Nein, müssen sie auch nicht.
Wenn man an seiner grundsätzlichen Disposition nichts ändern könnte, dann könnte man ja jegliche Therapie bleiben lassen, und alle Kurse zum Thema Selbstbehauptung auch.
Die einen brauchen's nicht, weil sie es eh schon können, und die andern lernen es ja eh nicht.![]()
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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27.10.2017, 13:44Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
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27.10.2017, 13:44Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Du fühltest dich scheinbar angegriffen. Es ist gut, wenn du in der Botschaft Jesu dein Zu-hause hast.
Das wollte ich dir mit keinem Wort absprechen.
Deine persönlichen Erfahrungen sind sehr schön.
Ich sprach von den gesellschaftspolitischen Zusammenhängen.
Vielleicht beschäftigst du dich etwas damit, vielleicht auch nicht.
Es war auf alle Fälle nicht meine Absicht, deine persönlichen Erfahrungen abzuwerten.
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27.10.2017, 13:46Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Also - wenn mich etwas an die Nicht-Existenz der Frauenbewegung glauben läßt, dann dieser Strang.

Claro. Es kann ja nicht sein, was nicht sein darf....oder du schaust nicht mehr hin, wovon ich überzeugt bin.
Ich habe noch einen heißen Tipp für Dich: Geh' mal ins Jobforum, da würdest Du Dich wohl fühlen. Da sind nämlich 50 % der beruflichen Pleiten - oder dass man als Frau zwischen 20 und 50 sowieso grundsätzlich keinen Job kriegt (in meinem Umfeld ist das komischerweise anders) - auf "Diskriminierung" zurück zu führen. Nicht auf das eigene Versagen.Geändert von Inaktiver User (27.10.2017 um 16:20 Uhr) Grund: typo
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27.10.2017, 13:49
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27.10.2017, 13:51Inaktiver User
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27.10.2017, 13:53Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich habe mich en-masse damit beschäftigt und tue es noch. Ich bin ein kritischer Geist mit sehr großem Interesse an Geschichte, Zeitgeschichte und Politik.
Ich habe meinen soziokulturellen Hintergrund erwähnt, weil ich der Vermutung zuvorkommen wollte, ich käme aus einem besonders progressiv-intellektuellem Umfeld. Eben nicht, ganz einfache, "normale", bodenständige Leute.
Und mich wundert eben, dass Menschen heute die Rolle der Frau so unterschiedlich wahrnehmen.
Woher kommt es, dass Menschen wie Du den Eindruck haben in unserer Gesellschaft seie eine Frau weniger wert?
Ich spreche nicht von Gleich-be-recht-igung, sondern von dem gleichen Wert.
Das sind zwei Paar Schuhe.
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27.10.2017, 13:55
AW: metoo - Ihr nicht?
Vor allem der Suffragetten und wie die Vorkämpferinnen für gleiche Frauenrechte alle hießen. Und das erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Bis dahin waren Frauen abhängig, völlig glaubensunabhängig. Und auch nach dem Wahlrecht blieben sie es noch lange ...
Zur Eigenverantwortung: Sehe ich nur darin, dass Frauen mit den Männern gemeinsam gegen Übergriffe vorgehen und ein öffentliches Bewusst dafür schaffen sollen; dass Frauen als überwiegend Betroffene mehr tun sollten, überhaupt nicht. Unrecht hat kein Geschlecht, und so neutral betrachte ich das auch.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
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27.10.2017, 14:02
AW: metoo - Ihr nicht?
Dass beispielsweise die typischen Frauenberufe, wie Erzieherin, Friseurin, Krankenschwester usw. ziemlich weit unten im Lohngefüge stehen, spricht nicht gerade für Gleichwertigkeit. Ebensowenig wie das Berufsverbot der katholischen Kirche für Frauen im Priesteramt. Solche Fakten kann man meiner Meinung nach nicht unterschiedlich wahrnehmen.
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27.10.2017, 14:10
AW: metoo - Ihr nicht?
Ja Herrgott noch mal, dann sollen die Damen Krankenschwestern eben streiken und aus der Verdi austreten, wenn die so beschissen verhandelt. In der Schweiz hat ähnliches doch auch geklappt und der Ärzte bekommen das auch hin! Ich kann mich doch nicht hinstellen, die Bezahlung beklagen und dann doch meinen Job machen!
Niemand wird dir je Rechte hinterherschmeißen, wenn du nicht selbst darum kämpfst.
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27.10.2017, 14:11Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Warum ich so denke (für "Menschen wie mich" kann ich nicht sprechen):
Sieh dir Statistiken zur Einkommensverteilung an. Die Gehaltsschere zwischen Männer- und Frauenberufen (alleine, dass es diese Unterscheidung noch gibt ...) klafft immer noch auseinander.
Führungspositionen sind immer noch primär männlich besetzt.
Weibliche Führungskräfte sind immer noch mit der gläsernen Decke konfrontiert - je höher die Machtebene, desto weniger Frauen.
Altersarmut ist statistisch gesehen immer noch weiblich.
Es wundert mich, dass dir diese Umstände unbekannt sind. Sind Sie dir bekannt?
Du erwähntest auch, ich messe einer Frau weniger Wert zu ... Das tue ich sicher nicht. Die oben angeführten Punkte zeigen aber zb: Frauenarbeit ist zu großem Teil immer noch unentgeltlich (Erziehung, Pflege) und somit gesellschaftlich vom Wert her nicht gleich angesetzt.



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