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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Möglichkeit wäre durchaus, dass man die Strafbarkeit von Vergewaltigungen sowie sexuellen Belästigungen (soweit strafbar) bspw. durch Bekannte der Frau aufhebt. Dann sind v. a. Männer zukünftig besser geschützt vor Falschbeschuldigungen.
    Nein, das ist keine sinnvolle Möglichkeit. Aber im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit sollten eben nur Straftaten verfolgt werden, die nachweisbar sind und nicht nur auf dem subjektiven Empfinden eines Beteiligten beruhen.

    Ich erinnere da an das Beispiel von hilfskonstruktion, in dem einer Frau nachher einfällt, dass der Sex nicht einvernehmlich war, obwohl sie freiwillig mitgemacht hat, nur halt nicht nüchtern. Sowas zu bestrafen geht in einem Rechtsstaat m.E. nicht. Andernfalls wären tatsächlich schriftliche Einverständnis-Erklärungen nötig.
    Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh )

  2. User Info Menu

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Gerade diese Fälle- beide Beteiligten landen angetrunken miteinander im Bett, am nächsten Morgen stellt Frau fest, sie hat etwas getan, was sie eigentlich nicht wollte, fühlt sich schlecht damit....sind nicht so selten. Ist mir noch nicht passiert, ich kenne es aber von Freundinnen. Egal wie alt, ob in sehr jungen Jahren oder deutlich älter. In einem Fall konnte eine aufmerksame Polizistin der Bekannten klar machen, dass es Dinge gibt, für die man selbst verantwortlich ist ( hier war es so, dass die Frau einen Seitensprung in betrunkenen Zustand als Zwang hinstellte, weil sie ihre langjährige Ehe retten wollte).
    "Eigentlich wollte ich das nicht" stimmt zwar auch in diesem Fall, allerdings ist dann die Frau selbst dafür verantwortlich. Hätte sie nichts/nicht soviel getrunken, wäre wohl tatsächlich nichts passiert. Darunter leidet man dann sicher auch sehr, aber.... daran hat auch niemand anderer schuld..

  3. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Ich dachte bei dieser ganzen "Me too"-Aktion geht es um Situationen am Arbeitsplatz, in Parteien und Verbänden und nicht um Situationen innerhalb von Freundschaften, Beziehungen und Ehen?

    Oder ist der Strang so weit weg mäandert?

  4. Moderation

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das bleibt Dir unbenommen. An den Universitäten bilden sich halt andere Vorlieben heraus, wenn man sich z.B. den Genderfaschismus an der Uni Wien - medizinische Fakultät - im Jahre 2012 anschaut.

    Metoo ist international, und fördert den Geschlechterhass.
    Ich finde das gut so. Das kann gerne so bleiben (bin M).
    Vielleicht einfach einen eigenen Strang zum Thema Genderfaschismus eröffnen und schauen, ob den dort jemand mit dir diskutieren möchte?

    Ich kann jedenfalls nicht sehen, daß das hier mit dem Thema was zu tun hat.

    Zur Erinnerung - das ist das Thema (Auszug):

    Zitat Zitat von knirrsch Beitrag anzeigen
    Landauf, landab, auf verschiedenen Kontinenten, in persönlichen Gesprächen und in Parlamenten wird nach dem Bekanntwerden der Schweinereien von Weinstein und Konsorten und dem Hashtag metoo über sexuelle Übergriffe auf Frauen gesprochen und diskutiert. Nur im Forum einer großen Frauenzeitschrift erstaunlicherweise nicht.

    Sind die Frauen in der Brigitte-Community nicht davon betroffen? Ist ihrer Meinung nach die Diskussion überflüssig? Ist Schweigen die bessere Alternative? Was meint Ihr?

    Ich beispielsweise...

    ....Hat sich seitdem wirklich so wenig geändert?

    Laut einem FRA-Bericht von 2014 haben 55 Prozent der Frauen in Europa sexuelle Belästigung, 33 Prozent sogar körperliche oder sexualisierte Gewalt erleben müssen. Es ist sicher nicht jederfraus Sache, gegen Übergriffigkeit und Gewalt auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Aber sollten wir nicht wenigstens reden, reden, reden, um unsere Position deutlich zu machen und zu verteidigen? Natürlich auch außerhalb von Internet-Foren und nicht nur als anonyme Nutzerinnen.

    Wie seht Ihr das, und wie geht Ihr mit dem Thema um?
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  5. VIP

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Man kann an diesem Strang sehr gut erkennen, warum viele Frauen und auch Männer nichts sagen, wenn sie sexuell belästigt wurden. Viele Teile der Gesellschaft sieht das Opfer immer noch in der Verantwortung „selbst schuld“ „warum hast du dich nicht gewehrt“ „mir wäre das nicht passiert“ - anstatt die Verantwortung beim Täter zu sehen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  6. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich dachte bei dieser ganzen "Me too"-Aktion geht es um Situationen am Arbeitsplatz, in Parteien und Verbänden und nicht um Situationen innerhalb von Freundschaften, Beziehungen und Ehen?
    Sexuelle Belästigung kommt überall vor. Das kann genauso der betrunkene Onkel beim Familienfest sein, der plötzlich merkt, wie erwachsen und hübsch die Nichte doch inzwischen geworden ist. Das beschränkt sich doch nicht auf Öffentlichkeit und Beruf.

    gruss, barbara

  7. gesperrt

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Viele Teile der Gesellschaft sieht das Opfer immer noch in der Verantwortung „selbst schuld“ „warum hast du dich nicht gewehrt“ „mir wäre das nicht passiert“ - anstatt die Verantwortung beim Täter zu sehen.
    "Selbst schuld" kriege ich eigentlich nie mit. Ich wüsste nicht, wo und wann.

    "Warum hast du dich nicht gewehrt?" ist eine absolut legitime Frage. Viele Frauen verzichten darauf, irgend eine Grenze zu setzen, auch wenn sie nicht an Leib und Leben bedroht sind, auch wenn es noch nicht mal um beruflichen Druck geht. Sich selbst eine ehrliche, ernsthafte Antwort zu geben auf "warum habe ich mich nicht gewehrt?" ist auf alle Fälle ein Schritt dahin, es das nächste Mal womöglich zu tun!

    "mir wäre das nicht passiert" - höre ich auch eigentlich nie. Alle wissen, sowas kann passieren. Alle sind mal müde, unkonzentriert, lassen sich überraschen... das kann jeder passieren.

    und natürlich ist die Verantwortung für die Tat beim Täter. Das sowieso. Ich habe noch nie jemanden gehört seit den 80ern, der das anders sieht.

    gruss, barbara

  8. VIP

    User Info Menu

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    "Selbst schuld" kriege ich eigentlich nie mit. Ich wüsste nicht, wo und wann.

    "Warum hast du dich nicht gewehrt?" ist eine absolut legitime Frage. Viele Frauen verzichten darauf, irgend eine Grenze zu setzen, auch wenn sie nicht an Leib und Leben bedroht sind, auch wenn es noch nicht mal um beruflichen Druck geht. Sich selbst eine ehrliche, ernsthafte Antwort zu geben auf "warum habe ich mich nicht gewehrt?" ist auf alle Fälle ein Schritt dahin, es das nächste Mal womöglich zu tun!

    "mir wäre das nicht passiert" - höre ich auch eigentlich nie. Alle wissen, sowas kann passieren. Alle sind mal müde, unkonzentriert, lassen sich überraschen... das kann jeder passieren.

    und natürlich ist die Verantwortung für die Tat beim Täter. Das sowieso. Ich habe noch nie jemanden gehört seit den 80ern, der das anders sieht.

    gruss, barbara
    Es ging mir um die Reaktionen auf das äußern von sexueller Belästigung oder auch gewalttätigen Übergriffen. Beim Betriebsrat oder gar bei der Polizei.


    Oft darf man sich im Nachhinein auch noch anhören, man hätte den Täter eben nicht so „provozieren“ dürfen – einfach nur, weil man der Belästigung etwas entgegengehalten hat. Der Täter jedoch scheint für jegliche Provokation einen Freifahrtschein zu haben. „Boys will be boys“. Reg dich doch nicht so auf

    Aus einem Kommentar von 2016

    Hier wird nicht nur Feminismus benötigt, sondern eine Revolution. Das alte Denken muss umgestoßen werden, damit sich in dieser Gesellschaft auch die „andere Hälfte“ sicher fühlen kann, egal ob im Dunkeln oder im Hellen, in einsamen Gassen oder auf menschenüberfüllten Plätzen, auf einer Party oder zu Hause, alkoholisiert oder nüchtern, in einer Beziehung oder mit Bekannten…

    https://editionf.com/Ist-nichts-passiert
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Gerade diese Fälle- beide Beteiligten landen angetrunken miteinander im Bett, am nächsten Morgen stellt Frau fest, sie hat etwas getan, was sie eigentlich nicht wollte, fühlt sich schlecht damit....sind nicht so selten. Ist mir noch nicht passiert, ich kenne es aber von Freundinnen.
    Kenn ich auch. Und zwar nur von Freundinnen, nie von Freunden.
    Und zwar eben nur von solchen Freundinnen, die immer noch den (in meinen Augen archaischen) Denktypus leben, in dem Männer "sich etwas nehmen", Frauen "sich hingeben", Männer sexuell aktiv, Frauen sexuell passiv sind, für Frauen Sex Ausdruck von oder Mittel zu irgendetwas, für Männer reiner Selbstzweck ist..
    Für mich ist ein nachträgliches Bedauern aufgrund eines latenten sich ausgenutzt fühlens nach einer Bettgeschichte vollkommen außerhalb meines Vorstellungsvermögens. So wenig, wie ich mich ausgenutzt fühlen würde, wenn ich mir (angetrunken) jappig eine ganze Tüte Chips reinfutter. Maximal würde ich mich über meine Disziplinlosigkeit ärgern. Eher auch nicht.

    Bei Frauen, die aber nach dem vorher genannten Schema (ihre) Sexualität bewerten, sind die Rollen schon von vornheren so gelagert, dass es zwischen "wollte ich gar nicht so richtig", (Selbst)Vorwürfen und "ich bin ein Opfer (der Situation, des Alkohols, des Mannes") kein großer Schritt mehr ist, fürchte ich.
    Da wollte ich wirklich nicht der Mann sein :(
    Geändert von Spooks (07.11.2017 um 08:53 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: metoo - Ihr nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich dachte bei dieser ganzen "Me too"-Aktion geht es um Situationen am Arbeitsplatz, in Parteien und Verbänden und nicht um Situationen innerhalb von Freundschaften, Beziehungen und Ehen?

    Oder ist der Strang so weit weg mäandert?
    Das bezog sich auf den verlinkten und übersetzten englischen Artikel, wo es um die Frage geht, was ist einvernehmlicher Sex und ist ein erkennbares weibliches Verlangen Voraussetzung.

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