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Thema: metoo - Ihr nicht?
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27.10.2017, 08:29
AW: metoo - Ihr nicht?
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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27.10.2017, 08:49Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das ist leider ein ganz anderes Thema.
Die ganzen metoo-Klagen haben unter Ausschluss der Öffentlichkeit, bzw. unter der Anwesenheit von Komplizen stattgefunden. Sie finden auch nach wie vor statt und werden niemals offenbar werden, außer in den Fällen, wo ein Mann in Ungnade fällt. Dazu sind in Summe die Vorteile aus dem Verhalten für Frauen zu groß.
Bei den getrennten Zugabteilen hingegen geht es um öffentliche Belästigung und Bedrohung, ein Thema, das aufgrund der demografischen Neuordnung erheblich an Schärfe gewonnen hat. Hier hat der Staat eindeutig die Aufgabe, für Sicherheit im öffentlichen Raum zu sorgen. Dass er das tut, indem er auf Geschlechtertrennung setzt, ist eine Kapitulation vor dem Problem.
So isses!
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27.10.2017, 08:54
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27.10.2017, 08:55
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27.10.2017, 09:03
AW: metoo - Ihr nicht?
Nun, ich erwarte schon, dass die (in diesen Fällen) Männer sich kümmern.
Nicht, weil die 'Frauchen' damit überfordert sind, sondern weil es im Beruf angebrachter ist, sich um das zu kümmern, wofür man bezahlt wird, nämlich den Job machen. Wir sind ja schliesslich nicht mehr bei Mad Men.
Ich bin raus hier, die Diskussion ist mir zu zerfranst."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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27.10.2017, 09:04Inaktiver User
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27.10.2017, 09:06
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27.10.2017, 09:20Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Inwiefern wird sich denn damit sachlich auseinander gesetzt. „Macht doch die Bluse zu“ ist nicht sachlich.
Und der Ton bei den Berichten über sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen geht doch auch eher in Richtung „Deal with it“. Wenn es doch wenigstens „echte“ Vergewaltigungen mit Tätern aus „acharischen Kulturkreisen“ wären.
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27.10.2017, 09:30Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
- Nachlieferung
Wenn keine Frau auf der Casting-Couch Platz nehmen würde, bzw. jeden Übergriff unmittelbar zur Anzeige bringen würde, ist kaum anzunehmen, dass weibliche Filmrollen nicht mehr besetzt und Schauspielerinnen nicht mehr gekürt werden. Sondern die Casting-Couch würde aufhören zu existieren.
Das passt vielen Frauen nicht, weil sie bereit sind, für einen vermeintlichen oder tatsächlichen Vorteil alles zu tun und weil strategischer Beischlaf einen oftmals anstrengungslos weiterbringt.
Sexuelle Übegriffigkeit lohnt sich, deshalb praktizieren viele Männer sie. Und solange sie sich lohnt, wird sie praktiziert werden.
Dass andere Frauen darunter zu leiden haben - Pech!
Von Männern zu erwarten, dass sie rein aus Anstand auf leicht erhältlichen Beischlaf mit schönen Frauen verzichten, wird nur zu einem geringen Teil funktionieren. Es wird erst funktionieren, wenn eine ordentliche Portion Leidensdruck dazukommt. Dafür sehe ich keinen Anhaltspunkt, denn die metoo-Frauen jammern jetzt das Netz mit ihren Erfahrungen voll, aber wie viele davon zeigen ihre Belästiger wirklich an? Wie viele sind bereit, die Strukturen der Komplizenschaft offen zu legen?
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27.10.2017, 09:43
AW: metoo - Ihr nicht?
*Shakehands*
Vielleicht bin ich einfach nur in der glücklichen Position, belästigende Blicke oder primitive Sprüche von Männern als das abhaken zu können, was es ist- ungezogen und dumm.
Wohl der, die beruflich noch nie auf das Wohlwollen eines geifernden und unverschämten Mannes angewiesen war, oder der ganz einfach Geld, Macht, Einfluss, Ruhm tbc ziemlich am Hintern vorbeigehen und die sich darum nicht in die entsprechenden Arenen begeben (muss).
Ich möchte übrigens nicht in Abrede stellen, dass sich bei beruflichen Abhängigkeiten sehr unschöne Szenarien abspielen.
In Gruppen zusammenstehende, laute Männer, die Ficki-Ficki rufen und obszöne Gesten machen und sich bedrohlich aufbauen, sind auch nicht das, was ich als harmlosen missglückten Flirtversuch bezeichnen würde.
Wer sich aber in freier Wildbahn von jedem grenzdebilen Spruch oder geierndem Blick vom Arbeitskollegen, Busfahrer, Bauarbeiter oder Eisverkäufer schon so gedemütigt und persönlich angegriffen fühlt, dass frau am liebsten die große Gartenschere zücken oder den Typ mit Schweinemaske auf dem Marktplatz angeprangert sehen möchte, oder erst einen Vorteil daraus zieht, um sich dann öffentlichkeitswirksam zu echauffieren, dann sagt das aber mindestens soviel über sie, wie über den "Täter" aus.
Völlig unverhältnismäßig, das ganze.
Und Marat, auch wenn du das etwas überspitzt dargestellt hast, ich finde du hast völlig recht. Und wie gut es dem Selbstbewusstsein der entsprechenden Damenwelt wohl tut, wenn sie aus Sicherheitsgründen den Rest ihres Lebens gemieden, geschnitten und ignoriert wird, möchte ich mir lieber gar nicht ausmalen.



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