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Thema: metoo - Ihr nicht?
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08.03.2018, 11:08
AW: metoo - Ihr nicht?
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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08.03.2018, 11:16Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ebenso klar wie dass viele Frauen nicht gern hören, dass sie sich wehren dürfen, sollen und vor allem oft auch könnten.
Und dass das im Sinne eines Opferschutzes deutlich zielführender ist als Jahrzehnte lang den Mund zu halten und die Täter völlig unbehelligt weiter gewähren zu lassen.
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08.03.2018, 11:48Inaktiver User
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08.03.2018, 11:48Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich lese hier ja immer mal wieder mit und wundere mich, warum es denn so einheitlich, "nach einer Fasson", zugehen soll.
Wenn es den einen Menschen nach ihrem Charakter hilft sich und die eigene Wehrhaftigkeit zu stählen. Dann ist das super.
Wenn Menschen aufgrund von schlechten Erfahrungen erstmal das Erlebte mit "Verdrängung" verarbeitet haben, was ja sehr sehr häufig vorkommt, dann ok. Wie der Körper das verarbeitet hat man nicht immer im Griff. Gerade wenn es um einen Schockzustand geht. Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Es gibt ja Menschen, die Dinge verschieden verarbeiten.
Jedem das seine. Auch gestählte Individualisten können von "Schocks" überrumpelt werden. Vielleicht ist morgen dann noch die Hochzeit von der Schwester, eine Deadline auf der Arbeit und Zuhause wird das Apartment umgebaut...und schwupps hat man den Vorfall verdrängt. In dem Fall eine sehr nützliche Funktion des Körpers um weiter zu funktionieren. Erst Jahre später kommt vielleicht ein ähnlicher Vorfall vor und das Verdrängte sucht sich wieder seinen Weg an die Oberfläche und dann fängt erst die Trauerarbeit mit dem persönlichen Vorfall an, den man noch gar nicht verarbeitet hat.
Ich glaube auch nicht, dass das geschlechtsspezifisch ist.
Diese Herangehensweise wäre mir zu dogmatisch.
Einen schönen WeltfrauenTag wünsch ich euch,
rise and shine ;)Geändert von Inaktiver User (08.03.2018 um 11:55 Uhr) Grund: Apartment schreibt man dann doch mit einem p :)
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08.03.2018, 11:59Inaktiver User
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08.03.2018, 12:25
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08.03.2018, 12:34Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Oh, dann habe ich dich bisher missverstanden.
Auf mich wirkt dein Schreiben hier sehr so als würdest du dir wünschen, dass alle, gestählte Individualisten sein sollen.
Birgit Kelles religiöser Hintergrund stört mich nicht,auf mich wirkt sie sehr unsympatisch und zickig, als sei die ganze Welt ihr Feind und sie müsse mit allen Leuten wettlaufen. Sie ist ja auch nicht unbekannt und "anders" sondern ist ein ziemlich viel beachtetes Sprachrohr. Ebenso Don Alphonso, der der Harald Maartenstein der FAZ ist und ein riesiges Publikum hat.
So sehr unterscheiden sich die Lesarten.
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08.03.2018, 12:41Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich lese das nicht so.

Eher so, dass man Frauen bestärken sollte, dahin zu kommen.
Ich persönlich empfinde es eben eher als Schwächung, wenn man suggeriert, derjenige hätte gar keine Handlungsoption gehabt um sich zur Wehr zu setzen.
Das ist in manchen Fällen so, das bestreitet ja niemand. Aber eben nicht immer, und ich finde wichtig, diese Handlungsoptionen auch zu benennen und sich durchaus selbstkritisch damit zu befassen, wieso man sie nicht genutzt hat und wie man sie zukünftig vielleicht besser nutzen könnte.
Für meinen Geschmack wird zu oft automatisch davon ausgegangen, dass man sich nicht hätte wehren können, und für mich ist das Teil des Problems, wenn man die Macht der Täter gar nicht infrage stellt.
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08.03.2018, 12:50Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ist ja auch ok

Sollte?Eher so, dass man Frauen bestärken sollte, dahin zu kommen.
Das ist halt das, was bei mir so sehr als "Lehrsatz" rüberkommt.
besser?Das ist in manchen Fällen so, das bestreitet ja niemand. Aber eben nicht immer, und ich finde wichtig, diese Handlungsoptionen auch zu benennen und sich durchaus selbstkritisch damit zu befassen, wieso man sie nicht genutzt hat und wie man sie zukünftig vielleicht besser nutzen könnte.
Also doch so was wie "schuld/nicht gut/die Kritik landet beim Opfer", weil man nicht gut gehandelt hat? Das verstehe ich eben nicht so wirklich. Ich würde mich da angegangen fühlen, obwohl ich sowieso schon die Leidtragende der Situation war und eben jener Schock eingesetzt hat, der ja eine Überlebensfunktion ist.
Igel rollen sich auch ein. So wie ein Schockzustand. Denen jetzt zu sagen, sie sollten lieber Raubtiere werden, damit sie nicht mehr von Füchsen gejagt werden hilft ja eher weniger.
Oder um mal beim Menschen zu bleiben, wenn ein Überfall passiert und man dabei ist, wird eben nicht jeder zu Jackie Chan.
Gibt man denn dem Täter auf diese Weise nicht noch mehr Präsentationsfläche?Für meinen Geschmack wird zu oft automatisch davon ausgegangen, dass man sich nicht hätte wehren können, und für mich ist das Teil des Problems, wenn man die Macht der Täter gar nicht infrage stellt.Geändert von Inaktiver User (08.03.2018 um 12:55 Uhr)
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08.03.2018, 12:56Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das Problem ist und bleibt, dass sich Machtstrukturen unkontrolliert verfestigen können, die Verhaltensweisen, wie in metoo beschrieben, begünstigen.
Wer sich wie und warum wehrt oder nicht wehrt, ist Folge aus den Verhaltensweisen. Wenn du wirklich Änderungen herbeiführen willst, musst du an die Ursachen ran. Wenn sich Frauen verteidigen können, ist das prima, aber du kannst nicht davon ausgehen und damit die Debatte auf die Verteidigungsstärke von Frauen runterbrechen. Damit machst du nämlich genau das, was du oben schreibst. Du stellst die Machtstrukturen nicht infrage, sondern suchst dein Heil in der individuellen Verteidigungsstrategie.



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