Rossmann erntet mit der gutgemeinten Marketingaktion Rossmann wird heute zu Rossfrau viel Kritik
Eine Drogeriekette ruft Kundinnen zum Weltfrauentag auf, „die Frau in sich rauszulassen“. Inmitten der #MeToo-Debatte wirkt die Aktion wie eine Reise zurück in Hausfrauen-Klischees der Fünfzigerjahre
Die Marketingabteilung bei Rossmann hat es sicher gut gemeint. Bereits neun Tage vor dem Weltfrauentag am 8. März startete die Drogeriekette eine Aktion für Frauen. In Rossfrau gendert sich das von Dirk Rossmann gegründete Unternehmen um. Die Botschaft der Kampagne: „Frauen haben unterschiedlichste Facetten, und jede von ihnen ist lebenswert.“
„Rossfrau“ zum Weltfrauentag: „Frauen kommen erst am Abend richtig auf Touren“ - WELT
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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08.03.2018, 20:54
AW: metoo - Ihr nicht?
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08.03.2018, 21:18
AW: metoo - Ihr nicht?
Arabeske, ich habe den Mittelteil deines Postings gelöscht und bin darauf nicht eingegangen. Ich habe lediglich einen kleinen Teilaspekt herausgegriffen und dazu meine Meinung gesagt.
Ich halte es mit Verlaub für wenig zielführend, Sensibilität und Politik als Gegensätze zu betrachten.
In dem Punkt weiß ich nicht, was du von mir möchtest und was ich darauf antworten sollte. Auf der Spur ticke ich nicht, sorry.
Wenn ich Kambaras Posting einbeziehe - sie bezieht sich ja auch auf deines - mag ich auf der Spur auch nicht ticken. Gehacke um Sensibilität im Politikforum: bespreche das wer möchte, ich bin da raus.
Arabeske, sieh es als Fremdsprache meinetwegen als Missverständnis: aber ich kapiere wirklich nicht, auf was du hinauswillst, und lasse daher jeden Antwortversuch bleiben.
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08.03.2018, 21:49Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Bei mir kam das als eine Botschaft von me too an: dass Frauen männlichem Machtmissbrauch aufgrund bestehender Strukturen schutzlos ausgeliefert waren und vielleicht noch sind.
Damit wird ja begründet, wieso diese Übergriffe im beruflichen Umfeld überhaupt passieren konnten und sie lange Zeit keine Konsequenzen für die Täter hatten - weil die Frauen angeblich gar keine Möglichkeit hatten, nicht in solche Situationen zu kommen, diese zu verlassen oder zumindest hinterher im Interesse weiterer Opfer den Täter zu stoppen.
Der Meinung bin ich aber eben nicht, und das ist auch meine Kritik an me too, die richtet sich ja nun nicht dagegen dass die Taten und die Täter angeprangert werden.
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09.03.2018, 08:41
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09.03.2018, 08:56Inaktiver User
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09.03.2018, 09:02Inaktiver User
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09.03.2018, 09:09Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Anders: warum hatten die es besser auf ihrem Weg, und jetzt beschweren sie sich?
Meine Kritik richtet sich vor allem darauf, dass die Frauen die sich jetzt melden zwanzig oder dreissig Jahre geschwiegen - und von ihrem "brave Mädchen Status" profitiert haben, anders als die die auch vor 30 Jahren schon den Mund aufgetan haben, mit allen Nachteilen. Denen hätte die Solidarität der Frauen die heut auf einmal große Reden schwingen damals schon gutgetan, da haben viele aber bequemer gefunden still zu sein und andere ins Messer laufen zu lassen.
Daher empfinde ich vieles im me too Zusammenhang als ziemliche Heuchelei. Auch wenn es immerhin besser ist jetzt zu reden als gar nie - man hätte es damals schon tun können.
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09.03.2018, 09:19Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Hatten sie es besser? Schwer zu beurteilen, denke ich. Warum sich einige erst jetzt beschweren, weiß ich auch nicht, vermute aber mal, dass sie es nicht vergessen konnten und erst mit der Debatte an die Öffentlichkeit gegangen sind.
Vielleicht auch aus Solidarität, den nächsten Frauengenerationen das zu ersparen.
Vielleicht auch, um die Geschichte der 70er umzuschreiben, die anscheinend häufiger mehr Zwang als Libertinage waren.
Weiß ich nicht. Ich halte es nur für keine gute Idee, deren früheres Schweigen als Referenz für ihre persönliche Integrität zu sehen. Das bringt das eigentliche Thema nicht voran, sondern spaltet es in zig Nebenschauplätzen, in denen sich dann auch noch kleine private Rachefeldzüge unterbringen lassen (siehe metoo-Debatte in Frankreich).Daher empfinde ich vieles im me too Zusammenhang als ziemliche Heuchelei. Auch wenn es immerhin besser ist jetzt zu reden als gar nie - man hätte es damals schon tun können.
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09.03.2018, 09:24Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
@hilfskonstruktion: Mich würde es mal interessieren, da du dich hier so leidenschaftlich einbringst mit deinen Thesen, was dich an dem Thema wirklich triggert? Falls du selber mal "Opfer" von sexueller Gewalt geworden bist oder eine dir bekannter Mann dich in unsittlicherweise berührt hat (verbal oder körperlich), wie du dann darauf reagiert hast?
Wenn du Glück hattest und noch keine Übergriffe erleben musstest, wundert es mich um so mehr, warum du dann Frauen verurteilst, denen Erfahrungen du nie geteilt hast?
Deine Ansichten wirken auf mich teilweise sehr hart- und unbarmherzig
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09.03.2018, 09:26Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Wenn ich von meiner (ausgesprochenen Männer) Branche ausgehe: oh ja.
Wenn sich heut junge Frauen zu Wort melden, ok, aber wenn Frauen meines Alters sich hinstellen und so tun, als hätten sie damals leider keine Möglichkeit gehabt sich zu solidarisieren, dann krieg ich echt die Krise. Das wär dringend nötig gewesen, aber da haben sie dich sauber im Regen stehen lassen. Und dich noch für blöd gehalten, weil du dich geweigert hast "mit den Waffen einer Frau" zu kämpfen-


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. Das war doch nicht auf meinem mist gewachsen: