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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DieserAusdruck "sich nackig machen" ärgert mich ein wenig.

    ALG II ist keine Unterstützung für alle, sondern für den, der es braucht. Immer, wenn man sagt, dass es notwendig ist, erwartet die Gesellschaft, dass man dies nachweist.

    Die andere Variante ist, dass jeder das bekommt (auch der Millionär) oder keiner.
    Ja, man sieht, wie schwer das ist.
    Ich finde zum Beispiel, das die Summe, die man "behalten" darf, nach Erwerbsbiografie gestaffelt werden sollte. Kann man ja niemandem plausibel erklären, das der, der einfach mal "Pech" hatte, genau so behandelt wird, wie jemand, der ein Leben lang alimentiert werden muss. ( schwere Krankheiten ausgenommen )
    Geändert von Lilith10 (02.10.2017 um 19:10 Uhr)
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Oder, kürzlich passiert.
    Kurze Zeit nur "offiziell" gearbeitet, bekommt jetzt Rente und Grundsicherung. Umzug wird bezahlt, Haushaltshilfe wird bewilligt.
    Im Gegensatz dazu, lange gearbeitet trotzdem kleine Rente, Umzug nicht bezuschusst, Haushaltshilfe selber zahlen.

    Es tut mir leid, aber richtig ist das nicht.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Ich bin mittlerweile so weit, dass ich Panikatacken bekomme, nur schon bei dem Gedanken, ich solle mich irgendwo bewerben und ein Gespräch führen. Geschweige denn, noch irgendwo als Neue anzufangen. Das ist nicht nur so dahingesagt, das ist wirklich so und deshalb bin ich auch erwerbsunfähig.
    Mir ist so oft gesagt worden, wie dumm und unfähig ich bin, dass meine fast 40 jährige Berufserfahrung überhaupt keine Rolle spielt. Dass ich meine Facharbeiterbriefe wegwerfen soll. Dass es nicht gewünscht wird, im Lebenslauf zu erwähnen, dass ich Abitur habe.
    Ich glaube das. Mich will niemand. Ich lebe lieber von wenig Kohle, als dass ich mich nochmal so demütigen lasse.
    Ich überlasse den Arbeitsmarkt lieber den jungdynamischen Überfliegern, die ohne jede Entwicklungsperspektive für Mindestlohn arbeiten und das auch noch toll finden.

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    @niemicka
    Ich kanns verstehen. Unsere Arbeitswelt ist eine ziemliche Schlangengrube geworden. Und von Jahr zu Jahr werden die wenigen Nischen, in denen auch noch Menschlichkeit zählt, noch weniger.
    *lost in the woods*

  5. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von niemiecka Beitrag anzeigen
    Mir ist so oft gesagt worden, wie dumm und unfähig ich bin, dass meine fast 40 jährige Berufserfahrung überhaupt keine Rolle spielt. Dass ich meine Facharbeiterbriefe wegwerfen soll. Dass es nicht gewünscht wird, im Lebenslauf zu erwähnen, dass ich Abitur habe.
    Das haben sie dir ins Gesicht gesagt? Hast du das auf dem Arbeitsamt mal jemandem erzählt?
    Mir ging das immer anders rum, damals kam immer die Ausrede überqualifiziert oder zu spezielle Kenntnisse. Hab ich dann irgendwann aus Selbstschutz auch geglaubt.

    Aber du sprichst ein Problem an, dass wir hier noch gar nicht erwähnt haben, aber die Politik wohl nicht ändern kann, nämlich wo das Selbstwertgefühl landet, nach gefühlten tausenden von Ablehnungen.

    Ich glaube das. Mich will niemand. Ich lebe lieber von wenig Kohle, als dass ich mich nochmal so demütigen lasse.
    Wieviele Bewerbungen hast du schreiben müssen?
    Hast du viele Absagen bekommen oder eher gar keine Antworten?

    Ich überlasse den Arbeitsmarkt lieber den jungdynamischen Überfliegern, die ohne jede Entwicklungsperspektive für Mindestlohn arbeiten und das auch noch toll finden.
    Ich kenne nicht einen jungdynamischen Überflieger, der mit Freude für Mindestlohn arbeitet.
    Die meisten jungen Akademiker die ich kenne, die hangeln sich von Praktika zu Praktika oder von Befristung zu Befristung.
    Wenn man von der Uni kommt und findet keinen Job, landet man unweigerlich in Hartz4, denn man hat ja logischerweise keine Berufsjahre und damit Anwartzeiten auf ALG1.
    Also müssen sie arbeiten, um sämtliche Anwartschaften, wie ALG, Rente und die GKV muss ja auch bezahlt werden, zu erfüllen.

  6. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Oder, kürzlich passiert.
    Kurze Zeit nur "offiziell" gearbeitet, bekommt jetzt Rente und Grundsicherung. Umzug wird bezahlt, Haushaltshilfe wird bewilligt.
    Im Gegensatz dazu, lange gearbeitet trotzdem kleine Rente, Umzug nicht bezuschusst, Haushaltshilfe selber zahlen.
    Was bedeutet "offiziell" gearbeitet bzw. was hat sie davir gemacht?
    Haben die Menschen, die gleichen gesundheitlichen Einschränkungen bzw. weshalb wurde dem Einen die Unterstützung verweigert?

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Ich bin 60 dieses Jahr geworden.Ich habe schon Schwierigkeiten beim z.B.Aufwaschen,da verkrampft mein Rücken und ich muss erstmal mich anders bewegen..

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    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was bedeutet "offiziell" gearbeitet bzw. was hat sie davir gemacht?
    Haben die Menschen, die gleichen gesundheitlichen Einschränkungen bzw. weshalb wurde dem Einen die Unterstützung verweigert?
    Na ja, halt offiziell auf Steuerkarte. Sonst alimentiert, obwohl arbeitsfähig.Ich möchte den ganzen Fall gar nicht einstellen.
    Ja, beide haben exakt die gleiche Krankheit. Die letztere Person sogar im weiteren Stadium.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  9. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    War die Begründung, die der finanziellen Leistungsfähigkeit oder, die der gesundheitlichen Einschränkungen?

  10. Inaktiver User

    AW: Umgang mit nicht erwerbstätigen Menschen mit langer Erwerbsbiographie

    Zitat Zitat von benni125 Beitrag anzeigen
    Ich bin 60 dieses Jahr geworden.Ich habe schon Schwierigkeiten beim z.B.Aufwaschen,da verkrampft mein Rücken und ich muss erstmal mich anders bewegen..
    Hast Du einen GdB?

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