Erwachsene dürfen sich auch "hochschlafen", es ist ihre eigene Entscheidung, wenn sie es tun. Kinder müssen geschützt werden, da muß eingeschritten werden. Ein Kind duldet das nie aus freiem Willen, da ist es immer Mißbrauch.
Ich glaube, darum geht es hier in der Diskussion?
Es gibt aber auch Erwachsene, die sich wehren würden, es aber nicht können. Und dann gibt es auch solche, die es den Betroffenen zwar glauben, es aber nicht richtig einordnen können:
Er habe die Anschuldigungen verdrängt und als isoliertes Missverhalten des Produzenten abgetan.
Quentin Tarantino uber Harvey Weinstein: "Ich wusste genug, um mehr zu tun" - SPIEGEL ONLINE
Und belastend ist es selbst für die, die es wegen irgendwelcher Vorteile, die sie daraus vielleicht bekommen, "dulden". (vermute ich mal)
Antworten
Ergebnis 1.621 bis 1.630 von 5172
Thema: metoo - Ihr nicht?
-
13.11.2017, 08:00Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Geändert von Inaktiver User (13.11.2017 um 19:42 Uhr)
-
13.11.2017, 10:32
AW: metoo - Ihr nicht?
"Wenn ich eine Ohrfeige vom Chef bekomme, gehe ich raus und erzähle es jedem. Wenn ich sexuell missbraucht werde, trage ich ein Trauma mit mir herum. Wer glaubt mir das?"
Verena Pooth
-
13.11.2017, 10:55Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich glaube, die Perspektiven sind einfach sehr unterschiedlich.
Ich glaube, dass es sich für viele Frauen so darstellt, aber ich persönlich kann das nicht nachvollziehen, und ich finde auch, man kann da ansetzen.
Ich hab das nicht mal als junge Frau so empfunden, dass ich das niemand erzählen könne oder ich mich deswegen schämen müsste, und das war vor 30 oder 40 Jahren, und nein, ich war bestimmt nicht besonders selbstbewußt und hatte von meinen Eltern schon mal gleich gar keinen Rückhalt.
Ich hab echt ein Problem damit dass Frauen sich heute noch als so ohnmächtig und ausgeliefert empfinden, und ich frag mich wieso das so ist und wie man das ändern kann. An den objektiven Gegebenheiten lässt sich das für mich heute wirklich nicht mehr festmachen, wo es vor Genderdebatten und Frauenbeauftragten und Beratungsstellen nur so wimmelt, und das seit geraumer Zeit, also schon seit den frauenbewegten 80ern.
Das würd ich wirklich gern verstehen, wo dieses Ohnmachtsempfinden von doch so vielen Frauen herkommt.
-
13.11.2017, 11:13Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
HK da kann ich mich nur anschließen - ich würde das auch gern verstehen.
Und ja Frau Pooth - bei Anne Wil war es doch oder? Hat nicht unrecht mit der Aussage.
Und wo jetzt so viele JAHRE später damit rausrücken wo doch nur Aussage gegen Aussage steht wenn es keine Zeugen gibt - wo jede Frau doch wissen sollte, gerade bei einer Vergewaltigung zählen Spuren (DNA etc) das ist Jahre später gar nicht mehr möglich.
Im Fall Weinstein - mag ja stimmen. Nur wieso erst jetzt? Wieso nicht damals als es passierte? War die Karriere doch wichtiger? Keine Ahnung.
-
13.11.2017, 11:59Inaktiver User
-
13.11.2017, 12:26Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Na ja, ich weiß eben nicht ob das immer männliche Macht ist.
Ich hatte zwei Erlebnisse mit Exhibitionisten, die sind für mich einfach krank.
Und einmal hat mich ein Mann an der U-Bahn angelächelt, als ich zur Berufsschule fuhr, und da ich ohne Dünkel erzogen bin und freundlich sein wollte hab ich zurückgelächelt, was er wohl falsch verstanden hat. Er hat sich an mich gedrückt und gesagt: ich will doch nur mal abspritzen.
Worauf ich direkt zur Polizei gegangen bin, die den dann am Bahnhof noch festgenommen hat. Der war Küchenhilfe, also der letzte Loser (sorry).
Ein anderes Mal hab ich mir eine Jeans gekauft und der Ladeninhaber hat mich eingeladen mit ihm Kaffee zu trinken, fand ich mit 18 natürlich schmeichelhaft und bin mit dem im Auto sonstwo hingefahren. Auf dem Rückweg legt er sich meine Hand zwischen die Beine und biegt auf einen Feldweg ab. Dem hab ich dann aber schon Bescheid gegeben, dass er bitte zacki wieder auf die Straße und mich heimfährt, was er dann auch sofort gemacht hat. Passiert ist aber eben nix, und der hätte sicher auch keine Gewalt angewendet, sonst hätt er mir ja auch eine gelangt oder so. Das seh ich als Versuch, der für ihn leider gescheitert ist, eine andere hätte vielleicht mitgemacht.
Mit Macht hatte das in meinen Augen einfach nichts zu tun, keiner dieser Männer hatte irgendeine Macht über mich. Ich fand das einfach nur armselig.
Und vollends ratlos macht mich die Tatsache, dass die meiste sexuelle Gewalt in Beziehungen stattfindet. Da weiß ich auch keine Lösung, wenn Frauen in diesen Beziehungen bleiben, wie will man das verhindern??
-
13.11.2017, 12:37Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
-
13.11.2017, 12:38Inaktiver User
-
13.11.2017, 12:42Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ja, wenn es um Hierarchien geht seh ich die Macht, das hat man als Individuum nicht in der Hand - aber nicht wenn wir von der gleichen Ebene reden, von Kollegen etwa. Oder von völlig Fremden, die einem erstmal gar nix können.
In diesen Fällen gehört eben auch dazu, dass Frauen ihre Ohnmacht allzuoft daraus ableiten dass sie Frauen sind. Wenn es um Abhängigkeiten geht gehört auch die Frage dazu, wieso man sich heute noch abhängig macht von einem Mann.
Wieso man als Frau nicht wehrhaft sein will, und sich behaupten, gegen wen auch immer, geht mir nicht in den Kopf. Das ist für mich ein lang überholtes Frauenbild.
-
13.11.2017, 12:44Inaktiver User


Zitieren
