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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Rossmann erntet mit der gutgemeinten Marketingaktion Rossmann wird heute zu Rossfrau viel Kritik

    Eine Drogeriekette ruft Kundinnen zum Weltfrauentag auf, „die Frau in sich rauszulassen“. Inmitten der #MeToo-Debatte wirkt die Aktion wie eine Reise zurück in Hausfrauen-Klischees der Fünfzigerjahre

    Die Marketingabteilung bei Rossmann hat es sicher gut gemeint. Bereits neun Tage vor dem Weltfrauentag am 8. März startete die Drogeriekette eine Aktion für Frauen. In Rossfrau gendert sich das von Dirk Rossmann gegründete Unternehmen um. Die Botschaft der Kampagne: „Frauen haben unterschiedlichste Facetten, und jede von ihnen ist lebenswert.“
    „Rossfrau“ zum Weltfrauentag: „Frauen kommen erst am Abend richtig auf Touren“ - WELT

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Irgendwie verstehe ich dein posting nicht.



    Dafür hast du den mittelteil, also das was mich an der diskussion, speziell an frau Flaßpöhler (oder anderen: Ist der Feminismus zu weit gegangen?) stört, weggelassen und "Du bist hier im Bereich Politik" - das heißt jetzt in dem zusammenhang was? - sensibilität nicht nötig?

    arabeske
    Arabeske, ich habe den Mittelteil deines Postings gelöscht und bin darauf nicht eingegangen. Ich habe lediglich einen kleinen Teilaspekt herausgegriffen und dazu meine Meinung gesagt.

    Ich halte es mit Verlaub für wenig zielführend, Sensibilität und Politik als Gegensätze zu betrachten.

    In dem Punkt weiß ich nicht, was du von mir möchtest und was ich darauf antworten sollte. Auf der Spur ticke ich nicht, sorry.

    Wenn ich Kambaras Posting einbeziehe - sie bezieht sich ja auch auf deines - mag ich auf der Spur auch nicht ticken. Gehacke um Sensibilität im Politikforum: bespreche das wer möchte, ich bin da raus.

    Arabeske, sieh es als Fremdsprache meinetwegen als Missverständnis: aber ich kapiere wirklich nicht, auf was du hinauswillst, und lasse daher jeden Antwortversuch bleiben.

  3. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Das hier "Dass frauen sich wehren können und auch sollten, das ist jetzt für mich persönlich selbstverständlich und auch kein thema. " war auf "... dass sie sich wehren dürfen, sollen und vor allem oft auch könnten. " von Hilfskonstruktion bezogen und vielleicht habe ich mich da missverständlich ausgedrückt, gemeint war, dass ich das mit dem wehren können und sollen für mich nicht weiter diskutieren muß, weil ich das auch so sehe.
    Bei mir kam das als eine Botschaft von me too an: dass Frauen männlichem Machtmissbrauch aufgrund bestehender Strukturen schutzlos ausgeliefert waren und vielleicht noch sind.

    Damit wird ja begründet, wieso diese Übergriffe im beruflichen Umfeld überhaupt passieren konnten und sie lange Zeit keine Konsequenzen für die Täter hatten - weil die Frauen angeblich gar keine Möglichkeit hatten, nicht in solche Situationen zu kommen, diese zu verlassen oder zumindest hinterher im Interesse weiterer Opfer den Täter zu stoppen.

    Der Meinung bin ich aber eben nicht, und das ist auch meine Kritik an me too, die richtet sich ja nun nicht dagegen dass die Taten und die Täter angeprangert werden.

  4. User Info Menu

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Ich halte es mit Verlaub für wenig zielführend, Sensibilität und Politik als Gegensätze zu betrachten.

    In dem Punkt weiß ich nicht, was du von mir möchtest und was ich darauf antworten sollte. Auf der Spur ticke ich nicht, sorry.
    Ja - die verwirrung steigt . Das war doch nicht auf meinem mist gewachsen:

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Du bist hier im Bereich Politik. Ich meine sehr wohl, dass hier der richtige Ort ist zu überlegen, welche Handlungsoptionen frau hat, was sie tun kann und ob die Opferrolle, die gerade mettoo zementiert, das richtige ist für die weitere Entwicklung des Feminismus.

    Mettoo hat ja auch eine politische Dimension!

    Ich würde mich beispielsweise nicht so äußern, wie ich es hier getan habe, wenn sich eine Userin in der Rubrik Missbrauch über ihr persönliches Schicksal austauschen würde. Da ist eine andere Sensibilität gefragt.
    gefettet von mir

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  5. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Punpun Beitrag anzeigen
    Rossmann erntet mit der gutgemeinten Marketingaktion Rossmann wird heute zu Rossfrau viel Kritik

    Die Marketingabteilung bei Rossmann hat es sicher gut gemeint.“
    Eine Agentur, die nur etwas gut meint, ohne die Aussage im Kontext zu überprüfen, ist unfähig. Ich gehe davon aus, dass die Agentur fähig ist und die Aussage kein Zufall.

  6. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Arabeske_H Beitrag anzeigen
    Wenn ich da mal so ein bißchen rumpsychologisieren würde, drängt sich mir der eindruck auf, dass diese straighten frauen mit ihren schwächeren geschlechtsgenossinnen möglicherweise deshalb so hart ins gericht gehen (müssen), weil sie sich so anstrengen müssen, ihre eigenen verletzlichen, schwachen, ohnmächtigen anteile nicht wahrzunehmen und unter dem deckel zu halten.
    Vielleicht auch der Gedanke, warum sollen die es besser haben als ich auf meinemweg nach oben.

  7. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht auch der Gedanke, warum sollen die es besser haben als ich auf meinemweg nach oben.
    Anders: warum hatten die es besser auf ihrem Weg, und jetzt beschweren sie sich?

    Meine Kritik richtet sich vor allem darauf, dass die Frauen die sich jetzt melden zwanzig oder dreissig Jahre geschwiegen - und von ihrem "brave Mädchen Status" profitiert haben, anders als die die auch vor 30 Jahren schon den Mund aufgetan haben, mit allen Nachteilen. Denen hätte die Solidarität der Frauen die heut auf einmal große Reden schwingen damals schon gutgetan, da haben viele aber bequemer gefunden still zu sein und andere ins Messer laufen zu lassen.

    Daher empfinde ich vieles im me too Zusammenhang als ziemliche Heuchelei. Auch wenn es immerhin besser ist jetzt zu reden als gar nie - man hätte es damals schon tun können.

  8. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Anders: warum hatten die es besser auf ihrem Weg, und jetzt beschweren sie sich?
    Hatten sie es besser? Schwer zu beurteilen, denke ich. Warum sich einige erst jetzt beschweren, weiß ich auch nicht, vermute aber mal, dass sie es nicht vergessen konnten und erst mit der Debatte an die Öffentlichkeit gegangen sind.

    Vielleicht auch aus Solidarität, den nächsten Frauengenerationen das zu ersparen.

    Vielleicht auch, um die Geschichte der 70er umzuschreiben, die anscheinend häufiger mehr Zwang als Libertinage waren.

    Daher empfinde ich vieles im me too Zusammenhang als ziemliche Heuchelei. Auch wenn es immerhin besser ist jetzt zu reden als gar nie - man hätte es damals schon tun können.
    Weiß ich nicht. Ich halte es nur für keine gute Idee, deren früheres Schweigen als Referenz für ihre persönliche Integrität zu sehen. Das bringt das eigentliche Thema nicht voran, sondern spaltet es in zig Nebenschauplätzen, in denen sich dann auch noch kleine private Rachefeldzüge unterbringen lassen (siehe metoo-Debatte in Frankreich).

  9. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Anders: warum hatten die es besser auf ihrem Weg, und jetzt beschweren sie sich?

    Meine Kritik richtet sich vor allem darauf, dass die Frauen die sich jetzt melden zwanzig oder dreissig Jahre geschwiegen - und von ihrem "brave Mädchen Status" profitiert haben, anders als die die auch vor 30 Jahren schon den Mund aufgetan haben, mit allen Nachteilen. Denen hätte die Solidarität der Frauen die heut auf einmal große Reden schwingen damals schon gutgetan, da haben viele aber bequemer gefunden still zu sein und andere ins Messer laufen zu lassen.

    Daher empfinde ich vieles im me too Zusammenhang als ziemliche Heuchelei. Auch wenn es immerhin besser ist jetzt zu reden als gar nie - man hätte es damals schon tun können.
    @hilfskonstruktion: Mich würde es mal interessieren, da du dich hier so leidenschaftlich einbringst mit deinen Thesen, was dich an dem Thema wirklich triggert? Falls du selber mal "Opfer" von sexueller Gewalt geworden bist oder eine dir bekannter Mann dich in unsittlicherweise berührt hat (verbal oder körperlich), wie du dann darauf reagiert hast?

    Wenn du Glück hattest und noch keine Übergriffe erleben musstest, wundert es mich um so mehr, warum du dann Frauen verurteilst, denen Erfahrungen du nie geteilt hast?

    Deine Ansichten wirken auf mich teilweise sehr hart- und unbarmherzig

  10. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hatten sie es besser? Schwer zu beurteilen, denke ich.
    Wenn ich von meiner (ausgesprochenen Männer) Branche ausgehe: oh ja.

    Wenn sich heut junge Frauen zu Wort melden, ok, aber wenn Frauen meines Alters sich hinstellen und so tun, als hätten sie damals leider keine Möglichkeit gehabt sich zu solidarisieren, dann krieg ich echt die Krise. Das wär dringend nötig gewesen, aber da haben sie dich sauber im Regen stehen lassen. Und dich noch für blöd gehalten, weil du dich geweigert hast "mit den Waffen einer Frau" zu kämpfen-

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