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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier besteht allerdings kein Zusammenhang zur Erwerbsarbeit. Ich bewundere Menschen, die diese beiden Bereiche zusammenführen, also von ihren Hobbies leben können.
    Wenn man davon leben kann, ist es kein Hobby, sondern ein Beruf, den man sehr gerne macht. :-)

    Ich kenne ziemlich viel Junge, die sehr kreativ sind, und die es auch hinkriegen, diese Kreativität zu Geld zu machen. So viel schwerer als eine (halbwegs anständige, nicht allzu nervige, halbwegs ordentlich bezahlte) Arbeit als Angestellter zu ergattern ist das heute auch nicht mehr.

    Die Älteren haben da eher mehr Hemmungen, scheint mir.

    Bei mir laufen Arbeit und Freizeit, wie bei den meisten Menschen, separat.
    ja, was eine der grösseren Quellen für Unglück ist in unsern Breitengraden, glaube ich. Wie der Begriff "work-life-balance" - der impliziert ja, dass man auf Arbeit gar nicht lebt, sondern dass Leben das ist, was dann stattfindet, wenn man nicht arbeitet. Schrecklich.

    habe mich heute gerade mit einer top ausgebildeten und ebenso top bezahlten Fachkraft aus dem Finanzbereich unterhalten, die bereut, dass sie nicht was mit Mint (Ingenieur, Architekt oder so) machte... weil sie schon im Kindergarten beschlossen hatte, eine Banklehre zu machen. Und das durchzog. und weiterzog. Konsequenz und Geradlinigkeit kann einen offenbar zu sehr weitreichenden Eigentoren führen.

    immerhin kann sie sich vom guten Lohn jetzt Flugstunden leisten, wer weiss, vielleicht ergibt sich daraus noch mal was Berufliches. Viel Geld zu haben schadet auf alle Fälle nicht.

    Bzgl. Weiterbildung fällt mir auf, dass meine privaten Weiterbildungen nicht nur freudvoller, sondern auch nachhaltiger als die jobbezogenen Weiterbildungen waren. Das bei Ersteren Erlernte veraltete nicht.
    ich hatte schon guten Unterricht und miesen Unterricht, sowohl in privaten wie beruflichen Kontexten. Die Sorte von Unterricht, wo ich einfach anwesend sein und absitzen muss und sich die Zeit wie Kaugummi dehnt, sind glücklicherweise sehr selten geworden. Vielleicht noch wenn ich, als Lehrerin, französische Grammatik lehren muss. gähn. Das ist einfach Drill, Drill, Drill.

    gruss, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    also, in Deutschland ist Beruf anders definiert, als mit der Aussage, es macht einem Spaß und man kann mit Einkommend aus dieser Tätigkeit seinen Lebensunterhalt bestreiten.

  3. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    naja wenn ich mir denke das wir mindestens 8 Stunden am Arbeitsplatz verbringen und das 5 Tage die Woche, sollte es zumindest für mich schon Spaß machen.

    Ich ziehe aus meiner Arbeit auch Befriedigung und Wertschätzung, habe Kontakt mit Menschen und Erfolg - verdiene nebenbei ganz gut, ich weiss das ist Luxus.
    An der Supermarktkasse oder im STahlwerk sieht es sicherlich anders aus

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Na ja , spätestens in der übernächste Generation werden viele, wenn jetzt nicht grundlegende Veränderungen überdacht werden, wenig Chancen haben, überhaupt eine lange Erwerbsbiographie vorweisen zu können.
    Ich möchte mir nicht ausdenken, wie es sich dann hier leben lässt.

    Insofern haben wir noch "Glück" gehabt, bei allem, was man kritisieren kann und muss.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  5. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Na ja , spätestens in der übernächste Generation werden viele, wenn jetzt nicht grundlegende Veränderungen überdacht werden, wenig Chancen haben, überhaupt eine lange Erwerbsbiographie vorweisen zu können.
    Ich möchte mir nicht ausdenken, wie es sich dann hier leben lässt.

    Insofern haben wir noch "Glück" gehabt, bei allem, was man kritisieren kann und muss.
    wie meinst Du das? denkst Du an die Digitalisierung?

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wie meinst Du das? denkst Du an die Digitalisierung?
    Ja, mit allem, was noch daran hängt.
    Ich bin eigentlich kein "Schwarzseher", aber viele Entwicklungen weisen in eine ungute Zukunft.
    Geändert von Lilith10 (09.10.2017 um 12:45 Uhr)
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  7. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn man davon leben kann, ist es kein Hobby, sondern ein Beruf, den man sehr gerne macht. :-)
    Ich bin da skeptisch.

    Wenn man sich mal mit Altersarmut beschäftigt, dann ist da ein großer Anteil von ehemals Selbständigen dabei, die zwar tatsächlich von ihrem Einkommen immer irgendwie leben konnten, aber keine Rücklagen gebildet haben, und nichts für die Rente eingezahlt.

    Ob die vielen freelancer tatsächlich mal auch im Alter oder bei Krankheit froh um ihre Entscheidung sind, ich weiß es nicht. Ich glaube, viele sind da einfach reichlich naiv unterwegs.

  8. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    also, in Deutschland ist Beruf anders definiert, als mit der Aussage, es macht einem Spaß und man kann mit Einkommend aus dieser Tätigkeit seinen Lebensunterhalt bestreiten.
    jaja, im papiergläubigen Deutschland muss man mindestens ein paar Diplome und Titel an der Wand hängen haben, sonst gilt alles Wissen und Können gar nichts.

    Ich habe ja nichts gegen Diplome - ich strebe auch noch eine Eidgenössische Höhere Fachprüfung an - aber auch da - ich mach das vor allem wegen des damit verbundenen Status und Prestiges, und weniger weil es mich zu einer besseren Berufsfrau macht.

    gruss, barbara

  9. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    naja wenn ich mir denke das wir mindestens 8 Stunden am Arbeitsplatz verbringen und das 5 Tage die Woche, sollte es zumindest für mich schon Spaß machen.
    Vielleicht nicht Spass, aber doch immerhin Freude an dem, was man erreicht? - wenn ich an zB pflegerische Berufe denke, ist "Spass" wohl kaum angebracht. Aber Freude, wenn man helfen kann.


    An der Supermarktkasse oder im STahlwerk sieht es sicherlich anders aus
    Das sind doch beides sinnvolle Tätigkeiten. Menschen brauchen Essen, Menschen brauchen Metallverarbeitung.

    mit grossen Teilen der Juristerei oder Kaltaquise aus einem Call Center hätte ich deutlich mehr Mühe. Das schafft oft keinen Wert und schadet manchmal mehr als dass es nützt.

    Eine Arbeit soll in meinem Begriffen die Menschheit (ein klein wenig) verbessern, aber sie bestimmt nicht verschlechtern. Dann lieber gar nichts machen.


    gruss, barbara

  10. gesperrt

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man sich mal mit Altersarmut beschäftigt, dann ist da ein großer Anteil von ehemals Selbständigen dabei, die zwar tatsächlich von ihrem Einkommen immer irgendwie leben konnten, aber keine Rücklagen gebildet haben, und nichts für die Rente eingezahlt.
    Wer das Hobby zum Beruf macht, muss das keineswegs automatisch als Selbständiger machen. Das kann durchaus auch in einem Angestelltenverhältnis geschehen.

    Ob die vielen freelancer tatsächlich mal auch im Alter oder bei Krankheit froh um ihre Entscheidung sind, ich weiß es nicht. Ich glaube, viele sind da einfach reichlich naiv unterwegs.
    Naivität ist kein Verbrechen.

    Sich vierzig Jahre lang zur Arbeit quälen ist auf alle Fälle auch kein gutes Leben. und sich auf eine Anstellung zu verlassen, kann ebenso zum Absturz führen wie Selbständigkeit. Es gibt nirgends Garantien.

    gruss, barbara

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