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  1. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin da skeptisch.

    Wenn man sich mal mit Altersarmut beschäftigt, dann ist da ein großer Anteil von ehemals Selbständigen dabei, die zwar tatsächlich von ihrem Einkommen immer irgendwie leben konnten, aber keine Rücklagen gebildet haben, und nichts für die Rente eingezahlt.
    Es ist auch ein großer Teil von Leuten dabei, die immer viel schwarz gearbeitet haben und deshalb auch keine Rente zu erwarten haben. Das sagen die nur nicht dazu :-) Schwarzarbeit war früher noch wesentlich weiter verbreitet als heute. Ein großer Teil der Altersarmut betrifft auch Frauen, die sich über ihre Rente zu wenig Gedanken gemacht haben.

    Ob die vielen freelancer tatsächlich mal auch im Alter oder bei Krankheit froh um ihre Entscheidung sind, ich weiß es nicht. Ich glaube, viele sind da einfach reichlich naiv unterwegs.
    Haben wir viele Freelancer in Vollzeit als Broterwerb? Glaube ich eher nicht. Kommt natürlich auch darauf an, wen man dazuzählt.

  2. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    also, in Deutschland ist Beruf anders definiert, als mit der Aussage, es macht einem Spaß und man kann mit Einkommend aus dieser Tätigkeit seinen Lebensunterhalt bestreiten.
    Spaß ist natürlich eine Definitionssache, aber in meinem beruflichen und privaten Umfeld gibts wesentlich mehr Leute, die sagen würden, dass sie mit ihrem Beruf ihren Lebensunterhalt bestreiten, er ihnen aber auch Spaß macht. Ist das bei dir so anders?

  3. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Haben wir viele Freelancer in Vollzeit als Broterwerb? Glaube ich eher nicht. Kommt natürlich auch darauf an, wen man dazuzählt.
    In bestimmten Bereichen und Milieus schon, glaub ich.

    Und da bin ich eben gespannt, ob die dann irgendwann über Altersarmut klagen. Wenn dann ist das für mich so hausgemacht wie solche Klagen von als Heilpraktikerinnen etc dilettierenden Hausfrauen...

  4. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Naivität ist kein Verbrechen.
    Nö, aber allgemein bekannte Fakten ausblenden ist halt schlichtweg dumm.

    Und wird dann ärgerlich, wenn andere dafür blechen müssen.

  5. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nö, aber allgemein bekannte Fakten ausblenden ist halt schlichtweg dumm.

    Und wird dann ärgerlich, wenn andere dafür blechen müssen.
    man muss ja, über Krankenkassenprämien, auch für all jene blechen, die sich selbst im Beruf kaputt gemacht haben. Und das wird des öftern RICHTIG teuer, das sind dann oft Beträge, für die man locker zwei, drei ganze Leben als Sozialhilfeempfänger verbringen könnte. nur um so zwei, drei Jahre lang, oder auch chronisch, Beschwerden zu behandeln, die man nie gehabt hätte, hätte man ein bisschen mehr sich selbst berücksichtigt und ein bisschen weniger den Chef und die Überstunden.

    ja, da sollen doch ein paar Hausfrauen vor sich hin dilettieren. Unter dem Strich ist das vermutlich nicht das Dümmste.

    gruss, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Oh, meine Lieblings-Killerargumentation. Solange X nicht gut läuft, ist es ja egal, wenn es bei Y auch nicht gut funktioniert. Ein Beamter hat sinnlos Geld in einem Projekt verbraten? Macht ja nichts, der Flughafen Berlin-Brandenburg kostet noch viel mehr!

  7. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Fakt ist, geblecht muss werden.

    Fragt sich nur, auf welchen Wegen. Kaputtgearbeitete Leute übers Krankensystem zu finanzieren ist aber kein bisschen besser, als eben dieselben Leute über die Sozialhilfe zu finanzieren.

    Wenn man das alles zusammenzählt, wird's sowieso immer aus dem Portemonnaie des Bürgers genommen. Ist ja egal, über welchen Kanal.

    Das Versprechen von früher - sei fleissig, lern einen seriösen Beruf (und nicht einen Wunschberuf wie Rockstar), mach den gut, dann geht es dir gut - gilt eben nicht mehr.

    Da wird's eine echte Karriereoption, das mit dem Rockstar zu probieren - weil DIESE Unsicherheit hast du heute eh überall.

    gruss, barbara

  8. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Das Versprechen von früher - sei fleissig, lern einen seriösen Beruf (und nicht einen Wunschberuf wie Rockstar), mach den gut, dann geht es dir gut - gilt eben nicht mehr.
    Der gilt nach wie vor, und ich frag mich, wie man das so vehement bestreiten kann.

    Ich kenn keine massenweise Verelendung unter Sozialversicherungsfachangestellten und ähnlichem - sondern nur Arbeitgeber die verzweifelt versuchen Arbeitswillige zu finden, die wenigstens gradaus gucken und 1 und 1 zusammenzählen können.

  9. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Wir HABEN in der Tat einen Überfluss an dem, was David Graeber "Bullshit-Jobs" nennt.

    Billiger wärs nach wie vor, wenn der Staat diese Stellen massiv zusammenstriche und die Leute auf ein Grundeinkommen setzte.

    Aber es gilt auch: du kannst jederzeit überall rausfliegen. Ganz egal wie gut du bist, oder wie gebildet, oder wie fleissig.

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist auch ein großer Teil von Leuten dabei, die immer viel schwarz gearbeitet haben und deshalb auch keine Rente zu erwarten haben. Das sagen die nur nicht dazu :-)
    Ja, und auch die Helden für die Einnahmen = Gewinn sind.

    Was das angeht würde ich begrüßen, wenn wie in Österreich alle in eine Rentenversicherung einzahlen müssten, und auch wenn die private KV abgeschafft würde, die sich viele im Alter dann nicht mehr leisten können.

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