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    AW: metoo - Ihr nicht?

    -wir wollen das sichwas ändert
    -kampf gegen sexismus (wie? auch mit #?)
    -mit # vorraussetzungen schaffen das man diese # nicht mehr braucht (was für eine wirkung erhofft man sich vom #?)
    -es gibt noch viel zu tun
    -mimimi

    genau mein punkt. ich kann da nichts mit anfangen. keine message. das einzige an sinnvoller wirkung das ich nachvollziehen kann ist das die ofer sich nicht als opfer fühlen müssen und als schuldig weil es viele gibt
    wobei genau da ja wieder das problem greift das vergewaltigungsopfer mit ungewollt angemachten frauen in eine opfergruppe zusammengefasst werden. das spielt vergewaltigung runter und bauscht komplimente von unsympatischen männern bekommen auf.

    danke für den text, aber eine inhaltlich konkrete erklärung ist es für mich nicht. vielleicht bin ich dazu als mann zu rational, wobei das zu vermuten wäre sexistisch. ;-)
    wissenschaft ist ja auch sexistisch weil nachgewiesener massen frauen stärker die emotionale hirnhälfte bemühen und männer mehr die rationale.

  2. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von homo_faber Beitrag anzeigen
    keine message.
    Dann noch mal ein weiterer Auszug blau auf weiß:

    #metoo heißt nicht: Ich Ärmste. Diesem Hashtag sein eigenes Mimimi entgegenstellen zu wollen, zielt am Wesen vorbei. Das ist kein Wettbewerb, wer das größere, echtere, bessere Opfer ist. Denn so absurd es ist, das in Erinnerung rufen zu müssen: Es ist nicht geil, ein Opfer zu sein.

    Wenn sich jetzt Frauen trauen, sich und das, was sie erleb(t)en, sichtbar zu machen, dann geht es nicht um den Victim Of The Year Award. Es geht um Solidarität.

    Zu lange hat man Frauen, die Missbrauch erlitten haben, in die Ecke gestellt. Ach, so eine bist du also. Das erklärt einiges. Jetzt verstehe ich endlich, warum du so komisch drauf bist. Na, das wird schon nicht von ungefähr gekommen sein. Manche ziehen so etwas ja regelrecht an. Schau dich doch mal an, ist doch klar, warum dir das passiert ist. Hättest du mal. Wärst du mal nicht. Du hättest es in der Hand gehabt. Letzten Endes war es deine eigene Entscheidung. Deine eigene Schuld. Jetzt auf andere mit dem Finger zeigen, das ist zu billig. Weil gib es doch zu: In Wahrheit und eigentlich und im Grunde genommen hast du es doch auch gewollt.


    Der Kernsatz ist von mir gefettet.

    Vielleicht, aber auch nur vielleicht, können manche Männer mit Solidarität unter Frauen nicht viel anfangen. Dann ist das eben so.

    Was ich viel bedenklicher finde, dass der letzte Absatz des Auszugs offenbar auch und gerade der Ansicht von Frauen entspricht. Wenn ich allein lese, was in diesem Strang schon unsägliches geschrieben wurde.


    Quelle

  3. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zu lange hat man Frauen, die Missbrauch erlitten haben, in die Ecke gestellt. Ach, so eine bist du also. Das erklärt einiges. Jetzt verstehe ich endlich, warum du so komisch drauf bist. Na, das wird schon nicht von ungefähr gekommen sein.
    ok ich gebs auf. ich bin jahrgang 76 und ich habe nie in meinem leben jemand getroffen (zum glück) der so etwas über missbrauchopfer gesagt hat. vielleicht verkehre ich einfach in den falschen kreisen um metoo zu verstehen.

    ok solidarität also. meine solidarität habt ihr, aber auch schon vor 30 jahren

  4. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht, aber auch nur vielleicht, können manche Männer mit Solidarität unter Frauen nicht viel anfangen. Dann ist das eben so.
    An der unter den Frauen selbst mangelt es auch mitunter.

    Was ich viel bedenklicher finde, dass der letzte Absatz des Auszugs offenbar auch und gerade der Ansicht von Frauen entspricht. Wenn ich allein lese, was in diesem Strang schon unsägliches geschrieben wurde.
    Lies auch mal im Straftatenstrang.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Es handelt sich demnach um einen Missbrauch im Fortsetzungszusammenhang, um Serientaten. Die Gleichgültigkeit von Produktionsfirmen, Rundfunk- und Fernsehanstalten den Opfern gegenüber kann man Beihilfe zum sexuellen Missbrauch nennen. Die Auftraggeber haben den Mann weitermachen lassen, haben ihm Aufträge erteilt. Sie haben seine Übergriffigkeiten, sein demütigendes Treiben und seine aggressive Geilheit als Ausdruck des Wedelschen Ingeniums toleriert.
    Es war eine gesellschaftliche Übereinkunft, dass man den Mann gewähren liess, weil er Macht und Einfluss hatte. es gab viele Mitwisser: die Mitarbeiter am Set, alle Hilfskräfte, die anderen Schauspieler und die Produzenten/Auftrageber.
    Alle haben geschwiegen.

    Es genügt nicht, dass Geschehen von gestern an das Licht zu holen und darüber zu reden, man muss das heutige Geschehen verhindern oder unmöglich machen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da muss einiges politisch in die Wege geleitet werden, um solche Machtpositionen auf ein Minimum zu reduzieren.
    So ist es.
    Ich meine, eher gesellschaftlich, moralisch, ethisch, muss einiges in die Wege geleitet werden.
    Wir benötigen eine gesellschaftliche Übereinkunft, dass Machtpositionen nicht ausgenutzt und nicht missbraucht werden dürfen und wir brauchen eine Übereinkunft, dass alle MitwisserInnen ihren Mund aufmachen und dagegen einschreiten oder Hilfe holen.

    Nur weil Mitwisser schweigen, auch die Opfer! können Männer weiter ihre Macht missbrauchen.

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Und auch hier gilt:
    Eine Frau, die nach einem Date mit zum Mann in die Wohnung geht, zeigt ihre Einwilligung, mit ihm Sex zu wollen.
    Nein.

    Eine Frau, die flirtet, ist an Sex interessiert..
    Nein.

    Wenn sie keinen Sex möchte, muss sie nein sagen - sie geht nicht mit in die Wohnung, sie flirtet nicht, sie lässt sich nicht anfassen, küssen, sie sagt nein. Das ist deutlich genug.
    Nein.

    Es darf nicht sein, dass zuerst die Bereitschaft zu Sex gezeigt wird, der Geschlechtsverkehr erfolgt und danach die Frau eine Vergewaltigung anzeigt. Damit wird etwas im Nachhinein unter Strafe gestellt.
    Was unterstellst Du da den Frauen, die Gewalt erfahren haben?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Deswegen ist es gut, dem Mann frühzeitig mitzuteilen, dass frau nicht als Sexpartner an ihm interessiert ist, und danach sofort mit dem Flirten aufzuhören.
    Nein.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Leute, die damals mitgewirkt haben, die Mauer des Schweigens zu errichten, wirken heute zum Teil mit, sie einzureißen. Wedel wird rundgemacht, und alle, die damals sein "Privatleben" geschützt haben, werden außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung weiterhin ihre fetten Renten einstreichen.
    Du meinst, die Mitwisser die die Gewalt akzeptiert haben auch zu ihrem eigenem Vorteil, können jetzt den Stab brechen, weil ihnen keine Verfolgung droht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch, kann sie. Aber dann muss sie es DEUTLICH SAGEN oder GEHEN.
    Auch eine Zärtlichkeit, auch eine Erregung kann an einem Punkt abgebrochen werden, wenn es einer nicht (mehr) gefällt.

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Natürlich ist ein Nein ein Nein und der Mann hat das zu respektieren.
    Unbedingt.

    Nur muss sich eine Frau nicht bewusst und freiwillig in eine gefährliche Situation bringen, indem sie dem unbekannten Mann in seine Wohnung folgt.
    Verwandelt sich jeder Mann in seiner Wohnung zu einem gefährlichen wütenden Menschen, der einer Frau Gewalt auf jeden Fall antut?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, warum die mutmaßlichen Opfer des Herrn Wedel nicht damals schon vor Gericht gegangen sind - vielleicht befürchteten sie, gegen den bekannten Regisseur, der sich vermutlich sehr gute Anwälte hätte leisten können, vor Gericht nicht anzukommen? Vielleicht hatten sie Sorge, dass ihr Name und Ruf in der Filmwelt dadurch beschmutzt werden könnte, dass sie es wagten, gegen den "Fernsehgott" D. Wedel zu prozessieren - unabhängig vom Ausgang des Prozesses, und umso mehr natürlich im Fall des Verlierens?)
    Ich denke, sie hatten vor allem Sorge dass die Gewalttat an ihnen als Makel hängen bleibt.
    (Klar ist es gefährlich, einem Mann, den frau gerade erst kennenlernt, in seine Wohnung zu folgen, das weiß jede junge Frau.
    Verwandelt sich jeder Mann in seiner Wohnung zu einem gefährlichen wütenden Menschen, der einer Frau Gewalt auf jeden Fall antut?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wie wird in dem Artikel geschrieben, es hätte ihr keiner geholfen. Er war damals ein Fernsehgott.
    Ein bekannter Regisseur mit viel Macht und Einfluss, der gute Filme drehte. Den wollte man nicht verlieren als Produzent...

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Dass Schauspieler abseits ihres Idealismus und ihrer Spielfreude ein hartes Brot haben in der Masse, ist mir schon klar.
    Aber musste man sich unbedingt hergeben, wenn es so fies war??????
    Ich verstehe nicht ganz. Du meinst, was muss Frau auch Schauspielerin werden, kann sie nicht was Anständiges machen?

    Zitat Zitat von homo_faber Beitrag anzeigen
    was fordert metoo?
    Dass die geschilderten Erlebnisse nicht mehr möglich sind aufgrund neuer gesellschaftlicher Übereinkünfte.
    Geändert von Lukulla (26.01.2018 um 18:49 Uhr)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  6. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von homo_faber Beitrag anzeigen
    ok ich gebs auf. ich bin jahrgang 76 und ich habe nie in meinem leben jemand getroffen (zum glück) der so etwas über missbrauchopfer gesagt hat. vielleicht verkehre ich einfach in den falschen kreisen um metoo zu verstehen.

    ok solidarität also. meine solidarität habt ihr, aber auch schon vor 30 jahren
    I mog di. Und ich schließe mich an, habe sowas auch noch nie von jemandem gehört. Und ja, das liegt sicher an den Kreisen, in denen man verkehrt, denn es gibt sie ja leider, die Frauenverächter (sogar unter Frauen gibt es welche).

  7. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Du meinst, die Mitwisser die die Gewalt akzeptiert haben auch zu ihrem eigenem Vorteil, können jetzt den Stab brechen, weil ihnen keine Verfolgung droht?
    Nein. Sie tun einfach so, als hätten sie nie etwas damit zu tun gehabt, obwohl das System ohne ihre aktive Mitwirkung nicht hätte existieren können. Es sind Mittäter, die nie zur Verantwortung gezogen werden. Sie werden den öffentlichen Hass auf Wedel fokussieren und weiterhin friedlich leben. Oder weiß jemand, wie der damalige Intendant des SR hieß? Ist er mittlerweile angezeigt worden?

  8. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    @homo_faber: markierst du den Text im Zitat von #3663 bitte blau?

    Das ist Original-Text aus dem Artikel, den ich verlinkt habe.

    Nur der Ordnung halber. Danke.

  9. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zu lange hat man Frauen, die Missbrauch erlitten haben, in die Ecke gestellt. Ach, so eine bist du also. Das erklärt einiges. Jetzt verstehe ich endlich, warum du so komisch drauf bist. Na, das wird schon nicht von ungefähr gekommen sein. Manche ziehen so etwas ja regelrecht an. Schau dich doch mal an, ist doch klar, warum dir das passiert ist.
    Hab ich noch nie so mitbekommen.

    Hättest du mal. Wärst du mal nicht. Du hättest es in der Hand gehabt. Letzten Endes war es deine eigene Entscheidung. Deine eigene Schuld. Jetzt auf andere mit dem Finger zeigen, das ist zu billig. Weil gib es doch zu: In Wahrheit und eigentlich und im Grunde genommen hast du es doch auch gewollt.
    Das ist nicht immer so - aber es ist auch nicht immer nicht so.

    Die zentrale Frage bleibt bei vielem was unter me too subsummiert wird tatsächlich, wieso hast du das mitgemacht, da es in vielen Fällen eben Handlungsalternativen gegeben hätte.

    Dass ich als Frau wie das Kaninchen vor der Schlange handlungsunfähig bin, in Fällen ohne Gewaltandrohung, nur mit sagen wir mal eventuell unangenehmen Konsequenzen wie eben eine Rolle nicht bekommen (was man in dem Moment übrigens auch noch gar nicht wissen kann) - das kann ich einfach nicht nachvollziehen.

    Ja, wärst du mal nicht zu einem Regisseur ins Hotelzimmer gegangen, der dir schon offensichtlich nackt unterm Bademantel die Tür aufgemacht hat. Oder wärst du gegangen als es offensichtlich war was er von dir wollte. Es gab Frauen, die auf dem Absatz kehrt gemacht haben, und dennoch weiter als Schauspielerin beschäftigt wurden. Wer das dauerhaft ausblendet macht sich nicht glaubwürdiger.

    Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt, das wäre meine Botschaft. Also viel eher: mit mir nicht, als mit mir auch.
    Geändert von Inaktiver User (26.01.2018 um 19:23 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Solidarität wünsche ich mir auch, indem solche Sendungen wie der Bachelor oder Topmodel nicht mehr gezeigt werden. Das ist für mich Nötigung und Ausbeutung von Menschen.

    Solange die Menschen keine Gedanken lesen können, müssen sie sagen, was sie nicht wollen, und sich nicht vorsätzlich, wissentlich und freiwillig in Gefahr begeben.

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