Ich kann ja immer wieder nur staunen, dass Rollenbilder entwickelt werden sollen (von welcher anonymen Behörde auch immer), anstatt ganz einfach bei sich selbst anzufangen, ohne auf andere zu warten.
Da wird von neuer Sensibilität geschwafelt, die ein Mann auch ohne Instruktionen, Regel- und Handbücher, ganz ohne Mami und Papi, ohne Belohnungssysteme etc. ganz einfach selbst einleiten kann. Wenn Mann sich nicht selbst vertraut, braucht er wohl nicht 10 sondern 5000 Gebote. So wird das definitiv nichts.
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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11.01.2018, 18:37Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
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12.01.2018, 13:47
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich weiß nicht, ich werde immer wiederborstig, wenn mir jemand revolutionär etwas Neues aufdrücken will, und dann gar noch Sensibilität
liberte, egalite, sensibilite ! Stürmen wir die Mauern, ladies.
Wie das im Original ausgegangen ist, weiß ja hoffentlich noch jeder
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12.01.2018, 23:27
AW: metoo - Ihr nicht?
metoo ohne Catherine Deneuve, dem Spiegel gefällt das natürlich gar nicht
#MeToo-Debatte: Catherine Deneuve kann gerne weiter flirten - Kommentar - SPIEGEL ONLINE
genau wie dem Tagesspiegel
Sexismus-Debatte: Gegenwind fur "MeToo"-Kritikerinnen um Deneuve - Kultur - Tagesspiegel
Den die kluge Dame befürchtet eine totalitäre Gesellschaft
#MeToo: Catherine Deneuve befurchtet totalitare Gesellschaft
andere jubeln Ihr für Ihren Offenen Brief dagegen zu
Danke, Catherine Deneuve, fur den #MeToo-Brief - WELTGeändert von Punpun (12.01.2018 um 23:33 Uhr)
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13.01.2018, 01:46Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Prüderie (keine Haut mehr zeigen auf Werbeplakaten z.B.) und befangenes Verhalten unter den Geschlechtern, das ist ja der falsche Weg, wenn es um die Gleichberechtigung und Emanzipation der Frau geht. Eine gleichberechtigte und emanzipierte Frau darf sowohl schön sein, als auch bemerkbar, sie darf sogar dafür Komplimente erhalten z.B., und sie darf sich ganz selbstverständlich zeigen (selbst dann, wenn sie mal nicht so schön ist).
Geändert von Inaktiver User (13.01.2018 um 02:06 Uhr)
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13.01.2018, 08:06
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13.01.2018, 08:17Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Danke, ihr Französinnen!

Dann passierte der Irrsinn: Millionen Frauen der freiesten, aufgeklärtesten und fröhlichsten Länder der Welt schrieben auf Twitter, welche Übergriffe ihnen irgendwann passiert waren, Großes wie Kleines, alles galt gleich. Man gewann den Eindruck, im Westen könne keine Frau mehr mit einem Mann einen Fahrstuhl oder ein Besprechungszimmer betreten, ohne geschändet zu werden.
Metoo war überall. Alle Männer waren Schweine, alle Frauen Opfer.
...
Wer differenzieren wollte, brach die als „Frauensolidarität“ getarnte Meinungsdiktatur. 50 Jahre sexuelle Befreiung und Emanzipation und die noch viel ältere Fähigkeit, sich gegenseitig zu respektieren oder in die Grenzen zu weisen – das alles schien pulverisiert und weggeblasen.
Und das hier:
„eine Freiheit, jemandem lästig zu werden, die für die sexuelle Freiheit unerlässlich ist“
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13.01.2018, 09:59Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Für die Undifferenziertheit der Adressaten können die Betroffenen nichts, die sich an der metoo-Kampagne beteiligt haben. Auch wenn das sicher so einige gerne gehabt hätten, dass diese Frauen (und Männer) die Klappe halten, um das schöne Bild nicht zu stören.
Wie man darauf kommt, dass nunmehr deshalb das Flirten und der Umgang zwischen Männern und Frauen in Gefahr wäre, erschließt sich mir persönlich auch nicht. Der wird doch wenn von den übergriffigen Menschen gefährdet und nicht von denen, die das benennen und sich dagegen einsetzen.
Dass man seine sexuelle Freiheit angeblich nur ausleben kann, indem man Mitmenschen lästig werden darf (mehr als derzeit erlaubt?), finde ich befremdlich.Geändert von Inaktiver User (13.01.2018 um 10:05 Uhr)
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13.01.2018, 10:07Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Du irrst - man stört sich ja genau daran, dass diese Frauen jahrzehntelang die Klappe gehalten haben, warum auch immer, und jetzt damit ums Eck kommen.
Es ist einfach absurd zu behaupten, man hätte sich im Jahr 2007 oder 1997 nicht gegen sexuelle Belästigung zur Wehr setzen können, weil "das Klima" nicht so war. Also ich hab das anders in Erinnerung, da waren Frauen unterwegs, die schon zwanzig Jahre vorher ihre BHs verbrannt und für das Recht auf Abtreibung gekämpft haben.
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13.01.2018, 10:14Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das ist doch Sache der Betroffenen, ob und wann sie das publik machen. Zumal es Betroffene gab, die das damals schon thematisiert haben, aber als Einzelstimme untergegangen sind.
Und warst du damals in Hollywood selbst in diesem Metier, dass du so gut weißt, inwiefern sich Betroffene damals schon mehr Gehör hätten verschaffen können?
Ich finde das anmaßend als Dritter da besser zu meinen, wie "das Klima" da war intern. Vor allem, wenn es so viele übereinstimmend ähnlich wahrgenommen haben von den "Insidern".
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13.01.2018, 10:17
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich kenne doch eine Menge unsicherer Männer. Was ist ok und was nicht? - so eindeutig und leicht zu bestimmen ist das eben nicht.
Bis hin zu einigen Männern, auch jungen Männern, die finden, diese Sache mit den Frauen lassen sie am liebsten gleich ganz bleiben, im Vergleich zu dem, was man gewinnt, überwiegt der Ärger und die Unannehmlichkeiten.
Es ist ja nicht das Ziel, lästig zu sein; aber es kann halt mal passieren. unabsichtlich. Aus Ungeschicklichkeit und Verlegenheit. Nicht aus bösem Willen.Dass man seine sexuelle Freiheit angeblich nur ausleben kann, indem man Mitmenschen lästig werden darf (mehr als derzeit erlaubt?), finde ich befremdlich.
Anzunehmen, dass ob Männer immer perfekt souverän und Herr ihrer selbst sind, und immer die perfekte Kommunikationsvariante in einer gegebenen Situation erkennen können, ist doch arg optimistisch.
Man muss sich gegenseitig auch mal Fehler verzeihen können. Und freundlich darauf aufmerksam machen, falls welche geschehen. Und auch wieder mal eine Chance geben.
Doch wenn ich auch die Geschichten hier auf dem Forum lese - ein Mann ist nur leicht neben der von der Frau im Voraus definierten Spur - und wird dann auch gleich sofort abgeschossen. Das kann's doch nicht sein.
gruss, barbara



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