Zur schwierigen Beweisführung hab ich ja schon was geschrieben, die ist in den Verfahren bei denen ich beteiligt war gar nicht so relevant gewesen. Beweise gibt es naturgemäß selten, Zeugen auch, daher ist die Glaubwürdigkeit das A und O. Aber wenn eine Frau auf Nachfragen offensichtliche Widersprüche nicht klären kann, dann wird es eng.
Ohne das bei dir werten zu wollen: es kommt nicht oft genug zu einer Verurteilung bei Vergewaltigung. Leider. Aber wenn jemand wiederholt angezeigt würde, dann wär das eben auch ein Indiz.
In dieser Qualität wie die letzten Jahre: klares Nein.Letzten Endes finde ich auch: es ist ein gesamt gesellschaftliches Problem, dass es - ganz ohne Migration - in Deutschland schon immer gegeben hat.]
Ich war als junge Frau nicht überall mit Grüppchen herumlungernder schwäbischer Jungmänner konfrontiert.
Ich kann mich auch an keinen einzigen Fall erinnern wo eine junge Frau aufgrund ihrer Lebensweise von den eigenen Verwandten ermordet wurde.
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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09.11.2017, 13:10Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Geändert von Inaktiver User (09.11.2017 um 13:16 Uhr)
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09.11.2017, 13:11Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich habe mich da gestern schon gefragt, wie sich diese Zahlen wohl zusammen setzen ?
Wie schon hier im Strang finde ich es sehr schwierig, wenn die unterschiedlichsten Delikte zusammen gequirlt werden. Ein Griff an den Busen ist für mich jedenfalls Äonen von einer Vergewaltigung entfernt.
Auch, wenn etwas in der Art die Mehrzahl der Frauen schon erlebt haben dürfte.
Ich denke schon, dass Vergewaltigungen meistens angezeigt werden (auch, wenn es noch eine unbekannte Dunkelziffer gibt). Busengrapschen so gut wie gar nicht.
So, wie es da oben steht, würde ja nur weniger als 1 von 100 Taten letztendlich verurteilt , inkl. Vergewaltigung - glaubt das jemand ernsthaft ? Ich nicht.
Ich frage mich eh, wie diese Zahlen zustande kommen, wenn nichts offiziell erfasst wird.Geändert von Inaktiver User (09.11.2017 um 13:29 Uhr)
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09.11.2017, 13:14Inaktiver User
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09.11.2017, 13:25Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Habe just noch ein paar Zahlen gefunden:
Bundesministerium fur Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Hausliche Gewalt
@hilfskonstruktion.
Ich kenne - zum Glück - auch nicht im persönlichen Umfeld Gewaltdelikte an Frauen, die mit Todesfolge einhergehen.
Aber - siehe auch die Zahlen - es ist doch nicht wegzureden, dass Gewalt gegen Frauen stattfindet und stattfand, ausgeübt von deutschen Männern. Gerade in Bezug auf Familien (erweiterter Suizid, Mord von Expartnerinnen), da kann man doch nicht sagen, nur weil ich das persönlich nicht kenne, gibt es das nicht?
Würde man sich mal im Fokus auf diese Taten konzentrieren, wird man (traurigerweise) sehr fündig.
Wie gewalttätig auch deutsche Männer gegen Frauen vorgehen, kann ich z.B. aus eigener persönlicher Erfahrung im Rahmen meiner therapeutischen Arbeit und Recherchen ableiten, auch von meinen Erfahrungen an Schulen in der Arbeit mit jungen Menschen.
Mir ist das in der Bri öfter aufgefallen. Wird von Gewalt gegen Frau durch einen Mann berichtet, kommt öfter fast reflexhaft die Rückfrage nach dem Kulturkreis.
Offenbar scheint es in vielen Köpfen nicht vorstellbar, dass dies auch ein ganz ureigenes Problem unserer Gesellschaft ist. Auch vor der großen Migrationswelle.
Dass dies nun vermehrt und häufiger auftritt macht es nicht minder schlimm. Jeder dieser Fälle ist einer zuviel.
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09.11.2017, 13:26Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich fand es jetzt zwar auch etwas befremdlich, dass da nun zunächst das Schicksal diesen armen Mannes in den Vordergrund gerückt wurde, das tragisch, aber nicht sehr repräsentativ ist, aber dass dies nun aufzeigt, wie "das Thema in D. behandelt wird", ist eine Fehlinterpretation.
1. Gab es schon Dutzende andere Sendungen zum Thema, und
2. ging die Diskussion ja schnell in die metoo Richtung. U.a. durch den Hinweis, dass das Risiko eines Mannes, selbst Opfer sexueller Gewalt zu werden, erheblich höher ist, als falsch angeklagt und verurteilt zu werden.
Und was ist daran auszusetzen, dass zu dem Thema vornehmlich Frauen eingeladen wurden ? Ich brauche nicht auch noch in solch' einer Sendung eine Männerrunde, die mir die Welt erklärt.
Und die Meinungen waren ja durchaus heterogen.
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09.11.2017, 13:27Inaktiver User
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09.11.2017, 13:31
AW: metoo - Ihr nicht?
Natürlich ist er verantwortlich.
Völlig egal, ob seine Mutti ihm nun bis zum 18. den Hintern abgewischt hat und ihm seine Frau zuhause die Socken hinterher trägt. Wenn seine Sekretärin ihm dann noch Kaffee kocht, kann er trotzdem nicht die Frau aus der Buchhaltung antatschen. Das meinte ich mit "er sollte wohl sehen, das Frauen Individuen sind"Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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09.11.2017, 13:34Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Nö, Gewalt gegen Frauen wurde ja vor 2015 niieee diskutiert. Und Weinstein und Co, über die derzeit diskutiert wird, sind vermutlich alle Araber......
Ich weiß nicht, woher Du den Eindruck nimmst, dass sei niemanden bewußt (gewesen). Nur weil Leute darauf hinweisen, dass sich das Problem durch den Zustrom junger Männer mit archaischem Frauenbild gerade erheblich potenziert.
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09.11.2017, 13:40Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Sagte ich bereits.
Nur, weil man persönlich so etwas nicht im Umfeld kennt bzw. wie es hier in der Bri oft vorgekommen ist, sofort nach dem Kulturkreis gefragt wird, ist Frau von Gewalt in einer Beziehung konfrontiert.
Dass sich das Problem potenziert, stelle ich nicht in Abrede.
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09.11.2017, 13:40Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich glaube nicht, dass von 100 angezeigten Vergewaltigungen nur 8 verurteilt werden - da hätte ich gerne mal einen seriösen Quellenbeleg.
Nur diese diffusen, durcheinander gemixten Zahlen, die ich für wenig aussagekräftig halte. Ich schrieb ja oben: Vermutlich wurden 80 % aller Frauen schon mal angetatscht, und fast keine hat es angezeigt (ich auch nicht; allerdings hat der junge Busengrapscher einige Blessuren davon getragenUnd doch. Ich glaube das sehr wohl, denn das wurde gestern in dieser Sendung auch von Fachleuten (Frau Friedrichsen) bestätigt.
).
Aber ich finde, man muß diese Zahlen differenziert darstellen, sonst wirken sie zum einen reißerisch, zum anderen entmutigend für Opfer. Ergo kontraproduktiv.



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