Darum geht es.
Mich persönlich würde es stärken, wenn mir jemand Handlungsoptionen aufzeigen würde, damit ich das nächste Mal eine unangenehme Situation vermeiden oder anders damit umgehen könnte, damit ich mich nicht so hilflos fühle. Manche Frauen leben anscheinend besser damit wenn man sie in ihrem ausweglosen Ausgeliefertsein bestätigt.
Auch wenn ich das im Leben nicht verstehen werde.
@spooks:![]()
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Thema: metoo - Ihr nicht?
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07.11.2017, 08:48Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
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07.11.2017, 09:12Inaktiver User
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07.11.2017, 09:15
AW: metoo - Ihr nicht?
(*prokrastinierenderweise noch mal reinschauend*)
In der Washington Post von heute ist ein ganz erhellender Hintergrundartikel über PR-Strategien in Hollywood anlässlich der Kreise, die der Weinstein-"Skandal" zieht. Erhellend deshalb, weil man sehen kann, wie die Aussaat von Bildern und Projektionen unsere Wahrnehmung mitbestimmt. Man kann sich dem ja kaum entziehen - und das wird benutzt. Klar kann man sagen, das ist Hollywood und Hollywood war schon immer hauptsächlich Zelluloid - aber zumindest Jugendliche/junge Erwachsene werden davon schon ziemlich beeinflusst.
Da ich leider nur kurz reinschauen kann, schaffe ich es nicht, diesen Artikel zu übersetzen.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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07.11.2017, 10:28Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Ich verlinke nochmal:
Ein sehr erfolgreicher Ansatz, gegen das Problem vorzugehen, kommt interessanterweise aus einem Land, in dem man ihn zunächst nicht vermuten würde: aus Kenia.
In der Hauptstadt Nairobi erlebt jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle Gewalt. Allerdings sind die Vergewaltigungszahlen in den vergangenen Jahren beeindruckend stark gesunken.
Erfolgreiche Kampagne in Schulen
Einer der Hauptgründe: Schon kleinen Jungen wird dort in der Schule beigebracht, dass sie respektvoll mit dem anderen Geschlecht umgehen müssen - und Mädchen lernen, wie sie stark und selbstsicher auftreten können.
Wie eine Stadt es geschafft hat, innerhalb kurzer Zeit die Zahl der Vergewaltigungen zu halbieren
Es gehört beides dazu, beide Geschlechter müssen gut erzogen sein, zu Selbstbewußtsein, und gegenseitigem Respekt. Sonst gibt es nur einen Geschlechterkampf, kann ja auch keiner wollen.
Und was in Kenia geht, sollte in Deutschland, - einem so reichen Land, wie es doch immer heißt - auch möglich sein.
Das glaube ich nicht. Nur ist es nicht allein damit gelöst, daß Frauen "gegen Männer kämpfen" sollen. (mal übertrieben gesagt). Sie sollten selbstbewußt sein, aber der gegenseitige Respekt ist es, der Übergriffe dann von Vornherein ausschließt.Manche Frauen leben anscheinend besser damit wenn man sie in ihrem ausweglosen Ausgeliefertsein bestätigt.
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07.11.2017, 10:39Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Die Frage "Warum ...." legt schon eine Mitverantwortung nahe. Schuld ist aber allein der Täter, weil das Opfer nichts falsch gemacht hat. Keine Waffe dabeihaben oder kein Kung Fu können, ist ja nicht "etwas falsch machen".
Sowas hier:
"Bevor ich in den Bus einsteige, ziehe ich eine von den Nadeln, und wenn mich einer anfasst, steche ich zu!", sagt die Angestellte Sayyida Harb Sexuelle Belastigung ist in Agypten alltaglich und galt lange als Kavaliersdelikt. Jetzt wehren sich Fraueninitiativen: Mit Stecknadeln gegen Grapscher | Berliner Zeitung
ist nicht die Lösung. Die Lösung liegt in den Köpfen, und damit in der Erziehung. Siehe oben den Beitrag, die Erfolge in Kenia. - Und was in Kenia möglich ist, sollte in Deutschland - ein so reiches Land, hieß es nicht die ganze Zeit so? - ja auch möglich sein, wenn nicht sogar noch besser.Geändert von Inaktiver User (07.11.2017 um 13:23 Uhr)
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07.11.2017, 12:32Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Das ist doch auch so, dass im Strafverfahren dem Beschuldigten die behauptete Tat nachgewiesen werden muss.
Fehlurteile gibt es leider immer. Sowohl zu Lasten echter Opfer von Sexualstraftaten als auch zu Lasten Unschuldiger.
Hast du ein Urteil dazu, wo in so einem Fall der Mann verurteilt wurde, weil die Frau sich das nachher anders überlegt hat?Ich erinnere da an das Beispiel von hilfskonstruktion, in dem einer Frau nachher einfällt, dass der Sex nicht einvernehmlich war, obwohl sie freiwillig mitgemacht hat, nur halt nicht nüchtern. Sowas zu bestrafen geht in einem Rechtsstaat m.E. nicht. Andernfalls wären tatsächlich schriftliche Einverständnis-Erklärungen nötig.
Dass sowas unter Eigenverantwortung fällt und nicht unter einen sexuellen Übergriff, dürfte jedem normalen Menschen klar sein.
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07.11.2017, 13:06
AW: metoo - Ihr nicht?
Darum sollte es eigentlich gehen.
Hier hat die ZEIT mal die Aussagen vieler Frauen und auch einiger Männer gesammelt. Wenn ich das nicht in dieser Ausführlichkeit lesen könnte, ich würde es vermutlich nicht glauben.
Sexuelle Belastigung am Arbeitsplatz: "Rate mal, was ich gerne mit dir machen wurde!" | ZEIT Arbeit
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07.11.2017, 14:49
AW: metoo - Ihr nicht?
Die Kommentare der Männer lassen mich wieder sehr an diesem Geschlecht zweifeln. Zumindest an dem Teil, der dort an der Tastatur sitzt.
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07.11.2017, 15:39Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Diese Exemplare gibt es aber auch hier in männlich und weiblich.
Alleine diese ständige unbelegte Befürchtung, dass nun das Flirten aussterben wird durch Kamagnen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. ... Da muss man erstmal drauf kommen.
Ob es ein Verlust ist, wenn diese Gestalten nicht mehr "flirten" (eben das, was sie darunter zu verstehen scheinen)?
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07.11.2017, 15:43Inaktiver User
AW: metoo - Ihr nicht?
Echt? Mich nicht. Was hat das gesamte Geschlecht der Männer damit zu tun?
Eigentlich ist doch so eine Aussage (wie die jetzt von Dir) auch sexistisch. Oder?
Wenn, dann nur an dem Teil, vielleicht nicht mal an all jenen. (kommt ja auch auf den Kontext an usw., ob das wirklich sexistisch gemeint war, manches klingt gar nicht gleich danach, bzw. da fehlt dann wohl der Kontext, um das überhaupt zu verstehen). Z.B. "Im Zweifel für den Angeklagten". Und? Das kann doch alles und nichts gewesen sein.Zumindest an dem Teil, der dort an der Tastatur sitzt.



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