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  1. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Wenn Du als Kind oder als junger Mensch verletzt worden bist, hast Du diese Verletzung ein Leben lang. Es gibt keine "Heilung". Du kannst Dich um Dich kümmern und Du kannst mit diesem Mangel leben lernen. Das heisst aber nicht, dass die Verletzung nicht doch in jeder Minute des Lebens wieder aufbrechen kann oder Du verletzt wirken kannst.
    Wenn du dir aber dessen bewusst bist und den Mechanismus kennst, kannst du meistens unverletzt wirken.

  2. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Warum das so ist, erfährt man bei der Lektüre von McGowans Buch „Brave“. Darin beschreibt sie ausführlich die Vergewaltigung. Vor allem aber schreibt sie über ihre Kindheit in der Hippie-Sekte „Children of God“, gegründet 1968 in Huntington Beach. 1977 in „Famliy of Love“ umbenannt, später nur noch „The Family“. Dem Gründer, David Berg, genannt „Dad“, wurde einmal „abuse of authority“ nachgewiesen.

    Warum habt ihr nicht laut und entschieden nein gesagt?

    McGowan erzählt, wie die Sekte sie mental darauf vorbereitete, später Männer wie Weinstein nicht mehr einschätzen zu können, ja deren Misshandlungen als Normalität hinzunehmen. Die Sekte machte sie zum Weinstein-Ziel, zur perfekten Frau für Männer mit Erniedrigungsphantasien.


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    Ich halte das für schlüssig, das ist sicher in vielen Fällen genau so.

    Ich bin aber auch bei Blasentang, man muß dieses Muster durchbrechen, diese Opfer müssen dann wenigstens als Erwachsene lernen, sich abzugrenzen. Dazu brauchen sie mitunter Hilfe, eine Therapie z.B..

  3. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es liegt in den Händen der Männer gewohnte, veraltete Männlichkeitsvorstellungen zu überdenken und zu verändern.
    Aha. Und das schreibst du in einem Frauenforum?
    Ich halte dieses "die Männer müssen wollen und tun, sonst haben die Frauen eben Pech gehabt" auch für falsch. Mann, Leute, die Sufragetten z.B. haben es doch vorgemacht. Es geht. Und so anstrengend ist das heute ja nicht mal mehr, denn die Gleichstellung vor dem Gesetz gibt es doch bereits.
    Klar ist es auch sinnvoll, die männlichen Kinder gleich richtig zu erziehen, und ihnen eben nicht einzuimpfen, daß "der Mann" einfach aufgrund seines Geschlechts mehr wert wäre als eine Frau.
    Geändert von Inaktiver User (12.02.2018 um 17:37 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ganz im Gegenteil. Dann werden Männer sich ändern müssen. Wenn Frauen so stark werden, dass sie Belästiger konsequent zurechtweisen, werden die Belästigungen spürbar nachlassen...
    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    ...Im Übrigen ist es mir ein völliges Rätsel, dass eine emanzipierte Frau auf den Trichter kommen kann, dass ohne ihr Zutun - von wilder Twitterei einmal abgesehen - sich etwas in der Gesellschaft ändert.

    Sorry, das ist absurd.
    Paradox finde ich die Forderung, dass Frauen stärker und emanzipierter werden müssen, und gleichzeitig die Behauptung aufzustellen, wir würden schon lange nicht mehr in einem Patriarchat leben.

    Das passt doch rein logisch überhaupt nicht zusammen.

    Als Petra Kelly 1983 im deutschen Bundestag forderte, dass die Vergewaltigung in der Ehe in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden müsse, wurde sie noch verhöhnt und ausgelacht.

    1997 war es endlich soweit, 14 Jahre danach!

    Das Sexualstrafrecht muss stärker reformiert werden.

    Warum müssen Frauen bei einer Vergewaltigung immer noch nachweisen, dass sie den Geschlechtsverkehr nicht wollten und sich zur Wehr gesetzt haben?

    Warum müssen Männer nicht nachweisen, dass sie das Einverständnis der Frau hatten?

    Kann mir das mal jemand erklären?

  5. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Warum müssen Frauen bei einer Vergewaltigung immer noch nachweisen, dass sie den Geschlechtsverkehr nicht wollten und sich zur Wehr gesetzt haben?

    Warum müssen Männer nicht nachweisen, dass sie das Einverständnis der Frau hatten?

    Kann mir das mal jemand erklären?
    Weil das in einem Rechtsstaat so ist, daß eine Tat nachgewiesen werden muß. Und der Rechtsstaat unterscheidet da nicht zwischen Männern und Frauen. Finde ich auch gut so.

  6. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Paradox finde ich die Forderung, dass Frauen stärker und emanzipierter werden müssen, und gleichzeitig die Behauptung aufzustellen, wir würden schon lange nicht mehr in einem Patriarchat leben.

    Das passt doch rein logisch überhaupt nicht zusammen.
    Das passt nur dann nicht zusammen, wenn man Frauen aufgrund ihres Frauseins ein besonderes Schutzbedürfnis zugestehen will. Sprich: sie nicht als Erwachsene ansieht die eigenverantwortlich handeln können.

    Das ist aber eine äußerst patriarchalische Sichtweise. Die Frau, auf einer Stufe mit Kindern und Behinderten, auf die man besondere Rücksicht nehmen muss.

    Auf deine Fragen antworte ich noch, ich bin noch am Nachlesen.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Paradox finde ich die Forderung, dass Frauen stärker und emanzipierter werden müssen, und gleichzeitig die Behauptung aufzustellen, wir würden schon lange nicht mehr in einem Patriarchat leben.

    Das passt doch rein logisch überhaupt nicht zusammen.

    Als Petra Kelly 1983 im deutschen Bundestag forderte, dass die Vergewaltigung in der Ehe in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden müsse, wurde sie noch verhöhnt und ausgelacht.

    1997 war es endlich soweit, 14 Jahre danach!

    Das Sexualstrafrecht muss stärker reformiert werden.

    Warum müssen Frauen bei einer Vergewaltigung immer noch nachweisen, dass sie den Geschlechtsverkehr nicht wollten und sich zur Wehr gesetzt haben?

    Warum müssen Männer nicht nachweisen, dass sie das Einverständnis der Frau hatten?

    Kann mir das mal jemand erklären?
    Es tut mir leid, aber deine Ausführungen wirken auf mich sehr wirr. Wo bringst du jetzt das Patriarchat auf einmal her?

    Deine letzte Aussage finde ich - als emanzipierte Frau - geradezu entsetzlich. In dubio pro reo ist ein Rechtsgrundsatz, der sich seit der Antike bewährt hat. Dieser Rechtsgrundsatz gilt immer und das ist sehr gut so.
    [editiert]

    Wer als Frau ernst genommen werden will und gleichberechtigt auftreten möchte, sollte keine Sonderregelungen einfordern. Das ist der sichere Weg in das gesellschaftliche Aus.
    Geändert von Lukulla (13.02.2018 um 19:24 Uhr) Grund: Abwertung einer Diskussionsteilnehmerin

  8. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Als Petra Kelly 1983 im deutschen Bundestag forderte, dass die Vergewaltigung in der Ehe in das Strafgesetzbuch aufgenommen werden müsse, wurde sie noch verhöhnt und ausgelacht.

    1997 war es endlich soweit, 14 Jahre danach!


    ?
    Auch vorher war erzwungener Geschlechtsverkehr in der Ehe strafbar, dies sollte bei der Diskussion nicht immer vergessen werden.
    Lange Zeit war auch nur die vaginale Vergewaltigung von Frauen durch einen Mann, der nicht mit ihr verheiratet war, eine Vergewaltigung. Dies diente nicht dem Schutz der Frau, sondern der Sicherheit der Männer, dass die Kinder auch wirklich ihre waren.
    Viele Gesetze des BGB wurden im Laufe der Zeit geändert und angepasst (Und das ist auch gut so).

    Warum müssen Frauen bei einer Vergewaltigung immer noch nachweisen, dass sie den Geschlechtsverkehr nicht wollten und sich zur Wehr gesetzt haben?

    Warum müssen Männer nicht nachweisen, dass sie das Einverständnis der Frau hatten?

    Kann mir das mal jemand erklären
    Wie stellst Du Dir das in einer Beziehung vor? Dann müssen auch Frauen den Nachweis des Einverständnisses erbringen, weil Männer hinterher behaupten könnten, dass sie eigentlich nicht gewollt haben......? Wenn frau Sex möchte, dann muss sie sich vorher sein nachweisbares ja geben lassen? Und am besten auch alle erwünschten Stellungen gleich mit bestätigen lassen? Und wie lange gilt denn sein ja?

    Ändern wir doch die Gesetzgebung. Jeder, gegen den ermittelt wird, ist solange schuldig, bis er seine Unschuld beweisen kann.

  9. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    ....
    Wer als Frau ernst genommen werden will und gleichberechtigt auftreten möchte, sollte keine Sonderregelungen einfordern. Das ist der sichere Weg in das gesellschaftliche Aus.
    Zustimmung.

    Das Frauenbild, was hier einige zeichnen, ist nicht weit entfernt von unmündigen zu beschützenden Kindern.

    Rechte und Pflichten gehen normalerweise Hand in Hand. Wer wie ein erwachsener Mensch behandelt werden will, der muss sich auch so verhalten.

  10. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Deine letzte Aussage finde ich - als emanzipierte Frau - geradezu entsetzlich. In dubio pro reo ist ein Rechtsgrundsatz, der sich seit der Antike bewährt hat. Dieser Rechtsgrundsatz gilt immer und das ist sehr gut so.
    Absolut. Jeder unter Generalverdacht, außer er kann seine Unschuld beweisen?

    Wer als Frau ernst genommen werden will und gleichberechtigt auftreten möchte, sollte keine Sonderregelungen einfordern. Das ist der sichere Weg in das gesellschaftliche Aus.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Frauenbild, was hier einige zeichnen, ist nicht weit entfernt von unmündigen zu beschützenden Kindern.

    Rechte und Pflichten gehen normalerweise Hand in Hand. Wer wie ein erwachsener Mensch behandelt werden will, der muss sich auch so verhalten.

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