Die Beobachtung dürfte schon richtig sein, nur dieser Schluß:
ist voreilig, m.E. falsch. Du meinst also im Grunde, es gäbe "ein Verbrechergen".Daran ist leicht erkennbar, dass man mit Aufklärung/Erziehung allein gar nichts erreicht.
Deshalb finde ich diese "Vermischung" in dieser Debatte auch so ungünstig.
Dem widerspreche ich.
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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15.11.2017, 11:13Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
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15.11.2017, 11:19
AW: metoo - Ihr nicht?
Mach doch.
Inzwischen ist aber längst erwiesen, dass es Menschen gibt, die einen Defekt haben, der ihnen versagt, Mitgefühl zu empfinden.
Das ist eine Voraussetzung zum kaltblütigen Verbrecher. (egal welcher Art)
Dass es dann auch noch schwere Erziehungsfehler gibt, ist doch unbestritten.
Vergessen wir aber nicht, dass es noch vor einer Generation ganz üblich war, die Kinder zu ohrfeigen, in die Ecke zu stellen oder mit dem Kleiderbügel zu traktieren.
Der größte Teil der so behandelten Kinder wurde nicht zu Verbrechern.
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15.11.2017, 11:22Inaktiver User
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15.11.2017, 11:32Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Vielleicht können die Frauen auch versuchen, in ihrer Rolle als Mutter "die Gleichstellung zu leben".
Und das "in jedem einzelnen Erziehungs"akt"".
Daß Erziehung etwas ausmacht, beweisen z.B. die Schulprogramme in Kenia (ich hatte das schon verlinkt), wie wirksam wäre das erst, wenn die gute Erziehung bereits in den Familien vonstatten ginge? Und es sind nunmal meist die Frauen, die vorwiegend um die Kinder sind und sie erziehen. Zumindest haben sie (auch) einen maßgeblichen Einfluß.
(Die Väter dürfen natürlich auch gerne gut erziehen. Aber hier waren jetzt die Frauen angesprochen, in dem Beitrag, auf den ich antworte.)
Das würde das Problem lösen, ganz ohne "Kampf der Geschlechter", einfach die Jungen ganz normal erziehen (also ohne Gewalt, ohne Abwertung des einen oder anderen Geschlechts usw.). Das wäre doch mal eine Idee.
Und damit sie erfahren und dann wissen, wie das geht, braucht es: Aufklärung. Das wäre eine staatliche Aufgabe. Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung.
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15.11.2017, 11:38
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich glaube das ist ein Trugschluss, dass Kinder nur oder überwiegend von Frauen erzogen werden. Und ein ärgerlicher dazu.
Erstens orientieren sich vor allem Jungs ganz schnell an älteren Jungs und an dem Vater. Je älter sie werden desto weniger Einfluss hat die Mutter. Wenn Jungs in einer Gesellschaft aufwachsen, in der ihnen vermittelt wird, dass sie den Mädchen überlegen sind dann wird sich das in irgendeiner Weise einprägen. Das einzige was die Mutter machen kann ist etwas anderes vorzuleben. Aber dann ist sie eine Mutter, die eben nicht alleine das Kind erzieht, da sie auch andere wichtigen Dinge macht wie arbeiten zu gehen
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15.11.2017, 11:51Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich hatte schon angesetzt, aber ist das hier nicht zu ot?
Es geht ja nicht um die Frage, was ist, - was ist, ist dann Tatsache. Die Frage ist nach dem Warum, woher rührt es? Angeboren, also "Verbrechergen", oder "anerzogen"?Inzwischen ist aber längst erwiesen, dass es Menschen gibt, die einen Defekt haben, der ihnen versagt, Mitgefühl zu empfinden.
Das ist eine Voraussetzung zum kaltblütigen Verbrecher. (egal welcher Art)
Wenn nichts "behebbar" wäre, gäbe es ja gar keine erfolgreichen Psychotherapien. Auch die Schulprogramme in Kenia hätten dann keine Erfolge. Beides ist aber so. Und in Kenia erst in der Schule, wie groß wäre erst der Erfolg, wenn bereits im Elternhaus, von klein auf, normal erzogen würde (zur Gleichberechtigung, ohne Gewalt usw.).Dass es dann auch noch schwere Erziehungsfehler gibt, ist doch unbestritten.
Vergessen wir aber nicht, dass es noch vor einer Generation ganz üblich war, die Kinder zu ohrfeigen, in die Ecke zu stellen oder mit dem Kleiderbügel zu traktieren.
Der größte Teil der so behandelten Kinder wurde nicht zu Verbrechern.
Deshalb werden nicht alle "geohrfeigten Kinder" zu Gewaltverbrechern, weil die Tat aufgehoben wurde (psychologisch gesehen). Also verarbeitet, dem Kind wurde klar, daß das Sch*** ihm gegenüber war, und zwar von den Eltern. Mal als Beispiel, wenn es das einem anderen Kind erzählt, Mitgefühl erfährt, dann wirkt das sozusagen "therapeutisch". Das Geschehen wird reflektiert als das, was es war: Sch** gegenüber dem Kind.
Es gibt auch den von Alice Miller geprägten Begriff der "genügend guten Eltern". Das heißt, nicht jeder Fehler in der Erziehung hat gravierende Folgen, z.B. eine einzige Ohrfeige in der gesamten Kindheit hat vermutlich keine, vor allem, weil die Eltern, die nicht "regelmäßig" schlagen, das selber nicht gut finden, und das zum Ausdruck bringen, nicht unbedingt verbal, aber sie verhalten sich anschließend nicht selbstgerecht, das spürt ja ein Kind. Usw., ein sehr umfangreiches Thema.
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15.11.2017, 11:52
AW: metoo - Ihr nicht?
ok, ich habe eben erst gelesen, warum du dich nur auf die Mütter bezogen hast.
Ich habe nur so darauf reagiert, da ich in letzter Zeit so oft gelesen haben, dass die Mütter doch ihre Söhne so erziehen und deshalb so (Idioten) sind wie sie sind. Das ärgert mich, da es viel zu kurz greift und den Frauen mal wieder die Schuld zugeschrieben wird.
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15.11.2017, 11:53Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Der aber nicht wichtig ist, ich hatte ja ergänzt:
Außerdem, meiner Meinung nach, unterschätze den Einfluß der Mütter nicht. Ein Kind bekommt z.B. sehr wohl mit, ob die Mutter beispielsweise grobes Verhalten des Vaters (ihr gegenüber), evtl. sogar Gewalt, hinnimmt. Nur mal als Beispiel.(Die Väter dürfen natürlich auch gerne gut erziehen. Aber hier waren jetzt die Frauen angesprochen, in dem Beitrag, auf den ich antworte.)
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15.11.2017, 12:00
AW: metoo - Ihr nicht?
Über Kenia kann man ja vielleicht an anderer Stelle diskutieren.
Wenn man das so unbedingt möchte.
Libentia,
mich zermürbt die Kommunikation mit dir so sehr, nur kurz:
Es scheint so etwas wie ein "Verbrechergen" zu geben.
Es kommt durch fehlende Möglichkeit zur Empathie zum Tragen.
Der Aspekt der Erziehung kommt natürlich erschwerend hinzu.
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15.11.2017, 12:13
AW: metoo - Ihr nicht?
Missverständnis, siehe oben.
Ich glaube wir sind auch ziemlich einer Meinung.
Ja, klar lebt die Mutter mit ihrem Verhalten etwas vor. Das ist nicht zu unterschätzen. Aber die Klassenkameraden und Lehrer u.s.w prägen halt auch. Es ist ein Gesamtkonzept. Der gesellschaftliche Wandel vollzieht sich auf allen Ebenen.
Gestern habe ich erst im Kindergarten beim Abholen von meiner Tochter erlebt wie eine Jungengruppe sie nicht hat auf das Klettergerüst gehen lassen hat mit den Worten: "Mädchen dürfen hier nicht hoch". Ich habe nur gesagt, dass die Spielsachen für alle sind.
Meine Frage hier ist nur: hätte ich die Kindergärtnerinnen darauf sensibilisieren sollen? Wäre das nicht zu viel Mimimi gewesen? Die Eltern und Kindergärten hätten doch nur gesagt, dass man das nicht überbewerten darf, das seien nur kindliche Spielereien. Aber woher haben die Jungs (4-5 Jahre) diese Verhaltensweisen? Von älteren Kindern vorgelebt bekommen? Was kann man als Eltern da machen? Ich bin echt ratlos.
Natürlich habe ich meiner Tochter vermittelt, dass sie das gleiche Recht hat wie die Jungs. Aber sie ist erst 3 und hat sich dann auch nicht mehr getraut.
Das ganze sollte man vielleicht wirklich nicht überbewerten. Aber mit Kleinigkeiten fängt es halt eben an. Und meiner Meinung nach ist der Sexismus der Nährboden für sexuelle Übergriffe jeder Art.



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