ich bin ehrlich gesagt ziemlich baff, wie schnell hier die Grenzen fallen und Leute persönlich beleidigend angegangen werden.
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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08.03.2018, 15:07Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
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08.03.2018, 15:33
AW: metoo - Ihr nicht?
Dass frauen sich wehren können und auch sollten, das ist jetzt für mich persönlich selbstverständlich und auch kein thema.
Was mich stört ist die unempathische bis kaltschnäuzige art, mit der über menschen / frauen gesprochen wird, die aus den unterschiedlichsten gründen nicht so straight in ihrem denken und handeln waren, sind oder sein werden. Und da fällt schon auf, dass sich da gerade frauen gerne in die erste reihe stellen und lauter tönen, als (in talkshows) anwesende männer, die nach meinem eindruck im übrigen teilweise eher durch erfreulich verständige beiträge auf sich aufmerksam machen.
Wenn ich da mal so ein bißchen rumpsychologisieren würde, drängt sich mir der eindruck auf, dass diese straighten frauen mit ihren schwächeren geschlechtsgenossinnen möglicherweise deshalb so hart ins gericht gehen (müssen), weil sie sich so anstrengen müssen, ihre eigenen verletzlichen, schwachen, ohnmächtigen anteile nicht wahrzunehmen und unter dem deckel zu halten.
Aber vielleicht bin ich auch nur zu simpel gestrickt und verstehe diesen "philosophischen feminismus" nicht
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arabeskeNur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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08.03.2018, 15:56
AW: metoo - Ihr nicht?
Du bist hier im Bereich Politik. Ich meine sehr wohl, dass hier der richtige Ort ist zu überlegen, welche Handlungsoptionen frau hat, was sie tun kann und ob die Opferrolle, die gerade mettoo zementiert, das richtige ist für die weitere Entwicklung des Feminismus.
Mettoo hat ja auch eine politische Dimension!
Ich würde mich beispielsweise nicht so äußern, wie ich es hier getan habe, wenn sich eine Userin in der Rubrik Missbrauch über ihr persönliches Schicksal austauschen würde. Da ist eine andere Sensibilität gefragt.
Aber hier geht es u. a. auch um Teilhabe an Macht (wie man sie auch immer definieren mag) um Gleichberechtigung, das sind Themen in denen man mit Hirn gewiss weiter kommt als mit dem Gefühl ein hilfloses Opfer zu sein, das höheren Mächten schutzlos ausgeliefert ist.
Traurigerweise gibt es diese Fälle, viel zu viele, für meinen Geschmack. Das darf aber kein Grund sein, in der Bestandsaufnahme zu verharren, sondern muss Ansporn sein zur Veränderung. Veränderung betrifft aber erst einmal einen selbst, das eigene Bewusstsein, eventuell auch eigene Handlungen.
Insofern mag ich hier gar nicht auf deine psychologischen Überlegungen eingehen - obwohl ich andernorts durchaus die Küchentischpsychologin gebe - weil das vom politischen Teil des Themas wegführt.
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08.03.2018, 16:04
AW: metoo - Ihr nicht?
Wie auch immer man zu dieser Bewegung steht, ich fände es begrüßenswert, sie korrekt geschrieben vorzufinden. Oder ist dies ein Versuch, sie mit dem Begriff "Mett" ins Lächerliche zu ziehen?Da ich nicht davon ausgehe, ich würde gerade von einer der aktivsten Kritikerinnen ein wenig mehr Sorgfalt in der Sache erwarten. #MeToo, #IchAuch
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08.03.2018, 16:07Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
* unterschreib *
Für mich gehört zur politischen Betrachtung vor allem auch dazu, wieso so viele Menschen (Männer eingeschlossen) bereit waren und sind, unter solchen Bedingungen überhaupt zu arbeiten, und wieso da so wenig Solidarität geherrscht hat.
Die Macht eines Regisseurs oder Produzenten oder Fotografen hört da auf, wo niemand mehr mit ihm arbeiten will.
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08.03.2018, 16:32Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Dafür war es ja ganz gut, denn die Debatte ist wieder da.
Ich fände es schön, wenn Feminismus vielseitig verstanden wird und nicht als eine Lehrmeinung.
Ich würde mich beispielsweise nicht so äußern, wie ich es hier getan habe, wenn sich eine Userin in der Rubrik Missbrauch über ihr persönliches Schicksal austauschen würde. Da ist eine andere Sensibilität gefragt.
Man ist doch erst dann Opfer, wenn man mundtot gemacht wird.Aber hier geht es u. a. auch um Teilhabe an Macht (wie man sie auch immer definieren mag) um Gleichberechtigung, das sind Themen in denen man mit Hirn gewiss weiter kommt als mit dem Gefühl ein hilfloses Opfer zu sein, das höheren Mächten schutzlos ausgeliefert ist.
Zu reden ist doch ein Akt der Selbstverantwortung und eben nicht mehr zu schweigen.
Diese Diskussion hier, würde ja überhaupt nicht geführt, hätten die Frauen nicht gesprochen.
Wie hieße denn ein Strang, der diese Bedinungen deiner Meinung nach adequat beschreiben würde?Traurigerweise gibt es diese Fälle, viel zu viele, für meinen Geschmack. Das darf aber kein Grund sein, in der Bestandsaufnahme zu verharren, sondern muss Ansporn sein zur Veränderung. Veränderung betrifft aber erst einmal einen selbst, das eigene Bewusstsein, eventuell auch eigene Handlungen.
Warum machst du ihn nicht auf?
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08.03.2018, 16:36Inaktiver User
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08.03.2018, 16:39Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Mundtot wäre, wenn es kein MeToo oder Aufschrei oder die zahlreichen anderen Kampagnen gegeben hätte. Ohne MeToo würde es im Politikforum auch keinen Strang dazu geben. Von daher hat es den Sinn und Zweck erfüllt, wir reden drüber.
Wie wäre denn eine Kampagne nach deinem Geschmack?
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08.03.2018, 16:45Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Also unter "mundtot machen" versteh ich ein aktives Verhindern dass sich jemand artikuliert.
Ich frag dich daher nochmal, von wem das ausgegangen sein soll?
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08.03.2018, 16:46Inaktiver User


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