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  1. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du machst es Männern wirklich simpel.
    Schon.

    So simpel, dass mich keiner schikaniert.

    Dafür muss ich halt allein schauen wie ich klarkomme, was manch anderen zu anstrengend ist.

  2. VIP

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist für mich der Punkt.

    Jeder kann sich entscheiden, kämpf ich oder geh ich lieber den Weg des geringsten Widerstands, und jeder wird den Weg gehen, mit dem er besser leben kann. Muss dann aber eben auch mit den Folgen leben. Das nenn ich Eigenverantwortung, und mir ist bei der ganzen Debatte nicht klar, wieso das Frauen nicht zuzumuten ist.
    Wer nicht geht, ist selbst schuld? Damit legitimierst du Gewalt.

    Kannst du dir vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht so selbstbewusst wie du durchs Leben gehen? Die bei jeder Misshandlung denken „Ich habe es verdient“? Dass es Menschen gibt, die keine andere Form von Beziehung kennen, außer die destruktive und gewaltätige? Zu jeder körperlichen Misshandlung gehört auch eine psychische, aber man muss ja nur eigenverantwortlich handeln...

    Im Jahr 2016 wurden über 4200 Kinder körperlich misshandelt. Gehen auch diese Kinder den Weg des geringsten Widerstands? Oder werden sie zu den Erwachsenen, für die Gewalt in einer Beziehung normal ist?

    Solange vom Opfer Eigenverantwortung erwartet wird, ändert sich nichts. Die Täter sind fein raus. Sei es bei physischer, psychischer oder sexueller Gewalt.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  3. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wer nicht geht, ist selbst schuld? Damit legitimierst du Gewalt.

    Kannst du dir vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht so selbstbewusst wie du durchs Leben gehen? Die bei jeder Misshandlung denken „Ich habe es verdient“? Dass es Menschen gibt, die keine andere Form von Beziehung kennen, außer die destruktive und gewaltätige? Zu jeder körperlichen Misshandlung gehört auch eine psychische, aber man muss ja nur eigenverantwortlich handeln...
    Ja. Aber wie willst du das Problem im privaten Bereich, wo Dritte keinen Zugang haben, sonst lösen?

    Ich schleppe ein Trauma mit mir rum. Von einem misshandelten Kind. Die Mutter hat mir das mal im Vertrauen gestanden. Aber nicht offiziell, und auch alle Hilfen abgelehnt. Ich habe getan, was ich konnte, dass sie oder das Kind sich offenbaren, um Hilfe zu bekommen.
    Ich bin gescheitert.

    Entweder du schaffst die Privatsphäre ab oder du lebst mit gewissen Arten von Verbrechen. Da du sehr oft keine Chance hast, an die Täter ranzukommen, musst du mit den (potenziellen) Opfern arbeiten. Auch wenn dich das gerechtigskeitsmäßig ankotzt. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

  4. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wer nicht geht, ist selbst schuld? Damit legitimierst du Gewalt.
    Ich bitte dich, mich nicht immer in diese Ecke zu drängen.

    Mir geht es eben nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lösungen und Veränderungen.

    Es gibt Hilfsangebote ohne Ende, strafrechtliche und andere Sanktionen - wenn die Betroffenen aber in der Situation bleiben, trotz alledem - dann ist ihnen nicht zu helfen.

    Und zwar nicht weil ich oder irgendwer das nicht will, und ich möchte mir das auch nicht dauernd unterstellen lassen - sondern weil es nicht möglich ist.

  5. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja. Aber wie willst du das Problem im privaten Bereich, wo Dritte keinen Zugang haben, sonst lösen?

    Ich schleppe ein Trauma mit mir rum. Von einem misshandelten Kind. Die Mutter hat mir das mal im Vertrauen gestanden. Aber nicht offiziell, und auch alle Hilfen abgelehnt. Ich habe getan, was ich konnte, dass sie oder das Kind sich offenbaren, um Hilfe zu bekommen.
    Ich bin gescheitert.

    Entweder du schaffst die Privatsphäre ab oder du lebst mit gewissen Arten von Verbrechen. Da du sehr oft keine Chance hast, an die Täter ranzukommen, musst du mit den (potenziellen) Opfern arbeiten. Auch wenn dich das gerechtigskeitsmäßig ankotzt. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
    Eine Straftat anzuzeigen ist ja nun keine "Abschaffung der Privatsphäre", und in dem von dir geschilderten Fall liegt die oberste Priorität ganz eindeutig darin, das Kind zu schützen. An den Täter "ranzukommen" kann da bestenfalls nachrangig sein und sollte Profis überlassen sein.
    Du schleppst ein Trauma mit dir rum? Doch wohl eher ein schlechtes Gewissen, weil du es nicht Fachleuten überlassen hast, das Kind vor weiterer Gewalt und Traumatisierung zu schützen.

  6. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Ich hatte mit einer Frau zu tun, deren Mann sie an den Fußgelenken aus dem Fenster gehalten hat (Gesicht zur Hauswand). Tiefes Alkoholikermilieu, beide etwa 50 Jahre alt, viel älter wirkend.
    Beim Wiederinsfensterziehen hat sie sich schwere Verletzungen zugezogen und lag im Krankenhaus.
    Sie wollte keine Aussage machen, sagte nur: "Ich hab ihn doch lieb."

    Mein Mann hat sehr viel mit Häuslicher Gewalt zu tun und sagt nur noch, da hatten sich zwei mal wieder sehr lieb....

    Das Ereignis war von Zeugen ja beobachtet worden, ich weiß gar nicht, ob der Mann verurteilt wurde, ich denke eher nicht.

  7. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich ist der Punkt: Warum machen Männer (und auch Frauen) das? Ich will Antworten von diesen Arschlöchern.
    Niemand wird als Gewalttäter, Vergewaltiger etc. geboren.

  8. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So lange prügelnde Männer eine Partnerin finden, so lange werden sie es machen. Würden die alle sitzengelassen und keine Frau mehr finden würden sie es wohl schnell sein lassen.
    Man muß genauso die Frauen so erziehen (also die weiblichen Kinder), zur Selbstachtung, daß sie sich selbst wertschätzen und Demütigungen etc. nicht hinnehmen, wie man Männer (männliche Kinder) richtig erziehen muß, - wenn man Mißbrauch, Gewalt in Beziehungen etc. "abstellen" möchte. Beide müssen zur Achtung und zur Selbstachtung erzogen werden. Eigentlich muß man da gar nicht so viel tun, man muß nur vor allem etwas sein lassen: Die Gewalt und die Unterdrückung.

  9. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eigentlich muß man da gar nicht so viel tun, man muß nur vor allem etwas sein lassen: Die Gewalt und die Unterdrückung.
    Aber da hat sich doch in den letzten Jahrzehnten gewaltig was verändert, ein Kind das in den 50er Jahren aufgewachsen ist ist einem ganz anderen Klima großgeworden als eins der 70er oder 90er Jahre.

    Und dennoch gibt es immer noch diese Gewalt in Beziehungen.

    Dass sich da so viel verbessert seh ich leider nicht, obwohl die Kinder ganz anders bestärkt werden, auch außerhalb des Elternhauses, anders als früher. Was soll man da noch tun, als Gesellschaft?

    Den aktuell Betroffenen ist doch mit diesem Verweis auf eine irgendwann mal erreichbare ideale Welt nicht geholfen?

  10. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von knirrsch Beitrag anzeigen
    Eine Straftat anzuzeigen ist ja nun keine "Abschaffung der Privatsphäre",
    äh - doch. Da wird dann jedes Detail der Situation vor vielen fremden Menschen im Detail beleuchtet, inklusive aller Hintergründe, die dazu führen, dass es so ist, wie es ist - das ist nun mal das Wesen der Justiz, dass es so sein muss.

    Die meisten schämen sich wohl schon sowieso mehr als genug, dass sie ihr Leben nicht besser auf die Reihe kriegen, ohne dass das noch in allen Details öffentlich besprochen werden muss, was da alles schief und krumm läuft.

    jemanden lieb zu haben... kann da ein letztes Fitzelchen von "ich bin doch nicht die hinterletzte und totale Versagerin" sein. Ein guter Zug, der trotz allem da ist.

    gruss, barbara

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