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Thema: metoo - Ihr nicht?
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07.02.2018, 09:09
AW: metoo - Ihr nicht?
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07.02.2018, 09:09Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Sie benennt es richtig: Es ist weniger ein Mann, der das Ganze macht, sondern ein System. Friss oder stirb. Nur zu verständlich, dass das System verändert werden soll. Das wiederum ist extrem schwierig, weil es ja auch viele gibt, die von dem System profitieren, was ja auch die öffentliche Reaktion beweist.
Die Zeiten waren nicht anders. metoo dämpft diese Verhaltensweisen natürlich, schafft sie aber nicht ab. Ob diese Dämpfung nachhaltig ist, wird sich noch zeigen. Während wir hier diskutieren, hüpft ein Filmsternchen gerade mit einer männlichen Schaltstelle ins Bett.Die Zeiten damals waren anders, ist es deshalb verwerflich, jetzt darüber zu sprechen?
Und nein, es ist absolut nicht verwerflich, sondern wichtig, darüber zu sprechen, solange keine unbeweisbaren Vorwürfe gegen Dritte erhoben werden. Damit Frauen wissen, womit sie rechnen und was sie dagegen tun können. Welchen Preis sie zu bezahlen bereit sind.
Ich selber bin halt etwas allergisch gegen Opfergetue. Dass Frauen über das rumjammern, was ihnen widerfahren ist, obwohl ein einfaches "Nein" gereicht hätte.
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07.02.2018, 09:12Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Deswegen ziehen viele Frauen es vor, sich gleich ein solches Exemplar zu angeln, statt selbst den mühsamen Weg zu gehen.
Man darf auch nicht vergessen, dass der "Lohn" einer Karriere für einen Mann höher ist als für eine Frau. Er kann damit auf vielen Ebenen punkten: Hoher hierarchischer Status, Geld und Erfolg bei Frauen.
Frauen können die ersten beiden Punkt auch erreichen. Aber ihre Attraktivität für das Gros der Männer erhöhen sie damit nicht, denn viele Männer fürchten sich vor Karrierefrauen, die mehr Geld verdienen als sie.
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07.02.2018, 11:59Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Metoo legt diese Verhaltensweisen bloss und schafft damit Transparenz. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich überhaupt was ändern kann. Findest du nicht?
Schließlich konnten sich betreffende Verhaltensweisen gerade deshalb so ungeniert ausleben, weil sie unter dem Deckel gehalten wurden.
Möglicherweise würden es ja auch weitaus mehr Frauen - gerade junge und unerfahrene - schaffen, den Mund auf zu machen, wenn sie nicht zusätzlich zum Druck von männlicher Seite auch noch damit rechnen müssten, dass ihnen Geschlechtsgenossinnen von hinten in die Kniekehlen treten.Ich selber bin halt etwas allergisch gegen Opfergetue. Dass Frauen über das rumjammern, was ihnen widerfahren ist, obwohl ein einfaches "Nein" gereicht hätte.
Solche wiederholten, von mir gefetteten, Anwürfe tragen nämlich mit dazu bei "das System" aufrecht zu erhalten.
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07.02.2018, 12:01Inaktiver User
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07.02.2018, 12:05Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das fass ich einfach nicht.
Wie und wo muss man denn gelebt haben, wenn einem das nicht schon 1980 oder 1990 begegnet ist? Das wird doch schon ewig und drei Tage thematisiert.
Emma und Courage, schon mal gehört? Brigitte, Stern und Spiegel? Hatten vor 2017 noch nie darüber geschrieben?
Das Problem ist doch nicht, dass das keiner wusste - sondern dass viel zu viele das mitgemacht haben, anstatt sich zu wehren. Und das wird sich auch jetzt nicht ändern.
Übrigens, vor 100 Jahren wurden Frauen gefoltert und ins Gefängnis geworfen weil sie aufbegehrt haben. Das war Mut.
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07.02.2018, 12:45Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Sagen wir mal so: Es gibt viele lautstarke Verfechterinnen die sich im Zuge von #metoo Gehör verschaffen, die die "patriarchale Struktur unserer westlichen Gesellschaft" als quasi monokausale Ursache für sexuelle Übergriffe von Männern gegenüber Frauen anführen.
Ich stimme dieser These nicht zu, da sexueller Missbrauch auch in ganz anderen Zusammenhängen statt findet (Familien, unter Anwendung von Gewalt durch Fremde oder Bekannte, in gleichberechtigten Beziehungen, im Ausland gegenüber Kindern und oder Frauen durch Zwangsprostitution, letzteres natürlich auch hier).
Zudem gibt es ja auch männliche Opfer von sexuellen Übergriffen, da allerdings weniger, vermutlich, da es einfach weniger homosexuelle Männer gibt als heterosexuelle.
Das einzige was die Täter verbindet: Es sind in vielen Fällen Männer (nicht mal das in allen, aber das eben doch in der großen Mehrheit über viele Gesellschaftsschichten hinweg).
Daher sehe ich die Ursache für die sexuellen Übergriffe nicht in den Machtstrukturen unserer Gesellschaft, die ja, wie viele schrieben, so klar gar nicht entlang der Geschlechterlinien verlaufen.
Die berufliche Macht der Männer, die im Sinne von #MeToo übergriffig werden, ist meines Erachtens nicht der Auslöser für deren Übergriffe, sondern allenfalls ein Mittel diese zu verbergen.
Ich halte nichts von diesen monokausalen Begründungen und Lösungsvorschlägen a la "jetzt müssen Quoten her". Ich denke, dies sind ideologisch begründete Herangehensweisen mit zum Teil fragwürdigen Zielen und Begründungen.
Sinnvoller als Quoten fände ich z.B. die verstärkte Etablierung von Ansprechpartnern für Opfer sexueller Gewalt in allen Teilen der Gesellschaft.
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07.02.2018, 13:21
AW: metoo - Ihr nicht?
Mich stimmt vor allem traurig, wie wenig von 100 Jahren gelebter Emanzipation offensichtlich in den Hirnen vieler Frauen angekommen ist. Ich sage ganz bewusst Frauen, weil sie es sind, die das Thema betrifft, und die es ändern können.
Es wäre schon viel gewonnen von der Klischeedenke 'ein männliches System unterdrückt Frauen' wegzukommen.
Wenn es junge und unerfahrene Frauen gibt - und das ist leider Realität - dann ist doch zu erst einmal zu fragen, wie das sein kann, im Jahre 100 nach den Suffragetten? Warum ist da nichts weitergegeben worden, warum nicht mehr in die Erziehung eingeflossen?
Bevor jetzt wieder der automatische Aufschrei 'immer schiebst du die Schuld auf die Frauen' ertönt: Frau muss sich schon entwickeln wollen und dies auch an ihre Töchter weitergeben, damit sich langfristig überhaupt etwas ändern kann. Solange solche Reflexionen aber nicht möglich sind, werden keine entscheidenden Schritte vorwärts getan werden können.
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07.02.2018, 13:24Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
*Unterschreib*
Das ärgert mich an der ganzen Sache mit am meisten, dass jetzt so getan wird, als hätten sie den Kampf für Frauenrechte erfunden - obwohl sie einfach nur den Mund gehalten und mitgemacht haben, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Frauen vor ihnen. Und dann finden sie sich auch noch mutig.
Übrigens hat Bette Davis sich z.B. schon in den 30er Jahren gegen die Hollywood Bosse gewehrt. Auch schon was her.
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07.02.2018, 13:31
AW: metoo - Ihr nicht?
Es mag sich für manche nicht auf Anhieb erschließen, aber es soll tatsächlich Frauen geben, die sowohl emanzipiert sind, eine Karriere verfolgen und auch noch als attraktive Frau wahrgenommen werden wollen!
Es soll sogar Frauen geben, die möchten, dass sich ihr eigener Mann nicht in ihre Karriere verguckt sondern in sie als Frau.
Schwierig, da noch durchzublicken, aber manche Frauen sind eben so



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