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  1. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Was ich mir konkret vorstelle, sprengt den Rahmen dessen, was das Gesetz hergibt. ...
    Danke, das reicht. Mir bis zur Unterlippe. Daher erübrigt sich für mich jede weitere Diskussion darüber.

  2. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Was das "Wehren" angeht.

    Ich hatte mich damals gewehrt, mit aller Kraft. Dieses Axxxx fühlte sich dadurch, so mein Eindruck,
    noch mehr angestachelt. Es hat ihn regelrecht (zusätzlich) aufgegeilt und ich bin so froh, ihm entkommen zu sein.
    Rein körperlich hätte ich keine Chance gehabt.

  3. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Das kannst du alles beisammen in einem Thread lassen, weil die Ausgangsbasis Sexismus am Arbeitsplatz ist - das MeToo-Thema.

    Das Thema Übergriffe und Belästigung überall außer am Arbeitsplatz wurde im Köln-Strang ausführlichst behandelt und findet sich bei Gelegenheit immer wieder im Straftaten-Strang.
    Mir ging es darum mit meinem Vorschlag, wie man diese Endlos-Im-Kreis-"Diskussion" hier mal beenden könnte. Das eigentliche Thema ist doch inzwischen völlig untergegangen.

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Was in diesem Strang fehlt sind Erfahrungsbeispiele von Frauen zu MeToo (bei der Arbeit!), Beispiele, wie Betriebsleitungen sich dazu verhalten, wer welche Anlaufstellen hat oder ob es gar keine gibt, das Thema gar nicht oder inzwischen doch erwähnt/bearbeitet wird etc..
    Welcher betroffene User soll sich das hier den antun und sich hier outen?! ... Zumal sich hier durchaus User gemeldet haben, die belästigt wurden. Auch am Arbeitsplatz.

    Aber nachdem ich mitverfolgt habe, wie ignorant mit deren Beiträgen umgegangen wurde plus dieses ewige Hickhack hier mit "die (potentiellen) Täter und das täterbegünstigende gesellschaftliche Umfeld müssen sich ändern" vs. "Frauen müssen sich wehren lernen", kann ich jeden verstehen, der den Teufel tun wird, hier als Betroffener seine persönliche Geschichte zu erzählen. Ums Thema geht es doch schon lange nicht mehr hier, sondern nur um diese bescheuerte, sinnfreie Diskussion darüber, über welche der Unterpunkte man hier diskutieren soll/darf.

    User A schreibt: Das Umfeld muss sich ändern!
    User B schreibt: Die Frauen müssen lernen, sich zu wehren!
    [Endlos-Diskussion on]

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Ich kann von meinem Arbeitgeber berichten:

    Es gibt eine Verhaltensrichtlinie, in der ( unten anderem) erfasst ist, dass sexuelle Anspielungen, unerwünschte Berührungen sowie "offene sexuelle Angebote" nicht geduldet werden.
    Im gleichen Kontext findet man auch den Hinweis auf das Verbot rassistischer Äußerungen, in etwa ähnelt diese Richtlinie den Vorschriften des AGG. Stammt aus den frühen 2000ern.
    Wir haben eine Beschwerdestelle, das ist die Kollegin, die auch für das BEM zuständig ist. Sie ist eine ruhige, ausgeglichene Person, die allein von ihrem Wesen her jemand ist, dem man leichter etwas anvertraut. Sie ist schon lange da und für alle möglichen Probleme Anlaufpunkt Nr. 1, ob beruflicher oder halb privater Natur...es gibt ja so Fälle, wo es sich überlappt... jemand hat arge Geldsorgen und fürchtet eine Pfändung, ein Kollege meint, ein Mitarbeiter hat häufig eine Fahne oder wirkt anderweitig bedröhnt, es fühlt sich jemand gemobbt, eine Kollegin hat sich vom Partner getrennt, will das nicht an die große Glocke hängen, hat aber nun ein Problem mit dem Schichtdienst und bräuchte ein paar Wochen Zeit, die Kinderbetreuung zu organisieren....
    Der Ablauf einer Beschwerde ist verschieden und hängt von der Schwere des Vorfalls ab. Außerdem von den Vorstellungen der Beschwerdeführerin. Was wünscht sie sich? Das kann ein Gespräch mit ihr und dem Kollegen sein, in dem ihm klargemacht wird so geht's nicht, ihm werden die beruflichen Konsequenzen aufgezeigt ( das passiert schon mal wenn zwei Azubis betroffen sind. Oftmals reicht schon, den jungen Männern klarzumachen, dass nicht alles lustig ist, was sie lustig finden...ist das Verhältnis untereinander gut, lässt sich damit schon etliches klären), es gibt die Möglichkeit, dass sie ohne Namensnennung der Betroffenen mit dem direkten Vorgesetzten spricht, es gibt eine Beschwerde über Kollege X wegen y....dann muss der Vorgesetzte ein entsprechendes Gespräch führen... aber sie schaltet auch BR und Geschäftsleitung ein, wenn nötig. Das kann dann bis zur sofortigen, bezahlten Freistellung mit Kündigung gehen.
    Sexuelle Belästigung ist kein Kavaliersdelikt sondern wird genauso behandelt wie z.B. rassistische Äußerungen.

    Ich denke, es ist schon wichtig, dass betroffene Frauen merken: Ich werde ernst genommen und es passiert etwas.

  5. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Hier lesen und schreiben mehrere Männer mit.
    Das weiß ich wohl, aber ich kann nicht behaupten, dass ich dich/euch kennen würde.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Kistenkumpel Beitrag anzeigen
    Selbst wenn ich Moderator wäre, hätte ich nicht zu entscheiden, was was bringt. Aber meine Meinung darf ich dennoch sagen.

    Vielleicht erklärst Du erst mal, was es bringen soll, nun auch noch die #metoo-Debatte und damit diesen Thread auf vermeintliche oder tatsächliche Asylbewerber/Flüchtlinge umzubiegen, die sexuell übergrifffig werden oder Sexualstraftaten begehen?
    Oder besser, spare es Dir, ist m.E. nämlich offtopic.
    Ich erkläre Menschen, die in einem solchen Ton auftreten, grundsätzlich gar nichts. Es steht dir allerdings frei, anhand des zitierten Beitrages selbst zu recherchieren, auf welchen Beitrag ich geantwortet habe und wie sich das Gespräch entwickelt hat.

  7. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich kann von meinem Arbeitgeber berichten:
    ...Das kann dann bis zur sofortigen, bezahlten Freistellung mit Kündigung gehen.
    Sexuelle Belästigung ist kein Kavaliersdelikt sondern wird genauso behandelt wie z.B. rassistische Äußerungen.

    Ich denke, es ist schon wichtig, dass betroffene Frauen merken: Ich werde ernst genommen und es passiert etwas.
    Da hast Du aber einen diesbezüglich vorbildlichen Arbeitgeber.
    Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass sexuelle oder rassistische Übergriffe auch als Störung des Betriebsfriedens aufgefasst werden können. Und die berechtigt zu fristlosen Kündigung.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welcher betroffene User soll sich das hier den antun und sich hier outen?! ... Zumal sich hier durchaus User gemeldet haben, die belästigt wurden. Auch am Arbeitsplatz.


    User A schreibt: Das Umfeld muss sich ändern!
    User B schreibt: Die Frauen müssen lernen, sich zu wehren!
    [Endlos-Diskussion on]
    Stimmt. Ermüdenderweise kommen dann auch noch die immergleichen Missverständnisse hinzu.

    User A zu User B: warum musst du immer den Frauen die Schuld geben.

    User B zu User A wieso Schuld, ich meine doch nur ...... usw

    Nicht zum ersten Mal halte ich das Denken in Schuldkategorien für sehr hinderlich beim Diskutieren.

    Inhaltlich liegt die Lösung vermutlich in der Änderung des Umfeldes UND er Eigenverantwortung der Frauen. Diese Gleichzeitige kommt in der Diskussion zu kurz.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Naja, mein Arbeitgeber hat Vor und Nachteile, wie die meisten anderen Arbeitgeber auch... aber es stimmt schon, rund um "Soziales und Gemenschel" läuft es gut.

    Aber auch erst, nachdem es ein paar Mal nach dem Motto "Einige Dinge lernt man blutig" lief.
    Die Herkunft, Sozialisation und der Bildungsgrad der Mitarbeiter ist extrem breit gefächert. Am Anfang gab's Problem mit dummen Sprüchen gegenüber Mitarbeitern mit Migrationshintergrund. Hatte man das im Griff, gab es die ersten Fälle von Diebstahl oder Alkohol am Arbeitsplatz.
    Als das Feld beackert war fiel auf- nicht jeder, den seinen Job lange Zeit sehr gut und zuverlässig ausführt eignet sich naturgemäß zum Vorgesetzten, also bringen wir es ihnen bei ... zeitgleich änderte sich die Regelung von Erziehungurlaub auf Elternzeit und selbst die Geschäftsleitung möchte nicht vom frühen Morgen bis zum späten Abend im Büro hocken, ausserdem finden wir kein qualifiziertes Personal, wenn wir da nicht flexibler werden, und dann fiel auf, dass etliche Herren ihre Ehefrauen anscheinend noch mit der Keule erlegt haben, also müssen wir ihnen beibringen, dass die Steinzeit vorbei ist. Und wer ein Mammut oder Säbelzahntiger bleiben will, der fällt Darwin zum Opfer.
    Das war ein Prozess, der sich über 20 Jahre zog.
    Geändert von Sasapi (01.12.2017 um 21:16 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von knirrsch Beitrag anzeigen
    Was nötig ist, ist in erster Linie ein gesellschaftliches Klima, in dem belästigte Frauen sich mit ihren Beschwerden ernst genommen fühlen. Reaktionen mit dem Ziel der Verharmlosung wie "die soll sich mal nicht so anstellen", "hat er doch bestimmt nicht so gemeint" oder "erst jetzt, wo ihre Karriere nicht mehr gefährdet ist, macht sie den Mund auf" sollten ebenso offen kritisiert werden wie sexistische Sprüche und Grabschereien. Ein Klima, in dem nicht weggeguckt wird, wenn Frauen betatscht und angegangen werden, sondern ihnen, wenn nötig geholfen wird, gerade von Frauen. Und vor allem ein Klima, in dem Frauen sich nicht mehr schämen, wenn sie Opfer geworden sind, beziehungsweise sie unterstützt werden, ihre Scham abzulegen, statt sie mit Schuldzuweisungen zu vergrößern. Um das zu erreichen ist aber eine Menge Solidarität unter Frauen nötig, an deren Existenz ich leider zunehmend zweifle.
    Ja, sicher. Aber was ist, wenn du in der Firma so einen Klüngel vor dir hast a la "Eine Krähe hackt der anderen keine Auge aus", wenn du alleine da stehst mit deinen Beschwerden, wenn du trotz allem gerne deinen Job behalten möchtest und du in Zukunft auch nicht Spießruten laufen willst, weil du sexuell belästigenden Kollegen XY raus"geekelt" hast?
    Das hört sich alles immer so phantastisch an, dass die Frauen sich wehren sollen. Je weniger integriert im Arbeits-Team, desto besser gehts wahrscheinlich, weil noch nicht so "verstrickt" in Hierarchien und sonstigen Arbeitswelt-Dingen.
    Und einen Zeugen brauchst du auch, um die sexuelle Belästigung glaubhaft zu machen.

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