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  1. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Oder können beide Erfahrungen völlig gleichwertig nebeneinander stehen, ohne dass irgendjemand von außen das bewertet?
    Können die metoo-Erfahrungen einfach mal geäußert werden ohne dass sofort jemand die Erfahrung beurteilt?
    So was von richtig. Mich wundert es auch immer, alles in einer Skala von 1 bis 10 einordnen zuwollen.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das geistert immer noch als "absolute Wahrheit" durch Universum.

    Meine Erfahrung zeigt mir, dass das dem Täter völlig egal ist.
    Er nimmt einfach rein opportunistisch die Gelegenheit wahr, ob das Opfer Selbstbewusstsein ausstrahlt oder Unsicherheit, wird er nicht erkennen, denn er ist völlig egozentrisch.
    Aus meiner Erfahrung kann ich das aber nicht bestätigen.
    Ich war mal mit einer Freundin in der Stadt abends unterwegs. Beide ca. 20 Jahre alt. Ein Typ hat meine Freundin angequatscht und sie bedrängt. Sie hat sich nicht getraut was zu sagen und nur nach unten geguckt. Ich hatte den Eindruck, das hat ihn so richtig angestachelt und hat immer weiter gemacht.
    Ich habe ihn wild an krakelt, der hat mich nur angeguckt nach dem Motto: "du störst, hau ab." Ich bin fast handgreiflich mit ihm geworden damit er endlich von ihr ablässt. Ich hatte schon den Eindruck, dass er deswegen auf sie angesprungen ist, weil sie so unsicher wirkte.

  3. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Was aber m. E. mindestens ebenso wichtig ist, ist es einen gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.
    Gesellschaftlicher Wandel entsteht dann, wenn genug Individuen in der Gesellschaft ihr Denken und Tun ändern. Gesellschaftlicher Wandel ist nie losgelöst vom Einzelnen.

    Wir leben einfach noch in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft. Auch wird alles "weibliche" tendenziell abgewertet. Alle eher weiblichen Tätigkeiten und Berufe werden abgewertet.
    Wobei es genug oft die Frauen sind, die das Patriarchat aufrecht erhalten und weibliche Tätigkeiten als minderwertig betrachten.


    Dass Frauen heute z. T. immer noch Probleme haben sich gegen bestimmte Männer durchzusetzen hat sicherlich was damit zu tun, dass die Männer sich den Frauen immer noch überlegen fühlen.
    nein, das hat vor allem damit zu tun, dass Frauen sich unterlegen fühlen und solchen Unsinn zulassen! Statt die Männer, die sowas versuchen, auf Granit beissen zu lassen und sie ihren Irrtum fühlen zu lassen.


    Daraus kann man doch auch erkennen, dass Menschen dazu neigen, die vermeintlich Schwächeren zu demütigen. Und die Schwächeren sich demütigen lassen, wenn ihnen die Rolle per Definition so zugeordnet wird.
    Bloss sind Frauen den Männern formal gleichgestellt, und nicht formal unterstellt wie Wächter-Häftlinge.

    Es gibt wirklich keinen guten Grund, sich als Unterlegene zu verhalten, ohne es explizit zu müssen.

    gruss, barbara

  4. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das geistert immer noch als "absolute Wahrheit" durch Universum.

    Meine Erfahrung zeigt mir, dass das dem Täter völlig egal ist.
    Er nimmt einfach rein opportunistisch die Gelegenheit wahr, ob das Opfer Selbstbewusstsein ausstrahlt oder Unsicherheit, wird er nicht erkennen, denn er ist völlig egozentrisch.
    Meist genug egozentrisch, um nur dann zu handeln, wenn er sich ziemlich sicher ist, überlegen zu sein.

    Es ist nun mal so, dass ich (kräftig, robust, hohes Aggressionspotenzial) deutlich weniger unpassende Verhaltensweisen kriege als meine winzige, leichte, blonde, nette Freundin, die sich praktisch im Wochentakt gegen irgendwelche Idioten durchsetzen muss (und das auch tut, so ist das nicht).

    Aber bei mir kommt schon gar keiner auf die Idee. Bei ihr schon.

    gruss, barbara

  5. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Du redest von Idioten, ich von Tätern.
    Das ist der Unterschied.

    Natürlich werden meine schönen Töchter öfter begafft, beflirtet und blöd bequatscht als ich.
    Das sind doch aber keine Täter, die das tun.

    Dem Vergewaltiger aber ist es ganz egal, ob alt oder jung, ob hübsch oder hässlich, ob selbstbewusst oder schüchtern.
    Der nimmt die Möglichkeit wahr.

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Bloss sind Frauen den Männern formal gleichgestellt, und nicht formal unterstellt wie Wächter-Häftlinge.

    Es gibt wirklich keinen guten Grund, sich als Unterlegene zu verhalten, ohne es explizit zu müssen.

    gruss, barbara
    Formal sind Frauen gleichgestellt. Aber gesellschaftlich hinken wir noch hinterher. Wenn es mit der formalen Gleichstellung getan wäre, dann bräuchten wir hier ja gar nicht mehr diskutieren.

  7. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Du redest von Idioten, ich von Tätern.
    Das ist der Unterschied.
    Ich halte wenig davon, Idioten zu viel Macht zuzuschreiben auf der sprachlichen Ebene, indem man sie "Täter" nennt oder, wie es im Englischen grad Mode ist, "predator" (Raubtier).

    Das fängt doch erst mal an mit dem Möchtegerntäter. Der womöglich auf eine gute Gelegenheit lauert, oder an einem etwas unfrischen Tag auf blöde Ideen kommt, aber vor dem ersten Mal ist einer nicht mehr als das.

    Natürlich werden meine schönen Töchter öfter begafft, beflirtet und blöd bequatscht als ich.
    Das sind doch aber keine Täter, die das tun.

    Dem Vergewaltiger aber ist es ganz egal, ob alt oder jung, ob hübsch oder hässlich, ob selbstbewusst oder schüchtern.
    Der nimmt die Möglichkeit wahr.
    Das kann man doch nicht so trennen, da die Bequatscher und Begaffer, und dort die Vergewaltiger.

    Es kann sehr wohl ein Bequatscher und Begaffer, wenn die Gelegenheit passt, zum Vergewaltiger werden. Und es kann sehr wohl einer, der Vergewaltigung ernsthaft und planvoll im Sinn hat, rechtzeitig davon abgehalten werden und es bleibt beim Quatschen und Gaffen. Das sind keineswegs scharf getrennte Kategorien. Da kann sich im Lauf einer Begegnung, abhängig vom Verhalten aller Beteiligten, der Status in die eine oder andere Richtung verschieben. Gruppendynamiken können auch eine Rolle spielen, ein Mensch, der im Kontext A brav wie ein Lämmchen ist, kann im Kontext B grausam und böse sein.

    gruss, barbara

  8. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Formal sind Frauen gleichgestellt. Aber gesellschaftlich hinken wir noch hinterher. Wenn es mit der formalen Gleichstellung getan wäre, dann bräuchten wir hier ja gar nicht mehr diskutieren.
    Ja, jetzt kommt es darauf an, dass Frauen auch diese Gleichstellung leben. So wird sich die Gesellschaft verändern. Durch jeden einzelnen Akt einer Frau, die ihre Rechte wahrnimmt und dafür einsteht.

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn man auf das Bewerten verzichtet, und das konsequent, dann ist eben alles gleichermassen zulässig.

    Wir MÜSSEN bewerten, was wir, als Gesellschaft wie als Einzelne, für gut und richtig halten, und was für falsch und verdammenswert, und das in jeweils welchem Grad.



    Was wäre denn der Sinn davon, sie einfach zu äussern, wenn man sie nicht kommentieren, beurteilen, bewerten soll? und wenn nicht neue Handlungsweisen davon abgeleitet werden sollen, um die Situation zu verbessern?

    gruss, barbara

  10. User Info Menu

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ja, jetzt kommt es darauf an, dass Frauen auch diese Gleichstellung leben. So wird sich die Gesellschaft verändern. Durch jeden einzelnen Akt einer Frau, die ihre Rechte wahrnimmt und dafür einsteht.

    gruss, barbara
    Das kann ich so nur unterschreiben. Das ganze ist ein Prozess. Den Einzelnen und die Gesellschaft kann man voneinander nicht trennen. Der Einzelne kann aber unter bestimmten Umständen auch mal schwach sein. Dann muss die Gesellschaft aber auch für die Person einstehen und nicht mit dem Finger drauf zeigen und sagen: "selber schuld"

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