Ich habe auf die Schnelle einige Artikel von November 17 gefunden. Ich verstehe es so, dass dieses Schutzalter von 15 nicht bedeutet: Sex zwischen einem Erwachsenen und einer Person unter 15 ist immer strafbar.
Anscheinend muss bei einer Anklage nachgewiesen werden, dass der Sex erzwungen war.
In diesen Artikeln stand, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung um eine Gesetzesänderung gestritten wurde- so dass unterhalb einer bestimmten Altersgrenze immer eine Straftat vorliegt. Da hiess es es aber noch, man streite darum ob diese Grenze bei 13 oder 15 liegen soll.
So verstehe ich das, mein Französisch ist aber nicht so gut.
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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15.02.2018, 06:32
AW: metoo - Ihr nicht?
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15.02.2018, 11:27Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Die #metoo-Debatte dreht sich um sexualisierten Machtmissbrauch durch Männer, die vor allem im Kulturbetrieb an den Positionen sitzen, wo sich Macht und Einfluss akkumulieren.
Alles andere wird in die #metoo-Debatte hineininterpretiert, wodurch sie verwässert. Die Ewig-Gestrigen und die antimaskulinen Kräfte scheinen es darauf anzulegen.
Desweiteren scheint es auch so zu sein, dass sowohl Frauen sich uneins sind und sich kloppen, als auch Männer sich ueins sind und sich kloppen. Da kommt was in Bewegung. Allerdings lässt sich über den Daumen gepeilt feststellen, je älter die Personen desto verharmlosender und Täter-freundlicher die Aussagen.
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15.02.2018, 11:34Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Interessante Interpretation.
Ich erleb das anders, ich würd wenn dann sagen, je älter die Person, desto weniger Verständnis dafür dass man das mit sich machen lässt und jahrzehntelang weder drüber spricht noch sich in irgendeiner Form wehrt.
Was ist denn "täterfreundlich" daran dass man diejenigen lieber angezeigt und vor Gericht gebracht gesehen hätte?? Täterfreundlicher handen als stillschweigend mitzumachen und obwohl so viele betroffen waren sich trotzdem nicht zusammentun, das geht ja wohl kaum.
Die Behauptung, das wär in den 90er Jahren gar nicht möglich gewesen sich zur Wehr zu setzen find ich nachwievor absurd und durch nichts zu belegen.
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15.02.2018, 11:41Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Für mich geht das am Thema vorbei. Es geht nicht darum, dass sie sich nicht gemeldet haben, sonden darum, dass die Strukturen solche Verhaltenweisen begünstigen.
Aber selbst darüber wird es keinen Konsens geben. Auch wenn die #metoo-Debatte demnächst vielleicht versanden wird, wird sie bei nächster Gelegenheit noch heftiger geführt. Der gesellschaftliche Druck und der Druck auf die Politik wird wachsen. Gut so.
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15.02.2018, 13:22
AW: metoo - Ihr nicht?
Gewiss. Dennoch sollte man auch sehen, dass gerade solche Frauen, die sich eben nicht wehren können, schon vorher Opfer psychischer Verletzungen wurden. Rose McGowan ist zum Beispiel in einer Sekte aufgewachsen.
So schlimm das alles ist, und so bewundernswert es ist, sich aus solche Verhältnissen herauszukämpfen: es bleibt doch immer eine besondere Anfälligkeit für Missbrauch, die nicht im Frau sein, sondern in der eigenen Biografie begründet ist.
Dass daraus jetzt teilweise eine Haltung bestärkt wurde, wonach die Frau als Opfer gesehen wird und daher besonderer Schutzzonen bedarf, halte ich für fatal.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: ich rede nicht von körperlichen Gefahren, wo frau sich aufgrund tatsächlicher Unterlegenheit nicht wehren kann.
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15.02.2018, 13:54Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Aber genau das "nicht melden" ist doch Teil der Strukturen. Wer mitmacht, ev. sogar Schweigegeld annimmt und die Klappe hält, der wird damit selbst ein Teil der Struktur, die diese miesen Verhaltensweisen begünstigen.
Wie lange hätte der Weinstein sein kriminelles Verhalten durchziehen können, wenn er nicht auch durch die Opfer gedeckt worden wäre?
Natürlich ist es der Verdienst derjenigen, die jetzt etwas sagen, dass der Typ nun nicht mehr so weiter machen kann und hoffentlich noch juristisch belangt werden kann. Es hätte aber schon viele Jahre früher beendet werden können und nicht erst jetzt, wenn Frau McGowan ihr Buch auf den Markt bringen will.
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15.02.2018, 14:08Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Allerdings.
Generelle Strukturen, nach denen man sich von einem Vorgesetzten hätte belästigen oder gar vergewaltigen lassen müssen sind mir aus der Zeit nicht bekannt.
Und ich würd immer noch gern verstehen, was daran täterfreundlich sein soll wenn man findet, so jemand hätte sofort angezeigt und verurteilt gehört.
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15.02.2018, 14:27Inaktiver User
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15.02.2018, 15:01Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das ist nicht meine Aussage, ich weiß schon, dass es das gab.
Es gab aber keine Strukturen die einen gezwungen hätten das hinzunehmen, niemand hätte das als normal empfunden, als etwas womit man eben leben muss.
Das war eindeutig strafbar.
Es gab Anwältinnen, Gewerkschaften, Frauenbeauftragte, Frauennotrufe, Beratungsstellen, was weiß ich - jede Form von Unterstützung, und zwar genau deswegen weil das gesellschaftlich als nicht hinnehmbar empfunden wurde und Frauen unterstützt wurden dabei sich zu wehren.
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15.02.2018, 15:49Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
@ Hilfskonstruktion,
Verstehe ich dich richtig, dass du an der # Metoo-Debatte kritisierst, dass zurückliegende Fälle bekannt gegen werden, Fälle, die zum Zeitpunkt des Geschehens nicht bekannt gegeben wurden bzw. in denen Frauen nicht anzeigten?


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