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  1. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wir HABEN in der Tat einen Überfluss an dem, was David Graeber "Bullshit-Jobs" nennt.
    Flugbegleiterinnen, DB Personal incl Zugführer, Standesbeamte, städtische Angestellte... in meiner Firma ITler, so viele kriegen wir gar nicht wie wir einstellen könnten, in meinem Wohnort, gestern gesehen: Leute die sich mit Robotertechnik etc auskennen. Alles unbefristete, sichere und auch nicht schlecht bezahlte Jobs.

    Was am ehesten wegfällt sind die Bullshit Jobs.

  2. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, und auch die Helden für die Einnahmen = Gewinn sind.

    Was das angeht würde ich begrüßen, wenn wie in Österreich alle in eine Rentenversicherung einzahlen müssten, und auch wenn die private KV abgeschafft würde, die sich viele im Alter dann nicht mehr leisten können.
    dafür wäre ich auch, das ist gerechter wenn alle einzahlen.

    Zu den Freelancern habe ich letztens einen Bericht geschaut, sogar Lehrer sind mittlerweile freie Mitarbeiter und arbeiten auf Honorar. Das ist gefährlich wenn die Einnahmen nicht reichen um sich abzusichern.

  3. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    @ bar

    Was sind "bullshit"-jobs?

  4. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wir HABEN in der Tat einen Überfluss an dem, was David Graeber "Bullshit-Jobs" nennt.

    Billiger wärs nach wie vor, wenn der Staat diese Stellen massiv zusammenstriche und die Leute auf ein Grundeinkommen setzte.
    Versteh ich nicht.
    Aber es gilt auch: du kannst jederzeit überall rausfliegen. Ganz egal wie gut du bist, oder wie gebildet, oder wie fleissig.
    Naja, Kündigungsschutzgesetze haben wir schon noch. Nicht überall und es gibt Ausnahmen, aber die meisten sind erstmal gut geschützt, sonst könnte man ihn ja auch bleiben lassen. Aber selbst wenn man seinen Job verliert: derjenige der gut ist, gebildet und fleißig wie du es ausdrückst, bekommt in aller Regel auch schnell einen neuen Job. Ich würde es anders ausdrücken: jemand mit aktueller und gefragter Qualifikation - und ob man die hat, hat schon viel mit einem selbst zu tun.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ bar

    Was sind "bullshit"-jobs?
    Ja, ich glaube, es wäre gut, wenn du das mal definierst.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    dafür wäre ich auch, das ist gerechter wenn alle einzahlen.

    Zu den Freelancern habe ich letztens einen Bericht geschaut, sogar Lehrer sind mittlerweile freie Mitarbeiter und arbeiten auf Honorar. Das ist gefährlich wenn die Einnahmen nicht reichen um sich abzusichern.
    Nicht Lehrer generell. Nicht die Lehrer, die einem als erstes in den Sinn kommen, also Lehrer an Schulen für Kinder. Die sind ja fest im ÖD angestellt und teilweise Beamte. Dass alle Lehrer, die nicht fest angestellt sind, selbständig sind, liegt ja auf der Hand. Also Lehrer an Sprachschulen, Fahrlehrer, Jemand, der Musikunterricht gibt etc. Das ist nichts Neues und dass Selbständigkeit auch Nachteile hat, ist klar, beispielsweise dass man genügend Einnahmen haben muss. Das unterscheidet einen Musiklehrer nicht von einer Fußpflegerin, warum auch.
    Geändert von Inaktiver User (09.10.2017 um 20:37 Uhr)

  5. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was am ehesten wegfällt sind die Bullshit Jobs.
    öh nein. Zertifizierungen, immer umfangreichere jursistische Dokumente für alles und jedes, immer strengere Anforderungen für Dokumentation von allem und jedem - das nimmt doch total überhand. In zwei von drei Branchen, die ich tätig bin, ist der Bullshit-Anteil riesengross, und an die eigentliche Wertschöpfung hängen sich tonnenweise diese Zertifizierungs-Blutsauger, die nichts machen, aber viel Geld dafür kriegen, und die es geschafft haben, dass man sie berücksichtigen muss, wenn man arbeiten will. In der dritten Branche, in der ich tätig bin, konnte ich dem glücklicherweise ausweichen, aber da ist genau dasselbe los.

    Das hört man ja oft zB von Ärzten und Lehrern, dass sie mehr Zeit mit Dokumentation und Statistik verbringen, als mit den Patienten oder Schülern, was ihre eigentliche Arbeit wäre.

    @Charlotte: guck mal hier:
    Sinnlose Jobs – wie Arbeit die Gesellschaft krank macht | Sein.de

    gruss, barbara

  6. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Versteh ich nicht.
    Anstatt dass zum Beispiel ein Ministerium für Schulwesen Mitarbeiter einstellt, die ständig neue Prozesse und neue Gliederungen und neue was-weiss-ich herstellt - das ist hierzulande eine richtige Seuche - könnte mandoch einfach mal die Lehrer in Ruhe arbeiten lassen, und all diese Stellen in der Verwaltung ersatzlos streichen. Alle, die mit "Entwicklung" oder "Innovation" oder "Qualitätssicherung" und so weiter beschäftigt sind. Solche Worte deuten oft auf einen hohen Bullshit-Anteil hin.

    Kriterium ist: was würde der Welt fehlen, wenn es diese Stelle nicht mehr gäbe?

    Naja, Kündigungsschutzgesetze haben wir schon noch.
    Stimmt, die habt ihr in Deutschland, was ich für keine gute Sache halte. Man muss Leute entlassen können. Dann kann man sie nämlich auch ohne Bedenken fest einstellen (und muss nicht darum herum arbeiten, zB über befristeten Verträge).

    Aber selbst wenn man seinen Job verliert: derjenige der gut ist, gebildet und fleißig wie du es ausdrückst, bekommt in aller Regel auch schnell einen neuen Job.
    nein, nicht unbedingt.

    Ich würde es anders ausdrücken: jemand mit aktueller und gefragter Qualifikation - und ob man die hat, hat schon viel mit einem selbst zu tun.
    naja. Es ist ja schon bei Studenten kritisch, wenn sie das Studium aussuchen aufgrund der gerade aktuellen Mangelberufe; drei, vier, fünf Jahre später, wenn sie mit dem Studium fertig sind und Arbeit suchen, sieht es womöglich schon wieder ganz anders aus.

    Bei den technischen Umwälzungen von heute, kann es schon auch sein, dass ein Beruf, der gestern noch eine tolle vielversprechende Option war, heute nichts mehr ist. Es heisst zum Beispiel, dass als Nächstes die Büroarbeitsplätze dran sind mit dem Automatisieren, dass es viele weniger kaufmännische Angestellte brauchen wird. Dass zum Beispiel juristische Texte durch Software aufgearbeitet werden, was heute die jungen Juristen machen müssen. Oder dass es Software gibt, die einfache journalistische Artikel schreiben wird, was heute die jungen Journalisten machen müssen. Und wenn das mit dem "evidence based"-Ding in der Medizin fortschreitet, werden Computerprogramme, die Diagnosen stellen, eine ernsthafte Konkurrenz für Ärzte werden, die dann vielleicht nur noch in Sonderfällen eingreifen.

    Und wenn man mal etwas Spezielleres gemacht hat im Beruf, kann es womöglich auch schwer sein, irgendwo anders wieder reinzupassen. Ich hatte mal Gelegenheit, mit dem Leiter einer städtischen Musikschule zu sprechen - der ist schon lang dabei und macht inzwischen so spezielles Zeug, mit dem Profil und den Kenntnissen stünde er völlig quer in der Landschaft, wenn er was Neues suchen müsste. Sagte er. Ist aber an der aktuellen Stelle ein wertvoller und geschätzter Mitabeiter. gut, er könnte immer noch Strassenmusik machen, falls alles andere schief geht, das ist womöglich ein Trost. ^^

    gruss, barbara

  7. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Bae, das Kündigungsschutzgesetz in Deutschland ist doch keine Einbahnstraße.
    Es schafft eine gewisse Rechtssicherheit auf beiden Seiten und hat mit Befristungen erst einmal ziemlich wenig zu tun.
    Mit einem Anstellungsvertrag gehen beide Seiten Pflichten ein, zum Beispiel Kündigungsfristen einzuhalten.
    Befristete Verträge sind teilweise sinnvoll, um personelle Engpässe überbrücken zu können, die saisonal oder anderweitig bedingt sind.
    Außerdem können Mitarbeiter gekündigt werden, im Rahmen der Fristen sowie der Sozialauswahl.

  8. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Das ust mir zu simpel. Callcenter sind praktisch, wenn ich abends feststelle das die Heizung nich läuft.

    Aber.... Ich will zum Thema zurück.

    Menschen, die über 50 sind, 20-30 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, jetzt mehr als 15 -24 Monate arbeitslos sind.... Fällen wirklich so viele in ALG II?
    Und wenn ja, warum?

    Ein wichtiger Aspekt ist tatsächlich Qualifizierung und das Einstellen auf Neues und anderes.
    Ich habe weniger als zwei Jahrzehnte bis zur Rente, strebe dennoch eine Fortbildung an, weil meine Arbeit mir zwar Freude bringt, ich aber noch etwas anderes machen möchte UND, wenn das nicht klappt, sich meine Arbeit auch ändert.

    Das ist ein Problem.

  9. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Menschen, die über 50 sind, 20-30 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, jetzt mehr als 15 -24 Monate arbeitslos sind.... Fällen wirklich so viele in ALG II?
    Und wenn ja, warum?
    Wenn noch Krankheit dazu kommt sicher. Da ist ja auch eine EU Rente mager, wenn man die überhaupt kriegt, und hat dann auch eine niedrige Altersrente zur Folge. Und das heisst dann halt u.U. ein restliches Leben mit Grundsicherung. Wofür man strenggenommen keinen Tag hätte arbeiten und einzahlen müssen.

  10. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Menschen, die über 50 sind, 20-30 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, jetzt mehr als 15 -24 Monate arbeitslos sind.... Fällen wirklich so viele in ALG II?
    Und wenn ja, warum?
    Hier: Die großen Firmen vergeben Tarifverträge. Diese beinhalten Kündigungsschutz für über 54jährige. D.h., Leute ab diesem Alter wird man einfach nicht mehr los. Also stellt man sie auch nicht mehr ein. Ich bin derzeit mit meiner Arbeit sehr unzufrieden und würde gern wechseln. Fachlich würde ich sofort was Neues kriegen, aber niemand nimmt mich, weil er mich nicht wieder los wird. Das gilt mit Sicherheit auch für die Arbeitslosen.

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