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  1. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    @Zazu: alles gut möglich. Missgunst, Häme, lüsterne Neugierde.

    Davon ab: hat im 21. Jahrhundert wirklich niemand Verständnis dafür, dass eine Frau den Beruf ausüben will, den sie sich selbst ausgesucht hat und in dem sie gut ist? In den sie auch einiges investiert hat?

  2. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Davon ab: hat im 21. Jahrhundert wirklich niemand Verständnis dafür, dass eine Frau den Beruf ausüben will, den sie sich selbst ausgesucht hat und in dem sie gut ist? In den sie auch einiges investiert hat?
    Ja, aber nicht um jeden Preis.

    Du wirst lachen , ich verstehe schon was HK meint und gehe mit ihr letztlich konform, nur stelle ich mir die berufliche Umorientierung schwer vor.

    Ich hätte (wegen der sehr wahrscheinlichen Häme, Anfeindung …) nicht gerade Kassiererin als Ausweichjob gewählt, sondern eine möglichst qualifzierte Arbeit (Lehre, Studium) anvisiert, in der ich mich in einem geschützten Raum befinden kann.
    Sicher nicht leicht.

  3. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Zazu: alles gut möglich. Missgunst, Häme, lüsterne Neugierde.

    Davon ab: hat im 21. Jahrhundert wirklich niemand Verständnis dafür, dass eine Frau den Beruf ausüben will, den sie sich selbst ausgesucht hat und in dem sie gut ist? In den sie auch einiges investiert hat?
    Doch ,sogar schon vor 30 Jahren .
    Wobei wir bei einem sehr wichtigem Aspekt der Debatte wären.
    Vor 30-40 Jahren war unsere Welt tatsächlich noch eine ganz andere ,was mir bei dieser Diskussion völlig fehlt. Ich kann nicht aus der Gegenwart die Vergangenheit bewerten ,was aber gerade viele junge Frauen tun ,die es nicht besser wissen können. Vor 35 Jahren war es eben tatsächlich so ,dass ein Mann der einem Im Bademantel die Tür zum Hotelzimmer öffnete ,unverkennbar damit etwas signalisierte.
    Ich wäre nie in dieses Zimmer gegangen ,wenn ich nicht mit Sex einverstanden gewesen wäre sondern hätte mich mit einem :"oh, ich warte dann in der Lobby bis Sie sich angezogen haben " aus der Affäre gezogen. (würde ich übrigens heute noch genauso machen )
    Der Umgang war früher anders ,man hat nicht vor dem Sex erstmal abgefragt ,was geht oder nicht . Männer und Frauen haben nicht in der gleichen Offenheit kommuniziert wie sie es heute tun.
    Und nicht nur das, es war auch längst nicht so prüde in bestimmten Kreisen.In manchen Berufsgruppen war es durchaus üblich das jeder mit jedem,gerade beim Film war das etwas völlig normales.
    Vielleicht könnte sich auch daraus diese angebliche Verschwiegenheit erklären.

  4. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Ja, aber nicht um jeden Preis.

    Du wirst lachen , ich verstehe schon was HK meint und gehe mit ihr letztlich konform, nur stelle ich mir die berufliche Umorientierung schwer vor.

    Ich hätte (wegen der sehr wahrscheinlichen Häme, Anfeindung …) nicht gerade Kassiererin als Ausweichjob gewählt, sondern eine möglichst qualifzierte Arbeit (Lehre, Studium) anvisiert, in der ich mich in einem geschützten Raum befinden kann.
    Sicher nicht leicht.
    Du ahnst nicht wie viele Frauen als Schauspielerin noch einen Zweitjob haben. Sogar im Verkauf.Die meisten können nicht vom Job leben ,das können nur die ganz bekannten.
    Du würdest auch viele kaum in Natura erkennen ,weil deren Kamerapräsenz eine völlig andere ist als deren Alltagsaussehen.
    Üblich ist oft Syncronisieren.

  5. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hab ich noch nie so mitbekommen.



    Das ist nicht immer so - aber es ist auch nicht immer nicht so.

    Die zentrale Frage bleibt bei vielem was unter me too subsummiert wird tatsächlich, wieso hast du das mitgemacht, da es in vielen Fällen eben Handlungsalternativen gegeben hätte.

    Dass ich als Frau wie das Kaninchen vor der Schlange handlungsunfähig bin, in Fällen ohne Gewaltandrohung, nur mit sagen wir mal eventuell unangenehmen Konsequenzen wie eben eine Rolle nicht bekommen (was man in dem Moment übrigens auch noch gar nicht wissen kann) - das kann ich einfach nicht nachvollziehen.

    Ja, wärst du mal nicht zu einem Regisseur ins Hotelzimmer gegangen, der dir schon offensichtlich nackt unterm Bademantel die Tür aufgemacht hat. Oder wärst du gegangen als es offensichtlich war was er von dir wollte. Es gab Frauen, die auf dem Absatz kehrt gemacht haben, und dennoch weiter als Schauspielerin beschäftigt wurden. Wer das dauerhaft ausblendet macht sich nicht glaubwürdiger.

    Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt, das wäre meine Botschaft. Also viel eher: mit mir nicht, als mit mir auch.
    Welche Handlungsalternativen denn?

    Weißt du vor was die meisten wirklich Angst hatten?
    Das ganze Projekt platzen zu lassen. Nur wegen ihrer Befindlichkeiten.
    Ist jetzt ironisch gemeint.

    Schon allein wenn ein Drehtag ausfällt explodieren die Produktionskosten.

    Diese "Nebensächlichkeiten" spielen bei den meisten Gewalttaten oder Belästigungen eine große Rolle.
    Da hängen nämlich oft noch andere Betroffene mit drin.

    Ich würde mal an deiner Stelle davon ausgehen: dass eigentlich sich jeder Mensch wehren möchte.
    Meinst du die verweigern sich um Andere zu ärgern?

    Es hängt soo viel dran wenn sich ein Mensch wehren muss.
    Soo viel Energie die eingesetzt werden muss. Energie die vielleicht dann lieber für das weitere Leben eingesetzt werden soll.
    Denk doch nur mal wie lange die Prozesse dauern? Wann sie überhaupt erst anfangen?

    Und was kommt dann raus? Die Angeklagten verweigern entweder die Aussage oder können sich nicht erinnern.
    Und im Zweifelsfalle dann eben für den Angeklagten.

    Also - ich kann schon gut verstehen dass sich Menschen das ersparen wollen.
    Leider.

  6. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Solidarität wünsche ich mir auch, indem solche Sendungen wie der Bachelor oder Topmodel nicht mehr gezeigt werden. Das ist für mich Nötigung und Ausbeutung von Menschen.
    Danke für den Punkt. Ich sehe da auch einen Zusammenhang.

  7. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Davon ab: hat im 21. Jahrhundert wirklich niemand Verständnis dafür, dass eine Frau den Beruf ausüben will, den sie sich selbst ausgesucht hat und in dem sie gut ist? In den sie auch einiges investiert hat?
    Aber selbstverständlich! Und da muss frau abwägen: Geht sie zum größten Stern am Himmel, dem ein eindeutiger Ruf vorauseilt, oder macht sie es ein paar Nummern kleiner bei der feministischen Regisseurin?

  8. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche Handlungsalternativen denn?
    Es hängt soo viel dran wenn sich ein Mensch wehren muss.
    Soo viel Energie die eingesetzt werden muss. Energie die vielleicht dann lieber für das weitere Leben eingesetzt werden soll.
    Denk doch nur mal wie lange die Prozesse dauern? Wann sie überhaupt erst anfangen?

    Und was kommt dann raus? Die Angeklagten verweigern entweder die Aussage oder können sich nicht erinnern.
    Und im Zweifelsfalle dann eben für den Angeklagten.

    Also - ich kann schon gut verstehen dass sich Menschen das ersparen wollen.
    Leider.
    Jein. Aber wenn das stimmt, was über Wedel gesagt wird, dann muss es viele Opfer gegeben haben. Die dichtgehalten haben. Auch gegenüber anderen Frauen, die vielleicht verstört am Set erschienen und man ahnen konnte, warum. Wenn 10 Frauen mit ihren Vertrauten (es wurde ja angeführt, dass die Lebensgefährten diverser Frauen die Sache in Ordnung bringen wollten) die Sache öffentlich gemacht hätten, wäre Wedel erledigt gewesen. Ganz ohne Prozess. Wie Spacey. Hat niemand gemacht. Alle Frauen haben still vor sich hingelitten.
    Und jetzt, 30 Jahre später, steht ihnen dieser Prozess doch noch bevor ...

  9. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir ist das tatsächlich unvorstellbar, dass alle geschwiegen und alle gleich reagiert haben sollen.
    Es ist immer das Gleiche, der tausendfache Mißbrauch der kath. Kirche, im Fernsehen sah ich mal einen Bericht, wie ein Mißbrauchsopfer, das davon berichtete, attackiert wurde (also verbal), sogar von der eigenen Familie, wie es "sowas behaupten könne" vom Pastor sowieso. Bis dann die große Aufdeckungswelle losrollte.

    Oder Rotherham:

    Nach Berichten der „Times“ wissen Polizei und Behörden schon lange von diesen „systematischen Misshandlungen“, unternahmen aber nichts – aus Furcht, Rechtsextremisten in die Hände zu spielen.
    Mauer des Schweigens: Pakistanische Muslime vergewaltigten englische Madchen - Welt - Tagesspiegel


    dagegen nehmen sich das Verschweigen von "Köln" direkt kurz aus:
    https://www.focus.de/politik/videos/...d_5193561.html

    Und so wäre es auch in Hollywood gewesen, wer es öffentlich macht, bekommt evtl. "Buhrufe". Ein Angeklagter konnte noch vor Kurzem "ehrenhafte Unterstützung" bekommen:

    Die blinde Solidarität der französischen Kulturszene und ihres Ministers mit Roman Polanski ist mehr als ein korporatistischer Reflex. Gepredigt wird sie von den Achtundsechzigern, die zumindest in der Kultur und in den Medien noch immer an der Macht sind. Dem Aufstand des Mai 68 folgte die Identifikation mit Mao, Che Guevara, Ho Chi Minh und auch noch Pol Pot. Die Revolution bekam eine durch und durch sexuelle Konnotation. Im damaligen Delirium wurde eine „Front für die Befreiung der Pädophilie“ begründet:

    Polanskis Unterstutzer: Kein Ruhmesblatt - Feuilleton - FAZ

    Und auch aus den eigenen Reihen:
    die schlimmste Form von Heldenverehrung,“
    Warum kämpfen Stars für einen Mädchen-Vergewaltiger?

    Da ist schon was dran, wenn Friedrich sowas "Schweigekartell" nennt.

    Die mee-too betroffenen Frauen in Hollywood hätten (wahrscheinlich) nicht mitmachen können (so nach dem Motto: Es gibt keinen Krieg, wenn keiner hingeht), aber Aufdecken, Öffentlichmachen? Jederzeit? Vermutlich nicht.
    Geändert von Inaktiver User (27.01.2018 um 10:14 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke für den Punkt. Ich sehe da auch einen Zusammenhang.
    und was für einen? beide shows werden doch fast ausschliesslich von frauen geschaut.
    ich stehe der sexismusdebatte heute sehr negativ gegenüber und ehrlich gesagt nervt sie mich auch, aber als ich vor 10 jahren bachelor gesehen hab und wie sich da frauen selbst reduzieren und sich gerne ein nach der anderen vom hahn im korb vernaschen lassen und dann sogar noch hoffen übrig zu bleiben und den typ der mitgenommen hat was geht auch noch haben wollen fand ich total abstossend und überhaupt nicht nachvollziehbar.
    ironischerweise sind es ja aber frauen die sich das anschauen und nicht männer. und auch vice versa bachelorette, schauen auch nur frauen. warum eigentlich? was ist daran reizvoll für frauen? ist das sowas tief in den genen sich gegen konkurenz durchsetzen und mit allen mitteln den alpha hahn im korb zu ergattern? ist es männlicher sexismus wenn der hahn in dieser situation nichts anbrennen lässt? sind es vielleicht auch manche frauen die eine bewerbungscouch oder ein hotelzimmer gerne zum persönlichen aufstieg nutzen die die männer in ihrem handeln motivieren. vielleicht erleben das einige mänenr öfter und nehmen dann an das alle oder die meisten frauen das so gerne hätten? sicher nciht der einzige faktor, aber ein faktor ist das bestimmt, ist das auch teil der metoo debatte oder ghet es dort nur um wirkung und nciht ursache?
    achtung, ich rede hier nicht von misshandlung. diese rote linie dürfte jedem klar sein.
    ich lese aber auch in diesem forum viel von frauen die ihren chef wollen und ihn oft auch kriegen.
    diese beliebtheit von mächtigen personen macht sie vielleicht überheblich und überselbstbewusst so das sie annehmen jede frau die von ihnen angemacht wird weiss das zu schätzen und empfindet es nciht belästigend?
    ich habe schon den eindruck das viele frauen da ambivalent sind. amcht der schnuckelige chef einen sehr zweideutigen spruch ist er ja so ein süsser filou. macht der unsympatische chef den selben spruch ist es ein fieser, schmieriger typ.
    problem, die mänenr wissen halt nciht welcher typ frau empfänger ist, der generelle erfolg motiviert sie aber es einfach mal zu versuchen.
    Geändert von homo_faber (27.01.2018 um 10:10 Uhr)

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