eine Lösung. Kriegt jede von uns, was sie will.
    Dann fände ich es andersum besser. Frauen, die zu "ihrem Recht" kommen wollen, "auch mal schräg" angemacht zu werden, tragen einen Button mit "Ich habe nichts gegen sexistische Sprüche". Wäre mal spannend zu erfahren, was dann passiert, und wie die Grenze zwischen Sprüchen und Taten verteidigt werden kann.

  6. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [...] Er verspricht außerdem leichte Lösungen, so Gill: Statt die Welt zu verändern, müssten Frauen sich lediglich selbst verändern.Diese Form der Psychologisierung ist typisch für den Neoliberalismus, in dem strukturelle Probleme oft als persönliche Fragen gezeichnet und so entpolitisiert werden.
    Wer bitte soll die Welt verändern?

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von knirrsch Beitrag anzeigen
    Dann fände ich es andersum besser. Frauen, die zu "ihrem Recht" kommen wollen, "auch mal schräg" angemacht zu werden, tragen einen Button mit "Ich habe nichts gegen sexistische Sprüche". Wäre mal spannend zu erfahren, was dann passiert, und wie die Grenze zwischen Sprüchen und Taten verteidigt werden kann.
    Nö- Die, die die Veränderung wollen, die müssen das kennzeichnen und nicht die Frauen, die alles so haben wollen, wie es bisher gut und o.k. war.

  8. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von knirrsch Beitrag anzeigen
    Dann fände ich es andersum besser. Frauen, die zu "ihrem Recht" kommen wollen, "auch mal schräg" angemacht zu werden, tragen einen Button mit "Ich habe nichts gegen sexistische Sprüche". Wäre mal spannend zu erfahren, was dann passiert, und wie die Grenze zwischen Sprüchen und Taten verteidigt werden kann.
    Funktioniert nicht. Denn keine Frau lässt sich gern sexistisch anmachen. Aber nicht jede Frau fühlt sich bei einem schrägen oder übergriffigen Kompliment als Opfa.

  9. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...Wenn die Frauen jetzt im Fall von gewaltlosem, aber unanständigem Verhalten jammern, dann ist das einfach lächerlich...
    Dann ist das ja auch nicht das Anliegen von #metoo. Zur Erinnerung:
    Als Alyssa Milano am 15. Oktober 2017 Frauen allerorts zur Nutzung des Hashtags ermutigte, schrieb sie hierzu auf dem Mikrobloggingdienst Twitter: „Wenn du sexuell belästigt oder angegriffen wurdest, schreibe „Me too“ als Antwort auf diesen Tweet“

    Ebenfalls aus Wikipedia:
    Sexuelle Belästigung ist ein Straftatbestand und unter anderem ein Mittel zur Machtausübung, bei dem Machtgefälle bzw. Abhängigkeitsverhältnisse einseitig sexualisiert und damit aufrechterhalten werden.

  10. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von knirrsch Beitrag anzeigen
    Ebenfalls aus Wikipedia:
    Sexuelle Belästigung ist ein Straftatbestand und unter anderem ein Mittel zur Machtausübung, bei dem Machtgefälle bzw. Abhängigkeitsverhältnisse einseitig sexualisiert und damit aufrechterhalten werden.
    Ist mir durchaus bekannt. Auch aus eigener Anschauung. Deswegen habe ich persönlich Methoden dagegen entwickelt.
    - Ich gehe niemals zu "Arbeitsgesprächen" ins Hotelzimmer oder irgendwelche komischen Séparées.
    - Wenn ich unziemlich angemacht werde, gibt es eine deutliche Rüge oder auch mal einen Schlag. Bringt einem natürlich gelegentlich Nachteile ein, aber umsonst ist nur der Tod.
    - Wenn ich befürchte, dass ein Übergriff stattfinden könnte, sorge ich für Zeugen oder lasse zumindest das Handy laufen.
    Damit kann ich mich gegen die Machtausübung ziemlich gut wehren.
    Vielleicht trägt auch meine Geisteshaltung dazu bei, dass ich mir die Hälfte des Himmels nehme. Und nicht, dass sie mir zusteht und dass gefälligst jemand anders dafür sorgen soll, dass ich sie bekomme.

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