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03.10.2017, 13:15Inaktiver User
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
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03.10.2017, 13:39
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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03.10.2017, 15:39Inaktiver User
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
Ich kenne es auch schon recht lange, vielleicht keine 20 Jahre, aber 10-15 bestimmt. Selbst davor war es üblich, über seine Gehaltsvorstellung oder sein aktuelles Gehalt zu sprechen, wenn man von einem Headhunter oder dessen Recruiter angesprochen wurde. Weil es einfach keinen Sinn macht, weiter zu reden, wenn absehbar ist, dass es in dem Punkt zu weit auseinander klafft.
Aber gerade dieses lebenslange Lernen, gekoppelt mit der Erfahrung aus vielen Berufsjahren, ist ja das, was einen älteren Arbeitnehmer wertvoll macht. Wenn ich mir allerdings meine Kollegen so anschaue und mich auch im Bekanntenkreis so umschaue, dann hapert es in meiner Altersklasse Ü50 oft genau da. Nicht alle, aber viele Ältere machen einfach ihr Ding weiter so wie bisher und sind nur ungern bereit, (noch) was Neues zu lernen oder ihr Wissen überhaupt (noch) in eine Projektgruppe einzubringen. Oft auch mit der Begründung, dass man schon so viel gesehen hat und dass ja alles nicht von Dauer wäre. Das geht auch viele Jahre lang gut, aber irgendwann ist auch oft der Punkt erreicht, wo die Lücke zu groß wird, weil ja auch die neuen Prozesse auf den Zwischenstufen aufbauen und dann wundern sich einige, dass sie im Unternehmens nicht mehr so gefragt sind und andere an ihnen vorbeiziehen. Das wäre vermeidbar gewesen.
Und dann ist es auch kein Wunder, wenn jüngere Kollegen von der älteren Generation genau den gegenteiligen Eindruck bekommen und diese für unflexibel, nicht offen, nicht lernbereit halten. Ich kenne definitiv mehr von der Sorte als von der flexiblen, wenn es um die Ü50 geht.
Wenn du immer viel dazu gelernt hast, dann kannst du das ja im Bewerbungsprozess auch herausstellen. Wenn du (sicher zu recht) von dir sagst, dass du Flexibilität, Offenheit, Lernbereitschaft besitzt, dann zeig das anhand von Beispielen der letzten Jahre. Denn wer flexibel und lernbereit ist, ergreift die Chance, eine neue Software zu lernen, einen neuen Prozess zur Effizienzsteigerung einzuführen, was auch immer. Solche Leute sind gefragt.
Damit tun sich viele Bewerber schwer und schreiben diese Begriffe nur inhaltsleer in ihre Bewerbung, so nach dem Motto „naja, wenn sie mich einladen, kann ich das ja immer noch erzählen“ und wundern sich dann, dass es gar nicht erst soweit kommt.Geändert von Inaktiver User (03.10.2017 um 15:48 Uhr)
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03.10.2017, 16:32Inaktiver User
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
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03.10.2017, 16:34
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
Wobei mich das wundert. Ich habe offiziell noch 15 Jahre zu arbeiten - bei dem Gedanken, 15 Jahre im gleichen Trott vor mich hin zu wurschteln verfalle ich sofort in mentalen Tiefschlaf. Das ist doch langweilig ohne Ende... die grauen Zellen wollen doch gefordert werden.
Edit:
Genau das!
(Hervorhebung von mir)*lost in the woods*
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03.10.2017, 22:00
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
es kommt darauf an, was. Neues heisst heute allzu oft, dass Handarbeit ersetzt wird durch eine automatisierte Lösung, sprich die Anforderungen sinken, um dieselbe Aufgabe zu lösen.
Bei vielen Arbeiten erhöht sich auch der Bullshit-Anteil und man wird vermehrt dazu verknurrt, Statistiken und Dokumentationen in grosser Detaillierheit zu führen.
Und dann gibt es Dinge, die für mich eher eine Plage wären statt etwas, das ich gern tue. Ich habe zB nicht die geringste Lust zu lernen, wie man IT-Infrastruktur unterhalten muss.
ich lerne gern, aber nicht alles, und nicht irgendwie.
gruss, barbara
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03.10.2017, 22:22Inaktiver User
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
Bae, das stimmt was Du schreibst.
Vieles wird eingeführt um Personal einzusparen oder Arbeit zu verlagern.
Aber wir können uns dagegen sträuben, es kommt eh. So oder so.
Wenn ich mich nicht sperre, kann ich evtl. mitgestalten nach meinen Vorstellungen sonst werde ich "gestaltet"
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04.10.2017, 07:41
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
Die Frage ist, will man überhaupt im Bereich bleiben, wenn der so ungemütlich zu werden droht, oder doch nicht lieber was ganz Anderes machen.
für mich hat es sich bewährt, ständig zu lernen - aber nicht nach einem im Voraus ausgeklügelten Plan, sondern schlicht der Nase nach. Wobei sich darauf sogar noch eine vollständige Berufsausbildung (Komplementärtherapeutin) ergeben hat. womit ich am Anfang dieser Ausbildung nicht gerechnet hatte, sondern ich wollte das rein aus persönlichem Interesse können.
Inzwischen kann ich eine Menge ziemlich cooler Sachen auf ziemlich ansprechendem Niveau, wer weiss, wann mir das noch was nützen wird!
Für Leute, die sich nicht weiterbilden, habe ich wenig Verständnis - das ist nicht meine Welt.
gruss, barbara
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04.10.2017, 21:35Inaktiver User
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
naja deswegen habe ich ja auch gewechselt was zum Glück geklappt hat, ja es wurde ungemütlich, man wollte mich weghaben...da zu teuer etc.....meine neue Firma will mich haben, ein schönes Gefühl
ich bin von Haus aus ein neugieriger Mensch, der sicher auch bis ins Alter bleiben wird - so liebe ich es auch was Neues zu lernen ich sauge es auf wie ein Schwamm vor allem wenn es mich interessiert
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07.10.2017, 08:59Inaktiver User
AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie
Privat bilde ich mich nach dem Lust- und Interessenprinzip auch ständig weiter; auch, aber nicht nur, in Form von zertifizierenden Lehrgängen.
Hier besteht allerdings kein Zusammenhang zur Erwerbsarbeit. Ich bewundere Menschen, die diese beiden Bereiche zusammenführen, also von ihren Hobbies leben können.
Bei mir laufen Arbeit und Freizeit, wie bei den meisten Menschen, separat.
Bzgl. Weiterbildung fällt mir auf, dass meine privaten Weiterbildungen nicht nur freudvoller, sondern auch nachhaltiger als die jobbezogenen Weiterbildungen waren. Das bei Ersteren Erlernte veraltete nicht.



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