Masochismus/Sadismus im sexuellen Kontext einer ansonsten gleichberechtigten Partnerschaft hat aber nichts mit Frauen zu treffen, die es nicht schaffen sich von prügelenden Männern zu trennen.
Ganz andere Baustelle und so auch kein Problem.....
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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20.11.2017, 12:22
AW: metoo - Ihr nicht?
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20.11.2017, 12:25Inaktiver User
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20.11.2017, 13:11
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20.11.2017, 14:54
AW: metoo - Ihr nicht?
Sexismus: Macht und Muffensausen | STERN.de Das Schlimme ist, es hört nie auf. Denn nach den sexistischen Anmerkungen zu allerlei Körperfunktionen kommen ab 45 die, auf die es keine Replik gibt, keine tödliche Killerwaffe. Dann kommen die Klimakteriumssprüche. In einer großen Runde berichtete ein Kollege kürzlich von einem Schlagersänger, dessen Konzert er besucht hatte. Einer der Chefs fragte: "Und wer geht da so hin?" Darauf der Autor: "Das sind vorwiegend ...", Pause. Und dann zu mir gewandt, der einzigen Frau im Raum: "Äh sorry, also das sind vorwiegend Frauen im Klimakterium."Als ich fragte, was genau das jetzt mit mir zu tun habe, lachten die Herren – alle um die 50 – groß und herzhaft auf.
Stern Nr. 47, 16.11.2017
Ich empfehle auch den Artikel: "Sexismus im Job? Kenne ich." Der Artikel ist leider nicht online, soweit ich das sehe. Es ist wirklich unfassbar. Da liest man von Erfahrungen und denkt, ok, 40 Jahre her. Und dann folgt eine exakt gleich gelagerte Geschichte - aus diesem Jahr.Am Ende des Sterns ein Interview mit Wowereit. Bei seinem Spruch: "Ich bin schwul. Und das ist auch gut so" hätte nun auch keiner gedacht, dass er den Stein ins Rollen bringen würde. Wer weiß, ob #MeToo nicht auch eine ähnliche Wirkung hat. Einige hier halten die Aktion für sinnlos und für nichts, was eine Veränderung bringen könnte. Beim Lesen vom Ich-bin-schwul-Zitat musste ich direkt daran denken.
Meiner Einschätzung nach hat #MeToo auch hier eine Tür zumindest geöffnet. Und es ist an uns, hier verdammt noch mal einen Fuß reinzustellen.Geändert von Fourthhandaccount (20.11.2017 um 15:20 Uhr)
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20.11.2017, 16:01
AW: metoo - Ihr nicht?
Im selben Stern ein Artikel über George Clooney.
Er möchte nicht der Mittfünfziger sein, der am Ende des Films das Mädchen küsst.
Fällt euch etwas auf?
Ich lese einen Krimi. Die tote Kleine ... Das Mädchen.
Es handelt sich um - eine Zwanzigjährige.
Umgekehrt denkbar? Der tote Kleine ... Der Junge. Der Zwanzigjährige. ?
Es läuft immer noch gewaltig etwas schief.
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20.11.2017, 18:03Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich habe in der Zeit gerade einen Artikel gelesen, der perfekt ausdrückt, was mir bei der Debatte schon seit Beginn an auffällt:
Sexismus: Wir sind doch nicht alle nur Opfer | ZEIT ONLINE
Des Weiteren führe die #MeToo-Debatte dazu, dass Frauen mal wieder in die Opferrolle gedrängt würden. Beides leuchtete mir ein. Frauen sind doch nicht nur Opfer. Sie sind manchmal auch Täter. Nicht wenige kämpfen "mit ihren eigenen Waffen", wie es Frauenmagazine so oft empfehlen.
Und dies aus dem Artikel kann ich nur dick unterstreichen:
Trotzdem sind nicht alle Männer Schweine, so wenig wie alle Frauen scheue, zum Abschuss freigegebene Rehe sind.
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20.11.2017, 18:07
AW: metoo - Ihr nicht?
Da sind wir uns doch einig, das streitet doch Keine ab. Ich bin mit einem Mann verheiratet und habe mehrfach erwähnt, kein "Reh" zu sein. Diskutiert werden muss das Thema dennoch. Und ich bin der Meinung, auch die Nicht-Rehe sollten sich hier engagieren und solidarisch zeigen. Zumindest mit denen, die leiden und im Job, und darum ging es hier, in Zwangslagen kommen.
Geändert von Fourthhandaccount (20.11.2017 um 18:21 Uhr)
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21.11.2017, 02:42
AW: metoo - Ihr nicht?
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Geändert von Ferdinand_der_Stier (21.11.2017 um 03:46 Uhr) Grund: egal
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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21.11.2017, 09:31
AW: metoo - Ihr nicht?
Glaubt irgendwer, jemand sei gern Alkoholiker oder Drogenabhängiger?
Das ist auch kein Zustand, der vom Himmel fällt.
Man ist nach dem ersten (vlt. sogar angenehmen) Rausch genausowenig abhängig oder in der Suchtspirale gefangen, wie man rettungslos in eine Gewaltbeziehung verstrickt ist, nachdem der Mann beim vierten Date das erste mal seinen herrischen Charakter durchblitzen lässt.
Da findet die entsprechend prädisponierte Frau das bestimmte, fordernde Auftreten sogar noch attraktiv und männlich. Oder sucht bereits die erste Entschuldigung für sein etwas überzogenes Auftreten. Oder findet es vertraut (weil schon Papa ein Choleriker war) und entscheidet sich für den Mann, statt zu rennen, dass sie die Hacken verliert.
Was dann folgt ist ein trauriger Prozess, aus dem anfangs auszusteigen noch relativ leicht, später logischerweise immer schwieriger wird.
Denn das wichtigste, was absolut notwendig und grundlegend für einen Ausstieg ist, ist der unbedingte Wille dazu. Und der Wille ist leider fatalerweise genau das, was systemimmanent immer stärker geschwächt und ausgehöhlt wird.
Von daher finde ich die Aussage: "Selbst schuld, wenn du bei ihm bleibst!" völlig unangemessen (und so hat das hier auch niemand geschrieben, m.E., die Frage :"(Warum) möchtest du bei ihm bleiben?" aber nicht nur berechtigt, sondern einzig zielführend. Ich glaube fest an den freien Willen des Menschen. Den zu (re)aktivieren, an diesen zu appellieren ist auch das einzige, womit eine Frau sich aus solchen Situationen überhaupt endgültig befreien kann.
Selbst wenn die Taskforce mit nem Hubschrauber angeflogen kommt und die Dame "errettet", dann rennt sie ja, wenn das nicht ihre ureigenste Überzeugung war und sie selbst ihre letzten inneren Kräfte voller Entschlossenheit für diesen Schritt mobilisiert hat, ja doch wieder zu dem prügelnden A*sch zurück.
Ich kenne zwei (ehemalige) Mitarbeiterinnen des Frauenhauses, und die wissen: Rückfallquote 90% (ähnlich Alkoholsucht, denn auch hier kann man Abstinenz nicht erzwingen); egal, ob am gleichen Abend noch wieder zurück, obwohl sie aussahen wie ein Teller bunte Knete und der Aggro übers Handy randaliert hat, oder nachdem die räumliche Trennung schon wochenlang vollzogen war, eigene Wohnung angemietet und möbliert usw. Dagegen ist man vollkommen machtlos und kann nur zusehen, wie die zum x-ten mal in ihr eigenes Verderben rennen. Den Job macht man auch nicht lange....
Was also, wenn nicht der Wille- oder nicht-Wille der Frau entscheidet in letzter Instanz darüber, ob das fortgesetzt oder endgültig beendet wird?
Ich finde es unwürdig und auch ein Stück gefährlich, da irgendetwas oder irgendjemand anderes verantwortlich für zu machen.Geändert von Spooks (21.11.2017 um 09:38 Uhr)
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21.11.2017, 13:01


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