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Thema: metoo - Ihr nicht?
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27.10.2017, 15:19
AW: metoo - Ihr nicht?
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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27.10.2017, 15:21
AW: metoo - Ihr nicht?
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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27.10.2017, 15:23
AW: metoo - Ihr nicht?
Hallo Serlina,
ich meine das etwas anders, als du es aufgefasst hast.
Ich bin selbst auch so aufgewachsen, dass ich als Mädchen/Frau gleich viel wert bin wie ein Junge/Mann. (Auch in Schule und Studium war das noch so. Beim Übergang in den Beruf hingegen begann sich eine andere Realität aufzutun, denn da wurde ich mit der fehlenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf konfrontiert, die in Deutschland vorwiegend noch immer kein Familienthema ist sondern ein Frauenthema - aber davon an anderer Stelle).
Ich nehme jedoch wahr, dass dies eine historisch hart erkämpfte und noch "junge" Veränderung ist und dass die Gesellschaft erst langsam anfängt, den ganzen Umfang dessen zu begreifen, was es bedeutet, wenn Mann und Frau wirklich gleichgestellt sind. Nämlich auch, dass bestimmte, früher akzeptierte oder jedenfalls geduldete, Verhaltensweisen komplett obsolet sind. Ich nehme auch wahr, dass diese Veränderung noch nicht in der ganzen Breite der Gesellschaft angekommen ist.
Das meine ich damit, dass das ein Kernthema ist - die breite gesellschaftliche Verankerung dessen, was gottseidank auch schon oft umgesetzt ist. Dazu gehört für mich auch, dass es zu einem allgemeinen gesellschaftlichen Thema wird und kein sog "Frauenthema" sein soll. Gewalt und Diskriminierung gehört auf die allgemeine Tagesordnung, nicht nur auf die der Frauen.
Ich nehme an, das ist auch das, was sich Lukulla von den Männern wünscht - keinen Schutz der schwachen Frauen, sondern ganz normal die Sorge um den (weiblichen) Mitbürger.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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27.10.2017, 15:23
AW: metoo - Ihr nicht?
Vielleicht könnte sie das schon, wenn Mama nicht überzeugt davon wäre, dass sie es nicht kann. Jeder kann „Nein!“ sagen. Jeder kann eine Ohrfeige geben. Jeder kann einem Mann in die Eier treten. Halt jeweils, wenn angemessen.
Das kann man trainieren und lernen. Judo, Karate, Taekwondo und andere Selbstverteidigungsarten sind für Töchter immer ne gute Idee. Es fördert durchaus das Selbstbewusstsein und das Eintreten für die eigenen Rechte, wenn man sich in der Lage fühlt, nahezu jeden körperlichen Angriff abzuwehren.
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27.10.2017, 15:28Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ja, auch wenn das von den Dimensionen her schon unterscheidlich ist, keine Frage.
Dennoch seh ich das einfach weniger als Männer- denn als Machtproblem.
Es ist ja nicht so, dass Frauen z.B. keinen sexuellen Missbrauch begehen, und ich finde, man muss das dann auch benennen.
Mich interessieren die Ursachen, wieso Menschen sowas machen, nicht wieso Männer das machen.
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27.10.2017, 15:33
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27.10.2017, 15:35
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27.10.2017, 15:35
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27.10.2017, 15:36Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ja, oder dass sie Schauspielerinnen sind und sich deshalb das Mitleid in Grenzen hält, zumal es schon Jahrzehnte her ist und man die Weinsteins dieser Welt ja schließlich nicht angezeigt hat. Was lässt einen so denken? Weil man sich mit ihnen nicht identifiziert, ist es nicht so schlimm? Finde ich sehr befremdend.
Ich kann das gut verstehen, dass eine 22jährige junge Frau, die von einem in der Branche wichtigen Mann sexuell belästigt wird, nicht zur Polizei geht und ihn anzeigt. Hab ich auch nicht gemacht, auch wenn es eine andere Branche war. Wer hätte mir denn glauben sollen, dass ich begrapscht und zu sexuellen Handlungen aufgefordert wurde, wenn’s keine Zeugen gab? Ich hätte mich einer peinlichen Befragung durch einen Polizisten stellen müssen (ja, heute gibts für sowas extra Frauen, trotzdem) und im Endeffekt wäre außer furchtbar vielen Unnanehmlichkeiten nichts dabei rumgekommen, außer dass ich in meiner Branche unten durch gewesen wäre, denn „das ist ja die, die ihren Vorgesetzten / Kollegen angezeigt hat, aber ist nichts dabei rausgekommen, nee, die stellen wir mal lieber nicht ein...“ Natürlich haben Männer Angst davor, fälschlich beschuldigt zu werden und solche Fälle wie Andreas Türck und Kachelmann, die beide nachweislich unschuldig sind, schüren diese Ängste. Das will doch niemand.
Ich kann jede Frau gut verstehen, dass sie aus eigenem Interesse nicht an die Öffentlichkeit geht, wenn sie belästigt wurde, auch wenn’s jetzt bestimmt heißen wird, hätte Schauspielerin X das vor 20 Jahren getan, wäre es einigen nach ihr erspart geblieben. Ja, kann sein, ich finde den Preis dafür zu hoch. Nicht jede kann sowas. Die wenigsten.
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27.10.2017, 15:40



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